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As in good times, so in bad?

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger
23.01.2023
04.02.2023
7
8.081
15
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
25.01.2023 1.190
 
Huhu ihr Lieben,
Ich muss gleich auf die Arbeit, das neue Kapitel bekommt ihr aber noch schnell.

Danke für eure Favoriten Einträge und die ganzen Empfehlungen - und das schon nach dem ersten Kapitel…
Und zwei Reviews sind auch schon da, danke ❤️

Nächstes Kapitel kommt am Sonntag

Viel Spaß und liebe Grüße
Darkdragon27

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“Wenn man es genau nimmt, Draco, hast du dich gerade bei mir entschuldigt. Und ich nehme deine Entschuldigung an.”
Sein Vorname aus ihrem Mund jagte eine Gänsehaut über seinen Körper und er blickte die Braunhaarige verwirrt an. “Wieso?”
“Wieso du dich entschuldigt hast oder wieso ich sie annehme?”
Der Slytherin öffnete den Mund, schloss ihn wieder und zuckte mit den Schultern.
“Weißt du Draco, ich glaube, dass du damals keine andere Wahl hattest. Ja, es hat mich verletzt, natürlich. Gerade, als ich jünger war.” Sie hielt inne und spielte mit ihrem halbgefüllten Sektglas. “Aber… dass du bei der entscheidenden Schlacht auf unserer Seite gekämpft hast, dich vor den Todessern und Voldemort höchstpersönlich gegen ihn entschieden hast und zu uns gekommen bist… Das… Du dafür, ohne dass ein Laut aus deinem Mund kam, den Cruciatus ertragen hast, das hat mich schwer beeindruckt.”
Draco schüttelte sich bei der Erinnerung und wandte den Blick von Hermine ab. Flüsternd sagte er: “Ich hätte diese Entscheidung schon viel früher treffen sollen, aber ich hatte Angst.” Hermine nickte. “Wer hätte das nicht, wenn er zusehen muss, wie der eigene Vater vor seinen Augen von Voldemort zu Tode gefoltert wird?” Draco erschauderte erneut und ihm wurde übel. Verdammt! Diese Erinnerung versuchte er verzweifelt zu verdrängen, doch oft in seinen Träumen tauchten die Bilder auf. Wieder und wieder und ließen ihn nicht schlafen. Hermines Hand auf seiner verkrampften Faust ließ ihn aufblicken und ihre Blicke trafen sich. “Ich... es… es tut mir leid, dass ich das gerade gesagt habe. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es sein muss, mit dieser Erinnerung zu leben. Ich… wollte dir nicht zu nahe treten.” Draco nickte, schluckte hart, ehe er sagte: “Es ist… okay? Irgendwann… werde ich damit klar kommen.”
“Möchtest du darüber sprechen? Ich... es tut manchmal sehr gut, solche Dinge anzusprechen, um sie zu verarbeiten.”
Draco schüttelte den Kopf. Bisher hatte er niemandem im Detail erzählt, was er gesehen hatte. Der Tagesprophet hingegen hatte auf der Titelseite veröffentlicht, dass Lucius Malfoy zu Tode gefoltert wurde und dass sein Todessersohn dabei zusehen durfte. Wieder schüttelte Draco sich.
“Wenn du darüber reden willst, kannst du gerne zu mir kommen.”
“Danke.”
Unbewusst begann Draco, über Hermines Handrücken zu streicheln. “Und… Hermine, es tut mir wirklich aufrichtig leid, was ich dir all die Jahre angetan habe.”
Hermine nickte, hob ihr Glas und schaute Draco an. “Auf unsere neue Freundschaft?”
“Auf uns”


Kingsley Shacklebolt, immer noch Zaubereiminister, betrat das Büro der vier Freunde und schmunzelte über das Bild, welches sich ihm bot: Dass Harry und Ron auf dem Boden saßen und irgendwas aßen, war nichts Neues. Dabei waren sie über Akten gebeugt und murmelten das Gelesene leise vor sich hin. Draco saß an seinem Schreibtisch, ebenfalls über eine Akte gebeugt, während Hermine dicht hinter ihm stand und ihre Hände auf seine Schulter gelegt hatte. An und für sich war ihm diese Vertrautheit zwischen den beiden bekannt, aber Kingsley hätte nie gedacht, dass aus dem verwöhnten und arroganten Kind Draco ein so aufrichtig liebender, offener Mann werden würde, der seine Zuneigung dermaßen offen zeigte und es zuließ, dass man ihm liebevolle Gesten in der Öffentlichkeit entgegengebrachte. Er hatte damals aus dem Tagespropheten von der Hochzeit der Beiden gelesen und staunte nicht schlecht, als beide dann gemeinsam mit Harry und Ron für die freien Stellen als Auroren vorsprachen. Von da an lernte Kingsley den Malfoy-Erben komplett neu kennen und war erleichtert zu sehen, dass der Blonde seine Maske ablegen und frei sein konnte.
“Morgen zusammen!”
“Morgen!”, kam es synchron von den anderen.
“Wie ich sehe, seid ihr bereits fleißig. DIeser Muggelmörder lässt uns komplett im Dunklen tappen. Allerdings habe ich hier zwei neue Akten. Es gab wohl zwei ähnliche Fälle in Deutschland, die es zu untersuchen gibt. Draco, Harry, ich möchte, dass ihr zwei nach Deutschland appariert, dort mit den Auroren Kontakt aufnehmt und Zeugen befragt. Hermine und Ron, ihr analysiert bitte die Akten und morgen treffen wir uns um neun Uhr und tragen die Ergebnisse zusammen. Passt das bei jedem?”
Draco schüttelte leicht den Kopf. “Ich hab um neun meine Trainingseinheit bei Blaise.” Kingsley nickte. “Ich schicke Zabini gleich hier her, dann könnt ihr eine andere Zeit ausmachen. Wenn etwas ist, wisst ihr, wie ihr mich erreichen könnt. Draco, Harry, es wäre gut, wenn ihr euch in der nächsten halben Stunde auf den Weg macht, ich habe euch in Deutschland bereits angekündigt.”
Harry nickte. “Alles klar!”
Mit wehendem Umhang verließ der Minister das Büro, nachdem er Ron die Akten in die Hand gedrückt hatte.
Kurze Zeit später betrat Blaise Zabini das Büro der Vier, drückte Hermine einen sanften Kuss auf die Wange und umarmte die Anderen freundschaftlich. Dann schaute er mit hochgezogener Augenbraue zu Draco: ”Ich habe gehört, du hast Angst vor dem Training morgen, da du weißt, dass ich dich wieder vermöbeln werde?” Draco schnaubte.
Ja, auch Blaise hatte nach dem Abschluss seine Ausbildung im Ministerium angefangen. Er war für das Training der Auroren zuständig, nicht nur was Flüche abwehren anging, sondern auch im Bereich Kampfsport, Selbstverteidigung und Gegner körperlich außer Gefecht setzen.
Spätestens nach der Hochzeit von Draco und Hermine war die jetzt Malfoy seine beste Freundin geworden. Beide hatten sich schon zur Schulzeit sehr gut verstanden, was Draco in der Anfangszeit, vor seiner Beziehung zu Hermine, rasend vor Eifersucht gemacht hatte. Solange, bis Blaise ihm klargemacht hatte, dass er zum einen keinerlei sexuelles Interesse an der Löwin hatte und zum anderen noch nicht ganz schlüssig über seine sexuelle Neigung war. Mittlerweile war bekannt, das er bisexuell war. Er hatte bereits einige Beziehungen mit Männern, aber auch mit Frauen und aktuell war er mit Ginny Weasley zusammen.
“Als ob du es bisher geschafft hättest, mich groß zu vermöbeln.”
Hermine klinkte sich schmunzelnd in die Unterhaltung mit ein: “Naja, Schatz, ich erinnere mich an das blaue Auge, dass du nach dem einen Training mit Blaise hattest.”
“Liebste, auf welcher Seite stehst du eigentlich? Meiner oder auf der von Blaise? Und außerdem hatte er im Gegenzug drei gebrochene Rippen!”
Der Blonde nahm die Füße vom Tisch und erhob sich. Hermine stellte sich vor ihn. “Ja, weil ihr es ja auch immer übertreiben müsst. Pass auf dich auf und komm zu mir zurück!” “Immer”, antwortete Draco, bevor er sanft Hermines Gesicht in seine Hände nahm und sie zärtlich küsste.
Diese Art der Verabschiedung war ein Ritual zwischen den beiden geworden. Immer dann, wenn sie getrennt auf Missionen unterwegs waren, trennten sie sich so voneinander und versprachen sich, zu dem anderen zurückzukommen.
Blaise seufzte theatralisch. “Ich kenne euch schon so lange zusammen, aber ich bin immer wieder ein bisschen neidisch, wie wundervoll ihr zusammen seid und wie toll ihr harmoniert. Dray, morgen dann Training von acht bis viertel vor neun, dann kannst du duschen und bist für die Besprechung ready. Passt das?”
Der Blonde betrachtete immer noch liebevoll lächelnd seine Frau und nickte.
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