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Potter & Jackson - Tote auf dem Olymp

von Fanatics
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Mix
Harry Potter Percy Jackson
19.11.2022
02.01.2023
18
17.763
4
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.11.2022 1.633
 
So schnell es ging waren Percy, Annabeth und Grover von der Bildfläche verschwunden. Ein paar Meter weiter, hinter einem Wagen an dem Tickets für Bustouren verkauft wurden, versteckten sich die Drei und beobachteten das Treiben am Memorial.
Der Kreis der Menschen hatte sich allmählich aufgelöst, nun jedoch wirrten sie alle durcheinander, sprachen verwirrt und zugleich entsetzt über die Geschehnisse. Die Drei konnten nicht ganz verstehen was die Menschen sagten, dafür waren sie zu weit weg, allerdings sahen sie nicht so aus, als hätten sie eben zwei Harpyien gesehen, auf die zwei Jugendliche mit Schwertern eingeschlagen hatten. Somit müsste zunächst alles gut sein.
Das einzige Problem war:

"Was machen wir jetzt wegen dem Halbblut?", fragte Percy die anderen Beiden. Diese zuckten erstmal nur mit den Schultern.
"Wir können sie nicht einfach von ihrer Familie wegnehmen. Das geht nicht. Sie scheinen doch glücklich", meinte Annabeth mit einem fast neidischen Blick auf die kleine Familie, die immer noch am Memorial stand und sich so langsam von dem Schock erholte.
"Aber Annabeth, Grover hatte doch gesagt...", Percy wurde von immer lauter werdenden Sirenen unterbrochen. "Die Polizei!", warf Grover dazwischen und sofort rannten die Drei los. Vielleicht war es hirnrissig von ihnen zu denken, dass niemand sie verdächtigen könnte, wenn sie an dem Memorial vorbei rannten, aber auf einen anderen Gedanken kamen sie nicht.
Obwohl sie noch so nah am Camp waren, hatten sie Angst ihren Auftrag oder gar sich selbst zu gefährden.

Ihr Weg führte sie nur zum nächsten Block, in dessen Straßen sie wieder in den Schritt fielen. Grovers Atem ging schnaubend. "Du solltest echt mehr trainieren", juxte Percy. Annabeth warf ihm jedoch nur einen Blick zu, der wohl ein genervtes "echt jetzt?" darstellen sollte.
In der Zwischenzeit schienen die Sirenen wieder ausgeschaltet worden zu sein, nurnoch das Hupen der Autos war zu hören. Hoffnungsvoll, dass die Luft nun wieder rein war, liefen Percy, Annabeth und Grover wieder in Richtung des Memorials um die Halbgöttin zu suchen.

"Läuft das bei deinen Suchen immer so ab?", fragt Percy, nachdem sie schon eine ganze Weile gegangen waren.
Grover schüttelte den Kopf.

"Nie. Wenn wir, Chiron und ich, eine starke Vermutung haben, dann bleibe ich, wie bei dir damals, auch mal ein paar Tage, Wochen, Monate in der Nähe des Halbgotts, um wirklich sicher zu sein. Aber noch nie musste ich einem hinterherjagen." Er lachte kurz auf.

"Für alles gibt es ein erstes Mal", meinte Percy dazu und die Gruppe verfiel wieder in Schweigen.
Annabeth war die Erste, die das Schweigen brach. "Da sind sie", flüsterte sie und deutete unauffällig auf die Familie, die gerade von einem Polizisten in blauer Uniform befragt wurde.
Rasch bewegten sich die Drei ein paar Schritte außer Sichtweite und beobachteten dir Familie von der Seite. Der Vater sprach eindringlich zu dem Polizisten, während er die Hand seiner Frau hielt. Ihre Tochter, die Halbgöttin, fuhr sich währenddessen durch die Haare, in deren leichten Wellen immer noch der Staub der Harpyie hing.

Mit einem Nicken verabschiedete sich der Polizist von der Familie. Diese hoben zum Gruß die Hand und entfernten sich. Kurz blieben sie stehen, schienen sich zu besprechen und bewegten sich dann in Richtung U-Bahn Station.

Annabeth, Percy und Grover folgten ihnen mit einigen Metern Sicherheitsabstand auf der anderen Straßenseite. Sie verfolgten sie bis zum Eingang der U-Bahnstation.
"Annabeth", sagte Percy leise, als sie die Treppen zur U-Bahn hinunterstiegen, "wir haben keine Tickets."
Tatsächlich wurde in den U-Bahnhaltestellen ein Ticket benötigt, um überhaupt zu den Gleisen zu kommen. Das war ein großes Problem, schließlich hatte niemand der Drei Geld dabei.
Unschlüssig standen sie nun vor den Drehkreuzen und sahen zu, wie die Mutter zusammen mit dem Mädchen durch die Schranke in Richtung der Gleise gingen. Nur von der Mutter war keine Spur.
Dann ertönte plötzlich eine tiefe, jedoch freundliche Stimme mit britischem Akzent hinter ihnen. "Haben Sie Ihr Ticket vergessen?", fragte der Mann, zu dem sich die Drei mittlerweile umgedreht hatten. Unsicher, ob es sich dabei um einen Mitarbeiter oder einen Passanten handelte, nickten die Drei.
Ihr Anblick musste wohl armselig gewesen sein, denn der Mann meinte hastig: "Kommen Sie mit, meine Bahn fährt gleich und meine Familie wartet schon." Damit führte er die Drei zu den Drehkreuzen und legte seine Karte für jeden von ihnen auf, um ihnen so Zugang zu der Bahn zu gewähren.

"Vielen Dank!", bedankten sich die Drei im Chor bei dem netten Herren, der sie nur abwinkte und meinte:"Ich muss jetzt wirklich los, meine Familie wartet. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag." Damit verschwand er und den Dreien blieb nichts anderes übrig als ihm noch ein "Ihnen auch!" hinterher zu rufen.

Gerade hatte Percy sich wieder zu Annabeth und Grover umgedreht, sagte Annabeth: "Ihr wisst schon, wer das gerade war? Das war der Vater des Halbbluts!"
Einen kurzen Moment blieben sie regungslos stehen, die Erkenntnis kam langsam auch bei Percy an, seine Pupillen weiteten sich.
Im nächsten Moment rannten sie alle los, ohne noch etwas Weiteres zu sagen. Sie konnten in keinem Fall die Bahn verpassen.

Zusammen rannten sie durch die gesamte U-Bahnstation, sahen die Familie nur verschwommen, weit vor ihnen gehend und auf einer Rolltreppe verschwindend. So schnell es ging machten Percy, Annabeth und Grover sich hinter ihnen her, rannten die Treppe hinunter (Percy lies es sich nicht nehmen dabei ein paar zu überspringen) und schafften es gerade noch so in einen der Wagons, bevor sich die Türen schlossen.

Schwer atmend griff Grover sich an die Brust und ließ sich auf einen Sitz fallen. Percy und Annabeth stellten sich zu ihm, hielten jedoch gleichzeitig Ausschau nach der Familie, die sie in dem Abteil vor ihnen entdecken konnten.
"Haben wir einen Plan?", fragte Grover schließlich.
"Immer der Familie nach", meinte Annabeth.
"Aber wie sollen wir das Mädchen von ihren Eltern isolieren? Sie werden doch bestimmt...keine Ahnung, zusammen in einem Hotel wohnen", entgegnete Grover.
"Wieso in einem Hotel?", fragte Percy.

"Algenhirn, hast du nicht den Akzent des Vaters gehört? Das sind Briten. Die machen wahrscheinlich nur Urlaub hier.
Noch ein Grund weshalb ich nicht verstehe, warum wir hier sind."

Percy grummelte. "Dann müssen wir wohl nach England!", meinte er, beinahe feierlich.

"Percy! Wir können doch nicht einfach nach England reisen. Wie willst du das anstellen? Das ist doch viel zu unsicher. Hast du Neu Rom vergessen? Wir wollten doch keine weiteren Aufträge mehr."

Percy biss sich auf die Unterlippe. Annabeth hatte Recht, natürlich hatte sie das. "Aber Annabeth, du hast doch gesehen, wie die Monster sie verfolgt haben. Wir müssen sie beschützen." Er blickte hilfesuchend zu Grover.
"Annabeth, dieses Halbblut - sie ist etwas Besonderes, das merke ich. Vertrau mir", sagte dieser.

Annabeth schien nicht davon überzeugt, trotzdem nickte sie. "Na gut - dann wohl auf nach England." Sie lächelte kurz.

"Wie sollen wir das anstellen?", fragte Percy, nachdem sie die U-Bahn zusammen mit der Familie verlassen hatten und ihr, natürlich auf Abstand, durch die Straßen folgte.
"Wir sollten Chiron fragen. Wir können unmöglich fliegen. Vielleicht - hm, vielleicht könnte Nico oder Mrs. O' Leary uns durch Schattenreisen hinbringen. Wobei wir das Nico lieber nicht zumuten sollten", überlegte Annabeth. "Hast du Drachmen?"

Percy setzte seinen Rucksack ab, den Alten, den er damals von Ares bekommen hatte, und wühlte in ihm herum, bevor er eine Hand voll goldener Drachmen hervor zog. Annabeth nahm sich eine. "Heute Abend können wir Chiron per Iris Massage anrufen und fragen. Wir müssen nur hoffen, dass noch genug Licht da ist. Wir können uns schlecht hinter eine Ecke stellen und riskieren die Familie zu verlieren."
Grover und Percy stimmten ihr zu.
Tatsächlich stoppte die Familie vor einem Hotel, das nicht gerade billig aussah. Der Mann kramte in seiner Hosentasche nach etwas und zog eine Chipkarte hervor, mit der sie das Hotel betraten.

"Was machen wir jetzt?", fragte Grover, während sie die Familie durch die Fenster der Lobby beobachteten und sahen, wie sie in den nächstbesten Aufzug stiegen und verschwanden.
"Warten", meinte Annabeth. "Aber-", meinte Grover, vollendete seinen Satz jedoch nicht.
Annabeth wühlte in ihrer Tasche und zog eine Decke hervor. "Jetzt müssen wir nurnoch einen Platz für die Nacht finden."
Grover stöhnte auf. "Hier, auf der Straße?"
Annabeth nickte. "Wir haben keine andere Wahl." Damit ging sie davon, Percy und Grover folgten ihr.

Ihr Lager schlugen sie in einer Seitengasse auf, wenige Meter von dem Hotel entfernt. Weiter hinten in der Gasse lagen weitere Obdachlose, die sich in ihren Zelten oder selbstgebauten Behausungen tümmelten.

"Unheimlich", kommentierte Grover, nachdem sie Pappestücke aus einer der Müllcontainer gezogen hatten und sich auf diese setzten.
Annabeth legte sich die Decke unter, noch war es zu warm, um sich damit zuzudecken. Percy fand in seinem Rucksack eine Jacke und tat es ihr nach. Nur Grover schien nicht ausgestattet zu sein, er legte sich erschöpft auf die blanke Pappe.
"Iris Message?", fragte Percy an Annabeth gerichtet. Diese nickte. Sie zog die Drachme hervor, die Percy ihr gegeben hatte. "Sonne haben wir, jetzt brauchen wir nurnoch Wasser", sagte sie mit einem Blick zu Percy. Dieser verstand ihre Aufforderung und mit einem Mal traf ein feiner Sprühnebel die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Annabeth warf die Drachme in den Regenbogen.

"Oh Iris, Göttin des Regenbogens, erhöre mich, zeig mir Chiron im Camp Halfblood", sprach Annabeth und tatsächlich, Chirons Bild formte sich in einem Kreis aus Regenbögen.

"Oh Chiron, wir brauchen deine Hilfe-"
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