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Finding Harry. Geschichte ohne Held

von jolannasa
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Nymphadora Tonks Remus "Moony" Lupin Ronald "Ron" Weasley
21.01.2023
04.02.2023
5
8.745
3
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.01.2023 545
 
Heute kommen wir zu einer Besonderheit speziell dieser Geschichte. Ich habe mich dafür entschieden diese Art "Zwischenspiel" nicht hinter die gewöhnlichen Kapitel zu hängen, wodurch es nun einige sehr kurze Kapitel dieser Art gibt. Als Ausgleich werde ich sie immer zwischen den gewöhnlichen Kapiteln posten, weil um die 300/400 doch ein großer Unterschied zu über 1000 Wörtern sind.
Lg jolannasa


|| Irgendwo im Nichts
Nirgendwo

Es war dunkel und irgendwie leer. Harry konnte es nicht wirklich begreifen.
Das Zweite, was er bemerkte war, dass er nichts spürte. Er fühlte sich leicht, fit, losgelöst. Das war gut.
Allerdings spürte er weder seine Arme noch seine Beine, noch seinen Kopf, das war schlecht.
Er schlug die Augen auf. Oder versuchte es zumindest, schließlich spürte er seine Augen auch nicht. Aber es funktionierte. Plötzlich sah Harry mehr als nur schwärze. Es war nicht viel, ein wenig als wäre es gerade die dunkelste Stunde der Nacht. Aber es gab Licht, ein klein wenig. Genug, dass Harry sehen konnte.
Doch um ihn herum war nichts, außer einem grauen Himmel und einer schwarzen Erde. Ein scheinbar endloses schwarzes Feld, das sich bis zum Horizont erstreckte.
Sicher war es nicht Hogwarts, nicht der schwarze See. Doch das Jenseits konnte das auch nicht sein, das wollte Harry nicht glauben. Er konnte, er durfte nicht tot sein!
Nach und nach kamen die Erinnerungen zurück, an Sirius, an Peter und an die Dementoren. Sie hatten ihm seine Seele genommen!
Aber was bedeutete das? Wo war er dann?
Seltsamerweise spürte er die Verzweiflung nicht mehr, die ihm in der Gegenwart der Dementoren so zu schaffen gemacht hatte. Er hörte auch nicht mehr die Stimmen seiner toten Eltern.
War das unter dem Umhang wirklich seine Mutter gewesen? War er vielleicht selbst ein Dementor?
Nein, dann wäre er noch in der richtigen Welt. Aber das war er nicht.
Er schaute nach oben oder eher zu dem, was er für oben hielt. Keine Sonne, kein Mond und keine Sterne. Das konnte nicht die Realität sein? Aber was war es dann?
Auf einmal fühlte sich Harry schrecklich einsam. Er konnte niemanden fragen, sich niemandem anvertrauen. Selbst in seinen dunkelsten Tagen bei den Dursleys war zumindest jemand da gewesen.
Jetzt aber war er allein, allein in der Dunkelheit und er hatte keine Ahnung wo er war und wie lange er dort bleiben würde.
Verzweiflung überschwappte Harry, wie eine reißende Flut und riss ihn hinfort. Er kauerte sich zusammen, bis zu diesem Moment hatte er nicht gewusst, dass er noch einen Körper gehabt hatte. Schluchzte, es war das einzige Geräusch in der Ebene und hallte für Harrys Ohren unnatürlich laut wieder.
Vielleicht weinte er auch, aber er spürte die Tränen nicht. Er spürte auch nicht die Wärme seines Körpers, falls er einen hatte. Gerade einmal, dass ihn etwas berührte, spürte er. Mehr war nicht und vielleicht würde nie wieder etwas anderes sein.
Mitten auf der Ebene, tief in der Dunkelheit brach Harry zusammen. Er war ein Kind und das war selbst für ein dreizehnjähriges Kind, das im letzten Jahr einen Basilisken gestellt hatte zu viel.
Sanft wiegte er sich hin und her. Ein einsames Kind in der weiten Ebene. Ohne Hoffnung auf Gesellschaft. Ohne Hoffnung auf Rettung.

Und im nächsten Kapitel
werden endlich Hermine und Ron auftauchen.
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