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Nhelie, die Geschichte eins besonderen Mädchens   (Neu geschrieben)

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Het
22.11.2022
24.11.2022
3
4.254
 
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24.11.2022 2.037
 
Ich blieb einige Tage bei meinen Eltern bis mein Vater zu mir sagte ich soll wieder in die Welt der Menschen gehen, um weiteres Wissen zu erhalten und vieles mehr über die Menschen zu erfahren.
„Aber ich hab Angst, ich will nicht zurück!“.  sagte ich meinen Eltern. „Du kannst doch jeder Zeit wieder her kommen, ab jetzt kannst du zwischen den Welten wechseln wie du möchtest“, sagte mein Vater. Nun denn, ich verabschiedete mich bei meinen Eltern und „wanderte“ wieder in die Menschenwelt zurück.
In der Menschenwelt ging ich weiter hin ganz normal zur Schule und war fleißig. Mit meinen menschlichen Eltern kam ich auch gut aus, sie hatten etwas von meinen richtigen Eltern. Ob sie wussten was ich in Wirklichkeit war?
Mir blieben die Worte meines Vaters im Gedächtnis „Du kannst jeder Zeit heim kommen.“ Doch ich hatte kaum Zeit es durchzusetzen.
In der Menschen Welt hatte ich viel zu tun. Für die Schule lernen und mich auf die bald kommenden Prüfungen vorzubereiten. Die Prüfungen waren zwar erst nächstes Halbjahr aber wir hatten schon jetzt sehr viele Hausaufgaben die wir bearbeiten mussten.
Bald ging auch dieses Halbjahr zu Ende und ein paar Wochen später standen die Prüfungen an. Ich hatte Angst vor den Prüfungen. Meine Lehrer sprachen mir gut zu das ich sie ohne Probleme schaffen würde, dadurch verringerte sich meine Angst dann auch.
Nach den Prüfungen war ich sehr erleichtert es endlich hinter mich gebracht zu haben. Als Belohnung wollte ich meine Eltern besuchen, doch es war mir nicht gegönnt. Ich musste auf meine menschliche kleine Schwester aufpassen, da meine Menschen Eltern zu Freunden fahren wollten. Ja in dieser Welt hatten meine Eltern nach mir noch ein weiteres Kind bekommen und nun war ich die große Schwester für jemanden. So sehr wie Kelly manchmal nerven konnte, so lieb hatte ich die kleine 4 jährige aber auch. Dann eben ein anderes Mal, dachte ich mir einfach und spielte mit meiner Schwester.
In den nächsten Wochen bekamen wir die Noten von unseren Prüfungen. Ich konnte es nicht ganz glauben dass ich in jeder der Prüfungen eine Zwei hatte.
Ich musste in keine der mündlichen Prüfungen und nach ein paar Wochen war auch dieses Schuljahr wieder vorüber. An unserem letzten Schultag stand natürlich noch die Abschlussfeier vor der Tür und natürlich konnte ich nicht tanzen.
Meine Mutter hatte mir ein elegantes blaues Kleid gekauft. Es ging mir ein Stück über die Knie und hatte einen Herzausschnitt und Flügelärmel. Dazu hatte sie mir noch Schuhe in der gleichen Farbe besorgt. Es sah zusammen wunderschön aus auch wenn ich nicht viel von Kleidern hielt. Auf der Abschlussfeier tanzte ich ein wenig mit meinen Freundinnen, wir lachten und hatten viel Spaß.

Die nächsten zwei Jahre vergingen wie im Flug. Nach der Schule suchte ich mir eine Mischung aus Aushilfsjob und Ausbildung um nebenbei noch etwas Geld für mein Studium zu bekommen. Ich fand etwas passendes in einer kleinen Gärtnerei bei mir in der Nähe.
Neben meinem Interesse an Pflanzen und der Natur, wollte ich den Schwerpunkt in meinem Studium auf Mythologie und Kryptozoologie legen. Mir war zwar schon früh in meiner Kindheit klar, das es viele verschiedene Welten gab außer die Menschenwelt und Tasakan, die Welt der Löwen, aber jetzt wo ich wirklich die Gelegenheit dazu hatte, wollte ich noch mehr darüber erfahren.
Ich hatte mir in der Zeit meine neue Uni schon für zwei Tage angeschaut, wie ich es mitbekam, war ich die einzige aus meiner Schule die diese Uni besuchen würde, was mich bei diesen Fächern nicht wunderte.
In den Ferien entspannte ich mich erst einmal von dem ganzen Trubel in der Schule, ich wusste nicht ob ich froh war es hinter mir zu haben oder ob ich die Zeit vermissen würde, aber ich freute mich auf mein Studium.
In den Ferien besuchte ich auch meine Eltern für eine Zeit lang. Ich berichtete ihnen was ich in dem vergangenen Jahr alles gelernt hatte und was ich als nächstes vor hatte. Sie waren beide sehr stolz auf mich.

Als der große Tag in der neuen Uni endlich da war, war ich sehr nervös. Zum Glück war die Uni nicht sehr weit von zuhause entfernt so das ich nicht in einem Wohnheim schlafen musste, sondern jeden Tag nach Hause gehen konnte. Obwohl mir wenigstens das einen kleinen Halt gab, sah ich wohl so verloren aus, das mich direkt ein paar Mädchen ansprachen, wärend ich durch die Flure irrte.
“Können wir dir helfen?” fragte die etwas kleinere der beiden.
“Öhm, ja schon.” fing ich an zu stottern. “Ich war vorher extra schon hier um mich umzusehen und jetzt wo es drauf ankommt, find ich mich doch nicht zurecht.” fügte ich leicht verlegen hinzu.
“Kein Problem. Wo musst du den hin?” fragte die größere.
Ich gab ihr den Zettel auf dem ich mir notiert hatte wo meine Vorlesungsräume waren. Die beiden linsten auf den Zettel.
“Du studierst auch Mythologie und Kryprozoologie?!” riefen beide aus. “Wir auch, dann kannst du dich einfach an uns halten!”
“Wir heißen übrigens Nadin und Erika.” sagte die kleinere.
In diesem Moment lief ein etwas rundlicher, mittelgroßer Mann an uns vorbei.
“Ihr studiert Mythologie und Kryptozoologie? Dann seit ihr wohl in meinem Kurs.” brummelte er.
Erika bäugte sich zu mir rüber. “Das ist Herr Brunner, unser Professor.” erklärte sie mir.
“Na dann kommt einfach mit.” brummelte er weiter.
Sie waren alle ausgesprochen nett zu mir. Nach wenigen Wochen hatte ich mich bereits mit allen angefreundet. Meine ersten beiden Jahre waren nicht sonderlich spannend oder spektakulär, aber das machte mit nichts aus.
Es war dennoch eine neue Erfahrung und hat sehr viel Spaß gemacht. Also feierte ich bereits meinen 20. Geburtstag.
Ich ging ein paar Tage in meine Welt zu meinen Eltern um meinen Geburtstag zu feiern, ich kam in unserer Höhle an und lief gemütlich aus der dunklen Höhle in das gleisende, grelle Licht der Sonne.
Vor mir standen meine Eltern und meine Brüder. Ich sah meine Eltern fragend an, war etwas passiert?
Mein Vater kam zu mir gelaufen und sah mich mit einem Bick an der eine Mischung aus Trauer und Freunde war.
“Was ist?” fragte ich etwas angespannt. Mein Vater sah auf den Boden und fing leise an zu erzählen: “Nalisha... sie.. sie hat sich verändert in der Zeit als du weg warst. Sie wurde von jemand bösem entführt und er hat irgendwie was mit ihr gemacht das sie sich in etwas böses verwandelt hat. Wir wollten sie zurück holen..aber es war zu spät.”
“Was meinst du mit zu spät?” fragte ich leicht entsetzt und wich ein paar Schritte zurück.
“Sie musste getötet werden, bevor sie uns getötet hätte, sie war nicht mehr sie selbst.” erklärte er kaum hörbar.
“Nein... nein. Das ist nicht wahr..” presste ich hervor wärend mir die Tränen in die Augen schossen.
“Doch ist es leider.. und der nächste Brocken den ich dir sagen muss, ist das wir dich heute zur Anführerin der Herde ernnen wollten, da du mit deinen 116 Jahren alt genug bist um das zu übernehmen.” murmelte er weiter.
Mein Atem stockte…116 Jahre?! Ich verstand nichts mehr, ich hatte doch mit gezählt, ich war doch erst 36 Jahre alt. „Du bist verwundert?“, fragte mein Vater. Ich nickte nur „Ein Jahr bei den Menschen entspricht fünf Jahre bei uns, da du mit 16 in die andere Welt kamst und dort 20 Jahre gelebt hast, ergibt das 116 Jahre. Ich dachte kurz darüber nach.. Ja ich verstand die Rechnung.
Ich schüttelte den Kopf "Selbst wenn ich dem zustimmen würde, was ich eigenlich nicht will, was würde dann mit euch passieren...?" fragte ich weiter.
"Wir hätten uns zurück gezogen und hätten wo anders gelebt." antwortete er.
"Aber wie soll ich das den machen? Ich hab in der Menschenwelt gerade mein Studium begonnen. Du hast mich dort hingeschickt um etwas zu lernen und jetzt bürgst du mir die Last unserer Herde auf?!" warf ich ihm vor.
"Hör zu." fing er an zu reden. "Durch die aktuellen Umstände würden deine Mutter und ich hier bleiben und dich vertreten, aber für größere Festivitäten und Entscheidungen wärst zukünftig du verantwortlich." fuhr er fort.
Ich lief in der Höhle auf und ab, ich wollte keine Anführerin sein. Ich wollte früher schon keine sein. Es wunderte mich sehr, früher wollte ich nicht mehr von hier weg und jetzt setzte ich mich dafür ein mein Studium erfolgreich zu beenden.  Warum konnten sie nicht noch ein paar Jahre bleiben und weiterhin die Herde anführen, warum musste ich das jetzt übernehmen, sie waren doch noch nicht zu alt dafür. Sollte ich mir das antun, diese hohe Position. Es war einige Minuten völlig still in der Höhle, bis ich mich wieder zu meinen Eltern wendete und schließlich zustimmte. Ich war zwar nicht glücklich drüber, aber ich sah es gelassen.
Ich mochte es nicht im Mittelpunkt zu stehen aber ab jetzt stand ich hier immer im Mittelpunkt, daran musste ich mich dann wohl gewöhnen. Mein Vater trat wieder aus der Höhle und verkündete die Nachricht: „Meinen Tochter Nhelie wird meine Nachfolgerin, sie hat sich gerade bereit erklärt die neue Anführerin zu werden.“
Mein Vater sah mich an und ich trat zögernd neben ihn. Als ich in die Herde sah fingen alle an zu jubeln. Es war ein komisches Gefühl, dass sie wegen mir jubelten, aber gleichzeitig überrackte die Trauer um meine Schwester Nalisha.  
Nach dem ich eine kleine Rede gehalten hatte, wollte ich so schnell wie möglich wieder weg, doch meine Mutter hinderte mich daran.
„Mama, lass mich gehen, ich hätte gern eine Weile meine Ruhe um mir klar zu werden was in den letzten Stunden passiert ist.. bitte“, sagte ich flehend zu ihr. „Lass mir dir wenigstens noch jemanden vorstellen.“ sagte sie und zwang sich ein lächelte auf. Ich verdrehte die Augen aber ging mit ihr.
Wir liefen auf eine kleinere Gruppe mit Löwen zu, aus der sich zwei Löwen lösten und zu mir und meinem Mutter kamen.  
Die beiden männlichen Löwen blieben vor mir und meiner Mutter stehen und begrüßten uns. „Es ist mir eine Ehre dass mein Sohn und ich kommen durften und mein herzliches Beileid wegen ihrer ältesten Tochter.“, sagte der ältere der beiden. „Wir freuen uns auch sehr dass sie kommen konnten und danke, darf ich ihnen meine..." meinte Mutter stockte kurz der Atem ".. meine jüngste Tochter Nhelie vorstellen?“, sagte darauf meine Mutter und sah mich an.
„Das ist ihre Tochter?“, fragte der ältere wieder. Ich sah seinen Sohn an und bemerkte dass seine Augen plötzlich weit aufgerissen auf mir ruhten.
Ich sah meine Mutter etwas fragend an. Daraufhin bemerkte meine Mutter dass ich gar nicht wusste wer vor uns stand.
„Oh Liebes das hatte ich vergessen, das sind Mhilan und sein Sohn Rafael.“ Erst jetzt konnte Rafael  seinen Blick von mir reisen und meine Mutter ansehen.
Mhilan und Rafael  blieben über Nacht, dementsprechend waren sie noch da als alle anderen bereits gegangen waren. Meine Eltern unterhielten sich mit Mhilan, während Rafael  mit mir etwas weiter weg im Gras lag und wir uns gegenseitig Geschichten erzählten, großteils um mich abzulenken, wegen dem was heute passiert war. Ich fand ihn wirklich sehr nett und charmant.
Plötzlich hörte ich von der großen Gruppe an Löwen das Geschrei und Gebrüll meiner Eltern, ich wollte zu ihnen rennen doch Rafael warf mich wieder zurück und drückte mich so lange auf den Boden bis das Geschrei verstummt war.
Als er mich endlich los ließ und ich an der Stelle ankam, brach ich erneut in Tränen aus und schrie nur noch.
Vor mir lagen die Leichen meiner Eltern, hinter ihnen stand Mhilan und seine Herde. Er hatte meine Eltern getötet.  
Er lief auf mich zu, mit diesem Blick als wollte er mich ebenfalls töten. Meine Brüder sprangen plötzlich vor mich, gaben mir ein Zeichen und wir rannten gemeinsam in die dunkle Nacht. Ich sah mich um, sie folgten uns nicht.
Ich hoffte sie nie wieder sehen zu müssen. War das etwa ein Plan uns von hier zu vertreiben? Als wir davon rannten überkam mich eine Welle voller Hass und noch größerer Trauer.
Meine  Eltern waren tot, meine Schwster "musste" getötet werden und ich hatte keinem von ihnen helfen können.
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