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MADARA UCHIHA - Der Erste Hokage - (ungekürzte Version)

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Hashirama Senju Madara Uchiha OC (Own Character) Tobirama Senju
10.11.2022
26.01.2023
26
88.074
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28.11.2022 2.774
 
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn gerade alles glatt läuft und man wirklich stolz auf sich ist, doch dann kommt jemand, und bringt alles ins Wanken?

Genau so und nicht anders, fühlte sich Madara Uchiha, der erste Hokage, als eine ganz bestimmte Frau gerade dann in seinem Büro auftauchte, als Tobirama ebenfalls anwesend war...


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Ein Schwarm dunkler Zugvögel zog zur Mittagsstunde am offenen Fenster des Hokage-Turms vorbei. Der Hokage schrieb gerade die Anforderungen für den Eintritt des Akimichi-Clans ins Dorf. Dass Tobirama bereits eine geschlagene Ewigkeit vor ihm stand, und sogar schon angeboten hatte später nochmal vorbeizuschauen, amüsierte ihn bis ins Mark. Er konnte förmlich dabei beobachten, wie dem dauergestressten Senju ein Geduldsfaden nach dem anderen riss. Hin und wieder drückte der Hellhaarige seine Hände zu Fäusten, oder sein Auge zuckte nervös. Ja, ja. Tobirama schien die Situation ziemlich anzukotzen!

Als nach weiteren Minuten Madara dann endlich fertig war, rollte er den Vertrag zusammen und drückte sein Hokage-Siegel drauf. Letztendlich nahm er sich die Zeit für seinen unverhofften Besuch: "Tobirama, dich habe ich nicht so schnell hier erwartet. Warum bist du gekommen?"

Der Platinblonde hatte seine roten Augen verengt, die Lippen fest zusammen gepresst. Dass er wieder äußerst gereizt war, war nicht zu übersehen.

"Das weißt du nicht?! Madara, du willst mich aus den Biju-Missionen heraus nehmen, dabei habe ich bisher bei allen Versiegelungen erfolgreich mitgewirkt! Trotzdem willst du mich zum Aufsichtsteam des Dorfes verdonnern. Ist das dein Ernst?! Meine Kameraden brauchen mich!"

Das Lächeln unter der schwarzen Haarmähne verflog. Madara verschränkte die Arme, während er dem Senju streng in die Augen blickte: "Zweifelst du meine Entscheidungen an, Tobirama? Vergiss nicht, wer sich gegen mich stellt, stellt sich gegen das Dorf!"

Keine Reaktion vom Jüngeren. Auch wenn Tobirama gerade innerlich brodelte, sein Ärgernis verbarg er hinter einer eisernen Miene.

Der Hokage löste wieder die Arme voneinander: "Wie auch immer. Mit dem Kyuubi zusammen haben wir bereits vier Bijus in unserer Macht. Die Versiegelungstechniken sollten mittlerweile unter deinen Kameraden bekannt sein. Du hast genug für die Aufrüstung des Dorfes geleistet. Sieh es als eine großzügige Geste von mir an. Immerhin wirst du Konoha nicht mehr tagelang fernbleiben müssen."

Tobirama atmete hörbar aus: "Eine großzügige Geste? Für mich sieht das nach einer Degradierung aus!"

"Du wirst es überleben, Tobirama." Gelangweilt nahm sich Madara den nächsten Papier-Stapel von seinem Schreibtisch und begann sie nach ihrer Dringlichkeit zu sortieren.

Der Hellhaarige sah ein, dass nun nichts mehr Madara umstimmen könnte. Allerdings war so ziemlich alles am Arbeitsplan widersprüchlich, den der Uchiha für ihn ausgestellt hatte. So versuchte er auszubessern, was möglich war: "Ich übernehme die Aufsicht, jedoch möchte ich die Arbeitszeiten geändert haben. Du hast mich für die Mittagszeit eingeplant. Das ist absolut ungünstig."

"Wegen deiner Haut etwa? Tobirama, du solltest wirklich lernen gegen deine Schwächen anzukämpfen." Madara verkniff sich ein Schmunzeln.

"So etwas dämliches habe ich noch nie gehört! Aber auch wenn meine helle Haut eine Schwäche wäre..." Tobirama zog scharf die Luft ein, "..so würde ich es immer bevorzugen, außerhalb meiner Verpflichtungen dagegen etwas zu unternehmen! Jedoch ist mein Problem mit der Sonne zweitrangig. Als ein Ninja mit ausgeprägten Aufspürfähigkeiten ist es wohl deutlich sinnvoller, wenn ich nachts die Aufsicht übernehme!"

Madara lehnte sich auf seinem Sessel zurück. Nach einer kurzen Zeit nickte er: "Nun denn, du bekommst die Nachtschicht. Allerdings habe ich für dich noch weitere Pläne. Dir werden Kinder zugeteilt."

"Ich soll babysitten?" , angewidert verzog der Senju das Gesicht.

"Hn. Deinem Bruder Hashirama bist du so gar nicht ähnlich. Du zweifelst alles an. Doch darum geht es jetzt nicht. Es wäre eine Schande, wenn du dein Wissen nicht an die nächste Generation weitergeben könntest."

Der Jüngere wurde wieder ausdruckslos.

"Sei unbesorgt, Tobirama. Du hast dir die Mühe gemacht meine Ehefrau für mich auszusuchen. Aus diesem Grund werde ich mir die Mühe machen, deine Schüler auszusuchen. Du sollst dich natürlich nicht langweilen, deswegen wirst du besonders herausfordernde Kinder zugeteilt bekommen!" Ein diabolisches Grinsen folgte seinem Satz.

Gerade als der Albino sich dazu äußern wollte, schnitt ihm Madara das Wort ab: "Du kannst sie gerne morgens nach deiner Schicht unterrichten. Dann bist du fertig, bevor die Sonne ihren höchsten Stand erreicht."

Sicher war es nicht sehr fair, dem Klugscheißer-Senju nach seiner Nachtschicht noch Kinder aufzudrücken. Aber es war ein guter Kompromiss für Madara, seinen ganz persönlichen Groll etwas zu lindern. Außerdem war es schlichtweg lustig! Hokage zu sein hatte definitiv Vorteile.

Plötzlich klopfte es an der Tür. Ein Aufsichts-Ninja kam herein. "Mein Hokage, eine junge Frau möchte zu Ihnen. Ich habe ihr gesagt, dass es ohne Voranmeldung nicht möglich ist. Aber sie besteht darauf und das nicht gerade leise."

Mürrisch warf der Hokage einen Blick zu Tobirama. Das könnte ja Akatsuki sein. Sicher hatte sie erfahren, dass ihr Cousin gerade bei ihm war.
"Lass sie herein!"

Noch während er das aussprach, schlug die Tür auch schon auf. Madaras Augenbrauen zogen sich sofort zusammen. Auch Tobirama drehte sich sichtlich überrascht um. Eine Frau mit kirschroten Lippen und langen, dunklen Wellen stolzierte an dem Senju vorbei, ohne ihm auch nur einen Blick zu würdigen. Vor den Arbeitstisch von Madara blieb sie stehen und verbeugte sich tief. Da sie nur ein knappes Top und darüber ein Netzhemd trug, zeigten sich ihre weiblichen Rundungen von selbst.

"Madara, endlich bin ich bei dir! Dich, als den alleinigen Herrscher über die beiden mächtigsten Clans zu sehen, erfüllt mein Herz mit Stolz! Ich habe schon immer an dich geglaubt."

Entsetzt und wütend zu gleich blickte der Hokage erneut zum Senju. Was redete diese Frau? Und wie ungünstig war sie hier aufgetaucht! Tobirama könnte wer weiß was über ihn denken! So streng wie der Albino gerade das Ganze beobachtete, war das auch stark anzunehmen. Sofort wedelte Madara mit der Hand und entließ ihn. Nach einem kurzen Zögern und Augen, die dem Sharingan Konkurrenz werden könnten, ging Tobirama schließlich.

Der Hokage hingegen richtete seine Worte zu der jungen Frau: "Wie kannst du es wagen, unangekündigt in meinem Büro aufzukreuzen?! Wer bist du überhaupt und was redest du da für einen Unsinn?!"

Die Brünette schmollte beleidigt. Schließlich warf sie ihr gewelltes Haar nach hinten: "Erkennst du mich denn nicht? Ich bin es, Kyoko Uchiha."

Madara schüttelte verwirrt mit dem Kopf. Der Name sagte ihm rein gar nichts. Dabei kannte er jeden in seinem Clan. Und bei ihrem Auftritt hätte er sie sicherlich schon viel früher bemerkt. Da sie allerdings sehr erwartungsvoll schaute, kannte er sie vielleicht doch von irgendwo?

"Hm! Ich helfe dir auf die Sprünge, Madara. Mein Vater ist Taiki Uchiha. Na, klingelt es jetzt?"

Jetzt wurde Madara erst Recht zornig. Unerhört und vorlaut war die Fremde. Aber der Name ihres Vaters war ihm wirklich nicht fremd: "Taiki, war der beste Freund meines Vaters. Ich habe ihn schon lange nicht gesehen. Vor vielen Jahren wurde uns aus dem Tal der Hölle eine Anfrage geschickt. Um den Chinoike-Clan zu bekämpfen, bekamen unsere Clan-Mitglieder den Auftrag. Dafür wurde uns eine große Summe ausbezahlt. Mein Vater hatte Taiki für die dortige Mission als Anführer gewählt."

Kyoko lächelte erfreut. "Ja, genau! Und ich bin seine einzige Tochter!"

"Dich kenne ich nicht. Wie soll ich wissen, ob du mir die Wahrheit sagst?"

Kyoko kramte in ihrer Tasche. Schließlich legte sie eine Schriftrolle auf den Schreibtisch. Es war der Auftrag ihres Vaters, abgesegnet von Tajima Uchiha, Madaras Vater. Anschließend aktivierte sie anschaulich ihr Sharingan: "Wenn du willst, zeige ich dir alles in einem Genjutsu?"

"Hn! Nicht nötig. Warum bist du hier, Kyoko?"

"Mein Vater ist vor einem Jahr seiner Krankheit erlegen. Der Chinoike-Clan ist weitgehend vertrieben und unsere Clanbrüder haben alle geheiratet und sind weggezogen. Nur ich alleine habe die Stellung gehalten. Aber als ich hörte, unser Clan-Oberhaupt hat die Senju zum Fall gebracht und regiert nun über sie, habe ich mich gleich auf den Weg hierher gemacht!" , freudig strahlend klatschte Kyoko.

"Du solltest deine Informationsquelle wechseln! Der Senju-Clan hat uns ein Friedensangebot gemacht, den ich angenommen habe. Wir haben uns verbündet. Abgesehen davon regiere ich nicht, sondern sorge für Ordnung und Schutz im Dorf!" , Madaras Gesichtszüge wurden streng. Die Ausdrucksweise von Kyoko war dumm und gefährlich zu gleich.

"Ein Bündnis, hm? Nicht schlecht! Jedenfalls möchte ich mich dir anschließen. Zurück kann ich nicht mehr. Also brauche ich Geld und eine Bleibe. Stell mich hier ein!"

Madara lachte abfällig. Wie rotzfrech sie doch wahr!
"Kyoko, entweder kennst du mich nicht, oder du bist lebensmüde. Befehle erteile ich hier! Allerdings kann ich als dein Clan-Oberhaupt dich nicht abweisen. Nun gut, du darfst dir eine Bleibe und Arbeit im Dorf suchen. Auf den Reisfeldern wird ständig nach Arbeitern gesucht. Versuch es dort."

Kyokos euphorisches Gesicht änderte sich zu einem bedrohlichen Lächeln. Sie beugte sich etwas zum sitzenden Hokage, wodurch sich ihre vollen Brüste wieder in den Vordergrund drängten: "Madara, ich bin die Tochter von Taiki, dem Erfolgreichen. Dein Vater hat ihm ein Großteil seiner Erfolge zu verdanken. Ganz gewiss werde ich nicht auf einem Reisfeld arbeiten! Lass mich dir noch einmal vorstellen, wer ich bin. Mit sieben Jahren bin ich bereits Meisterin der Katana-Kunst geworden. Als ich neun wurde, habe ich mein Sharingan erweckt. In Taijutsu kann mir kein Mann das Wasser reichen! Meinem Genjutsu ist noch niemand entkommen. Merke dir, ganz sicher werde ich nicht für irgendeinen unbedeutenden Dummkopf arbeiten! Mag sein dass ich nur eine Frau bin, aber beleidige mich nicht! Es gibt nur eine einzige Person, für die ich bereit bin zu dienen und das bist du, Herr Oberhaupt und Hokage!" Sie richtete sich wieder auf und atmete tief ein und aus. Dabei klimperte sie empört mit ihren langen, geölten Wimpern.

Madara hatte solche überheblichen Aussagen satt. Jeder in seinem Clan behauptete der Beste zu sein. Die Uchiha waren nicht gerade für ihre Bescheidenheit bekannt.
"Das wird wohl nichts, Tochter von Taiki, dem Erfolgreichen. Ich habe genug Personal. Auf deine Hilfe werde ich bedauerlicherweise verzichten müssen. Wenn du deine vielen Talente geschickt einsetzen kannst, wirst du eventuell einen wohlhabenden Mann heiraten können. Dann brauchst du gar nicht mehr arbeiten. Geh jetzt! Ich habe genug zu tun." Madara nahm wieder seinen Pinsel in die Hand und widmete sich seinen Arbeiten.

Aber die Brünette bewegte sich nicht von der Stelle. Nach einer kurzen Weile kam sie näher, schob seinen Blätterstapel zur Seite und setzte sich seitlich auf seinem Schreibtisch: "Es gibt nur einen Mann, den ich heiraten würde. Leider ist dieser bereits vergeben..."

Mit zusammen gezogenen Augenbrauen sah Madara zu ihr. "Kyoko, ich habe mir vorgenommen als Hokage rechtschaffen zu sein. Wenn du weiterhin meine Geduld strapazierst, kann ich für nichts garantieren!"

"Pssss, Madara! Ich will dich nicht provozieren. Ich will nur helfen. Hör mal, unterwegs habe ich vieles über dich und deine Ehefrau gehört. Sie soll eine Senju sein, hm? Ein guter Schachzug, wenn auch etwas leichtsinnig. Allerdings heißt es, sie wäre sehr schwach? Bis zum heutigen Tag wäre sie stets beschützt worden. Glaubst du wirklich, dass so jemand alleine gelassen werden sollte? Stell mich bei dir Zuhause ein! Während du das Dorf beschützt und für Ordnung sorgst, werde ich alles, was dir lieb und teuer ist, beschützen und für Ordnung sorgen. Du kannst das Haus morgens ruhigen Gewissens verlassen. Stets mit dem Wissen, dass jemand von deinem Geblüt bei dir Zuhause für den besten Schutz sorgt. Abgesehen davon kann ich sehr gut kochen und putzen und noch vieles mehr, hm!" Kyoko zwinkerte ihm lächelnd zu.

Auch wenn sie sehr aufdringlich war, vielleicht war diese Idee gar nicht Mal so übel. Da im Büro immer soviel Arbeit anfiel, war Madara kaum noch Zuhause. Er wusste nie so genau, was Akatsuki den ganzen Tag machte. Außerdem hatte Kyoko auch nicht Unrecht. So schwach wie Akatsuki war, würde sie sich bei einem Angriff kaum selber beschützen können. Deswegen hatte er sogar schon darüber nachgedacht, jemanden anzuheuern. Aber ganz gleich wie Akatsuki und er als Paar waren, sie war nun mal seine Ehefrau. Der Gedanke einen fremden Mann auf seinem Grundstück zu haben, passte ihm überhaupt nicht. Niemand sollte auf dumme Gedanken kommen! Leider gab es derzeit keine wirklich starke Kunoichi in seinem Clan. Mit Kyoko sah die Sache anders aus. Sie hatte ihm anschaulich ihr Sharingan präsentiert, das gelang nur den wenigsten Frauen. Damit könnte sie die perfekten Augen für ihn werden, wenn er außer Haus war.

"Gut. Du wirst bei mir Zuhause eingestellt."

"Ja, ich wusste es!" , Kyoko machte einen Freudensprung. "Du wirst es nicht bereuen, das verspreche ich dir, Madara!"

"Nicht so schnell! Zwei Bedingungen habe ich allerdings. Als Bewohnerin dieses Dorfes wirst auch du mich Hokage nennen! Und zweitens, wie mir scheint haben meine Clan-Geschwister im Ausland die Tugenden des Ninjalebens vergessen. Wir von Uchiha fallen höchstens mit unserer Kampftechnik auf. Niemals mit entblößter Haut oder einer vorlauten Klappe. Deswegen trägt auch jedes Mitglied bei uns gedeckte Farben in schwarz, dunkelblau oder braun mit hohem Kragen. Nackte Haut ist Zeichen von Schwäche. Am Marktplatz gibt es einen Schneider. Geh zu ihm und besorge dir entsprechende Kleidung. In drei Stunden wird es dunkel. Komm danach her und ich bringe dich zu meinem Haus."
Madara nahm etwas Geld heraus und überreichte es seiner neuen Angestellten.

"Vielen Dank! Wusste ich es doch, dass du sehr großzügig bist. Ich werde mich beeilen, mein Hokage!" Kyoko verbeugte sich tief zum Abschied und ging.


***


Die Sonne war erst untergegangen, schon zeigte sich der Zauber der Nacht mit all seinen geheimnisvollen Nachtschwärmern. Tsuki saß auf der Terrasse und beobachtete, wie sich eine kleine Wildschwein Familie zum nahen See heran traute. Genüsslich trank sie einen Schluck von ihrem Grüntee mit Ingwer. Mittlerweile war die Terrasse auch für sie zum Lieblingsplatz geworden. Hier gab es immer etwas zu beobachten.

Außerdem zeigte sich der Nachthimmel nirgends schöner als auf dieser Terrasse. So hatte sie in den letzten Nächten stets den Mond zeichnen können. Gerade als sie ihre Zeichenmappe aufklappen wollte, schreckte sie auf. Licht war im Haus angegangen. War Madara wirklich früher zurück? Sogleich stellte sie ihre Sachen auf dem Tisch ab. Sie wollte den Uchiha begrüßen gehen, doch blieb an der Türschwelle irritiert stehen. War das eine Frauenstimme?

"Genau so habe ich mir dein Zuhause vorgestellt. Etwas Farbe würde nicht schaden.", hörte Tsuki die fremde Stimme sagen. Langsam näherte sie sich den beiden. Im Korridor sah sie dann, wie Madara die Tür ins Gästezimmer aufhielt und eine sehr kurvige Frau mit welligen, langen Haaren in das Zimmer spazierte. Ein mulmiges Gefühl machte sich in ihrem Magen breit. Doch Tsuki nahm ihren Mut zusammen und folgte den beiden.

"Madara, du bist heute früher zurück. Das freut mich. Haben wir Besuch?" , freundlich lächelnd, begrüßte sie die Fremde. Insgeheim betete Tsuki allerdings, dass es sich bei dem Besuch um eine nähere Verwandte von Madara handeln würde. Immerhin hatte Akatsuki noch nie eine schönere Frau gesehen. Die Brünette hatte funkelnde, dunkle Augen. Wimpern so schwarz, wie die Nacht und schwungvolle Lippen in einem kräftigen Rot. Durch ihr Netzhemd hatte Tsuki sogleich auch einen Eindruck von ihrem perfekten Körper bekommen. Wahrlich, diese Frau könnte selbst dem Sternenhimmel Konkurrenz werden!

"Kyoko ist kein Besuch. Sie wird ab sofort bei uns leben." Madara wandte sich zu der Dunkelhaarigen. "Dort drüben hast du alles, um dir ein Bett zu bereiten. Du darfst dieses Zimmer nach deinen eigenen Vorstellungen richten."

Nun war Tsuki noch verwirrter als zu Beginn, doch sie gab sich Mühe, weiterhin freundlich zu bleiben. "Ist Kyoko eine nähere Verwandte von dir? Wenn das so ist, freue ich mich auf eine schöne Zeit mit ihr." Sie lächelte die Fremde an, aber bekam von ihr nur einen mürrischen Blick zurück.

Der Hokage wandte sich endlich zu seiner Frau: "Akatsuki, Kyoko ist keine Verwandte von mir. Ab morgen früh wird sie allerdings eine Angestellte dieses Hauses. Sie wird sich um den Haushalt kümmern."

Die Blonde sah zuerst zu ihrem Mann, dann zu der Neuen. "S-Sie wird sich um den Haushalt kümmern?" , wiederholte sie, um das Gehörte zu verarbeiten.

Madara bestätigte dies mit einem kurzen Nicken, als wäre es selbstverständlich, dass die Arbeiten seiner Ehefrau nun von einer Fremden verrichtet werden sollten. Unbekümmert wünschte er eine gute Nacht und ließ die beiden Frauen alleine im Zimmer zurück.
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