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Abenteuer in der Steinwelt (Arbeitstitel)

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Sci-Fi / P12 / Gen
Gen Asagiri OC (Own Character) Senku Ishigami
03.01.2023
06.02.2023
8
18.459
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24.01.2023 5.001
 
POV Kuro
Irgendwie fühlte ich mich schlecht sie so geärgert zu haben, aber mal ganz ehrlich Aku und unser Lauch höchstpersönlich würden gut zusammen passen. Ich stand langsam auf und lief noch ein wenig durchs Dorf, allerdings verzog mich recht schnell in meine Hütte, als sich herausstellte das nicht viel passierte. Naja eigentlich war das mein Plan gewesen. Hielt mich ein gewisser Chrome auf. „Uhm...dürfte ich bitte hier rein?“ fragte ich und wollte an ihm vorbei. „Ah, da bist du ja nicht endlich. Ich habe eine Idee komm mal mit.“ wies er an und zog mich einfach mit sich. „Hey! Sag mal, was soll diese Heimlichtuerrei?“ grummelte ich unbegeistert und unser nachfolge Wissenschafter blieb stehen. „Lass uns Senku und Aku verkuppeln!“ Sagte er mit glitzernden Augen und begeisterter Stimmlage. Ich sah ihn verdutzt an. „Du hast wohl ein Rad ab... ich habe keinen Bock zu sterben.“ erklärte ich ihm und wollte mich schon umdrehen. „Ach komm schon.“, schmollte er. „Das wird lustig!“ Er lachte etwas. „Genau, ist ja nicht so als hätte Aku Karate gemacht, aber gut wenn du willst helfe ich dir.“, murrte ich und seufzte. Das erste ignorierte mein Gegenüber komplett und grinste dann nur doof: „Yes! Na dann beginnt die Mission… morgen. Gute Nacht~.“ und damit verschwand er und ich lief dann auch endlich in mein Haus. Gen war zwar noch nicht da, aber ich setzte mich auf mein Bett und sah das Plüschi noch etwas an. Ich lächelte wieder. „Scheint dir zu gefallen hm?“, kam es dann plötzlich von der Tür und es war natürlich Gen. „Klar doch. Aber woher wusstest du wie Hasi aussah? Ich habe das nie erwähnt.“, fragte ich und sah etwas zu ihm hoch. „Ach weißt du, Aku hat mir dabei ein wenig geholfen. War keine große Sache.“, antwortete er auf meine Fragte und setzte sich mir gegenüber. Ich konnte mir gut vorstellen, wie Aku ihn selbstsicher und begeistert alle Einzelheiten berichtete. „Ein Film wäre jetzt wirklich toll aber leider geht das ja nicht.“, seufzte ich dann leise um meine Gedanken auf etwas anderes zu bringen. Gen lachte nur: „Ach was. Wir haben hier doch jeden Tag einen Film.“ Gen sah mich immer noch lachend an und wuschelte mir durch die Haare. „Hey lass das! Ich kann das nicht leiden.“, maulte ich und vergrub mich mit roten Wangen in meinem Bett. Der Übeltäter dafür lachte nur noch weiter und legte sich dann auch in sein Bett. »Das ist echt ein Idiot. Ich habe dem das schon tausende Male gesagt.« Ich kuschelte mich in meine Decke und versank dann noch etwas in Gedanken. Ich starrte an die Decke. »Chrome hat sie doch nicht mehr alle. Aber na gut ich schiebe dann alles auf ihn, sollte Aku oder Senku hinter unseren Plan kommen.«, dachte ich mir und schlief dann einfach ein.

Am nächsten Morgen wollte ich mal aus schlafen, aber eine Ladung Schnee landete in meinem Gesicht. Natürlich war das nur ein Traum und dadurch wachte ich auch auf. Ich setzte mich auf und merkte das ich auf dem Holz lag und nicht mehr in meinem Bett. „Oh, ja klar. Selbsterklärend ist es ein Traum gewesen. Und klar, ich bin aus meinen Bett gefallen.“, murrte ich und rieb mir über die Augen. „Guten morgen Schlafmütze~“, trällerte Gen, der plötzlich hinter mir auftauchte. Ich erschreckte mich zu Tode und schrie leicht auf. „Du bist doch nicht ganz dicht! Mich einfach so zu erschrecken.“ beschwerte ich mich und stand auf. Naja so leise war der Schrei nun doch nicht, da sich gleich ein paar Arbeiter beschwerten. „Sorry.“, entschuldigte ich mich, als ich aus dem Haus kroch. Ich war noch wirklich müde und gähnte mehrmals. „Und? Bist du bereit?“, tuschelte Chrome mir zu und grinste. Ich nickte seufzend: „Schon irgendwie. Aber wenn die davon Wind bekommen schiebe ich alles auf dich!“, murrte ich ihn an. Und damit begann die Operation Aku und Senku zu verkuppeln. Wir versuchten es ein paar Tage aber nichts klappte und so langsam wollte ich aufgeben: „Chrome, ich habe kein Bock mehr auf den Mist!“, seufzte ich und rückte meine Brille zurecht. „Och komm schon! Wir haben es doch fast.“, meinte er und sah ungläubig zu mir. „Was habt ihr fast?“, fragte eine bedrohlich wirkende Stimme hinter uns, die sich unglücklicherweise als Aku raus stellte. „Chrome hatte die Idee. Ich bin unschuldig!“, schrie ich schon fast und versteckte mich leicht hinter ihm. »Scheiße! Sie hat auf jedenfall was gemerkt!«

POV Aku
Wartend tippte ich mit dem Zeigefinger auf den Ellenbogen meiner verschränkten Arme. Chrome und Kuro sahen fast so aus, als ob sie einen Geist gesehen hätten. Ich öffnete den Mund und rief: „Senku, ich hab den Nachwuchs gefunden!“ Sofort kam er an, packte Chrome und rügte ihn dafür nicht mitgearbeitet zu haben. Überprüfend schaute ich den Jungs hinterher. Zwar bemerkte ich noch wie Chrome Kuro Handzeichen gab, und dann von Senku um die Ecke gezogen wurde, allerdings hatte ich absolut keine Peilung was das bedeuten sollte. »Manchmal wüsste ich gerne was in deren Köpfen vor geht.« Als ich noch einmal überprüft hatte das niemand in der Nähe war, packte ich Kuro an den Schultern: „Okay, ihr beide besorgt mich ein wenig. Aber viel wichtiger ist: ich habe eine Lösung für dein Gen-Problem!“ Ich ließ ab, aber ihr geschockter und gleichzeitig erleichterter Gesichtsausdruck blieb. Überzeugt von meinem Einfall breitete ich die Arme vor ihr aus und berichtete: „In einer Woche ist Weihnachten! Ich habe beschlossen ein kleines Wichteln zu veranstalten. Ist gar nicht so schwer. Jeder zieht einen Zettel mit dem Namen eines anderen Dorfbewohners oder Außenstehenden. Du kennst das Prinzip.“ Kuro nickte zur Bestätigung. „Naja wie auch immer. Der springende Punkt ist: du kriegst den Zettel mit Gen Asagiris Namen! Bei deinem Geschenk legst du ein Briefchen bei, in dem du ihm deine Gefühle für ihn unterbreitest. Und wenn er dich dann fragend anschaut sagst du: „Gen, ich bin der festen Überzeugung, ich habe mich in dich verliebt.“.“ Nicht so passioniert wie ich es war schaute sie mich an. „Alter, wie viel Alkohol hast du getrunken, um auf so eine kitschige Idee zu kommen?! Das klingt ja grausig.“, fragte sie mich fassungslos „Und außerdem, wie garantierst du das der Zettel wirklich bei mir ankommt?“ Ich rollte mit den Augen und sagte zu ihr: „Das ist Wichteln. Jeder schummelt da. Ich drück dir den Zettel einfach in die Hand.“ „Warte.“, unterbrach sie mich „Kann ich auch schummeln?“ Irritiert und ohne nachzudenken sprach ich einfach drauf los: „Ja klar. Was hast du vor?“ Erst schien sie so, als ob sie einen Einfall hatte, dann plötzlich sprang sie wie von der Tarantel gestochen auf und lief in die Richtung in die Chrome geschleppt wurde.  „Halt warte, doch mal!“, rief ich ihr ratlos nach und joggte hinterher.

Leicht atemlos kam ich auf dem Platz an, wo Kuro gerade Chrome von Senku entführte. Als ich beim Wissenschaftler ankam, sah ich noch wie meine Freundin den Dunkelhaarigen in den Wald zerrte. „Was ist denn nur mit denen los?!“, röchelte ich etwas „Ich wette die hecken wieder was aus!“ Händeringend klammerte ich mich an seiner Schulter fest. „Bist du nicht Diejenige die andauernd neue Ideen entwickelt um Gen und Kuro zusammenzuführen? Man oh man, bin ich froh das ich das nicht durchmachen muss…“, meinte er und besaß die Dreistigkeit einfach weg zu gehen. „Hey! Warte doch mal.“ stolperte ich ihm hinterher „Seh ich etwa so aus als ob ich viel damit anfangen könnte? Ich will doch einfach nur das es meinen Freunden gut geht. Und wenn das durch hirnrissige Gefühlsausbrüche passieren soll, mein Gott, dann soll es das doch! Ich bin da nur Statist.“ „Hier! Schau mal nach was wir für die zukünftigen Elektronenröhren als Material nehmen können.“, wies er mir völlig zusammenhangslos und desinteressiert über meinen Vortrag an. „Sag mal hast du mir überhaupt zugehört?“, fragte ich ihn rhetorisch, nicht mit einer Antwort rechnend. Tatsächlich kam einfach nur ein „Huh?“, von ihm und ich gab es auf. Als ich den Korb voll mit Mineralien sah atmete ich schwer. „Hätte ich doch bloß noch mein schönes Tafelwerk…“, beschwerte ich mich bei der Verwitterung. Ich nahm den Kram mit nach hinten in mein Zimmer und stellte ihn einfach ab. Statt wie mir geheißen Mineralien zu sortieren riss ich Zettel auseinander und schrieb die Namen aus dem Dorf auf. Dann faltete ich sie und warf sie in ein Tuch, das ich zu einem Bündel knotete. Auf den Zettel mit Gen machte ich einen Punkt, um ihn später identifizieren zu können. Durch die Hintertür kamen dann mit einem Mal Kuro und Chrome geschlendert. „Heeeeeyyy.“ grüßte mich mein Bro. Misstrauisch kniff ich die Augen zusammen. „Sag mal hast du die Zettel schon fertig. Wir würden dir gerne beim Austeilen helfen.“, pfiff Letzterer vor sich hin. „Fast.“, meinte ich, immer noch achtsam. „Ich fehle noch.“ Ich schrieb mich selbst auf den Letzten und warf ihn zu den anderen. Sie krallten sich beide eine Hand voll und verschwanden wieder. „Die werden echt immer seltsamer…“ Ich schnappte mir die Restlichen im Tuch verbliebenen und ging auch nach draußen. Geduldig verteilte ich Meine. Manche hatten schon einen Zettel von der Chrome-Kuro-Tour. Danach trommelte ich das Dorf zusammen.

„Eh… ja also.“, begann ich „Ich hatte die folgende Idee zum Weihnachtstag: jeder von euch hat einen Zettel mit einem Namen. In einer Woche solltet ihr demjenigen, der da steht ein kleines Präsent bereiten. Ach ja, und niemandem sagen Wen ihr habt. Das ist bis zum Schluss geheim!“ „Müssen wir da mitmachen?“, dröhnte Magma unzufrieden. Ich räusperte mich: „Ja! Und wenn dir das nicht passt, dann latsch ich dir persönlich in den Hintern! Angekommen?“ Grummelnd wand er seinen Kopf ab. „Sehr schön. Dann viel Spaß mit den Vorbereitungen~“, trällerte ich und verabschiedete sie. Ich rannte rüber zu Kuro und Chrome. Der dunkelhaarige Junge ist gerade seinen letzten Zettel, zum verteilen versteht sich, an Senku losgeworden und stand erst seit kurzem bei meinem besto Friendo. Ich drückte ihr den Gen-Zettel in die Hand. „Warum seid ihr eigentlich so scharf darauf gewesen mir zu helfen?“ „Ach nur so…“ Prüfend starrte ich ihr ins Gesicht. Während dessen nahm sie meine Hand und gab mir auch ein Blättchen mit einem Namen. „Oh nein… Bitte sag mir nicht das ihr immer noch an dieser dämlichen Idee mit Grünkohl und mir festhaltet. Schlagt euch das aus dem Kopf!“, kam es mir in den Sinn und fest mit Senkus Namen rechnend faltete ich das von mir zuvor zum Dreieck gefaltete Papier auf. Weit gefehlt. „Suika…“, las ich leise vor und begann zu grinsen. „Sorry. Ich glaube ich habe euch Unrecht getan.“, meinte ich zu ihnen, nachdem ich das Missverständnis bemerkt hatte. Meine Laune hatte sich augenblicklich gebessert. Nebenbei wedelte ich mit dem Blatt, selbstverständlich gefaltet. „Ist okay.“, wanken Kuro und Chrome ab „Wir haben uns zugegebener Weise schon ziemlich auffällig verhalten. Da war das zu erwarten.“ Unsere Wege trennten sich wieder, als ich mich auf den Weg in mein Haus machte. »Für Suikas Geschenk brauche ich wohl ein wenig von Kasekis Hilfe.«, stellte ich augenblicklich fest nachdem ich mich entschieden hatte was ich ihr Schenken wollte. Schnell wollte ich durch Vordereingang und Arbeitszimmer direkt zum alten Mann gehen, aber kaum das ich drei Schritte getan hatte begegnete ich einer angestrengt auf ihr Stück Namenspapier starrenden Person mit weiß-grünen Haaren. „Was‘n los, Captain Gehirn? Probleme mit der Geschenkfindung?“, fragte ich Senku interessiert. „Das ist es nicht.“, antwortete er etwas nachdenklich „Nur denke ich weder das ich das Präsent in dem Ultimatum schaffe, noch das wir das Telefon rechtzeitig vor Frühjahr fertig kriegen.“ „Oh, ach so. Apropos Telefon: Scheelit war bei dem Stein-Stapel nicht dabei. Ich bin mir zwar absolut sicher das ich es bei Chrome gesehen haben muss, allerdings weiß ich nicht mehr wo. Frag ihn doch mal wo er den Stein her hat. Bin mir sicher er weiß anhand der Beschreibung ungefähr was du meinst.“, gab ich ihm den Rat und setzte meinen Weg zu Kaseki fort.
„Opa!“, rief ich nach ihm „Ich brauche einen kleinen Handbohrer. Hast du so was zufällig gerade da?“ „Hoho, natürlich.“, lachte er und kramte in seiner Tasche kurz herum, bis er mir einen Kastanienbohrer hin hielt „Reicht der?“ „Ja! Danke Opa Kaseki.“

Mit diesen Worten lief ich rüber zu Kohaku und Kinro. Ersterer rief ich noch im gehen zu: „Kohaku! Kann ich mir mal bitte dein Messer ausleihen? Ich brauche nur eins.“ Sie stoppte den Trainingskampf und deutete auf ein Bündel im Gras. „Da sind sie, aber kann ich fragen wofür du das brauchst?“ „Wofür denn wohl?“, stellte ich ihr grinsend die Gegenfrage, nur um diese dann gleich darauf zu beantworten: „Ich muss Sachen zerschneiden.“
Schnell lief ich mit meiner Beute quer über den immer noch verschneiten Platz rüber neben den Speicher, wo die Kinder die Drähte verzwirbelten. „Suika~, dürfte ich fragen wo du den Bambus gefunden hast?“, quetschte ich das blonde Kind aus. Überlegend hielt sie sich den Finger ans Kinn: „Mmh, das müsste ungefähr eine Viertelstunde oder so nach da drüben gewesen sein.“ Sie zeigte mit dem Finger in eine Richtung. Ich dankte ihr und ging in eben diese Direktion. Wie versprochen brauchte ich eine Viertelstunde, bis ich an einem Bambuswald ankam. Er war nicht groß, aber ausreichend. Ich schnitt also ein Rohr aus einem der Stauden und machte mich auf den Rückweg.
Wieder in meinem Haus machte ich mich ans Werk: ich bohrte in regelmäßigen Abständen Löcher in das Rohr und vergrößerte jedes zur selben Größe des vorherigen Loches mithilfe des geborgten Messers. Mitten im Prozess fiel mir dann plötzlich ein, das ich etwas vergessen hatte. Facepalmend lief ich zur “Tür“ hinaus und gesellte mich zu Senku, der Haare raufend in einem Haufen Steine saß. Wortlos setzte ich mich in den Schnee und suchte im Korb nach einem kleinen schmalen Stein. Es dauerte ein wenig bis ich einen fand. So lange das es bereits fast dunkel war, als ich einen in die Finger bekam. Zwischendurch fühlte ich mich ein wenig beobachtet. Und damit meinte ich nicht die unausstehliche Homura, die dafür das ich sie so verdammt wenig leiden kann einen viel zu coolen Namen hat und uns schon seit Winteranfang hardcore stalkt. An die hatte ich mich schon längst gewöhnt; da war ein anderes Beobachten-Gefühl. Doch weiter scherte ich mich auch nicht drum.

Es dauerte tatsächlich eine ganze Woche bis ich meinem Konstrukt gerade Töne entlocken konnte und es perfekt war. Erleichtert streckte ich mich und betrachtete die Flöte auf meinem Tisch zufrieden. »Gerade noch rechtzeitig. Morgen ist es ja schon so weit.«, dachte ich erleichtert und schaute nach draußen »Ach richtig, was machen die anderen denn eigentlich? Hab‘ ich gar nicht drauf geachtet. Hatten die Jungs nicht vorgehabt Glühbirnen zu machen?« Meine Neugier trieb mich dazu nach draußen zu gehen. Ich sah im vorbeigehen wie unter einem Baum die Batterien standen. Chrome schlug gerade Senku auf den Rücken; letzterer sah etwas mitgenommen aus. „Hey, was ist denn mit dir passiert? Meine Güte.“, fragte ich ihn und lief zu den dreien rüber. „Ui, jetzt ist das letzte Drittel vom Wissenschafts-Team auch wieder da.“, gab Opa Kaseki freudig bekannt und ich stutze: „Auch? Wait, sagt bloß das Superhirn kam die letzten Tage nicht aus dem Speicher.“ „Nein, ich hatte zwei Tage lang damit zu tun dieses dämliche Geschenk fertig zu kriegen. Ich hoffe wir sind uns einig das wir das nie wieder machen.“, beschwerte sich der vermenschlichte Lauch. Ich bestätigte seine Hoffnung: „Mit etwas Glück Ja. Wir müssen morgen schauen wie sich die Sache entwickelt. Wie auch immer, was machen wir heute spaßiges?“ Die drei schauten mich mit fragenden Gesichtern an: „Wie „Was machen wir heute?“? Der Tag ist rum. Es ist später Nachmittag.“ „Was?! Ach du Scheiße…“, fluchte ich. Mein Zeitgefühl ging in dieser Steinwelt und der Woche wirklich wortwörtlich Flöten. Mit einem Seufzen fuhr ich fort: „Naja, was soll‘s. Wenn wir heute nichts mehr machen kann ich auch wieder gehen. Bis später~.“ Damit machte ich auf den Hacken kehrt und stampfte durch den Neuschnee Richtung Kuros Haus.

„Hey hey hey!“, rief ich, als ich den Vorhang bei Seite zerrte. Aber Kuro war nicht aufzufinden, genauso wenig wie Gen. „Hä…?“, sagte ich zu mir selbst und ging weiter hinein. Die Betten waren gemacht, das Plüschtier, bei dem Ich Gen geholfen hatte, lag fein säuberlich auf Kuros Kopfkissen. »Vielleicht versteckt sie sich.«, dachte ich und ließ mich auf alle Viere fallen, um unter das Bett zu schauen. Aber dort fand ich nichts außer Dreck, Staub und ein Päckchen. »Das muss ihr Geschenk für Gen sein…«, kam es mir in den Sinn, während ich es vorholte. Auf einem kleinen Kärtchen stand in Kuros Handschrift: „Für denjenigen der mir viel zu viel bedeutet.“ „Oh man, oh man; wie kitschig.“, stellte ich fest, schob das Präsent wieder unters Bett und stand auf. Beim Staub abklopfen fragte ich mich: „War das wirklich meine Idee, oder war ich betrunken?“ Egal in welchem Fall, ich hatte Kuro dazu geraten. Vielleicht steht Gen ja auf Kitsch, wer weiß…
„Jo, Jungs.“, rief ich dem Trio am Quecksilberfluss zu. Sie wahren wohl gerade dabei in den Glühbirnen ein Vakuum herzustellen. Sie drehten sich um. „Wie war das noch mal mit „Der Tag ist um“? Ach egal, ihr hattet bestimmt wichtiges zu bereden. Was ich eigentlich wollte, hat einer von euch Asagiri oder Kuro gesehen?“, beschwerte ich mich erst, beantwortete ich mir dann meine Frage selbst und fragte anschließend.„Tatsächlich…“, begann Chrome und im Chor beendeten sie: „Nein.“ „Okay, das war gruselig…“, murmelte ich kurz und beschloss hier einfach zu warten bis die beiden Vermissten wieder auftauchten. „Aku, hol mal die Stromkabel die du gemacht hast.“, wies Senku an und ich lief ins Labor um eben diese zu holen. Auf dem Rückweg schaute ich die Hütte neben dem Glasofen an und dachte: »Immer noch nicht zurück. Aber vermutlich sind die beiden zu zweit. Sie haben sich… ich muss sie später danach fragen.« In Gedanken versunken hielt ich Dorfvorsteher Frühlingszwiebel immer dann, wenn er danach fragte, ein Kabel hin. Als es bereits wieder dunkel war, ich zu Abend gegessen hatte und im Bett lag steckte mir wieder ein dicker Sorgenkloß im Hals: »Zum Essen waren sie auch nicht da…« Ich würde sie wohl wieder suchen gehen, allerdings hatte ich dieses Mal keinerlei Anhaltspunkte über ihren Aufenthaltsort. Das hat man davon wenn man eineinhalb Tage nicht aus der Hütte kommt…

Der Nächste Tag begann wie jeder andere: kalt. Mir die Haare bürstend, flechtend und dann zu einem Zopf bindend hörte ich wie jemand mein Zimmer betrat. Hektisch rollte ich die Flöte nach unten auf den Stuhl und drehte mich um. Es war Kuro: „Wow, komm runter. Ich bin’s nur.“ „Pfuh, du hättest auch jeder andere sein können…“, seufzte ich, holte tief Luft und schimpfte dann: „Erinnerst du dich noch an meine Worte vom letzten Mal? Von wegen wenn du noch mal mehrere Stunden nicht nach Hause kommst schieb ich dir dein Holz den Darm hinauf? Wo in allen drei Teufels Namen und Gottes gutem Wille warst du?!“ Ich packte sie an den Schultern und schüttelte sie für ein besseres Verständnis etwas. Als ich losließ rückte sie ihre Brille zurecht und sprach: „Mädchen, krieg dich ein. Ich war mit Gen unterwegs. Ist das nicht das was du die Ganze Zeit wolltest?“ Erleichtert atmete ich auf: „Nicht ganz. Ich möchte das du Spaß hast. Wenn das das ist was dir Spaß ist und du wieder über Stunden weg sein willst sag bitte irgendjemandem vorher etwas. Ich hab‘ vor Sorge kaum ein Auge zu gemacht.“
„Hey!“, mischte sich dann mit einem Mal Chrome ein und Kuro und ich erschraken kurz: „Seit wann stehst du denn hier.“ Er lachte nur etwas peinlich berührt. „Nicht wirklich lange. Eigentlich wollte ich nur Bescheid sagen das es Arbeit gibt. Einer von euch muss helfen. Macht das am besten unter euch aus.“, meinte er und hielt uns einen provisorischen Helm hin. Ich nahm ihn mit einem mindestens genauso fragenden Gesichtsausdruck wie Kuro entgegen und wir gingen nach draußen. Der Schnee war geschmolzen und es schien wieder etwas wärmer. Wir nahmen zuerst Kurs auf die Glühbirnen-Werkstatt, bei der Muskelprotz-Kaseki gerade zu verzweifeln schien. Immer wieder setzte er ab und wieder an den Glühdraht anzubringen, aber es schien nicht zu klappen. In einer Pause fragte Kuro ihn: „Kaseki, brauchst du Hilfe?“ „Mmh? Oh, ja das währe toll. Zwar habe ich schon so viele Glühbirnen gemacht, aber bei dieser letzten scheine ich am laufenden Band zu scheitern. Vielleicht möchtet ihr beide es mal versuchen.“ „Klar, lass mal sehen.“, bot ich an und nahm vorsichtig Zange und Tupfer zur Hand. Vorsichtig und hochkonzentriert setzte ich den Draht an die Speichen und drückte ihn fest. Erst hielt es auch, allerdings viel er nach der Euphorie unsererseits wieder ab. „Oh…“, verließ es enttäuscht gleichzeitig unsere Münder. „Hier Ku-Bro. Versuch du‘s mal.“ „Ich? Vergiss es!“, widersprach sie meinem Angebot „Ich mach das doch nur kaputt.“ „Komm schon! Kaseki und ich vertrauen auf dich! Schau mal, das hat sich sogar gereimt, das muss gut gehen!“ Immer noch zweifeln stellte sie sich da hin wo ich stand und machte es mir nach. Nur mit dem Unterschied das ihres auch hielt. „Siehst du! Ich wusste du kannst das!“, schlug ich ihr freundschaftlich auf den Rücken. Kaseki war überglücklich und gab ihr die Glühbirne in die Hand, nachdem auch diese Vakuumiert war. „Die wird da hinten gebraucht.“, meinte er und zeigte auf einen großen Baum. Ziemlich in der Nähe der Spitze konnte man etwas ausmachen, das ein wenig wie Senku aussah.

Keine fünf Minuten später standen wir unter dem Baum. Strickleitern waren am Stamm festgehämmert und von ganz oben rief es: „Kann mir mal bitte jemand die Lampe hochbringen?!“ Chrome stellte sich zu uns: „Japp, wir hatten eine vergessen. Einer von euch kann da bestimmt hoch, oder?“ Kuro klopfte mir auf die Schulter und sprach: „Du machst das schon, richtig?“ „Nein! Da hört der Spaß auf. Ich hab‘ Höhenangst, das weißt du doch!“, sträubte ich mich und stemmte meine Arme in die Hüfte. Sie argumentierte dagegen: „Ja, ich auch. Und rein von der Nützlichkeit bist du da oben wohl nötiger. Also.“ »Wie war das noch mal mit den zu guten Argumenten?«, grummelte ich in Gedanken und setzte mir den Helm auf. Mit der Glühbirne zwischen den Zähnen nuschelte ich: „Das wird niemals gut gehen…“ und trat den Aufstieg an. Schon bei der Hälfte begann ich ein wenig zu zittern. »Aber als ob ich jetzt noch einen Rückzieher mache!«, motivierte ich mich selbst und kraxelte nach ganz oben. Dort angekommen klammerte ich mich an zwei dicken Ästen fest und drückte Senku die abgetrocknete Lampe in die Hand. „Beim nächsten Mal denkst du gefälligst an alle Lampen, bevor du irgendwo weit hoch gehst! Ich will dir nicht noch mal hinterher klettern müssen!“ Der Schweiß stand mir auf der Stirn als ich einen kurzen Blick nach Unten warf; und schlecht wurde mir auch ein wenig. „Dann guck nicht runter! Man, man, man…“, beschwerte er sich, während seine eigene Höhenangst ihm beinahe selber die Birne weich kochte. „Mir wird das zu bunt. Ich entschuldige mich mal. Wir sehen uns wieder unten.“ Damit war ich doppelt so schnell wieder unten wie ich nach oben gebraucht hatte. Erschöpft schmiss ich den Helm bei Seite und ließ mich auf eine Bank fallen.

Den Tag über wuselten die Bewohner des Dorfes Ishigami hin und her, und dabei kannten sie nicht einmal die Bedeutung hinter dem Wort Weihnachten. Es wurde dunkler und auch der Schnee fiel wieder. Alle begannen ihre Mäntel anzuziehen und auch ich folgte ihrem Beispiel. Ich nahm mein Fell vom Haken und warf es mir um die Schultern, so wie die letzten kalten Tage auch. Ich sah wie Senku und Chrome sich zu unterhalten begannen und sich an der Batterie zu schaffen machten. Ich trat näher und hörte wie der Dunkelgekleidete fragte: „Es hat wieder mit schneien angefangen. Sollten wir den Lichttest nicht lieber verschieben?“ Aber Senku widersprach: „Nein nein, heute ist perfekt.“ Ich verstand: »Eine Art Weihnachtsbaum also.« „Warte aber bis es richtig dunkel ist, dann wirkt es besser.“, schlug ich vor. „Was anderes macht doch auch gar keinen Sinn.“, bestätigte er und zog seine Handschuhe wieder an.
Dann als es endlich richtig zappenduster war sammelte sich das Dorf unter dem Baum, zu dem ich sie bestellt hatte und am dem Senku die Beleuchtung angebracht hatte. „Kann‘st loslegen.“, meinte ich zu ihm, als es so aussah, als ob alle da seien. Er nickte und verband die letzten Drähte, woraufhin der gesamte Baum und ein Stück des Waldes darum strahlend hell erleuchten wurden. Begeistert schauten sich alle das Spektakel an und neugierig stellte ich mich neben Kohaku, um eine bessere Sicht zu haben. Es war wirklich atemberaubend schön. Man hätte es nicht besser als Gen sagen können, der nur einen Meter weiter meinte: „Eine richtige Festtags-Beleuchtung. Fühlt sich fast so an als ob wir wieder in der Gegenwart währen…“ „Genau nach Zeitplan.“, berichtete Senku Kaseki, der neben ihm stand.

Nach einer kurzen Zeit riss ich mich von dem Anblick des “Weihnachtsbaumes“ los und klatschte in die Hände: „Die Präsente dürfen jetzt ausgetauscht werden~“ Die Dörfler wuselten etwas ungeordnet durcheinander um denjenigen zu finden, dessen Namen sie auf dem Papier hatten. Im Beinahe-Chaos sah ich vage, wie Titan Saphir einen kleinen handgemachten Ring schenkte, Ruri gab Magma eine Flasche besonders gut, so gut wie es halt für die Dorfbewohner war, gelungenen Wein, Chrome präsentierte Ruri eine Kette, die er wohl mit Kaseki gemacht hatte, und Senku kletterte schnell in den Speicher, wohl um das Geschenk für denjenigen von deinem Blatt zu holen. Ich ging hinüber zu Suika und hockte mich zu ihr runter: „Hier, Suika~.“, flötete ich, sinnbildlich dieses Mal, ihren Namen und zog eben Jenes Blasinstrument hinter meinem Rücken hervor. Begeistert nahm sie es entgegen und fragte dann, völlig unironisch: „Das ist sehr schön! Was ist das denn?“ Lächelnd erklärte ich ihr: „Das ist eine Flöte. Du kannst rein pusten und dann kommen Töne raus. Wenn du mit den Fingern auf den Löchern bleibst ist der Ton etwas höher oder tiefer als vorher. Lass es mich dir kurz demonstrieren.“ Ich streckte die Hand aus und sie gab mir das Instrument kurz zurück. Ich spielte die einzige Melodie, von der ich noch im Kopf hatte, wie sie zu spielen war. Suika war begeistert. „Ich kann dir morgen gerne etwas mehr beibringen.“, bot ich ihr an. Sie nickte zufrieden und lief flötend davon. „Süß nicht?“, sagte ich seufzend zu Senku, der plötzlich neben mir stand. Wir schwiegen kurz bis ich realisierte, das er da eben noch nicht gewesen ist: „Warte seit wann stehst du hier?!“ „Oh schön das du es endlich mit kriegst. Nicht sehr lange; nettes Flötenspiel übrigens.“ „Danke. Die Idee mit der Lichterkette ist übrigens auch sehr nett.“ „Ich weiß.“, er legte eine abwartende Pause ein, ehe er fortfuhr. „Wunderst du dich gar nicht das du noch nichts gekriegt hast?“, fragte er mich, mit hinter dem Rücken verschränkten Armen. „Mmh? Ach so. Eigentlich ist mir das gar nicht so wichtig. Ist doch viel schöner das sich die anderen beschenken. Ich meine du hast doch Suika gesehen, liebreizend…“ Prüfend hob er die Augenbraue und schaute mich an. „Ja okay, ich hätte schon gern’ eins. Aber sollte man mich vergessen haben ist das auch nicht so schlimm.“, gab ich zu und verschränkte die Arme vor der Brust. „Dann ist ja gut das ich nicht umsonst knappe zwei Nächte durchgemacht habe.“, meinte er, fast so als ob er Mitleid wollte. Fragend drehte ich mich um. Er hielt mir einen in Papier eingewickelten Gegenstand entgegen, der entfernt an ein Buch erinnerte. „Für mich?“, fragte ich ohne vorher zu überlegen. Sofort antwortete er etwas kurz angebunden: „Für wen denn sonst, du standest auf meinem Zettel. Jetzt nimm’ es schon, sonst weicht es vielleicht auf und die ganze Arbeit war umsonst!“ Wie zum Beweis hielt er das Blättchen hoch, auf dem tatsächlich mit Bleistift mein Name stand. »Das hatten Chrome und Kuro also vorgehabt. Der Suika-Zettel war ein Täuschungsmanöver! Statt mir Senkus Zettel unterzujubeln gaben sie ihm meinen. Naja, erstmal egal.« Dankend nahm ich das Geschenk an und wickelte die Papierhülle ab. Es war wirklich ein Buch. Mit was auch immer war es dem Produzenten gelungen in dieser Steinwelt einen harten Umschlag dafür zu machen und fein säuberlich war auf das Cover geschrieben worden: „Tafelwerk, die Welt erklärt für Dummies.“ »Er hatte mir also doch zugehört, als ich mich beschwert hatte.«, dachte ich, irgendwie erleichtert und gleichzeitig beinahe begeistert. Schnell blätterte ich durch. Es gab drei Rubriken: Mathematik, Physik und Chemie mit allen wichtigen Gesetzten, Figuren, Beispielen und extraeinfache Erklärungen. Hinten war, mit etwas schiefen Linien, ein Periodensystem aufgeschrieben. »Das er das in zwei Tagen gemacht hat ist absolut krank! Aber auch irgendwie typisch.« Ich drehte mich zu ihm um und grinste wie behämmert: „Das ist der absolute Oberknaller! Danke!“ Fast währe ich ihm noch um den Hals gefallen, bemerkte aber das das ein wenig… überreagiert währe und fing mich wieder. „Naja du weißt schon… ist echt cool von dir.“ „Kein Ding.“, meinte er, anscheinend zufrieden mit seiner Leistung „Ich dachte mir nur, weil du dich darüber beklagt hattest das dein altes Tafelwerk futsch sei, das ein neues sich als praktisch herausstellen könnte. Vielleicht bist du jetzt auch ein wenig produktiver!“ „Alter, ein Tafelwerk ist mein Leben. Was hätte ich im Unterricht je ohne gemacht?“, berichtete ich ihm lachend und schob das Buch unter mein Fell, damit es wegen des Schnees nicht nass wurde. „Na gut, ich muss mal nach Gen und Kuro schauen. Dorfvorsteher, du entschuldigst mich doch, oder?“, entschloss ich mich zu gehen. Er seufzte kaum merklich und meinte: „Das ist mir eigentlich ziemlich egal. Ob du gehst oder nicht liegt ja wohl ganz bei dir. Aber wenn das mit den beiden heute nichts wird, dann weiß ich zumindest das ich niemals deinen Plänen folgen sollte.“ „Hey! Hör doch mal auf so ehrlich zu sein!“, lachte ich „Wie auch immer, frohe Weihnachten.“ und lief davon, auf der Suche nach Kuro und Gen Asagiri. »Wo stecken die denn schon wieder?«
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