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MSTing: Teestunde mit Luzifer ✨

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteHumor / P12 / MaleSlash
Ciel Phantomhive Sebastian Michaelis
16.11.2022
24.11.2022
3
4.462
3
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Dieses Kapitel
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21.11.2022 1.475
 
Ob er Männer mag wusste Sebastian nicht.





Ciel: Nein. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

Sebastian: *gluckst lautlos hinter vorgehaltener Hand*

Ciel: *sieht Sebastian finster an* Unterlass diese Albernheiten.





Das war auch nicht wichtig, weil er eh keine Chancen bei diesem perfekten Wesen hatte.





Ciel: *nickt mit verkniffenem Gesichtsausdruck* Wahre Worte.

Sebastian: Ein Perfektionist seid Ihr gewiss, aber ein perfektes Wesen...?

Ciel: Perfektion ist lediglich ein weiterer Makel der Menschheit. Deren Erstreben ist genauso unsinnig, wie Wasser ins Meer zu tragen. Als wüsstest du nicht, wovon ich gesprochen habe.

Sebastian: *schmunzelt* Eure Steilvorlage war zu perfekt.





Warum sollte Ciel auch einen Dämon wollen?





Ciel: Auch ich bin Haustieren nicht gänzlich abgeneigt, sofern diese stubenrein sind, versteht sich.

Sebastian: Und diese ebenfalls zu Eurer Unterhaltung einige Kunststückchen beherrschen. Ist es nicht so, Bocchan?

Ciel: Dies bietet in der Tat eine gewisse Unterhaltung.





Traurig machte er den Tee fertig und ging dann schnell in das Esszimmer wo Ciel schon wartete.





Ciel: Du lässt mich warten?

Sebastian: Verzeiht. Mein Trübsal hat mich wohl kurzzeitig meine Manieren vergessen haben.

Ciel: Ihr werde ausnahmsweise darüber hinweg sehen.

Sebastian: Wie überaus gütig von Euch.





Sein Herr mochte es nicht zu warten und normalerweiße ließ Sebastian ihn auch nicht warten, aber seine Gedanken lenkten ihn oft ab in letzter Zeit.





Sebastian: Ich scheine vollkommen neben mir zu stehen.

Ciel: Kaum verwunderlich bei derlei Noema der Labilität zu verfallen. Dennoch kann ich diese Nachlässigkeit kaum gutheißen.





Er murmelte eine Entschudigung und gab Ciel die heiße Tasse.





Ciel: Soll ich mir nun auch noch die Finger verbrennen?

Sebastian: Brandblasen stünden Eurer zarten Haut in der Tat nicht sonderlich zu Gute. Dennoch glaube ich, dass sich der Temperaturgrad wohl auf den Inhalt der Tasse beziehen soll.

Ciel: Als wäre es weniger unangenehm, sich die Lippen zu verbrühen.

Sebastian: *grinst teuflisch* Ihr fürchtet doch nicht etwa die Hitze?

Ciel: Das hättest du wohl gerne.





Wütend sah Ciel ihn an.





Ciel: Kann ich nachempfinden.

Sebastian: *schmunzelt amüsiert*





„Was zum Teufel ist falsch mit dir?“





Ciel: Eine berechtigte, wenn auch eigentümlich formulierte, Frage.

Sebastian: Einen Teufel nach dem Teufel zu befragen, ist an Bizarrerie kaum mehr zu überbieten.





Sebastian war erschreckt bei dem lauten Tonfall seines Meisters.





Sebastian: Mich erschreckt viel eher, dass ich mich wegen solch einem unwesentlichen Vorkommnis überhaupt erschrecke.

Ciel: *lächelt vergnügt* Allmählich beginne ich doch Freude hieran zu empfinden.

Sebastian: Es ist mir stets ein Vergnügen, für Eure Erheiterung zu sorgen.





Er wollte doch nicht das er wütend auf ihn war, aber was sollte er jetzt bloß tun?





Sebastian: Solch eine Bagatelle würde mich kaum so bestürzen.

Ciel: Du würdest dich also nicht wehklagend zurück in die Verdammnis stürzen?

Sebastian: Mir scheint, Ihr wollt mich los werden, Bocchan.

Ciel: Das würde mir nie in den Sinn kommen. Immerhin weiß ich deine Kunststückchen durchaus zu schätzen.





„Es tut mir leid.“




Ciel: Allmählich verliert dieser Wehmut seinen Reiz.

Sebastian: Verzeiht, dass Euch meine trübsinnige Unterwürfigkeit langweilt.

Ciel: *winkt ab* Solange es nur dabei bleibt, soll es mir Recht sein.






Mehr fiel ihm einfach nicht ein.





Ciel: Sonst bist du doch auch um keine Worte verlegen.

Sebastian: Oftmals ist schweigen eine weitaus unbedenklichere Methode der Kommunikation.

Ciel: Ein Teufel, der auf Nummer Sicher geht... Hatten wir die Grenze der Absurdität nicht unlängst erreicht?





Er war so ein erbärmlicher Teufel geworden.





Sebastian: *seufzt* Das trifft es auf den Punkt...

Ciel: *grinst deutlich amüsiert*





Damals hatte er Menschen gehasst und getötet und jetzt litt er unter Liebeskummer und konnte sich selber nicht mehr leiden.





Sebastian: Ich habe nie einen Groll gegen die Menschen gehegt. Sie waren mir stets ein willkommener Zeitvertreib.

Ciel: ...bis ein Mensch kam und dir Herzschmerz zugefügt hat. Eine nach wie vor amüsante Vorstellung.

Sebastian: Wenn ich Euch daran erinnern dürfte, dass Ihr jener Mensch seid, My Lord.

Ciel: Wie ich bereits sagte. – Durchaus amüsant.





Am liebsten würde er sich selber umbringen aber das ging nicht.





Sebastian: Es gibt gewiss auch für Teufel einige Möglichkeiten dahinzuscheiden.

Ciel: Ach? Gibt es die?

Sebastian: *schmunzelt* Euch erfasst doch nicht etwa erneut ein Anflug von Neugier?

Ciel: Rede keinen Unsinn. Ich hege lediglich Interesse an transzendentalen Studien.

Sebastian: *lächelt ein Müh breiter* Selbstverständlich.





Er war unsterblich und nur Ciel würde töten können, wenn er seine Liebe nicht erwiedert.





Ciel: Interessant. … *sieht Sebastian ernst an* Ich empfinde keinerlei romantische Gefühle dir gegenüber.

Sebastian: Das bedauere ich zutiefst, Bocchan.

Ciel: *seufzt* Nun, damit können wir Vorspiegelung falscher Tatsachen ebenfalls von der Agenda streichen.

Sebastian: Obgleich ich Euren Worten gegenüber durchaus zu zweifeln wage.

Ciel: Was...? *sieht Sebastian todbringend an* Was erlaubst du dir?

Sebastian: *grinst deutlich belustigt*





Das war das Schicksal der Dämonen, die ihr Herz verschenkten.





Ciel: Ich bin fast gewillt, so etwas wie Mitleid zu empfinden.

Sebastian: Das ist der Mühe kaum wert. Die meisten Bewohner der Unterwelt sind nicht gerade für ihre Nächstenliebe bekannt.

Ciel: Das erhöht deine Schande nur noch.

Sebastian: Bedenkt, dass auch Euch eine größere Rolle in diesem Schriftstück zugedacht ist.

Ciel: ... *verzieht deutlich missgestimmt die Mundwinkel*





„Spar dir diese Ausreden und sag mir endlos was los ist. Wenn dun Hunger hast dann iss doch endlich meine Seele.“





Ciel: Das wäre durchaus angebracht.

Sebastian: Habt Ihr denn solche Sehnsucht nach dem Tod?

Ciel: Ich habe höchstens das Bestreben nach dem Ende dieses Dramas.

Sebastian: Ist es nicht für Euch viel eher eine Komödie?

Ciel: Das bleibt abzuwarten.





„Nein!“, der Ausruf ließ Ciel sich erschrecken und die Tasse kaputt schmeißen lassen.





Ciel: Nun musste auch noch eine wehrlose Tasse diesem Werk zum Opfer fallen...

Sebastian: Die Anschaffung neuer Haushaltsgegenstände wird allmählich mühsam.

Ciel: *winkt ab* Zu was habe ich denn einen teuflisch guten Butler?





Sofort räumte Sebastian als Diener den Dreck weg und ignorierte Ciel dabei.





Ciel: Was erlaubst du dir eigentlich, mich zu ignorieren?

Sebastian: Mir erschien wohl, dass Ihr bezüglich der zerbrochenen Tasse einen kurzen Besinnungsmoment benötigt.

Ciel: Geschirr ist mir kaum wichtiger, als deine uneingeschränkte Zuwendung.

Sebastian: *schmunzelt höhnisch* Ihr fühlt Euch doch nicht etwa vernachlässigt, Bocchan?

Ciel: *erdolcht Sebastian mit seinem Blick*





Er konnte ihn nach seinem Ausbruch einfach nicht mehr sehen.





Ciel: Erblinden geschieht dir nur Recht.

Sebastian: Wie bissig Ihr doch wieder seid. Ganz mein junger Herr.

Ciel: Elender Masochist.





Was hatte er sich nur dabei gedacht?





Ciel: ...sofern er die Fähigkeit des Denkens noch nicht gänzlich verloren hat.

Sebastian: *seufzt tonlos* Diese Frage ist bei meinem Alter Ego durchaus angebracht.





Langsam benahm er sich wirklich auffällig und ihm gingen auch die langsam die Ausreden aus, dabei wollte er doch nur bei seinem Herren bleiben und mit dem zusammen weiter in dem großen Haus leben und weiter Fälle lösen.





Ciel: Du bist aber sehr genügsam.

Sebastian: Würde es nach mir gehen, würde ich mich einzig mit Eurer Seele zufrieden geben.

Ciel: Wahrlich anspruchslos.





War das wirklich zu viel verlangt?





Ciel: Ja.

Sebastian: Dem habe ich nichts hinzuzufügen.





Nach dem er wieder sauber gemacht hatte schaute er nun den jungen Mann mit der Augenklappe an und sah das er ihn ebenso ansah.





Ciel: Bist du also fertig mit ignorieren, ja?

Sebastian: Außerhalb dieser Utopie würde es mir natürlich nie in den Sinn kommen, Euch meiner Aufmerksamkeit zu verwehren.

Ciel: Als wenn mich die Zuwendung eines Teufels interessieren würde...

Sebastian: *verkneift sich angestrengt ein Grinsen*





„Du benimmst dich wirklich merkwürdig. Ich mache mir langsam Sorgen.“





Ciel: *lüpft spöttisch eine Augenbraue* Tue ich das?

Sebastian: Wenn es dort geschrieben steht.

Ciel: Tse. Nichts weiter als eine üble Verleumdung.





Was hatte er da gerade gesagt?





Ciel: Nichts, das der Wahrheit entspräche.

Sebastian: *gluckst leise hinter vorgehaltener Hand*

Ciel: *sieht Sebastian eisig an*





Er machte sich Sorgen um ihn einen Teufel?





Ciel: Nein.

Sebastian: Aber-

Ciel: Halt den Mund.





Das wollte er nicht, denn er wollte das sein Ciel glücklich war.





Ciel: *ignoriert gekonnt das 'sein' vor seinem Namen* Glück? Welch ein lächerliches Ansinnen.

Sebastian: Ein glückliches Lächeln stände Euch sicherlich hervorragend zu Gesicht, Bocchan.

Ciel: *schnaubt abwertend* Was hätte ich schon für einen Grund für solch eine Gemütsregung?

Sebastian: Genügt Euch meine Diffamierung denn nicht, oder gar die Liebe, die ich in Anbetracht dessen für Euch empfinde?

Ciel: … *verkneift sich angestrengt ein belustigtes Grinsen*





Er wollte das er lächelte, darum musste Sebastian das wieder gradebiegen.





Ciel: Da bin ich sehr gespannt.

Sebastian: Ihr solltet Eure Erwartung wohl möglich gering halten.

Ciel: *seufzt* Ja. Vermutlich hast du Recht.





Er beschloss für den jungen Herren als entschuldigung und als aufmunterung einen Schokoladenkuchen zu backen.





Ciel: Dem wäre ich nicht gänzlich abgeneigt.

Sebastian: Wünscht Ihr denn, dass ich Euch einen zubereite?

Ciel: Später. Nach dieser Abarbeitung habe ich mir etwas Süßes verdient.





„Ich bin es nicht wert sich um mich Sorgen zu machen. Dafür bin ich zu unwichtig.“





Ciel: Es ist nur halb so amüsant, wenn du dich selber erniedrigst.

Sebastian: Es sorgt durchaus für mehr Erheiterung solche Worte aus Eurem Mund zu vernehmen.

Ciel: *winkt ab* Derzeit fehlt mir der Anlass dazu.
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