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Wie der Vater so der Sohn (Bill & Bob Andrews)

Kurzbeschreibung
OneshotFamilie / P12 / Gen
24.01.2023
24.01.2023
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“Poppy, ich mach das schon und kümmere mich um alles, mach dir keine Sorgen, Bob und ich schaffen das.” Bill betrachtet seine Freundin liebevoll.

Poppy seufzt und nickt etwas, bevor sie ihren braune Umhängetasche auf die Schulter nimmt und ihrem Freund einen Kuss auf die Lippen drückt und danach Bob einen auf die Stirn.

“Okay, aber melde dich, wenn was ist, ich kann das Seminar auch ausfallen lassen und mich krank melden oder so. Ich hab euch lieb!” Sagt sie an Bill gerichtet, geht in Richtung Tür ihrer kleinen Wohnung und verlässt diese dann.


Bill betrachtet seinen Sohn lächelnd, Bob ist auf seinem Arm und nuckelt an einem Schnuller, er trägt eine rote Stoffhose und einen grauen Pullover, der so wie der von Bill mit dem Logo der Ruxton Universität bedruckt ist.

Bob sieht mit großen blauen Augen zu seinem Vater und kuschelt sich an ihn.

“Die Betreuung hat zu und deine Babysitterin ist krank… kommst du heute mit in die Uni?" Bill sieht ihn an und geht dann in das kleine Schlafzimmer, das Poppy und er mit Bob zusammen bewohnen.

Die Wohnung ist nicht gerade groß, ein kleines Schlafzimmer, welches so gerade genug Platz für ein Bett, einen Kleiderschrank und ein Babybett für Bob bietet. Eine kleine Küche, die ans Wohnzimmer angeschlossen ist. Ein kleines Sofa, ein Esstisch mit vier Stühlen, eine Kommode, wo ein kleiner Fernseher und ein Radio so wie einige Bilder draufstehen, füllen den Raum aus, machen ihn aber auch sehr gemütlich. Seit fast einem halben Jahr gehören auch eine kleine Spielecke und eine Wiege zum Wohnzimmer Inventar. Ihm angeschlossen ist ein kleines Badezimmer. Toilette, Waschbecken, Dusche, Regal und Wickeltisch.

Bob brummt ein wenig, als ob er Bill zustimmt. Er trägt den kleinen Jungen ins Schlafzimmer, wo er ihn ins Bett legt und den kuscheligen Teddy Anzug und  ein paar Socken aus dem Schrank nimmt und ihm diese anzieht, bevor er selbst seinen Mantel und Schuhe anzieht. Bob wiederum spielt mit einem Stoffball, bis Bill Andrews ihn in die Babytrage setzt und ihn sanft an sich drückt und ihm einen Kuss auf den Kopf gibt. Kurzerhand hat der blonde Junge, dessen Haare man kaum sieht, auch eine Mütze und die Kapuze des Teddy Anzugs auf, Bill einen Rucksack auf dem Rücken und die Wickeltasche in der sich auch ein paar Spielsachen und eine Decke befinden über der schulter.

“Schlüssel, Rucksack, Wickeltasche, Mobiltelefon, Brieftasche, Bob. Ich hab alles.” Murmelt William und verlässt dann die Wohnung, welche er abschließt und macht sich auf den Weg zur Universität. Es war nicht weit, man muss etwa zehn Minuten laufen, um zum Uni-Gelände zu gelangen. Poppy und Er hatten sich einige Monate vor Bobs Geburt eine Wohnung in der Nähe des Campus genommen.

Auf dem Weg bläst Bill immer wieder kalter Wind ins Gesicht, der Herbst hat offiziell Einzug gehalten und 15°C fühlen sich, wenn der Wind bläst plötzlich mehr wie 8°C an. Er wickelt seinen Mantel um seinen fünf Monate alten Sohn, der auf dem besten Weg ist, einzuschlafen.

Weitere acht Minuten vergehen, bis Bill den Hörsaal erreicht und ihn betritt.

“Ah, Mr. Andrews, wie schön, dass sie es auch noch rechtzeitig schaffen, uns mit ihrer Anwesenheit zu beehren.” Professor Roalstad scheint nicht zu bemerken, dass sich ein weiterer Zuhörer unter Bills Mantel befindet, als er ihn bittet, sich einen Platz zu suchen, bevor er die Hörsaal-Tür schließt.

Bill nickt schnell und auch sich einen Platz relativ in der Mitte aus, zieht vorsichtig Rucksack und Mantel aus und muss etwas lächeln, als er bemerkt, dass Robert auf dem Weg eingeschlafen ist.

Professor Roalstad beginnt das Seminar, erhält etwas, erklärt immer wieder die ein oder andere Sache und stellt einige Fragen an die Studenten im Raum.

Nach etwa einer halben Stunde wird Bob wach, ruhig reibt er sich, verschlafen die Augen und bewegt sich etwas in der Trage.

Ein anderer Student beantwortet gerade eine Frage, die vom Professor gestellt wurde. Bob wird derweil unruhig und beginnt etwas zu jammern.

„Na nu?“ Professor Roalstad schaut durch den Hörsaal und bleibt bei Bill hängen, der versucht Bob mit seinem Schnuller und einem Kuscheltier zu beruhigen.

„Wer ist dieser kleine Student denn?“ Fragt er erstaunt und kommt etwas näher zu Bill.

„Tut mir leid Professor, er hat bis vor ein paar Minuten geschlafen. Die Campus-Betreuung hat geschlossen, da zu viele Betreuer krank sind und unsere Babysitterin hat kurzfristig auch absagen müssen, da sie krank ist… Das ist mein Sohn Bob.“ Erklärt Bill und sieht beinahe ängstlich zum Professor, der nun vor ihm steht.

„Nun Bob, ich muss dir mit dem Jammern zustimmen, die Antwort des Kommilitonen deines Vaters war grauenhaft, vielleicht hast du in 20 Jahren eine bessere Antwort parat.“

Bill atmet erleichtert aus, als sein Professor so ruhig bleibt und muss lächeln, als Bob zu ihm schaut und beim Reden zuhört.

“Kommst du zum alten Professor, kleinen Mann?" Roalstad schmunzelt etwas, als Bob eine Hand zu ihm streckt und William seinen Sohn aus der Trage nimmt. Aus der Wickeltasche holt er die kleine Decke und reicht sie samt Bob seinem Journalistik Professor.  

Er nimmt ihn vorsichtig in den Arm und lächelt etwas. Einige Studentinnen betrachten das Baby und einen ‘Aww’ geht durch den Hörsaal.

Professor Roalstad geht mit ihm wieder nach vorne und hält Bob, der wieder ruhig am Schnuller, nuckelt im Arm und macht seinen Anzug etwas auf, damit es nicht zu warm ist und muss ein wenig lachen, als er den Ruxton Pullover zu Gesicht bekommt.

“Meine Damen und Herren, ich denke, ich habe gerade den jüngsten Ruxton Studenten im Arm, der jemals unsere Fakultät besucht hat." Lacht er und zieht den Pulli etwas zurecht, bevor er sich der Aufgabe widmet, die zuletzt besprochen wurde.

16 Jahre später

“Ach Mr. Andrews, darf ich Sie bitten, einen Moment zu warten?" Bob zuckt ein wenig zusammen, als Professor Roalstad ihn anspricht. Er hatte gerade sein erstes Journalistik Seminar des Probe-Kurses, den Justus, Peter und er für zwei Wochen absolvieren, hinter sich gebracht. Justus und ihr Mitbewohner Tyler-Jackson waren angemeldet für Psychologie und Peter wollte ursprünglich etwas mit Sport machen, ist jedoch in einem Seminar mit Gedichten und Lyrik gelandet.


“Äh, ja klar, was gibt's Professor?” Bob sieht ihn an und schultert seine Umhängetasche, die auch schon seine Mutter zu ihrer Zeit in Ruxton benutzt hat.

“Es freut mich, einen weiteren Andrews in einer meiner Vorlesungen zu sehen, vor allem wenn ich ihn auch schon vor 16 Jahren in diesem Raum auf dem Arm hatte.” Er schmunzelt und beobachtet, wie Bob große Augen bekommt.

“Ich, ich glaube, sie verwechseln da etwas.” Stottert er ein wenig und sieht ihn.

Professor Roalste lacht etwas.


“Du bist doch der Sohn von William Andrews, oder?” Bob nickt.

“Dann warst du mit ungefähr einem halben Jahr schon mal bei mir im Seminar."  Der ältere Mann schmunzelt erneut und legt seine Hand auf Bobs Schulter.

“Du hast talent Mr. Andrews, ich hoffe, dass du eines Tages in seine Fußstapfen treten wirst.



2 Jahre später

“Ach, wen seh ich denn da.” Professor Roalstad kommt auf die drei Fragezeichen und ihre Familien zu.

“Mr. Andrews, Mr. Jonas und Mr. Shaw, schön sie wieder zu sehen.” Er lächelt die Jungen an, bis sein Blick auf Bill fällt.

“Wenn das nicht Bill Andrews ist, wie lange ist es her, seit ich sie gesehen habe, achtzehn Jahre?"

“Fast, siebzehn, ich musste kurz nach Bobs ersten Geburtstag die Uni verlassen und bin an die UCLA gewechselt, wie sie ja bestimmt auch mitbekommen haben.” Erzählt er und lächelt.

Professor Roalstad ist in die Jahre gekommen, Bobs Jahrgang ist der letzte im Bereich Journalistik, den er betreuen und lehren wird.  

"Siebzehn Jahre schon, na da haben sie aber eine gute Arbeit in den Sohnemann gesteckt, intelligent ist er.” Er lächelt Bob an und tritt einen Schritt zurück.

“Ich lass die jungen Herren dann mal in Ruhe, Bob wird mich die nächsten vier Jahre noch oft genug zu Gesicht bekommen." Er schmunzelt und wendet sich wieder Bill und Poppy zu.

“Falls sie noch einige Tage hier bleiben, würde ich mich freuen, wenn sie noch Zeit für einen Tee oder Kaffee haben, Bill. Ich würde nur zu gern wissen, was passiert ist, nachdem sie die Universität wechseln mussten." Sagt er, wartet noch kurz die Antwort von Bill ab und verschwindet dann lächelnd im Gedränge von neuen und alten Studenten, die, so wie die drei Fragezeichen, aber auch Corvy und TJ, wurden in der Ruxton Universität ein Zuhause auf Zeit gefunden haben.
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