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Mini-Adventskalender

Kurzbeschreibung
SammlungHumor, Romance / P12 / MaleSlash
Kriminalhauptkommissar Frank Thiel Rechtsmediziner Professor Karl Friedrich Boerne
27.11.2022
25.12.2022
5
6.072
1
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27.11.2022 1.022
 
Hallo, meine lieben Leser & Herzlich willkommen zu meinem Mini-Adventskalender! :D

Nachdem es bei meiner letzten Tatort-Story ziemlich dramatisch einherging, gibt es nun etwas Heiteres & Humorvolles! ^^

Jeden Adventssonntag wird es einen kleinen Oneshot mit den beiden Lieblingen des Münsteraner Tatorts geben.
Diese Oneshots stehen jeweils für sich, können aber auch als eine (lose) Fortsetzungs-Reihe gelesen bzw. interpretiert werden. Ganz wie man eben möchte. :)


Nun aber genug der Vorrede!
Ich wünsche viel Spass beim Lesen! :D



Vlg Lady Duchess



1. Advent: Plätzchen, Lebkuchen & Co.

Schon auf dem Weg ins Land der Träume bemerkte er hinter sich, wie die zweite Bettdecke zurückgeschlagen wurde und sich kurz darauf die Matratze leicht senkte.
Unbewusst sich besser fühlend und jetzt vollkommen entspannt, murmelte er halblaut, aber lächelnd: „Na, endlich fertig im Bad?“, und es war klar, dass es eher neckisch und nicht böse gemeint war.

Die Matratze geriet ein weiteres Mal in Bewegung, als der Andere sich ebenfalls eine bequeme Position suchte. Wenn er auch noch nicht gleich schlafen würde.
Nein, er wusste, dass Boerne, wie beinahe jeden Abend, noch irgendeinen Artikel, in irgendeiner rechtsmedizinischen Fachzeitschrift lesen würde, ehe er ebenso das Licht löschte und sich schlafen legte.
Etwas, was ihm ganz und gar nicht lag.
Für ihn war es nur wichtig, und auch war er unheimlich froh, dass er einfach nur ins Bett kommen und endlich schlafen konnte.

Immer noch leicht lächelnd, antwortete ihm sein Partner nicht.
Was ebenfalls ein Teil ihres all abendlichen Rituals war, wann immer sie zur selben Zeit zu Hause waren und sich gemeinsam schlafen legen konnten. Was durch ihre jeweiligen Jobs gewiss nicht immer gelang.

Weiterhin lächelnd und nun wirklich schon halb eingeschlafen, bemerkte er ein paar Augenblicke später erneut einige Bewegungen hinter und neben sich, die dieses Mal überhaupt nicht dazu passten eine bequeme Position im Bett einzunehmen, sondern eher von Ungeduld oder Unruhe zeugten.
Da diese Bewegungen auch nach einigen Momenten nicht nachließen, wurde er wieder etwas wacher und wollte gerade die Frage stellen, was denn los sei, als der Gerichtsmediziner ihm zuvorkam: „Hast du etwa schon wieder im Bett gegessen?“, und eine eindeutige Empörung war aus Boernes Worten herauszuhören.

Verwirrt und irritiert zugleich von dieser seltsamen Frage, war er nun wieder vollkommen wach, drehte sich halb herum, um dem Anderen ins Gesicht zu sehen und entgegnete entrüstet: „Was?“, und blickte seinen Partner nahezu fassungslos an.

Ebendieser sah ihn mit einer Mischung aus Missmut und Tadel an, bevor er erwiderte: „Frank! Darüber haben wir doch gesprochen! Im Bett wird nicht gegessen! Es ist nicht gerade angenehm und noch dazu unhygienisch, Schokoladenflecken und Kekskrümel zu sehen bzw. zu spüren!“, und blickte ihn nun ein wenig aufgebracht an.

Immer noch ein wenig sprachlos, erwiderte er den Blick und verteidigte sich dann: „Ich habe nicht im Bett gegessen! Das musst du gewesen sein!“, und klang nun wirklich erbost über diese Unterstellung.

„Unsinn! So etwas würde ich nie tun!“, kam augenblicklich der Konter, garniert mit einem durchbohrenden Blick.

Für einen Augenblick lag ihm eine entsprechende Entgegnung und leicht verbale Entgleisung auf der Zunge, doch er verkniff sie sich im letzten Moment.
Nachgebend und erneut beteuernd, sprach er energisch: „Ich war es jedenfalls nicht!“, warf ihm noch einen bösen Blick zu, drehte sich wieder herum und ignorierte seinen Partner nun rigoros.
Ihm so etwas zu unterstellen!, empörte er sich in Gedanken und redete sich innerlich nahezu in Rage.

Beleidigt und äußerst verstimmt, würdigte er seinen Partner mehr in keinerlei Weise.
Still vor sich hin grummelnd, glitt er nach einiger Zeit doch endlich hinüber in den Schlaf.


Ein seltsamer Impuls riss ihn zurück ins Bewusstsein.
Verwirrt und zunächst orientierungslos, versuchte er sich nach und nach seiner Umgebung bewusst zu werden.
Um ihn herum lag alles im Dunkel und es war still.
Beinahe zu still.

Ein wenig alarmiert davon, lauschte er im nächsten Moment nach den leisen und tiefen Atemzügen seines Partners.
Doch sie waren nicht zu hören.

Verwundert und nun wirklich alarmiert, stemmte er sich etwas hoch, wandte sich um und blickte zur anderen Bettseite hinüber.
Doch diese lag leer und verwaist da.

Erste Panik erhob sich, ehe er sich zur Ordnung mahnte und versuchte eine nachvollziehbare und rationale Lösung, zu finden.
Vielleicht war der Andere ja nur auf dem Klo., und blickte in Richtung des Bades.
Doch in der angegebenen Richtung lag alles still und ruhig da.

Er wollte gerade nach dem Gerichtsmediziner rufen, als sich unvermittelt und plötzlich die Matratze erneut wieder herabsenkte und sein Partner zurück ins Bett kroch.
Erleichtert beinahe zittrig aufatmend, dachte er nur, dass der Andere wohl wirklich nur zur Toilette war und wollte sich gerade wieder beruhigt abwenden und weiterschlafen, als er auf einmal innehielt.
Irgendetwas war anders an dem Bild und er brauchte einen Moment, um zu erfassen was dies war.

Sich sofort wieder umwendend, nun absolut verblüfft und überrascht, erblickte er das Unglaubliche: Boerne saß mit einem vollbeladenen Teller in ihrem gemeinsamen Bett, lächelte selig vor sich hin und aß genüsslich von den Plätzchen, Lebkuchen und Dominosteinen.

Mehrmals blinzelnd, weil er es einfach nicht glauben konnte, sah er ihm einige, weitere Minuten dabei zu, ehe er halblaut und feststellend sprach: „Hab ich’s doch gewusst!“, worauf ein heftiges Zusammenzucken des Anderen folgte und dieser alarmiert seinen Kopf, und mit einem ertappten Blick, sich ihm zuwandte.
Das abgebissene Stück Plätzchen blieb ihm sprichwörtlich im Hals stecken und er musste sich zusammenreißen bei diesem Anblick nicht laut los zu lachen.

Sein zuvor zurückgehaltenes Schmunzeln, dass jetzt zu einem Grinsen wurde, setzte er sich auf und wandte sich vollends seinem Gegenüber zu.

„Aber mich beschuldigen im Bett gegessen zu haben!“ und grinste nun breit den Anderen an, was diesen mit einem Mal tief erröten ließ.

Den Blick haltend und immer noch grinsend, fügte er noch hinzu: „Wenn du dich schon mitten in der Nacht mit weihnachtlichem Süßkram vollstopfst, wie eine schwangere Frau, die unter Heißhungerattacken leidet, könntest du mir wenigstens Etwas abgeben!“, grinste weiterhin amüsiert, bemerkte wie sein Partner noch weiter errötete, und sich dann einen Lebkuchen von dessen Teller stibitzte.

Zufrieden, über seinen kleinen ‚Sieg‘ blickte er Boerne weiter nur einfach amüsiert an und biss genüsslich von seinem Lebkuchen ab.



-Ende-
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