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Nhelie, die Geschichte eins besonderen Mädchens   (Neu geschrieben)

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Het
22.11.2022
21.01.2023
6
9.687
 
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22.11.2022 2.097
 
Ich tapste froh und munter aus unserer Höhle und rannte zu meiner Mama. Da ich erst ein paar Jahre alt war und noch so kurze Beinchen und kleine Pfoten hatte, fiel ich oft über meine eigenen kleinen Pfötchen, so wie jetzt auch. Da lag ich, meine Mutter drehte sich um und musste lachen.
Sie kam zu mir gelaufen und sah mich an, schnell stand ich wieder auf und kuschelte mich an sie.
Ich bin eine kleine Löwin namens Nhelie und lebe in einer wunderschönen Welt namens Tasakan. Wohlgemerkt, es ist eine Welt auf der keine Menschen leben sondern nur meine Eltern, meine Brüder, meine Schwester, ich und unsere Herden mit mehr als 2000 Tieren.
Natürlich standen diese nicht alle nur unter der Leitung meines Vaters. Seine Herde umfasste um die 900 Tiere, während die Herden meiner Brüder etwas kleiner waren. Die Herde meines älteste Bruders Tim, hatte eine größe von 500 Tieren. Alexander, der zweit älteste eine Herden von 400 Tieren, und Sebastian der jüngst mit einer Herde von 300 Tieren.
Meine Schwester Nalischa und ich hatten keine eigenen Herden. Ich weil ich ja gerade ein paar Jahre alt war und Nalischa, weil sie eines Tages die Herde unseres Vaters übernehmen würde, da bei uns die Herschaft nicht an die männlichen Nachfolger weiter gereicht wird.
Ich war die jüngste von uns fünf, allerdings bin ich keine gewöhnliche Löwin wie man es kennt. Alle meine Familienmitglieder hatten eine normale braune Fellfarbe, doch mein Fell war ganz schwarz.
Niemand konnte mir die Frage beantworten, wieso ich anders war, nicht einmal meine Eltern, denn selbst sie hatten keine schwarze Fellfärbung. Meine Eltern meinten ich wäre noch zu klein um das zu verstehen, sie würden es mir später einmal erklären wenn ich größer sei. Also beließ ich es dabei und dachte mir einfach dass ich etwas ganz besonderes wäre.
Viele Jahre später, als ich 16 geworden war erklärten mir meine Eltern wieso ich anders bin als die Anderen. Sie sagten mir dass ich später einmal, wenn sie nicht mehr da seihen, eine große Königin sein werde und über viele verschiedene Welten herrschen würde, dass alles machte mir ein wenig Angst. Ich? Eine große Königin? Das konnte nicht sein.
Ja, meine Eltern waren auch Anführer unserer sehr großen Löwen Herde, aber ich konnte mir sowas nicht vorstellen, nicht einmal im Traum hätte ich daran gedacht dass ich einmal Königin sein werde. Zum Schluss kam aber das schockierest von allem, ich würde mir bald einen menschlichen Körper aussuchen dürfen in dem ich dann Leben würde bis dieser menschliche Körper sterben würde um gewisse Erfahrungen sammeln zu können. In unserer magischen Welt musste das jeder als eine Art "Ausbildung" machen.
Meine Eltern erklärten mir das so: „ Ab deinem 16. Geburtstag kannst du dir einen menschlichen Körper „aussuchen“ in dem wächst du dann auf, wie du in deinem eigenem Körper auch aufgewachsen bist, du wirst mit diesem Körper in die Schule gehen und alles andere was Menschen tun.“
Ich wäre vor Schock fast umgefallen. Ich rannte zurück in die Höhle und verkroch mich dort. Nach einer langen Zeit kam mein Vater in die Höhle. Er erzählte mir dass er damals als er so alt war wie ich nicht anders reagiert hatte. Er hatte auch große Angst gehabt als er so alt war wie ich?
Ich fragte ihn warum er kein schwarzer Löwe ist aber dasselbe tun musste wie ich jetzt auch. „Wir sind deine Eltern wir mussten es genau so tun wie deine Großeltern und deine anderen Vorfahren, genauso Nalisha und deine Brüder, aber du bist besonderer als wir, deine Mutter und ich sind nur Herdenführer, aber du wirst später eine Königin sein.“ Er sagte auch dass ich in den nächsten Tagen mir einen menschlichen Körper aussuchen müsse, dann legten wir noch kurz unsere Köpfe aneinander und er ging wieder raus. Ich blieb einfach liegen und versuchte meine Gedanken  zu sortieren, mit dem ganzen neuen „Wissen“ dass ich jetzt hatte, irgendwie wünschte ich mir die Tage zurück als ich zu klein war um das zu verstehen. Ich hatte Angst, unheimlich große Angst.

Dann kam der große Tag, an dem ich in die menschliche Welt gehen sollte. In meinem Kopf war ein Wirrwarr an Gedanken: Was passiert mit dem Leben was eigentlich in diesem Körper steckt? Wie komm ich wieder hier her zurück? Wie komm ich dort hin? Kann ich zwischen den Körpern wechseln oder muss ich erst warten bis dieser menschliche Körper gestorben ist bevor ich zurück kann?
Meine Mutter bemerkte meine Unsicherheit. Sie kam zu mir. „Was ist los meine Kleine?“ fragte sie mich. Ich sah sie mit großen Augen an, sie wusste was ich sagen wollte „Ich hab Angst„ schrien meine Augen. Sie kuschelte sich an mich und meinte: „Du brauchst keine Angst zu haben.“  Sie lief mit mir zu meinem Vater, meinen Brüdern, Nalisha und unserer Herde.
Ich sah meinen Vater an und stellte ihm meine Fragen die mir durch den Kopf ratterten: "Was wird aus dem Körper den ich hier in dieser Welt habe?"
"Er verschwindet. Aber sobald du wieder zurück in diese Welt kommst, hast du ihn wieder. Solltest du länger weg sein, wird er allerdings gealtert sein um die Zeit, die du weg warst." antwortete er.
Okay, also würde ich zurück kommen können, das erleichterte mich ein wenig. "Wann werde ich zurück kommen können? Muss ich warten bis mein menschlicher Körper gestorben ist?" fragte ich weiter.
"Nein natürlich nicht, sobald du einmal zwischen den Welten gewechselt hast, kannst du es von dort an immer tun." erklärte er mit ruhiger Stimme.
„ Wie komm ich jetzt in die Welt der Menschen? Muss ich da etwa hin laufen?“ Mein Vater fing an zu lachen: „Nein meine Kleine, du transformirst dich einfach indem du daran denkst.
Du musst dich sehr gut auf das Konzentrieren was du werden willst, besser gesagt in welche Körper zu wechseln möchtest."
Ich stand da und sah meinen Vater mit riesigen Augen an. Was sollte ich tun, mich darauf Konzentrieren in einen menschlichen Körper zu wechseln? Das würde doch nie im Leben funktionieren. „Na los, versuch es!“, sagte mein Vater.
Ich dachte ganz fest daran in einen menschlichen Körper zu kommen, aber es klappte nicht, ich sah meinen Vater traurig an, er lächelte mich an und sagte dann etwas böse:“ Du konzentrierst dich nicht richtig!“
Also versuchte ich es noch einmal, diesmal klappte es.
Es fühlte sich an als würde ich in die Luft gehoben werden, ich konnte meine Augen nicht öffnen um nach zu schauen ob dies der Fall war. Plötzlich wurde das Dunkle, das ich sah während ich meine Augen geschlossen hatte, sehr grell weiß.

Als ich meine Augen wieder öffnete, lag ich in einer Kinderwiege. Eine Frau und ein Mann die ich nicht kannte beugten sich über die Wiege und lächelten mich an. Ich sah meine Hände an, sie waren ganz winzig!! Ich war ein Baby!!
Ich fing an zu weinen, daraufhin nahm die Frau mich aus der Wiege in den Arm und wog mich hin und her, bis ich einschlief.
Ich träumte davon wie ich daheim über weite Wiesen rannte und wie wild umher tobte. Mir lief eine Träne über die Wange. Würde ich das je wieder tun können?! Mir wurde kalt und ich fing an zu zittern, ich bekam Angst.

Viele Tage nach diesem riesigen Schock und dem schrecklichen Gedanken dass ich meine Familie vielleicht nie wieder sehen würde versuchte ich mit meinem neuen Körper klar zu kommen, was sich leichter anhörte als gedacht. An die Frau und den Mann hatte ich mich irgedwie auch gewöhnt, sie waren dann wohl für die nächste, längere Zeit meine Eltern. Zum Glück stand ich nicht ganz alleine da. Das war ein kleiner Trost für mich.
Ich lernte bald ein zweites mal wie man läuft. Mit zwei Füßen war das viel schwerer als mit meinen gewohnten vier Pfoten, aber es klappte schon ganz gut. Ein paar Worte konnte ich bereits auch sprechen, es war komisch. Ich hatte den Verstand einer 16 Jährigen aber den Körper einer ein Jährigen. Das war ein sehr seltsames Gefühl, ich konnte das was ich bereits wusste und konnte nicht verwenden, ich konnte mich schließlich kaum bewegen, geschweige denn sprechen.

Die Jahre vergingen und ich lebte mein Kleinkind-Da-sein. Nach fünf Jahren, als ich sechs wurde, einigermaßen reden und auch laufen konnte, schickten meine neuen Eltern mich in die Schule. Als Löwin wäre ich wahrscheinlich jetzt schon 22 – dachte ich zumindest.
Nach sechs Jahren in einer anderen Welt hatte ich mein altes zu Hause nicht vergessen. Nein wie könnte ich, aber in der Zeit als Kleinkind ist viel passiert, so dass ich vergessen hatte ob die Jahre bei den Menschen und die bei mir zu Hause dieselben wahren.
Mir kam es jedenfalls nicht so vor. Also lebte ich jetzt nach den Jahren der Menschen und ich kam auch schon ganz gut mit meinen „Eltern“ zurecht. Ich hatte mich daran gewöhnt von einer fremden Frau und einem fremden Mann in den Arm genommen zu werden und von ihnen auf die Wange geküsst zu werden.
Es war komisch zu sagen das ich im Eisbacher Weg 5 wohne, meine Eltern Elisabeth und Peter hießen und das alles was eben in dieser Welt real war und nicht das ich aus Tasakan kam und meine Eltern eigentlich Medard und Zdravka hießen und ich aus einer anderen Welt kam und eigentlich schon 22 Jahre alt war, mich würden alle für verrückt halten - vielleicht auch nicht, ich war schließlich erst ein sechs jähriges Kind mit viel Fantasie!

Zum Glück haben meine neuen Eltern mich genauso genannt wie ich sowieso schon hieß, also musste ich mir keinen anderen Namen für mich merken, ich hieß immer noch Nhelie. Ob das ein Zufall war?
Oder wieso dachten sich meine Eltern so einen Namen aus, schließlich war das kein normaler Menschenname. Ich verwarf den Gedanken das dass alles zusammen hängen könnte schnell wieder. Es konnte einfach nicht stimmen.
Ich lernte viele neue Leute in der Schule kennen, manche die ich mochte und manche die ich nicht mochte, wie das eben so ist in der Schule.
Also überstand ich das Schulleben wie jedes andere Kind in „meiner“ Altersstufe. Ich ging brav zur Schule jeden Tag und war auch fast nie krank. Kurz, ich war eine perfekte Schülerin, deshalb mochten mich auch viele Lehrer. Ich bekam viele gute Noten in der Schule und ich kam langsam mit meinem menschlichen Körper in das Teeny Alter.
Endlich feierte ich auch hier meinen 15. Geburtstag. Nach meinem richtigen Rechnen wäre ich in meiner eigentlichen Welt schon 31 Jahre alt, oh man war ich alt. Ich fragte mich wann ich wohl endlich wieder zurück konnte zu meinen richtigen Eltern. Mein Vater hatte mir zwar gesagt ich kann jeder Zeit zurück kommen, aber wie sollte ich das machen? Also wartete ich all die Jahre auf ein Zeichen, was mir geschickt werden würde, welches mir verriet wie ich zurück konnte.

Eines Tages als ich nach Hause lief, lief mir ein kleiner Löwe über den Weg. Zuerst erschrak ich, doch als ich merkte dass er stehen blieb und mich ansah, kniete ich mich zu ihm hinunter. Als er plötzlich anfing zu sprechen lief ich ein paar Schritte rückwärts und landete auf meinem Hintern. Der kleine Löwe kam auf mich zu gelaufen, ich konnte mich vor Schock nicht bewegen. Da sprang er auf mein Bauch und fragte: „Du bist doch Nhelie, oder?“ Ich nickte nur. „Gut, dein Vater hat mich zu dir geschickt um zu sehen wie es dir geht“, sagte der kleine Löwe.
Mein Vater? Zu mir geschickt? Heißt das ich kann wieder zurück? Hatte ich meine Aufgabe erfüllt? Ich nahm den Baby Löwen in den Arm, drückte ihn an mich und fing an zu weinen.
„Was hast du denn?“ fragte der Löwe. „Heißt das ich kann wieder nach Hause“,  fragte ich den kleinen Löwen.
„Ja, deine Eltern haben sich schon gewundert wieso du nicht gleich wieder zurück gekommen bist und sie erst jemanden schicken müssen“, antwortete der kleine Löwe. „Du musst nur das wiederholen was du gemacht hast als du in die Menschenwelt gekommen bist, das konntest du ab da  immer, du kannst in den Welten wechseln wie du es willst“, fügte er noch hinzu. Ich lächelte ihn an und versuchte es sofort: Ich konzentrierte mich auf mein zu Hause, schloss meine Augen, das dunkle wurde wieder hell und ich war wieder eine Löwin. Ich war zu Hause. Ich freute mich so sehr dass ich anfangen musste zu weinen. „Nhelie?“ rief es hinter mir. Ich drehte mich um. Meine Eltern standen da! Ich rannte zu ihnen.
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