Profil von CanTho

CanTho

Wohnort:
Am Bodensee
Land:
Deutschland

Wer ich bin: Steinbock, 68er Jahrgang, mit einem "vernünftigen" Beruf (mittlerweile würde ich garantiert was mit Büchern machen). Ich kann einigermaßen reiten, fechten (Kendo) und bogenschießen - weit entfernt davon, gut zu sein, aber ausreichend, um es beschreiben zu können. Ansonsten nenne ich eine bereits ansehnliche Bibliothek mein eigen (derzeit ca. 2400 Stück, vermehren sich aber wie die Karnickel) und liebe das Schreiben - zum einen in Science Fantasy im eigenen Universum sowie Star Wars und Harry Potter (beide Universen lese ich auch sehr gerne hier) und außerdem im PbEM Chrestonim - von dort kommt auch mein PenName.

Star Wars und Schreiben gehören bei mir zusammen wie Topf und Deckel, denn tatsächlich kam ich durch die Filme Anno 1983 im zarten Alter von fünfzehn Jahren zu meinem zweitliebsten Hobby. Ich war, muß ich gestehen, kein Fan der ersten Stunde und kam erst mit dem dritten Teil (nein, ich spreche jetzt von dem dritten Teil, dem einzig wahren: RoTJ!) zu Star Wars. Als ich den im Kino gesehen hatte, war ich hin und weg. Erst danach hab ich die anderen beiden Filme gesehen, ebenfalls im Kino in der Wiederaufführung (ich glaube, den ersten hatte ich irgendwann mal auf Video gesehen - aber wenn, hat er - Schande über mich! - keine bleibenden Eindrücke hinterlassen...) Jedenfalls schwebte ich von da an - von Haus aus eher pragmatisch und realistisch veranlagt, sprich: keine Poster von Schauspielern oder Bands an den Wänden - im siebten galaktischen Himmel. Und ja, ich war von Anfang an auf Vaders Seite. Und da bin und bleibe ich auch.

Auf jeden Fall hatte ich also die Filme gesehen und, um immer wieder in die Welt eintauchen zu können, auch die Bücher gekauft (von Videos nicht lange nach Kinostart, guten Comics oder mehr Büchern konnte man damals ja nur träumen. Aus dem Kino, aus der Welt...) und verschlungen (auch die englischen, was so ganz nebenbei den Durchbruch in dieser Sprache bedeutete, Hand in Hand mit plötzlich hervorragenden Noten). Das einzige Problem an der Sache: die Dinger beschrieben zwar ein bißchen mehr als das, was auf der Leinwand zu sehen war - aber eben leider nicht immer so, wie ich das empfunden hatte. Und ganz besonders mißfallen hatte mir Darth Vaders Sterbeszene.
Ich las das. Wunderte mich. Las es nochmals. Und ärgerte mich. Das war nicht das, was ich gesehen hatte. Das war nicht das, was in meinen Augen wirklich passiert war! Das war nicht Darth Vader! (Ganz abgesehen davon, daß ich George Lucas bis heute nicht verzeihe, daß er für diese Szene unbedingt den bereits über achtzigjährigen Sebastian Shaw nehmen mußte, dem man zwar den gütigen Großvater abkaufte, aber bestimmt nicht die Geißel der Galaxis, die kurz vorher (auf Bespin) noch mit Sohnemann mal eben den Boden gewischt hat. Nein!)
Also setzte ich mich hin, nahm ein Blatt Papier und begann aufzuschreiben, wie ich die Szene sah. Vaders Empfindungen und Gedanken, wie ich sie lesen wollte.

Was soll ich sagen? Es war furchtbar, genauso wie die folgenden Szenen und Ideen, auch die ersten etwas längeren Geschichten im Star Wars Universum, und natürlich pure Mary Sue. (Ja, ich habe sie noch. Gut versteckt ganz hinten im Kleiderschrank. Und ich zeige sie niemandem...)
Aber: so ganz allmählich wurde ich besser, und irgendwann hatte ich meiner Mary Sue ein eigenes Kleidchen verpaßt und sie in ein anderes, ganz eigenes Universum umgezogen, wo sie dann keine mehr war, sondern etwas ganz Eigenständiges. Viel war ihr nicht geblieben außer dem Namen und dem Aussehen, aber sie war gewachsen, hatte sich prächtig entwickelt, ganz so, wie es brave Kinder tun sollten, und immerhin irgendwann sechs Bücher gefüllt. Und wer weiß, vielleicht gehen meine Kinder ja irgendwann einmal hinaus in die Welt... ;o)

Ich bin stolzes Gründungsmitglied der Vader Groupies!
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