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Schatten Seiner Selbst - Gefährliches Spiel

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P12 / Gen
Fabeltiere & mythologische Geschöpfe Vampire
22.11.2022
26.11.2022
3
4.511
 
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24.11.2022 2.377
 
1. Kapitel

01.06.2005
Freya
Es ist ein normaler Tag wie jeder andere auch. Ich bin gerade aufgestanden, habe mich fertig gemacht, sitze jetzt beim Frühstück und mache mir ein Toastbrot mit Spiegelei und Speck. Danach, als ich aufgegessen habe, räume ich den Tisch ab und stehe auf.

Oh, wie unhöflich, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Hi, ich bin ein fünfzehnjähriges Mädchen mit blonden Locken, blauen Augen und heller Haut. Ich heiße Freya. Freya.Light.

Gerade habe ich Ferien. Ich gehe in mein Zimmer um etwas zu lesen. Zu dem Zeitpunkt hätte ich nicht wissen können, dass bald etwas passieren würde, von dem ich nie gedacht hätte, dass es je möglich sein würde.

Olivia
Ich bin gerade im Wald unterwegs und laufe einem Rehkitz hinterher.

Kurz kann ich mich einmal vorstellen: Ich bin ein Mädchen mit braunen Haaren und violetten Strähnchen, violetten Augen, die getarnt durch türkisblaue sind und sehr blasser, fast weißer Haut. Mein Name ist Olivia. Olivia.Shadow. Auch zwei Spitznamen besitze ich: Liv oder Livia. Ich lebe schon seit sehr, sehr langer Zeit. Viele denken, ich wäre ein Vampir, das stimmt aber nicht. Was ich bin, habe ich über die Jahre herausgefunden.

So langsam bin ich nah genug an dem Tier dran. Ich springe, haue meine Zähne in das Tier und trinke sein Blut. Endlich spüre ich wieder Kraft. Nach der Mahlzeit bin ich erstmal satt. Ich gehe in das Dorf und mische mich unter die Leute.

Freya
Das Buch, das ich gelesen habe, ist über eine Gedankenlesemaschine. Die kann Gedanken lesen, welche man dann auf DVDs oder Filmbänder übertragen und anschauen kann. Diese Erfindung wäre sehr interessant. Aber was sollte so eine Gedankenlesemaschine bringen? Zu welchem Zweck wurde sie überhaupt erfunden? Ob wirklich so eine Maschine erfunden wurde? Keine Ahnung, aber diese Gedanken sind echt spannend.
Ich schaue gerade auf die Uhr und sehe, dass es gleich Mittagessen gibt, also klappe ich das Buch zu und gehe in die Küche, um etwas zu kochen. Nudeln mit Tomatensoße. Nach dem Mittagessen gehe ich ins Dorf und schlendere ein bisschen auf dem Markt. Auf dem Markt bummel ich ein bisschen durch die Gegend zu einem Waffelstand. Dort kaufe ich mir eine Waffel, setze mich auf eine der freien Bänke und esse meine Waffel. Ich beobachte die Menschen und das rege Treiben auf dem Platz. Plötzlich nehme ich eine Bewegung wahr, die so schnell wie der Wind an mir vorbei in den Wald rast.``,,Was war denn das?“, denke ich mir. Ich stehe auf und gehe in den Wald. Hinter einem Gebüsch höre ich ein Rascheln und ein Wimmern. Ich will fliehen, aber irgendwie bin ich zu langsam und schon liege ich unter der Person. Sie hat so ein gruseliges Gesicht, es macht mir schon etwas Angst.

Olivia
Ich habe mir gerade auf dem Markt einen Menschen stibitzt, es ist schließlich Mittagszeit. Ich halte ihm den Mund zu und flitze mit ihm in Turbo-Geschwindigkeit in den Wald. Auf einer Lichtung haue ich meine Zähne in seinen Hals rein. Naja, ich habe nur dann spitze Zähne, wenn mein Körper Blut braucht. Dann kommen sie zum Vorschein, aber mir tun die Menschen leid, wenn ich sie aussaugen muss, um selbst zu überleben. Ich war früher auch ein Mensch gewesen, aber es ist schon lange her, dass es passiert ist. Gerade habe ich den Menschen fertig ausgesaugt, da hörte ich plötzlich ein Knacken im Gebüsch hinter mir. Ich drehe mich blitzschnell um und renne in Höchstgeschwindigkeit darauf zu. Die Person will fliehen, ist aber zu langsam und liegt dann auch schon unter mir. Ich horche kurz in mich hinein, ob ich noch Hunger habe, aber ich glaube, ich bin erstmal satt. Trotzdem schaue ich sie gierig an. Jetzt will ich ihr nur etwas Angst machen. Ich frage sie, was sie hier will. Sie antwortet mit Angst in der Stimme, was mir gefällt, dass sie einfach zufälligerweise hier vorbeigekommen ist und ein Rascheln und ein Wimmern gehört hätte.

Freya
Langsam wird sie mir echt zu schwer. Mein Atem wird flacher und meine Arme kann ich nicht bewegen, weil sie unter dem Mädchen liegen. Ich versuche nach Luft zu japsen, doch es klappt nicht so richtig, denn langsam spüre ich, wie mir die Augen zufallen und ich ohnmächtig werde. So merke ich nicht, wie ich entführt werde.

Olivia
Ich glaube, sie wird meine nächste Mahlzeit werden. Langsam wird sie ohnmächtig und ich entführe sie in mein Haus. Ich werfe sie wie einen Sack über die Schulter und renne in Höchstgeschwindigkeit durch den Wald zu mir nach Hause. Zuerst lege ich sie in ein normales Bett, weil ich ihre Gedanken lesen möchte. Ich dringe in ihr Gehirn ein und in ihren Gedanken sehe ich so einiges. Wer sie ist, wie alt sie ist, wie ihr Leben verlaufen ist, die Situation von eben gerade und - Moment- mein Gesicht sieht wirklich gruselig aus. Plötzlich spüre ich etwas seltsames. Ich habe das Gefühl, ihre Gedanken an einem ganz bestimmten Punkt zu erkunden und irgendwie hindert das mich daran, sie als Mahlzeit anzusehen. Es ist eine Idee… Sie ist diejenige, die es ausprobieren soll. So werde ich sie verschonen. Ich gehe wieder aus ihren Gedanken raus und gehe dann in mein spezielles Zimmer und bereite alles vor.

Freya
Langsam komme ich zu mir und beginne, alles um mich herum wahrzunehmen. Ich spüre, dass ich auf etwas Weichem liege. Es ist sehr bequem. Langsam öffne ich die Augen und blinzelte ein paar Mal, um die Umgebung besser zu betrachten. Ich liege in einem Bett in einem mir unbekannten Zimmer. Plötzlich schlagen alle Erinnerungen von heute wieder in mein Gehirn ein. Wo bin ich hier? Wo ist dieses unbekannte, gruselige Mädchen abgeblieben? Das ist nicht mal mein Zimmer! Ich will vom Bett aufstehen, als auch schon irgendwas schnelles auf mich zukommt und drückt mich zurück auf das Bett. Das geheimnisvolle Mädchen ist wieder da. Wahrscheinlich ist es ihr Zimmer.

Olivia
Als ich fertig mit den Vorbereitungen bin, gehe ich zurück zum Zimmer. Mitten auf dem Weg hören meine überempfindlichen Ohren, dass das Mädchen aufgewacht ist. Schnell renne ich zurück und drücke sie auf das Bett. Sie soll bloß nicht abhauen, sonst kann ich es mir noch anders überlegen mit der Mahlzeit. Dann hat sie Pech gehabt. Ich schaue sie intensiv an und sie mich fragend. Dann lächle ich freundlich und frage sie ganz nett, wie sie geschlafen hat.

Freya
Ich liege heute schon zum zweiten Mal unter ihr. Mann, kann sie das mal lassen, sich ständig auf mich zu werfen und mich so gruselig anzugucken? Was will sie nur von mir? Dann höre ich ihre Stimme, die fragt, wie ich geschlafen habe. Auf einmal so nett? Was ist hier los? Das ist echt gruselig. Erstmal schweige ich, bis sie mir langsam wieder zu schwer wird. Ich gebe komische Laute von mir, um Luft zu holen und dieses Mal scheint sie es zu verstehen. Sie steht auf, aber nicht ohne einen scharfen Blick zu mir, der wahrscheinlich aussagen soll, dass ich, wenn ich abhaue, direkt gefangen und getötet werde. Also wenn mir mein Leben lieb ist, bleibe ich wohl erstmal hier und höre mir an, was sie zu sagen hat. Ihr Blick spricht deutliche Bände. Dann sage ich japsend >> Auf jeden Fall hast du mir erstmal wieder viel Kraft ausgedrückt, also wie soll ich bitte schön noch abhauen? Okay, was möchtest du jetzt von mir?<<

Olivia
>> Also, was ich von dir will, ist eine Sache. ob du mitmachst eine ganz andere. Es kommt darauf an, ob du die Richtige für diesen Test bist oder eher ein Experiment. << Jetzt bekommt sie Angst. Sie weiß nicht mal, was ich mit ihr vorhabe. Nicht das Geringste ahnt sie. Aber ich sage ihr, dass es so schlimm bestimmt nicht werden würde. Wenn ich mich da mal nicht täuschen würde.

Freya
Ich bekomme große Augen und auch Angst. Dann sagt sie, dass es nicht so schlimm sein würde. Aber keine von uns hätte wissen können, dass dem nicht so war und dies eine sehr gefährliche Situation werden würde. Sonst würde es dieses Abenteuer doch auch nicht geben.

Olivia
>> Komm erstmal mit ins Wohnzimmer. Dort werde ich dir etwas Essen zubereiten. Danach werde ich dir erzählen, was ich genau von dir möchte. << Dann gehen wir ins Wohnzimmer und ich bitte sie, sich erstmal zu mir auf das Sofa zu setzen. Ich sage ihr, dass sie kurz warten soll, während ich ein paar Kekse und Tee holen gehen. Kurz gehe ich in die Küche und hole alles. Dann komme ich wieder zurück ins Wohnzimmer und stelle sie auf den kleinen Tisch, der in der Mitte des Teppichs steht. Ich setze mich ihr gegenüber auf das andere Sofa. >> Okay, jetzt kann ich anfangen, dir zu erzählen, was ich von dir möchte. Also, falls du es denkst, ich bin kein Vampir, auch wenn ich einen Menschen ausgesaugt habe. Man verwechselt es nur häufiger. Ich bin ein Schattenwesen. Du hast jetzt bestimmt keine Ahnung, was ein Schattenwesen ist, oder? Also ich bin auf jeden Fall auch kein Dämon, wie man sich Schattenwesen vorstellt. Es hat etwas mit dem Schatten von sich selbst zu tun. Ich war früher auch ein Mensch, bis zu dieser einen Nacht, in der es passierte. Um ehrlich zu sein, ist das auch der Punkt, an dem ich deine Hilfe brauche. Besser gesagt, dachte ich, du könntest mir bei dem Problem irgendwie helfen. Ich möchte herausfinden, wieso es überhaupt passiert ist und was die Ursache dafür ist. Also könntest du mir irgendwie helfen? Wenn nicht verstehe ich das, ich war ja nicht gerade freundlich zu dir, aber dann muss ich deine Gedanken an das, was ich dir gerade erzählt habe, löschen. <<,  erzähle ich ihr. Sie sieht zuerst etwas verwirrt und ängstlich aus, aber dann nimmt ihr Gesicht einen entschlossen Ausdruck an, als ob sie sich entschieden hätte. Ich bin gespannt, was ihre Antwort darauf sein wird.

Freya
Ich höre mir ihre Geschichte aufmerksam an. Das, was sie mir erzählt hat, haut mich echt aus allen Socken. Naja, eigentlich hat sie ja nichts Böses im Sinn. Ich kann verstehen, wieso sie das mit mir gemacht hat. Weil ich etwas Komisches bemerkt habe, will sie sich verteidigen, ihre Existenz und ihr Leben retten. Aber jetzt lässt sie mir freie Wahl. Ich glaube, ich werde ihr helfen, es herauszufinden. >> Ja, ich helfe dir <<, sage ich. Sie sieht mich baff an. Wahrscheinlich hat sie nicht damit gerechnet, dass ich  "ja"  sagen würde. Dann füge ich noch hinzu >>Ich habe es verstanden, wieso du das getan hast. Also ja, ich helfe dir, es heraus zu finden <<. Sie klatscht vor Freude in die Hände und bittet mich, mal mit nach oben zu kommen.

Olivia
Ich bin echt überrascht, dass sie mir wirklich helfen möchte. Ich meine, jeder andere hätte sofort versucht, vor Angst davon zu laufen, vor allem wegen meiner Drohung, aber sie hat es verstanden. Ich bin erstmal ein bisschen baff, aber dann kommt es wirklich zu mir durch. Sie möchte mir helfen. Ich sage >> Okay, komm mal mit << Ich geleite sie nach oben. Wir gehen die Treppe hinauf, in die obere Etage. Ich geleite sie in das zweite Wohnzimmer, wo schon der vorbereitete Apparat steht. Sie mustert den Raum aufmerksam und schaut sich interessiert im Raum um, bis ihr Blick auf den Tisch fällt, auf dem der Apparat steht.

Freya
Sie geleitet mich nach oben die Treppen hinauf. Dann führt sie mich in ein Zimmer, das nicht gerade nach einem Schlafzimmer aussieht, sondern eher wie ein sehr ordentliches Arbeitszimmer oder ein zweites Wohnzimmer. Die Wände haben einen leichten violetten Ton. Es steht ein hoher Holztisch in der Mitte des Zimmers und auf dem Tisch steht ein komischer Apparat oder ein komisches Gerät. Es ist… naja, wie soll man es am besten beschreiben? Also, es ist Silber und aus Metall, aber nur zum Teil. Es gibt ein Rohr aus Kunststoff, das bei einem Stirnring endet und irgendwie zusammen verbunden ist. An dem komischen Gerät sind ein paar Knöpfe eingebaut. Dann sehe ich wieder zu Olivia. Sie scheint meinen fragenden Blick zu verstehen, denn sie erklärt mir, was das für ein Gerät ist.

Olivia
>> Also, das ist ein Gerät, was uns dabei helfen soll. Aber ich konnte es noch nicht ganz ausprobieren, also jaaaa, Aber es sollte funktionieren. Es ist eine Art  "Gedanken-lesen-Maschine" Aber wie sie genau funktioniert, weiß ich noch nicht. Ich bin zwar Erfinderin, aber für dieses Projekt brauche ich eine zweite Person und da du vorhin einverstanden warst, mir zu helfen…<< Sie nickt etwas verwirrt. Ich sage ihr, dass sie sich auf den einen Stuhl setzen soll und ich auf den Anderen. Ich lege ihr dann ein Stirnband mit der Aufschrift "Beobachten um den Kopf" um. Es ist mit Drähten und Kabeln an das Gerät verbunden. Das andere Stirnband mit der Aufschrift ,,zeigen“ setze ich mir auf und betätige einige der Knöpfe und Ziffern, Zahlen und Daten. Okay, jetzt geht es los. Ich sage zu ihr: >> Jetzt musst du still halten und dich nicht bewegen, sonst ist alles umsonst gewesen und alles mögliche kann mit uns passieren <<. Dann kommt plötzlich Nebel auf und ich kann beobachten, wie sie langsam ihr Bewusstsein verliert und abdriftet. Ich werde jetzt auch langsam müde und mir wird schwarz vor Augen.

Freya
Sie steckt mir ein Stirnband um den Kopf und tut sich das andere um ihren eigenen Kopf. Dann drückt sie ein paar Knöpfe, Zahlen und Buchstaben an dem komischen Gerät. Sie sagt, dass ich mich jetzt nicht bewegen und ganz still sitzen soll. Plötzlich geht ein hoher Ton an und Nebel steigr auf. Der Nebel wird immer dichter um mich herum und ich höre nur noch eine Stimme, die flüsterte >> Finde mich und lüfte das Geheimnis. Nur gib acht, dass ich dich nicht aus sauge. Ich versuche so schnell wie möglich nach zu kommen <<. Der letzte Satz, der mir noch in meinem Kopf wieder hallte, ist "Finde mich" und ich habe das Gefühl, ohnmächtig zu werden. Dann wird mir schwarz vor Augen.
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