Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Unlimited Love

von Kirasque
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Erotik / P18 / MaleSlash
11.01.2023
01.02.2023
4
8.199
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
25.01.2023 1.786
 
It's wednesday, my dudes! Zeit für ein neues Kapitel! :D

----------------------------
Gekonnt ging Crowchester den verwunderten Blicken seiner Kollegen aus dem Weg, als er in den Aufenthaltsraum trat, um etwas zu essen. Bisher hatte er nur seinen Proteinriegel intus und daran musste er dringend etwas ändern. Während er aß schaute er die Liveübertragung der Show auf dem großen Fernseher an und unterhielt sich mit einigen Kollegen darüber. Dann plötzlich betrat der Chef Martin gefolgt von dem Piraten den Raum und wollte mit ihm sprechen. Er befürchtete, dass Marcus gepetzt hatte und Martin ihm jetzt eine Reihe unangenehmer Fragen stellen würde. Doch seine Befürchtungen sollten nicht eintreten.
„Ich hab einen neuen Plan für dich, okay?“, setzte der Chef sich begeistert an den Tisch, während Marcus neben ihm stehen blieb. „Du und unser Pirat hier werdet ein TagTeam und tretet in der übernächsten Show gegen den Purge Club um den Titel an! Was sagst du dazu?“
Crowchester versuchte, sein Gesicht zusammenzuhalten und nicht zu perplex auszusehen. Als er realisiert hatte, worum es Martin ging, zögerte er zunächst, jedoch fand er in seine Persona zurück und stimmte dem Plan zu, um sich nichts anmerken zu lassen.
„Ja klar, warum nicht.“
Martin war sichtlich erfreut über die Übereinkunft. „Sehr geil! Das wird ein ganz großes Ding, das versprech ich euch! Es kommt immer gut an, wenn aus Feinden Freunde werden! Vielleicht machen wir heute noch einen Skit indem wir das bekanntgeben, denkt euch mal was aus, ich komme nachher nochmal darauf zurück!“ Er bekam einen Anruf, stand auf und ging beschäftigt aussehend weg.
Crowchester blickte kurz zu Marcus auf, welcher noch immer an Ort und Stelle stand. Dies war ihm jedoch so unangenehm, dass er direkt wieder auf seinen Teller schaute und weiter aß, um sich abzulenken. Marcus zögerte nicht lang und suchte das Weite. Auf mehr Stress hatte er heute definitiv keine Lust mehr. Crowchester hingegen fühlte sich schlecht wegen dem, was vorhin passiert war und wollte sich auf jeden Fall heute noch bei seinem neuen TagTeam-Partner entschuldigen. Jedoch noch nicht jetzt. Jetzt aß er erstmal auf und bereitete sich mental auf sein bevorstehendes Match vor.
Sie hatten geplant, dass Crowchester nach seinem Sieg von seinen Kollegen, die den Purge Club bildeten, angegriffen werden würde. Marcus solle ihm zu Hilfe eilen und eine Fehde würde zwischen den Teams ausbrechen. Auf diese Weise wäre ihre neue Allianz in der Öffentlichkeit bekanntgegeben. Alles verlief nach Plan und wie erwartet feierten die Fans das neue Team, welches künftig unter dem Namen „Sea Crows“ laufen sollte, wie verrückt.

Zurück im Backstage fragte Crow den Piraten, ob er kurz mit in die Umkleide kommen würde. Dieser willigte ein und folgte ihm in den Raum, welcher um diese Zeit normalerweise sowieso leer war, da alle anderen vorne mit essen, trinken und Geselligkeit beschäftigt waren. Er schloss die Tür und wandte sich seinem Kollegen zu.
„Ich wollte mich wegen vorhin entschuldigen“, begann er, „Ich… es ist gerade ziemlich viel los bei mir und ich hätte das nicht an dir auslassen dürfen. Es tut mir leid.“
Der Pirat lächelte ihm mitleidig zu. „Alles gut, jeder hat mal einen schlechten Tag. Trotzdem danke. Was genau ist denn los? Kann ich dir irgendwie helfen?“
Dima schaute zu Boden. „Ich glaube nicht, dass du mir helfen kannst, sorry… Das ist ein sehr… spezielles Problem...“
Marcus neigte den Kopf zur Seite und versuchte, seinem Partner an dessen Haaren vorbei etwas besser ins Gesicht schauen zu können. „Das klingt ja ziemlich ernst“, versuchte er, ihm weitere Infos zu entlocken. Er vernahm die Aufregung seines Freundes und trat einen Schritt auf ihn zu. Crowchester zuckte, als er den Tritt vernahm und schaute unter seinen herabhängenden Haaren hektisch hervor und wieder zu Boden. Sein Gesicht war heiß geworden und sein Puls stieg an. Dies hatte zufolge, dass es in seiner Hose langsam etwas enger wurde. Beschämt blieb er wie angewurzelt hinter der Tür stehen und betete, dass sein Kollege weder sein errötetes Gesicht, noch die deutliche Erhebung in seinem Schritt bemerken würde. Dieses Mal hatte er keine Jeans an, deren fester Stoff alles etwas diskreter hielt. Nein, er trug wegen des Matches noch immer seine Trainingsshorts, welche etwas enger anlag und aus Gründen der Beweglichkeit aus flexiblerem Stoff bestand. Daher konnte man ziemlich deutlich sehen, was darin gerade vor sich ging.
Marcus ging einen weiteren Schritt auf ihn zu und versuchte fortwährend, ihm ins Gesicht zu sehen. Dima wusste nicht, was er tun sollte, denn seine Panik stieg mit jeder Sekunde weiter an. Hektisch dachte er nach, doch alles was ihm als Lösung einfiel, erschien ihm falsch und irrational. Schließlich hob er verteidigend die Hand vor sich, „Bleib stehen!“
Der Pirat hielt inne und musterte ihn still von oben bis unten.
„Stehst du auf mich?“, fragte er nach einem Moment der Stille. "Verhältst du dich deshalb in letzter Zeit so seltsam?" Crowchesters Herz setzte aus. Was sollte er darauf jetzt antworten? Sollte er versuchen, es zu leugnen oder direkt die Wahrheit sagen? Was würde das für Auswirkungen auf alles haben? Doch noch bevor er reagieren konnte, hörte er zwei weitere, schnelle Schritte und fand sich plötzlich zwischen der Tür und dem gut trainierten Körper seines Kollegen wieder, welcher ein kleines bisschen größer war als er selbst. Wie ein verschrecktes Reh blickte er auf, sein Gesicht glühend rot. Links und rechts neben sich nahmen ihm die Arme seines Kollegen jede Fluchtmöglichkeit. Er wagte es nicht, zu atmen und wartete, was als nächstes passieren würde.
Eindrücklich schaute der Pirat auf ihn herab und bekam ein leises Lächeln auf den Lippen, als er die Röte im Gesicht seines Partners endlich vollständig sehen konnte und ebenso dessen Körpermitte an der Hüfte spürte. Er löste einen Arm von der Tür und strich ihm mit Zeigefinger und Daumen am Kinn entlang. „Cute bist du ja schon irgendwie, Krähe“, sagte er, während er seinen Blick über das noch immer erschrockene Gesicht seines Freundes wandern ließ.
Es waren nur ein paar Sekunden, doch für Dima fühlte es sich an, wie eine halbe Ewigkeit. Der Pirat stieß sich von der Tür ab. „Ich fühle mich geschmeichelt, aber ich muss dankend ablehnen“, sagte er beschwichtigend, während er zu seinem Spind ging. Crow wäre am liebsten vor Scham im Boden versunken, doch er blieb standhaft und traute sich endlich wieder, Luft zu holen. Hastig versuchte er, das gerade geschehene zu verarbeiten, doch sein Kollege war bereits wieder auf dem Weg zu ihm. Er schaute zu ihm auf und war diesmal bereit, sich zu wehren, so glaubte er zumindest. Doch der Pirat griff lediglich nach der Türklinke hinter ihm. Sofort trat Dima zur Seite, um ihm den Weg frei zu machen. Marcus öffnete die Tür ein Stück und hielt inne. „Wir sind Kollegen“, nickte er ihm ernst zu. Dann ging er schließlich hinaus und schloss die Tür hinter sich.
Die Krähe sackte auf den Boden hinab und holte tief Luft. Jetzt war die Katze aus dem Sack. Das, was er die ganze Zeit so inständig zu verdrängen versuchte, war nun ausgesprochen. Und das auch noch von der Person, um die es dabei ging. Ein Teil von ihm war erleichtert, dass jetzt alle Karten auf dem Tisch lagen, ein anderer Teil war noch immer völlig perplex von dem, was gerade passiert war. Und ein Teil machte sich Sorgen um die Zukunft.
Fest stand, dass vorerst niemand davon erfahren durfte. Solange er sich selbst nicht einordnen konnte, war das nichts, was für die Außenwelt bestimmt war.

Voller Frust stand er auf und ging zu seinem Spind, um sein Handy zu holen. Schnell tippte er Martin eine Nachricht, dass er aus privaten Gründen bereits aufbrechen müsste, und zog sich rasch um. Als er seine Tasche gepackt hatte, und die Umkleide verlassen wollte, lief er dem Chef jedoch persönlich in die Arme. „Hey, was ist denn los? Ich hab deine Nachricht gerade gelesen“, sprach dieser ihn besorgt darauf an. Crowchester erzählte grob etwas von einem familiären Notfall, um sich aus der Situation herauszureden. Martin zeigte sich überaus verständnisvoll und wünschte ihm alles Gute. Dabei schaute Dima hinüber in den Aufenthaltsraum, wo der Pirat auf einer der Couches saß und ihn starren Blickes unter seinem Hut hervor beobachtete. Er schluckte und drehte sich schließlich um, um die Location zu verlassen und sein Auto aufzusuchen.
Er warf seine Tasche in den Kofferraum und nahm sich noch eine Wasserflasche heraus, um den Abend förmlich runterzuspülen. Als er den Kofferraum geschlossen hatte und zur Fahrertür gehen wollte, sah er, wie der Pirat zielgerichtet auf ihn zu kam, samt seines Hutes, der sein Gesicht zur Hälfte verdeckte, und dem im seichten Wind wehenden Mantel. Der Anblick trieb ihm erneut Leben in die Lendengegend. „Verdammte Scheisse“, fluchte er leise zu sich selbst, entschied sich jedoch, nicht mehr Unhöflich sein zu wollen und abzuwarten, was sein Kollege von ihm wollte. So blieb er also vor der Fahrertür seines Autos stehen. Er wollte Klarheit schaffen und unnötige Spannungen verhindern.
“Hör mal, es ist nicht das, wonach es-”, begann er, doch wider erwarten stoppte der Pirat nicht vor ihm, sondern drückte ihn gegen das Fahrzeug und fasste ihm mit einer Hand ins Genick, um ihn zum Kuss zu sich heranzuziehen. Er war schockiert über diese schamlose Aktion seines Kollegen, zumal dieser ihm eben noch einen Korb gegeben hatte. Jedoch war er es leid, vor sich selbst wegzulaufen und beschloss, sich einfach darauf einzulassen und sehen, wie er sich dabei fühlte. Es war ja schließlich nur ein Kuss. Dieser wurde allerdings schnell zu einem sehr leidenschaftlichen Kuss und er musste feststellen, dass er tatsächlich gefallen daran fand.
Diese konstante Verwirrung, der ganze Stress und die Show heute hatten ihn sehr geschlaucht. Er war seelisch zu müde, um sich weiterhin widerstand gegen sich selbst zu leisten. So war er sogar ein wenig enttäuscht, als der Kuss endete und der Pirat ihn mit einem neutralen Blick ansah. Eine Sekunde später drehte dieser sich um und wollte zurück in das Gebäude gehen, doch die Krähe rief ihm verdutzt nach. “Jetzt warte doch mal! Denkst du, du kannst mich jetzt einfach so hier stehen lassen!?”
Der Pirat hielt inne. “Du wolltest doch nach Hause, oder nicht?”, meinte er über die Schulter.
“Ja, und du kommst einfach so an und ziehst sowas ab und erwartest dann, dass ich das einfach auf sich beruhen lasse, ohne eine Erklärung zu verlangen?”
Marcus lachte leise und drehte sich halb zu ihm um. “Wenn hier jemand mit Erklärungen anfangen sollte, dann bist wohl du das." Schlieslich setzte er seinen Weg zurück in das Gebäude fort, nachdem die Krähe nichts mehr zu entgegnen hatte. Dima wusste, dass er einen Fehler gemacht hatte und wurde wütend auf sich selbst. Genervt riss er die Tür des Autos auf, setzte sich hinein und trat den Heimweg an.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast