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War Correspondents – Eine Republic Commando Story, Teil II

von Pa77e
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P18 / Gen
07.01.2023
28.01.2023
5
5.201
2
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
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24.01.2023 1.005
 
Sondermeldung! Wie wir so eben exklusiv aus Kreisen des Senats erfahren haben, wurde die Senatorin Ryio Chuchi von Pantora durch Kollaborateure der Separatisten entführt und wird an einem unbekannten Ort auf dem Planeten Hilaya festgehalten! Der Regierungsrat Pantoras drängt auf rasches Handeln. Wann wird die Armee eingreifen? Wir halten Sie auf dem laufenden!

-HoloNet-News Coruscant

Gerade als Eden und Bes das Gebiet sicherten, hörten sie erneut den Laut von Triebwerken. Sofort zogen sie ihre Deezes und gaben Iminos Handzeichen, dass er sich in Deckung begeben sollte. Nur wenige Sekunden später tauchte ein Landspeeder auf, der eine weiße Flagge schwenkte.
„Sie sind nicht feindselig“ sagte Iminos mit geschlossenen Augen. „Vielleicht jemand von DryCorp“.
„Danke für die Info, Sir, aber wir gehen lieber auf Nummer sicher“ sagte Eden, die Waffe noch immer im Anschlag. Doch als der Speeder näherkam, bestätigte sich Iminos Machtwahrnehmung. Zwei Männer in blassblauen Uniformen mit einem Firmenlogo winkten ihnen.
„Wir haben ihr Signal abgefangen, ihr seid die Spezialeinheit der Republik?“ fragte der Fahrer.
„Das sind wir, Iminos und meine beiden Begleiter…“. Er sah prüfend zu den Klonkommandos, als würde er um Erlaubnis beten, dass er ihre richtigen Namen sagen durfte.
„RC-2211 und RC-2212“ sagte Eden und senkte seine Waffe. „Kommandos der Republik. Wir haben zwei Teammitglieder bei dem Angriff verloren, sie können nicht weit sein“.
„Wir haben einige Angriffsshuttles dieser Bastarde von UtaCorp vom Himmel geholt, aber die, die euch angegriffen haben, sind durchgebrochen“ knurrte der Mann. „Wir haben aktuell das Problem, dass Störsender geschaltet wurden. Wir haben kaum eine Möglichkeit mehr zur Kommunikation, aber das gute ist, dass die UtaCorp dieselben Probleme hat“.
Er deutete auf den Speeder. „Springt rein, wir suchen eure Leute. Sagt mir, wo sie runtergekommen sind“.

Pero schüttelte sich und knurrte wütend. Sie waren hart runtergekommen, Thali war beim Sturz aus dem Geschirr gefallen und er sah sie ein paar Meter weiter liegen.
„Osik!“ murmelte er und lief zu ihr herüber. Er hatte sich, außer ein wenig durchgeschüttelt zu werden, nichts getan. Die beskar hatte das Schlimmste verhindert und er hoffte, dass die Katarn-Rüstung der Togruta selbiges getan hatte.
Als Pero näherkam, war Thali bereits wieder auf den Beinen, zwar schwankend, aber sie schien sich, außer ein paar Schrammen im Gesicht, nichts weiter getan zu haben.
„Alles klar?“ fragte er dennoch.
„Alles heil geblieben“ meinte sie. „Ich werde nie wieder irgendwo rausspringen“.
Pero sah sich plötzlich nervös um. „Wo ist unsere Ausrüstung?“ meinte er. Beide Rucksäcke fehlten und er konnte sie nicht im näheren Umkreis erkennen.
„Ich glaube wir haben sie verloren, als wir durch die Bäume gekracht sind“ meinte die Togruta und tastete ihr Gesicht ab. Glücklicherweise war der kleine HoloCam-Droide ganz geblieben und an der Halterung ihrer Rüstung sicher mit auf dem Boden gelandet.
„Shab, shab, shab“ murmelte Pero und rannte ein paar Meter zurück. Durch die Zoomfunktion seines Helmes versuchte er durch die Äste nach oben zu sehen, doch er konnte zwischen dem dichten Blätterdach der Nadelbäume nichts erkennen.
„Ich muss rauf und nachsehen“ sagte er und spürte, wie seine Kehle trocken wurde.
„Ist alles in Ordnung?“ fragte die Togruta zweifelnd. Sie bemerkte, dass die rechte Hand des Mandalorianers leicht zu zittern schien.
„Wir brauchen das Zeug aus den Rucksäcken“ sagte Pero kurz angebunden. Dann hörten sie plötzlich einen Speeder näherkommen. Sofort zog er sein Verpinen-Gewehr, dass sicher an einem Gurt vor seiner Brust hing.
Der Speeder kam immer näher, dann ließ er die Waffen sinken, als er vertraute Stimmen vernahm und blaue T-Visoren durch das Geäst blickten.
„Sarge, Ma’am!“ rief Eden. „Seid ihr verletzt?“.
„Alles gut, aber unsere Ausrüstung ist in den Ästen…“.
Plötzlich unterbrach sie einer der Männer von DryCorp. „Wir müssen unverzüglich hier fort, unsere Systeme zeigen eine feindliche Patrouille schnell näherkommen“.
Bes half Thali in den Speeder, während Eden seinem Sargent die Hand hinhielt. „Ner’vod, wir müssen los. Die shabla Ausrüstung können wir ersetzen oder später abholen“.
Eden wunderte sich, Pero so zögerlich zu erleben. Er kannte seinen Ausbilder als den Inbegriff von Handlungsfreude. Normalerweise brauchte er nicht zweimal in brenzligen Situationen zu überlegen. „Sarge?“ fragte er unsicher.
„Fierfek!“ fluchte der Mandalorianer, dann ließ er sich in den Speeder hieven. „Willkommen zurück“ sagte Iminos, das Lichtschwert noch immer in der Hand. Pero brummte bloß etwas und setzte sich auf die Rückbank. Der Fahrer gab sofort Gas und sie verschwanden aus dem Waldstück und rasten auf das Firmengelände der DryCorp zu.

Sie rasten die Bergkette entlang und ließen das Waldstück hinter sich. Als sie eine weitere Hügelkette passierten, tauchte dort hinter zum ersten Mal eines der gigantischen Bactafelder auf. Mehrere Meter hoch ragten die Triebe in den Himmel, schimmerten in einer Mischung aus blau und grün und wogten sacht im Waind. Thali hielt sofort mit ihrer HoloCam darauf und auch Bes und Eden sagten bloß: „Wow!“. Sogar Iminos schien völlig fasziniert und lehnte sich weit über die Kante des Speeders um den Geruch in die Schwärze seines Gesichtes einzusaugen.
Eden wandte sich allerdings recht zügig wieder ab und warf Pero einen Blick zu. Trotzdem sein Ausbilder einen Helm trug, konnte der Kommando spüren, dass etwas nicht stimmte. Viele Jahre lang, von klein auf, hatte er seine Schwadron nicht nur trainiert, ausgebildet, gedrillt und geformt, sondern ihnen auch die mandalorianischen Tugenden beigebracht. Immer wieder hatte er ihnen außerdem besondere kleine Geschenke, seltene mandalorianische Literatur, sogar Klingen aus beskar mitgebracht und war ihnen stets als gleichwertig gegenübergetreten, trotz seiner Rolle als Sargent. Eden und Bes erinnerten sich gut, dass andere Schwadronen auch mandalorianische Ausbilder hatten, diese aber ganz anders mit ihren Männern umgegangen waren. Sie hatten sich damit abgefunden, keine Eltern zu haben und Pero hatte ihnen stets gesagt, dass sie auch keine finden würden. Aber er sagte Brüder und Kameraden, vielleicht sogar eine Partnerin, darauf konnten sie bauen und hoffen. Und er war von Anfang an ihr vode gewesen, auch wenn die Kommandos sich gut an die Prügel erinnerten und dass er im Rahmen der Ausbildung sogar Klone getötet hatte. Doch wie er sich gerade verhielt, so hatte er ihn noch nie erlebt.
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