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Aus dem Leben eines Magizoologen

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Gellert Grindelwald Newt Scamander OC (Own Character) Porpentina "Tina" Goldstein Theseus Scamander Vinda Rosier
07.01.2023
05.02.2023
8
13.347
2
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.01.2023 1.754
 
Hallihallo!
Da ich gestern zwei Kapitel hintereinander geschrieben habe, kann ich es heute auch probieren, aber nicht versprechen.
Nur mal so als Info: Die Malfoys kommen nicht aus Norwegen, das hab ich mir nur ausgedacht, weil ich unbedingt diesen Drachen einbauen wollte. Wenn ihr mich fragt, sind
die Malfoys ganz einfache britische Reinblüter.

Sodala, das wars auch schon…
Viel Spaß beim Lesen!!
Liebe Grüße ;-)

Kapitel 6:

,,Wir fliegen jetzt schon Stunden, Newt! Bist du dir ABSOLUT sicher, dass das der richtige Weg ist?“, fragte Theseus, der hinter Newt auf dem auf und ab wippenden Rücken des Stachelbuckels saß. ,,Jaah, genau, das würd ich auch gern wissen!“, rief Tina gegen den Wind nach vorne. Newt überlegte. ,,Hmm. Ich weiß nicht…“ Genau in diesem Moment rutschte Newt ein wenig nach vorne auf den Hals des Drachens, der jetzt senkrecht nach unten flog, mit der Nase auf einen Fluss zu.

Dann hörte Newt ein panisches: ,,Sag mal! NEWT! WAS SOLLEN WIR TUN?! DER WILL UNS UMBRINGEN!“ von hinten. Er drehte genervt den Kopf und zischte: ,,Nein. Nein…Glaub ich nicht…“ Tina robbte näher an Newt heran, und Theseus hockte immer noch da wie ein Quidditchspieler, der einen Klatscher mitten ins Gesicht bekommen hatte. Plötzlich spritzte Wasser auf. Tina schrie und krallte sich an Newts Schultern fest, während sich der Drache mit einem Wutschrei immer weiter durch das Wasser pflügte.

,,Ich glaube, er will, dass wir abspringen!“, rief Newt. In dem Moment, als das Ufer etwa einen Meter weit entfernt war, sprangen sie.  Newt kam hart auf dem Boden auf und stand sofort wieder auf. Tina kniete ein paar Meter weiter am Boden und schien die Geschehnisse der letzten paar Minuten zu verarbeiten. Theseus lag ein bisschen weiter neben ihr und flüsterte ständig: ,,Ich muss wahnsinnig gewesen sein…Das war furchtbar…“

Newt sah über den Fluss. Der Drache war nirgendwo. Auch nicht am Himmel. Er war weg. ,,Tina? Was ist mit dem Drachen passiert?“ Tina sah auf, mit Tränen in den Augen. ,,O Newt.. Ich glaub…ich glaub…er ist…“ Newt sah sie verständnislos an. ,,Er ist…?“ ,,Ich glaub…er ist…nicht mehr da…“ Newt erstarrte. Das konnte nicht sein. Der Drache lebte noch. Natürlich. Es ging nicht anders. Außer wenn…

,,Theseus?“, fragte Newt mit brüchiger Stimme. Sein Bruder setzte sich auf und sah ihn an, ohne die Spur von Mitleid in den Augen. ,,Woher hattest du das Fläschchen?“, fragte Newt.  Theseus räusperte sich und und wurde einen Hauch rosa. ,,Woher hattest du das Fläschchen?“, wiederholte Newt. Theseus öffnete den Mund, als ob er etwas sagen wollte, schloss ihn wieder und gestand schließlich: ,,Aus deinem Wohnzimmer.“

Newt funkelte entsetzt seinen Bruder an. ,,D-das aus dem WOHNZIMMER?!“ ,,Jaah..“ ,,Das Einschläfer- Elixier?“ ,,Weiß nich…“ Newt packte seinen Koffer und marschierte an Theseus vorbei.

,,Wenn der Drache Das in seiner Wunde hat, gelangt es ins Blut. Und dann…“, fing Newt an, drehte sich aber nicht um. ,,Dann?“, fragte Theseus. Newt drehte den Kopf halbwegs nach hinten. Sein Gesicht war vor Zorn und Trauer so verzerrt, dass Theseus nicht wusste, ob die Person, die vor ihm war, wirklich Newt war.  

„Dann..“,sagte Newt düster. ,,…Stirbt der Drache. Ich benutze das Elixier nicht. Es wurde mir mal zugeschickt. Aber nur weil es rumsteht, heißt dass noch lang nicht, dass es frei zum Bedienen da steht.“ Theseus sah seinen Bruder an, der anfing, allein weiterzugehen.

Newt wollte allein sein. Er musste allein sein. Ohne seinen Bruder wäre der Drache nicht gestorben, er würde wieder in der Luft herumfliegen, nicht am Grund des Flusses zerfallen. Ohne ein Wort zu sagen, ging Newt weiter. Er sah ein paar Kappas, die Versuchten, ihn zum See zu locken, und ein paar Wassermenschen, die skeptisch vom Grund heraufblickten.

Dann hörte er hinter sich Schritte. Er drehte sich nicht um. Auch ferne ,NEWT!‘- Rufe ignorierte er. Er war viel zu sauer.

Plötzlich ertönte ein Schrei: ,,NEWT! DAS HAUS!“ Widerwillig drehte sich Newt um. Eine große Felsspalte war da. Am anderen Ende sah Newt eine weite Fläche, auf der ein altes, riesiges Haus stand. Tina stand vor der Spalte und lächelte Newt ermutigend zu. Trotzdem sah Newt Tränenspuren in ihrem Gesicht. Theseus stand weiter weg. Er sah zu Newt und zu Tina, dann zum Fluss. Dann disapparierte er.

Tina und Newt starrten entgeistert auf die Stelle, wo Theseus gestanden hatte. Tina sah Newt in die Augen. „Er war schon heute morgen so komisch.“ Sie zuckte entschuldigend mit den Schultern. Dann betraten sie gemeinsam die Felspalte.

….

Rosier stand verängstigt neben Malfoy, der mit einem seltsam verschwommenen Gesichtsausdruck durch die riesige Eingangshalle wankte. ,,Und hier is das wunnerbarste…Haus der Welt!“, hickste er und Rosier zog die Augenbrauen hoch. Sie war nun schon etwa eine Stunde hier in diesem halbverotteten Haus.

Zwar war Malfoy mit dem Imperius- Fluch nicht gefährlich, aber Rosier konnte sich noch zu gut an die erste Begegnung erinnern. Ihren Zauberstab hatte sie wieder mal mit Lumos entzündet.

Malfoy schwankte gut gelaunt die riesige Treppe hoch und wäre fast wieder runtergefallen, hätte Rosier ihn nicht aufgefangen. Sie zog ihn mit nach oben und blieb stehen. Hatte sie nicht ein Geräusch gehört? Nein, doch nicht. Die schwarzhaarige Hexe zog den verwirrten und kichernden Malfoy genervt weiter.

Aber da war doch ein Geräusch! Sie täuschte sich nicht. ,,Hören Sie etwas, Malfoy?“, flüsterte sie leise. ,,Nein, nur deine Stimme, Süße! Wer bist du?“, grölte der Alte fröhlich. Entnervt zog  Rosier ihren Zauberstab. ,,Homenum Revelio!“, zischte sie. Jemand anderes war nicht hier. Gut.

Aber da waren schon wieder Stimmen. Und Schritte. Rosier duckte sich und riss Malfoy ebenfalls zu Boden. Das Eingangsportal quietschte. Da kam jemand!
                                                                                              ***

,,Newt. Hier ist es unheimlich. Lass uns gehen!“, bettelte Tina ungeduldig. Newt sah die verstaubte Treppe hoch. Dann beugte er sich hinüber zu Tina und flüsterte: ,,Wir sind nicht allein!“ Tina keuchte. Das stimmte wirklich! Auf der alten Treppe waren frische Fußspuren.

,,Was meintest du eigentlich mit: ,Theseus sei heute morgen schon komisch gewesen?‘“, fragte er. ,,Naja…“, sagte Tina. ,,Als ich aufgewacht bin, war er nicht da. Dann bin ich rausgeklettert aber auch draußen war keiner. Aber trotzdem hab ich draußen gewartet. Und dann kam der einfach… Aber voll komisch…“ Newt ging ein Licht auf.
,, SO WAS WICHTIGES VERHEIMLICHST DU MIR?! WAS WENN DER UNTER DEM IMPERIUS IST?“,rief er. Tina wich zurück. ,,A-aber ich kenn deinen Bruder doch nicht so gut, also hab ich nicht gewusst, ob der immer so ist…“ Newt sah sie verschämt an. ,,Du kennst ihn sogar besser als ich..“

Tina sah Newt an und legte eine Hand auf seine Schulter. ,,O Newt!“
Newt sah sie an und erfasste im Augenwinkel eine Bewegung. Ein grüner Lichtblitz schoss auf Tina zu. ,,TINA!“, schrie Newt panisch. Tina sprang im rechten Augenblick weg und der Lichtblitz traf ein Gemälde eines zermürbt wirkenden Zauberers, der sich auch im letzten Moment in ein anderes Bild retten konnte und lautstark protestierte: ,,Also wirklich!“

Newt zog seinen Zauberstab. Ein roter Lichtstrahl kam auf Newt zu, der ihn noch abblockte. ,,Protego!“, rief Tina und ein Schild breitete sich über sie und Newt. Dieser schrie: ,,Stupor!“, aber die Gestalt in der Galerie oberhalb der Treppe wich aus.

                                                                                                  ***

Rosier sprang aus der Schusslinie von Newt und duckte sich hinter einem altmodisch aussehenden Schreibtisch. Malfoy schien nicht mehr von dem Imperius befallen zu sein. Er sah sich um und bemerkte den Kampf. Freudig grinste er und nahm seinen Zauberstab. Und..- Rosier schrie auf- einen kleinen spitzen Dolch.

Aber Malfoy nahm keinerlei Notiz von ihr. Wahnsinnig grinsend holte er aus und warf den Dolch. Newt sah ihn nicht kommen…und der Dolch konnte den Schutzschild durchdringen. Das Messer streifte Newt am Gesicht.

Dieser fasste sich an die Stelle, wo es ihn getroffen hatte, und verzog schmerzhaft das Gesicht. Tina feuerte inzwischen einen Schockzauber nach dem anderen ab, wo wiederum keiner traf.

Rosier sprang neben Malfoy und versuchte es mit einem weiteren ,Avada Kedavra‘. Dieser traf nicht, zerstörte aber den Schild. Tina und Newt drängten sich nebeneinander, die Zauberstäbe ausgestreckt. ,,Ich weiß, dass du das bist, Rosier.“, sagte Newt bitter. ,,Aber wer ist andere Person?“, fragte Tina. Newt zuckte mit den Schultern. ,,Wer ist das neben dir, Rosier?“, rief Newt neugierig und ernst zugleich und blockte einen weiteren Schockzauber ab.

Der andere gab eine krächzende Antwort. ,,Ich? Ich bin Tom Draco Malfoy! Der, dessen Bruder nach seinem verdammten Nachnamen sucht!“ Newt starrte den Alten in die Augen , Grün in Grau. ,,Was müssen Sie getan haben, Malfoy, dass ihr Bruder deswegen nach Askaban musste?“

Malfoy lachte gefährlich, begann dann aber zu erzählen. ,,Wir hatten eine jüngere Schwester. Petula. Wir waren damals schon erwachsen. Ich war  fünfundvierzig, und mein Bruder dreiundvierzig. Unsere Schwester war zwölf Jahre jünger als ich, also dreiunddreißig. Damals liebte mein Bruder unsere Schwester mehr als alle anderen. Eine Tages haben wir uns gestritten, und er sagte, er würde meinen Lieblingsmenschen entführen, wenn ich unserer Schwester etwas antun würde. Und genau das hab ich gemacht.“ ,,W-was haben Sie  gemacht?“, wollte Tina wissen. ,,Na was wohl?“, antwortete Malfoy. ,,Daraufhin war Liam so wütend, dass er mich angegriffen hat. Unsere Mutter hat nach einigen Gedächtnisveränderungen vor dem Ministerium gesagt, mein Bruder wäre an alle Schuld. Und seit dem Tag sitzt der gute Liam Im Gefängnis.“

Newt starrte den Alten an. ,, Abscheulich!“, rief Tina. ,,Und jetzt sind sie Grindelwalds Ass im Ärmel oder wie?“ Malfoy sah sie an. ,,Das war ich schon immer.“ Dann schwang er seinen Zauberstab und es gab eine kolossale Explosion. Newt wurde weggeschleudert und landete schmerzhaft auf seinem Arm, der ein vollkommen empörtes Knacksen von sich gab.

Eine riesige Staubwolke entstand, in der Trümmer herumflogen. Der Koffer, den Newt die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte, landete etwas weiter neben ihm. Sein Zauberstab flog ihm aus der Hand und fiel mit einem leisen ,plumphh‘ auf den Koffer. Newt setzte sich auf und zog seinen Arm, den er sich höchstwahrscheinlich gebrochen hatte, näher an ihn heran. Dann versuchte er gegen den Lärm der herabfallenden Trümmer anzuschreien: ,,TINA?!“ Niemand antwortete.
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