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Die zwei Professoren-Detektivinnen und der widerwärtige Weihnachtsraub

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Parodie / P12 / Gen
20.11.2022
27.11.2022
10
4.855
1
Alle Kapitel
4 Reviews
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25.11.2022 499
 
Catilynn stand der Schock deutlich ins Gesicht geschrieben. Nach einem kurzen Moment löste sie sich urplötzlich aus der Starre, brach in Tränen aus und schrie los: "Meine Geschenke, meine Geschenke, meine Geschenke!!!". Sie raste auf das Sofa vor dem Kamin zu, schmiss sich darauf und vergrub ihr Gesicht. "Das ist das schlimmste Weihnachten überhaupt! Das Weihnachtsfest ist ruiniert!!!", schluchzte sie.

Sincerily setzte sich zu ihrer Freundin und streichelte ihr über den Rücken: "Na na... Deswegen ist doch noch lange nicht das Weihnachtsfest ruiniert!". Für sie war es trotz allem noch mit Abstand der schönste Heiligabend, den sie je erlebt hatte. "Schau mal, Geschenke sind an Weihnachten doch nur Nebensache. In erster Linie zählt dass man das Fest mit Menschen verbringt, die man am meisten liebt und...".

"Pah, werd erwachsen!", schluchzte Catilynn, "Das mit dem 'Fest der Liebe' ist doch nur das, was man kleinen Kindern einredet. In Wirklichkeit geht es an Weihnachten darum, wer die meisten und besten Geschenke kriegt! Aber dieses Jahr gibts keine, buhuuuuuu!!!".

"Also Catilynn... da kenne ich dich aber anders!", ermahnte sie ihre Mutter mit einem Augenzwinkern, "Du bist doch eine Detektivin - und zwar eine verdammt Gute, wenn ich das mal so sagen darf. Und eine Detektivin steckt doch nicht den Kopf in den Sand, wenn etwas gestohlen wurde - eine Detektivin versucht, den Fall zu lösen und die Ganoven zu überführen!".

Catilynn drehte sich mit verlaufenem Makeup zu ihr hin, und antwortete trocken: "Wir sind im Urlaub".

"Und was, wenn ich euch engagiere und euch für eure Detektivarbeit reichlich entlohne? Vergiss nicht, ihr bekommt auch einen Feiertagszuschlag!".

"Komm schon, Catilynn", ermutigte sie Sincerily, "Ich finde dass deine Maaaaaam recht hat. Das ist doch genau der richtige Fall für uns! Wenn das einer aufklären kann, dann wir. Wie sagst du immer zu den Klienten? Wir übernehmen den Fall, und schon sind Sie Ihre Sorgen los".

So war die Sache abgemacht. Catilynn hatte sich nun wieder beruhigt, und war nun ganz erpicht darauf, den Übeltäter ausfindig zu machen. Sincerily überlegte: "Okay... es muss also ein Einbrecher hier gewesen sein. Dann... hey, ich habe eine Idee! Durch den Schnee müsste man doch seine Spuren finden können!".

Sofort rannten die beiden Blondinen zur Tür, zogen sich an und gingen nach draußen. Im Schnee waren sehr viele Fußspuren zu sehen. Klar - so ausgelassen wie sie vorhin herumgetobt sind, gab das ein Kuddelmuddel. Doch an der Seite des Hauses entdeckte Sincerily weitere Fußspuren, die am Fenster endeten. Der Einbrecher muss also dort hineingestiegen sein, und mit den Geschenken unbemerkt wieder heraus.

"Los, hinterher!", rief Catilynn und sie stapften den Spuren hinterher, welche bis ins Tal führten. Sie wanderten bereits eine gefühlte Ewigkeit, und klagten die meiste Zeit über Blasen durch die neuen Winterstiefel. Schließlich führten die Spuren die beiden Zwanzigjährigen auf den Weihnachtsmarkt im Tal.

Dort verlor sich die Spur.
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