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Piedmons Alltag Teil Zwei

von Kaylee75
Kurzbeschreibung
OneshotHumor / P12 / Gen
Meister der Dunkelheit
26.12.2022
25.01.2023
2
2.585
 
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25.01.2023 1.333
 
Piedmons Alltag Teil 2


Hallo, ich hoffe ich habe jetzt alles richtig gemacht und ihr könnt dieses Kapitel lesen. Ich bin Shandi Kaylees Schwester und kümmere mich vorübergehend um ihren Account, indem ich dieses Kapitel vertretungsweise hochlade, da der schlechte Gesundheitszustand meiner Schwester es nicht anders zulässt. Ob und wann sie sich hier selbst wieder zu Wort meldet, bleibt abzuwarten. Dennoch dachte ich, sie würde sich freuen, wenn sie trotz ihrer Verhinderung diese kurze, aber recht amüsante Geschichte mit euch teilen kann. Also dann würde ich sagen viel spass



               “ Was passiert wenn Puppetmon Langeweile hat und Piedmon nervt”


Die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich den Weg durch die Bäume, Äste und Blätter. Aber es herrschte Stille. Floramon und Deeramon, die vor dem Haus wache standen, lauschten angespannt. Ihr Meister hatte heute keine gute Laune. “Mir ist langweilig!”, tönte es nun aus einem der oberen Zimmer, deren Fenster einen Spalt weit geöffnet waren. Dahinter verbarg sich Puppetmons Spielzimmer und er saß missmutig darin. “Ich sagte mir ist LANGWEILIG”, rief er nun noch etwas lauter, weil sich nichts tat. Wo steckten bloß seine Sklaven? Normalerweise kamen sie alle sofort herbei und überschlugen sich fast, um ihm Spielangebote zu machen. Aber heute tat sich nichts.



Puppetmon schnaubte und sprang auf. Er stapfte aus dem Zimmer und sah sich um. Die Gänge waren auffallend leer. Sonst wimmelte es hier von seinem Gefolge. Dann fiel es ihm wieder ein und ein breites Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er hatte sie alle für ihren Ungehorsam abgemurkst. Hach, das war herrlich. Man sollte es halt nicht wagen, ihn zu belügen oder zu versagen. Die Erinnerung daran, wie er sie alle einen nach dem anderen zu Tode gefoltert hatte, ließ sein Lächeln noch breiter werden.



Dann jedoch fiel ihm ein, dass Piedmon ihm die andere Hälfte seiner Sklaven weggenommen hatte für ihren Eroberungsfeldzug. Sofort verzog er trotzig das Gesicht. Wo steckte dieser manische Clown eigentlich? Bestimmt wieder in seinem Schloss. Nun gut, Zeit ihm einen Besuch abzustatten.



Das Puppendigimon verließ fröhlich lachend sein Haus und rannte los in Richtung Piedmons Schloss. Floramon und Deeramon konnten sich gerade noch verstecken, als er das Haus verließ. Wo wollte ihr “Meister” bloß hin? Es konnte ihnen eigentlich egal sein, Hauptsache weg von ihnen. Ganz weit weg.


Piedmon saß derweil an seinem Teleskop. Er blickte hindurch und beobachtete die Menschenwelt und die Digiritter. “Wo bleibt dieser Idiot? Er ist schon wieder zu spät.” Metalseadramon knurrte und auch Machinedramon, der sich im Dunkeln versteckte und dessen Konturen man nur erahnen konnte, grollte ohrenbetäubend.


Dann schob etwas oder viel mehr jemand die Tür zum Versammlungssaal auf. “Meister? Ihr habt Gesellschaft”, Lady Devimon blickte herein. Sichtbar genervt und mit einem leichten Hauch von Hohn in den Augen, als wenn sie die ganze Situation nicht wirklich ernst nehmen würde. “Hey Piedmon!”, ertönte es nun hinter ihr fröhlich auf dem Gang und Piedmon seufzte genervt.


Puppetmon kam herein gestürmt wie ein überdrehtes kleines Kind voller Tatendrang. Dann blieb er plötzlich stehen, blickte Metalseadramon und Machinedramon an und stutzte. "Oh, was ist denn hier los huh? Hatten wir eine Versammlung?”


Sein Tonfall klang immer noch verspielt und fröhlich, kein Anzeichen von einem schlechten Gewissen. “Ja! Und du bist mal wieder zu spät, Holzkopf”, grollte Metalseadramon. Die Beleidigung traf das Puppendigimon. Er ärgerte sich sichtbar darüber, dass ihn scheinbar niemand für voll nahm. Seine Laune sank in den Keller.


Knurrend wandte er sich ab und verließ den Versammlungssaal. “Bleib gefälligst hier!”, brüllte Piedmon ihm noch nach, aber er dachte gar nicht daran. Trotzig trat er gegen eine der vielen Ritterrüstungen, die den Gang säumten. Diese schepperte ein wenig, fiel aber nicht um. Währenddessen hatten auch Metalseadramon und Machinedramon den Versammlungssaal verlassen und Piedmon machte sich genervt auf die Suche nach seinem ungebetenen Gast.



Während er die langen Gänge entlang wanderte, hörte er nun deutlich die Stimme seines verspielten Finsternis Kollegen. “Mit wem soll ich denn jetzt spielen?”, murrte der und trat gegen eine weitere Rüstung.


“Hörst du gefälligst auf, meine Einrichtung zu demolieren!”, schimpfte Piedmon und sah ihn drohend an. “Bla bla bla, nerv mich nicht. Mir ist langweilig! Hörst du? LANGWEILIG!”, meckerte Puppetmon und sah ihn ungeduldig an. “Dann geh nach Hause und suche dir da jemanden zum Spielen", tobte Piedmon. “Geht ja nicht, du hast meine Spielzeuge alle einkassiert!!”, wetterte Puppetmon trotzig zurück und trat noch einmal gegen die Ritterrüstung, die nun lärmend zu Boden fiel.


Piedmon war alles andere als begeistert, er stieß einen Wutschrei aus und warf Puppetmon eines seiner Schwerter entgegen. Dieser wich dem Schwert spielend leicht aus, lachte übermütig, schnitt eine Grimasse und steckte ihm die Zunge raus. “Bääääähhhhhhhhh”.


Nun platzte Piedmon der Kragen. Er scheuchte Puppetmon durch sein Schloss, entschlossen, ihn hinaus zu jagen. Immer wieder drangen sein Gefluche und Puppetmons Lachen durch die Gänge.

Ein paar Stunden später wurde es Piedmon dann zu blöd. Er war mehr als nur genervt und er hatte Puppetmon nun schon zum x-ten Mal durch sein Schloss gescheucht. Und er war immer noch da! Piedmon hörte immer noch sein kindisches Gelächter. Wie sollte er ihn bloß herausbekommen? Er ging grollend in den Versammlungsraum zurück und setzte sich auf seinen Thron. Er legte sein Kinn auf seine rechte Hand, dessen Ellbogen er auf die Lehne neben sich gestützt hatte. “Argh wie werde ich den jetzt bloß wieder los?”, ein kleiner Funken genervte Verzweiflung mischte sich mit der Wut, dass dieser kleine Idiot sein Schloss auseinandernahm.


Plötzlich spürte er, wie seine linke Hand sich bewegte, ohne dass er selbst dafür verantwortlich war. KLATSCH! Piedmon hatte sich selbst eine Ohrfeige verpasst. “Lass das du Idiot!”, rief er und starrte wütend zu den Sanduhren, in dessen Schatten Puppetmon sich verbarg. “Aber warum denn? Ist doch lustig, außerdem ist es langweilig, wenn du mir nicht hinterherrennst", rief Puppetmon vergnügt und sorgte dafür, dass Piedmon anfing Hampelmänner zu machen. Nun hatte er eindeutig genug. Mit einem Wutschrei zerstörte er Puppetmons Fäden und jagte dem hölzernen Meister der Dunkelheit ein weiteres Mal hinterher.


Dieser verschwand nun in Richtung seiner Zellen, wo er einige Digimon gefangen hielt, die sich immer wieder gegen die Meister der Dunkelheit auflehnten, aber zu kostbar waren, um zerstört zu werden.


Dort erwartete Piedmon eine böse Überraschung……


Als er die Tür zerstörte, die Puppetmon ihm vor der Nase zugeschlagen hatte, hörte er eine lustige Melodie, deren Ursprung er schnell ausmachen konnte. Puppetmon hatte etliche seiner Springteufel im Raum aufgestellt. Und sie waren vollgestopft mit Dynamit!  



Piedmon wollte Puppetmon gerade anherrschen, diese Dinger hier raus zu schaffen, als sie auch schon die letzten Töne spielten und alle gleichzeitig aus ihren Kisten sprangen. Piedmons lautes: “Du VOLLIDIOT!”, ging in der Explosion unter, die ihm nun um die Ohren flog. Aber nicht nur das Dynamit, nein auch sein Schloss, flog ihm in dieser riesigen Explosion um die Ohren.


Puppetmon, der das Schloss längst verlassen hatte und einige Meter entfernt stand, begann zu grinsen. “Musste das sein du Holzkopf?”, fragte Metalseadramon Knurrend, der sich genauso wie Machinedramon neben ihm befand. “ Ja, na klar. Ich liebe Feuerwerk, ihr nicht auch?”, fragte er voll kindlicher Begeisterung.


Die Antwort war ein weiteres Grollen, aus dem er deutlich die Worte lächerlich, Idiot und kindisch heraushören konnte. Aber ausnahmsweise war es ihm egal. Denn Piedmon befreite sich gerade aus den Trümmern. Und er sah überhaupt nicht begeistert aus. “Mir ist langweilig”, meinte Puppetmon nun, als er sah, wie Piedmon tobend in den Trümmern stand, ihn verfluchte und drohte, ihn zu töten. “Ich geh nach Hause”, er wandte sich ab und wollte gerade verschwinden, als er sich noch einmal umdrehte. “Ihr verratet mich doch nicht, oder?", fragte er unschuldig grinsend, während Piedmon angerannt kam wie eine wütende Dampflok. “Wo denkst du hin? Wir doch nicht”, höhnte Metalseadramon und sah ihm nach, während er verschwand. “Holzkopf”, zischte er leise.


Natürlich verriet er Puppetmon umgehend, da er sich das Spektakel, wenn dieser kleine Idiot eine Lektion bekam, nicht entgehen lassen wollte. Aber diese Geschichte erzähle ich euch ein andermal.
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