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Duck dich

Kurzbeschreibung
OneshotAngst, Familie / P12 / Gen
03.03.2023
03.03.2023
1
467
 
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Jamie Dutton war gut darin sich zu ducken. Er war nicht stolz darauf diesen Reflex mit den Jahren perfektioniert zu haben. Er war erwachsener Mann, ein kompetenter Anwalt, Mitglied einer angesehenen Familie, das jedes Mal zusammen zuckte wenn seine jüngere Schwester >>Buh<< sagte, besonders wenn sie ein Glas in der Hand hielt, denn dort blieb es nicht. Beth' und Jamies Wortgefechte endeten in Scherben. Scherbenhaufen. Handgreiflichkeiten und Blut. Nein, Jamie war auf gar nichts stolz, er verdiente das einfach nicht.

Immer wenn Jamie einen kleinen Anflug von Stolz, Zufriedenheit oder Glück verspürte dauerte es nicht lang. Beth kam um die Ecke und zerstörte es, sie erstickte es im Keim, zertrampelte es, riss es mit sich. Beth Dutton war ein Hurrikan in Jamies Leben, der nie vorbei zog, nie an Zerstörungskraft verlor, nichts an Ort und Stelle ließ. Sie wirbelte alles durcheinander aus purer Bosheit und Rachsucht. Beth war eine Zecke, die sich tief in seine Haut gebohrt hatte um seinen Lebenswillen auszusaugen. Beth Dutton war erst zufrieden wenn Jamies Herz nicht mehr schlug. Das war Fakt.
Sie wurde nie müde Jamie zu bestätigen wie nutzlos er war, wie sinnlos seine Existenz. Es war ihr Hobby, ihr Sport, ihre Obsession und sie war so gut darin. Karrieren und Menschen. Beth Dutton zerstörte sie nachhaltig, ohne Mühe, quasi im Vorbeigehen. Es war beeindruckend, wirklich beeindruckend qualvoll ihr auserwähltes Opfer zu sein.

Es gab nichts, rein gar nichts was Jamie dagegen unternehmen konnte. Nichts. Keine Hoffnung. Den Krieg gegen Beth hatte Jamie selbst begonnen als junger unerfahrener Mann der seiner noch jüngeren Schwester helfen wollte und eine gravierende Fehlentscheidung traf, die Beth zu dem gemacht hatte was sie letztendlich für ihn war, Jamies Nemesis. Sein Dasein war dem Untergang geweiht.
Solange Jamie auf der Ranch lebte, für seinen Vater arbeitete, terrorisierte Beth in weiter. Tag für Tag. Unerlässlich.

Er sah keinen Sinn darin weg zu gehen, sein Zuhause zu verlassen wie Kayce. Manchmal beneidete Jamie seinen jüngeren Bruder. Kayce Dutton lebte sein eigenes Leben mit Frau und Sohn, hatte der Ranch und seinem Vater John Dutton den Rücken gekehrt.

Aus vollkommen anderen Gründen. Jamie konnte die Situationen nicht gegen einander aufwiegen, immerhin hatte Kayce keinen unüberwindbaren Konflikt mit Beth, sie verfluchte Kayce nicht täglich oder trachtete nach seinem Leben. Nichts war schlimmer als Beth, nicht für Jamie.

Jamie Dutton war zu feige für Veränderungen, dank Beth fehlte ihm jegliches Vertrauen in sich selbst. Wo sollte er auch hin, Beth fand ihn überall. Nein, Jamie war nicht mutig. Er blieb wo er war, buhlte um die Anerkennung seines Vaters, kämpfte als guter Anwalt für die Ranch, für die Familie, sogar für Beth weil John das erwartete, es schien trotzdem nie genug zu sein. Jamie war nie genug. Beth sorgte dafür dass Jamie nur eine Sache gut beherrschte, sich zu ducken.
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