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Crime and Lombax: Blind Hatred

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Romance / P18 / Het
Clank Kit Nefarious OC (Own Character) Ratchet Rivet
05.11.2022
26.01.2023
17
42.670
2
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05.11.2022 3.065
 
Als Rivet an diesem Morgen aus ihren Träumen erwachte, hatte sie noch keine Ahnung davon das dieser Tag zu einem der schlimmsten in ihrem gesamten Leben werden sollte! Langsam und noch etwas schlaftrunken hob sie den Kopf und blinzelte etwas mit ihren schönen blauen Augen, bis sich diese vollständig an das Tageslicht gewöhnt hatten und ihr Blick scharf war. Dann drehte sie sich auf die Seite und begann augenblicklich zu lächeln, als sie direkt in das Gesicht ihres friedlich schlafenden Gegenstückes blickte. Ratchet, der männliche Lombax mit der orangenen Fellpracht hatte seinen rechten Arm halb über ihre Hüfte geworfen und seine hellbraun gestreiften Segelohren zuckten kaum merklich auf und ab, ähnlich wie bei einem träumenden Welpen.
Eine Weile betrachtete Rivet den orangenen Abenteurer mit verliebtem Blick, dann legte sie sich vorsichtig über ihn und begann ihn sanft an seiner flauschigen Wange zu kraulen. „Hey du!“, hauchte sie leise, als er dadurch schließlich aufwachte und mit seinen giftgrünen Augen direkt in ihre blauen blickte. „Guten Morgen mein Schatz!“, antwortete Ratchet und beide Lombaxe "begrüßten“ sich mit einem langen, sanften Kuss auf die Lippen.

Nachdem sie ihre Münder schließlich wieder voneinander gelöst hatten stand Rivet auf, reckte sich gähnend und wollte nach ihrer knallgelben Prothese greifen, die sie am Vorabend zum schlafen abgenommen und auf einer Kommode unmittelbar neben ihrem Bett abgelegt hatte. Doch dann, gerade als sie ihren künstlichen Arm bereits in der Hand hielt und ihn an ihrer rechten Schulter festmachen wollte, schien sie es sich plötzlich anders zu überlegen und drehte sich stattdessen zu ihrem orangenen Mann herum. „Ach…, Ratchy?“, fragte sie zuckersüß und hielt dem Abenteurer ihre Prothese dabei einladend entgegen. „Wärst du eventuell so lieb und würdest das hier für mich übernehmen?“ Ratchet zögerte keine Sekunde, sprang auf und befestigte den knallgelben Arm vorsichtig an der Schulter seiner schneeweißen Rebellin, was diese sichtlich genoss. „Mmmmh! Danke Baby“, schnurrte Rivet mit beseelter Stimme, schlang ihren natürlichen Arm um den Nacken des Abenteurers und drückte ihre rosa Stubsnase gegen seine Wange. „Du machst das immer soooo liebevoll!“ Ratchet musste grinsen. „Naja, wäre ja auch noch schöner wenn ich dir dabei weh tun würde, oder?“, antwortete er scherzhaft und Rivet begann belustigt zu kichern.
Gemeinsam schlüpften die zwei Lombaxe erst unter die Dusche und danach in ihre jeweiligen Morgenmäntel. Anschließend stiegen sie nebeneinander die Treppe ins Erdgeschoss ihrer selbstgebauten Villa nach unten und betraten die Küche, wo sie bereits von ihren zwei kleinen Roboter-Freunden erwartet wurden. „Hey, Guten Morgen ihr beiden!“, begrüßte Clank die Lombaxe mit einem fröhlichen Grinsen, während sein knallgelbes Gegenstück Kit in ihrer typisch leicht schüchternen Art hinterher fragte; „Habt ihr gut geschlafen?“ Rivet und Ratchet nickten bestätigend und begrüßten abwechselnd jeden der zwei kleinen Roboter mit einem lässigen Fauststoß.
Während Rivet sich im Anschluss darauf an der Kaffeemaschine zu schaffen machte und Ratchet dazu ansetzte Tassen und Untersetzer aus einem der damit gefüllten Hängeschränke zu nehmen, hielt der Lombax mit dem orangen Fell plötzlich inne und warf einen langen, Scheinbar tief in Gedanken Verlorenen Blick aus dem Küchenfenster nach draußen:
Offenbar hatte es in der Nacht stark geregnet, denn alles war dunkel durchnässt und auf dem Boden waren überall verschieden große Pfützen zu sehen. Doch jetzt tauchte langsam die noch nicht ganz aufgegangene Morgensonne über den Baumkronen des nahegelegenen Waldrands auf und nur wenige vereinzelte Wölkchen waren noch am Himmel über Sargasso zu sehen. Alles schien darauf hinzudeuten, dass es wohl ein etwas frischer, aber dennoch angenehm sonniger Tag werden würde…

Plötzlich spürte Ratchet wie etwas eiskaltes sanft immer und immer wieder gegen sein linkes Schulterblatt stupste. „Hey, Kumpel! Ist alles klar mit dir? Bist du noch bei uns?“, fragte Clank seinen besten Kumpel mit etwas besorgt klingender Stimme. Und auch Rivet war von der geistigen Abwesenheit ihres Lebensgefährten offenbar sichtlich beunruhigt. Ratchet zuckte etwas zusammen und schien einen Moment lang brauchen zu müssen um mit seinen Gedankengängen wieder in die Realität zurück kehren zu können. „Äh…? Sorry! Wollte euch nicht erschrecken!“, meinte er dann aber beschwichtigend und versuchte wieder ein kleines bisschen zu Schmunzeln. Gemächlich füllte er die zwei Tassen in seinen Händen mit Kaffee, drückte Rivet davon eine behutsam in ihre natürliche Handfläche und ließ sich dann seelenruhig am Esstisch nieder, als ob nicht das geringste geschehen wäre. Rivet rümpfte leicht misstrauisch ihre pinke Stupsnase. „Du warst noch nie ein besonders guter Lügner, Ratchet!“, meinte sie plötzlich, setzte sich neben ihn und musterte Ratchet mit auffordernden Blicken. „Wirklich, Schatz! Mir geht es gut!“, antwortete dieser und drückte der Lombax-Dame wie zum Beweis einen kleinen Kuss auf die Wange.

„Es ist nur… Ich hab heute Nacht etwas ganz komisches geträumt!“

Kit und Clank die gegenüber von den zwei Lombaxen ebenfalls mit am Tisch saßen schien diese Aussage des Abenteurers bereits wieder zu beruhigen. Doch Rivet musterte Ratchet noch immer mit einem aufmerksamen Blick, der jetzt wieder ein wenig Besorgtheit widerspiegelte. „Was hast du denn geträumt?“, hakte sie nach, während zunehmend eine grausame Befürchtung in ihr aufzusteigen begann. „Du…, Du hattest doch nicht etwa schon wieder so eine von diesen schrecklich blutigen Albtraum-Visionen, oder doch?!“ Allein der Gedanke daran ließ der Rebellin förmlich jedes einzelne Haar ihrer schönen schneeweißen Fellpracht zu Berge stehen. Sie konnte sich noch sehr gut daran erinnern, wie sie vor inzwischen fast einem Jahr allnächtlich von einer schrecklichen Feuersbrunst geträumt hatte, die sich dann auch tatsächlich als Vorwarnung eines verheerenden Vulkanausbruchs herausgestellt hatten. Auch Ratchet war diese fürchterliche Katastrophe, bei der er und Rivet um ein Haar zum Opfer der glühenden Lava geworden wären noch all zu gut im Gedächtnis geblieben. Doch jetzt lächelte er verschmitzt und legte beruhigend einen Arm um seine hübsche, schneeweiße Ehefrau. „Ach Rivet…“, meinte er schmunzelnd. „Wenn das wirklich ein schrecklicher Albtraum gewesen wäre, dann wäre ich ja wohl kaum so gut gelaunt und entspannt geblieben, als du mich vorhin so sanft wach gekrault hast, oder?“ Dass musste nun auch Rivet einsehen und sie nickte zustimmend. „Ehrlich gesagt; es war viel eher ulkig als schrecklich“, fuhr Ratchet unterdessen fort und zeigte dann wieder sein berühmtes, von purer Coolness gezeichnetes Grinsen. „Und wenn es WIRKLICH eine Vision war… Dann kann ich es kaum erwarten dass sie endlich Realität wird!!“ „Wieso denn das?“, fragte nun Kit, die bisher nur schweigend zugehört hatte, aber jetzt mit einem Mal sichtlich neugierig wurde. „Was genau war an deinem Traum denn so ulkig, wenn ich mal fragen darf?“

Auch Clank und Rivet drängen den orangenen Abenteurer jetzt neugierig dazu von seinem Traum zu erzählen. Ratchet genehmigte sich jedoch zunächst einmal einen kräftigen Schluck aus seiner Kaffeetasse, ehe er sich langsam seiner neben ihm sitzenden Rebellin zuwandte. „Rivet?“, begann er seine Erzählung mit einer Frage an sie; „Erinnerst du dich noch daran, wer Grimroth ist?“ Rivet zog ein wenig überrascht eine Augenbraue nach oben. „Du meinst diesen alten Fongoid aus deiner Dimension, oder?“, erwiderte sie. „Der, der dich quasi aufgezogen und wie seinen Adoptivsohn behandelt hat!“ Ratchet nickte bestätigend. „Genau der!“, sagte er und genehmigte sich einen weiteren Schluck seines Kaffees, ehe er weitersprach. „Nun…, Ich hab gestern Nacht geträumt, dass…, dass er uns beiden, und ich meine damit auch wirklich sowohl mir als auch DIR Rivet…, seine alte Raumschiff-Werkstatt auf Veldin vererbt hätte!“
Rivet sah ihn verblüfft an, während Clank dagegen im ersten Moment noch erschrocken zusammenzuckte und seine kleinen Hände vor dem Mund zusammenschlug. „Nicht weil er gestorben ist, oder so!“, setzte sein bester Freund deshalb hastig nach als er das merkte. „Grimroth ist sozusagen in Pension gegangen. Meinte zu mir, er wäre langsam aber sicher einfach zu alt geworden.“
Clank unterdrückte kaum merklich ein erleichtertes Seufzen. „Jedenfalls…“, meinte Ratchet unterdessen und wandte seinen Blick nun wieder auf die immer noch völlig fasziniert lauschende Lombax-Dame. „In meinem Traum Sind wir beide praktisch jeden Tag zwischen deiner und meiner Dimension hin und her gependelt, während Grimroth hier auf Sargasso geblieben ist, wo er sich dann Tagsüber als eine Art "Großvater“ um unsere Kinder gekümmert hat!“

Kaum hatten diese Worte seine Lippen verlassen war es plötzlich schlagartig totenstill in der Küche!

Rivet hatte bei dem Wort "Kinder“ vor lauter Schreck fast ihre Kaffeetasse auf den Fußboden fallen lassen und starrte Ratchet jetzt mit weit aufgerissenen Augen an, die aufgrund ihrer Fassungslosigkeit nun beinahe doppelt so groß wie sonst wirkten. „W-W-Warte mal… KINDER!?“, fragte sie stotternd und begann sogar ganz leicht zu zittern vor Aufregung. „Ratchet , sag das nochmal! Du hast wirklich geträumt, dass… Du und ich tatsächlich Nachwuchs bekommen hätten!?!“ Ratchet nickte zustimmend und begann dabei ein kleines bisschen zu Grinsen. „Jepp! Drei Stück an der Zahl, um‘s genau zu sagen!“, erwiderte er. „War‘n wohl ziemlich fleißig in meiner Traum-Phantasie, was meine Schöne?“

Er versuchte zu lachen, doch es gelang nicht. Denn in genau diesem Moment, bekam er es plötzlich mit einem starken Anflug von Schuldgefühlen zu tun, die es bei einem Schmunzeln beließen.
Schon seit einiger Zeit wünschte Rivet sich nämlich nichts sehnlicher, als ihr gemeinsames Glück mit Ratchet durch die Geburt eines kleinen Lombaxes rundum perfekt zu machen. Ratchet kannte ihren Wunsch natürlich und eigentlich stand er auch voll und ganz hinter diesem Vorhaben seiner schneeweißen Lebensgefährtin. Doch bisher war ständig irgendwas oder irgendwer in die Quere gekommen - Jedes mal wenn die zwei Lombaxe ernsthaft Versucht hatten, ihr gemeinsames Ziel des Familienglücks in Angriff zu nehmen…

Es dauerte beinahe eine komplette Minute, ehe es Rivet gelang sowohl ihre Fassung als auch ihre Stimme wieder zurück zu gewinnen. Dann aber packte sie Ratchet vor lauter Aufregung an seinem Oberarm und schüttelte ihn so heftig durch, dass er fast vom Stuhl fiel. „Jetzt sag schon Ratchy!“, begann sie ihn gleichzeitig mit einer regelrechten Sturmflut aus Fragen zu Löchern. „Wie haben sie ausgesehen? Hatten sie oranges Fell wie du oder doch weißes wie ich? Wie waren ihre Namen!? Hatten wir nur Söhne? Nur Töchter? Waren unter unseren Kindern vielleicht Zwillinge? Drillinge sogar, oder…!?“ „Ganz ruhig, Rivet!“, unterbrach Ratchet sie lachend und löste sich vorsichtig aus ihrer Umklammerung. „So detailreich war mein Traum auch wieder nicht! Und außerdem  bin ich ja auch von jemand ganz bestimmtem geweckt worden, ehe ich irgendwas in der Richtung hätte erfahren können!“

Enttäuscht ließ Rivet ihre blass-blau gestreiften Segelohren nach unten hängen als sie das hörte und gab einen beinahe schon schwermütigen Seufzer von sich. Lächelnd strich Ratchet sanft über ihre Wangen und nahm sie anschließend in den Arm. „Ach Baby, das ist doch kein Grund gleich traurig zu werden!“, redete er dabei mit tröstend säuselnder Stimme auf sie ein. „Ich mein; Das war doch schließlich nichts anderes als ein Traum! Ein schöner Traum, Klar! Aber keine Zukunftsvorhersage!“ „Woher willst du das wissen?“, antwortete Rivet, die die Wahrheit anscheinend immer noch nicht ganz akzeptieren wollte. „Ich sag dir was!“, entschied sie plötzlich mit einem tatendurstigen Glitzern in ihren schönen blauen Augen. „Ich finde diese Idee eine Raumschiff-Werkstatt zu betreiben ohnehin keine schlechte Idee! Wir sollten versuchen zumindest erst mal diesen Teil deines Traumes tatsächlich in die Tat umzusetzen!“ „Na dann viel Glück!“, erwiderte Ratchet und schüttelte unter Schmunzeln den Kopf. „Bis Grimroth von sich aus sagt dass er lieber freiwillig in Rente geht, sind wir beide schon selbst alt und…!“ Plötzlich hielt er mitten in seinem Satz inne und sah seine Frau mit einem erschrockenen Blick an. „Warte mal…“, stieß er entsetzt aus. „Oder willst du damit etwa andeuten, dass wir Grimroth…!?“
Doch noch bevor er sein finsteres Hirngespinst überhaupt vollständig aussprechen konnte, kam ihm die hübsche Rebellin mit dem schneeweißen Fell auch schon zuvor. „Ich kenne da ein uraltes und nicht mehr benutztes Werkstatt-Gebäude auf Torren IV!“, sprudelte es nun geradezu aus ihr hervor, während ihre blauen Augen mit jedem weiteren Wort immer heller und stärker zu leuchten begannen. „Die könnten wir doch ganz einfach wieder herrichten und dann…“

„Jetzt mach aber mal nen Punkt, Rivet!“ Unterbrach sie in diesem Moment der kleine, silberglänzende Roboter. „Nur weil Ratchet geträumt hat dass ihr beide eine Werkstatt führt, musst du das doch nicht gleich als eine Art "Pflicht“ oder sowas ansehen und um jeden Preis in die Realität umsetzen, oder?“ „Außerdem…“, fügte Kit hinterher. „Ich dachte auf Torren IV lebt dieser Flicker, der alles Problemlos reparieren kann? Wer sollte sich denn da noch die Mühe machen eine Raumschiff-Werkstatt aufzusuchen, geschweige denn dafür zu bezahlen?“
Das euphorische Leuchten in den Augen der Rebellin verschwand kurz und für einen Moment lang sah Rivet die beiden Roboter wieder mit diesem sichtlich entnervten Gesichtsausdruck an, den sie schon damals Im Zurkie’s benutzt hatte, als sie versuchte den Kommunikator zu reparieren. „Kit, du warst damals zwar nicht selbst mit dabei…“, begann sie langsam. „Aber für den Fall dass es dir Clank noch nicht erzählt hat: Als wir beide den Flicker zum ersten Mal aufgesucht haben und ihn bitten wollten das Phasenquarz zu reparieren, da hat er uns erst einmal als Bedrohung wahrgenommen und wollte mich mit seiner übergroßen Faust zu Humus zerquetschen…, was er ohne Clank auch beinahe geschafft hätte!“
Für einen Moment lang schwieg Rivet während sie scheinbar versuchte die unschöne Erinnerung an diesen Vorfall wieder aus ihrem Kopf zu vertreiben. Dann aber sprach sie hastig weiter, ehe einer der beiden kleinen Roboter erneut dazu in der Lage war ihr zuvorzukommen. „Aber selbst WENN der Flicker inzwischen gratis und jedem dahergelaufenen Besucher seine Fähigkeiten zur Verfügung stellen würde: Wer sagt denn, dass sich Ratchet und ich nur auf das REPARIEREN von Raumschiffen und anderen Hover-Fahrzeugen beschränken müssen? Wir könnten doch auch genauso gut eine Tuning-Garage oder so daraus machen! Ich meine, Jeder der etwas auf sein Fahrzeug hält hat doch gerne mehr Lautstärke, Leistung und Politur, oder Ratchy?“ Etwas Hilfesuchend wandte sie ihren Blick nun auf den orangenen Abenteurer, der zu ihrer stummen Erleichterung begann zustimmend mit seinem Kopf zu nicken und ein kleines bisschen zu Grinsen.
Doch Clank schien von alle dem immer noch nicht überzeugt zu sein - Ganz im Gegenteil! „Ich hab den Eindruck, dass du dich da viel zu sehr in irgendetwas hineinsteigerst!“, beurteilte er knallhart und verschränkte dabei die Arme vor seinem Oberkörper. „Und wenn du mal ganz ehrlich mit dir selbst bist, geht es dir doch gar nicht um diese Werkstatt, sondern eigentlich um etwas VOLLKOMMEN anderes, was damit gar nichts zu tun hat!“

Rivet wollte schon erneut protestieren, als sie sich plötzlich eingestehen musste, dass Ratchet‘s bester Freund recht hatte.
Enttäuscht ließ sie ihre zwei Segelohren nach unten hängen und murmelte ein unterdrücktes „War ja nur ne Idee!“ vor sich hin, ehe sie nach ihrer eigenen Kaffeetasse griff. Kaum aber hatte sie einen ersten Schluck zu sich genommen verzog sie sichtlich angewidert das Gesicht und musste sich im Zaum halten um den Kaffee nicht gleich wieder im hohen Bogen über den kompletten Tisch auszuspucken! Denn durch die ganze Ablenkung durch Ratchet‘s Traum, war der Kaffe in ihrer Tasse inzwischen schon wieder eiskalt und völlig ungenießbar geworden.
Wiederwillig schluckte sie das was sie bereits im Mund hatte herunter und zog dabei eine sichtlich angeekelte Grimasse, die vor allem den orangenen Abenteurer ein wenig zum kichern brachte. „Also wenn ich ehrlich bin, MIR gefällt Rivet‘s Idee von einer Tuning-Werkstatt sogar richtig gut!“, begann er seine Liebste und ihre Idee anschließend ein wenig in Schutz zu nehmen. „Immerhin; Schließlich sind wir beide doch eigentlich auch Mechaniker, also neben dem ganzen Helden- und Rebellen-Dasein, oder nicht?“ Behutsam legte er seinen Arm um die Schulter der schneeweißen Rebellin und zeigte dabei wieder sein berühmtes, von purer Coolness gezeichnetes Grinsen. „Ich sag dir was, Baby!“, meinte er und nickte mit dem Kopf in die Richtung ihre inzwischen kalten Kaffeetasse. „Warum fliegen wir beide nicht einfach jetzt gleich nach Torren IV und gehen dort erst einmal ausgiebig Frühstücken? Anschließend kannst du mir dann ja erst mal in aller Ruhe diese verlassene Werkstatt ZEIGEN die du meinst. Dann entscheiden wir von DORT AUS wie’s weitergeht und ob wir tatsächlich irgendwas daraus machen können. Wie klingt das, mein Liebling?“

Rivet war von diesem Vorschlag so dermaßen begeistert, dass sie aufsprang, Ratchet die Arme um seinen Hals warf und ihn anschließend extrem stürmisch und wirklich jede einzelne Stelle seines Gesichts zu küssen begann, wobei sie beinahe den kompletten Esstisch umgerissen hätte! Auch Kit und Clank schien mit diesem Vorschlag sichtlich zufrieden zu sein, verkündeten aber dass sie lieber auf Sargasso bleiben und den Morts ein kleines bisschen unter die Arme greifen wollten.


Kurze Zeit später, nachdem sie Ihre Morgenmäntel gegen ihre alltäglichen Outfits aus Jeans und T-Shirt, sowie hellgrauen Overall und orangenen Schal gewechselt hatten, betraten Ratchet und Rivet gemeinsam die geräumige Raumschiff-Garage die direkt an ihre selbstgebaute Villa angrenzte. Doch als die Lombax-Dame schon wie selbstverständlich ins Cockpit ihres neben Aphelion geparkten Raumschiffes klettern wollte, hielt Ratchet sie sanft zurück. „Warte mal kurz, Liebling!“, gebot er ihr schmunzelnd und deutete dabei mit seinem Kopf in den hinteren Teil der Garage. „Warum ergreifen wir Heute nicht mal die Gelegenheit und benutzen unser "Hochzeitsgeschenk“ um nach Torren IV zu gelangen?“
Überrascht hielt Rivet inne und schaute in die Richtung in die Ratchet gedeutet hatte. Hinter den Raumschiffen, verdeckt von einer großen, etwas löchrigen Stoffplane, stand ein altes, pechschwarzes Hover-Motorrad mit einem anmontierten Beiwagen. Diese waschechte Hover-Davidson Nighthawk, hatte ihnen ein alter Freund namens Chops einige Wochen nach ihrer Hochzeit geschenkt. Doch seit sie damit gemeinsam mit ihm und seiner gesamten Motorrad-Bande, den sogenannten "Meteor Riders“ auf Tour gegangen waren, hatten sie das schwere Bike kaum noch bewegt, sondern nur noch Aphelion oder Rivet’s Schiff benutzt, wenn sie zum Zurkie’s, oder irgendeinem anderen Ort hatten fliegen wollen.

Rivet zögerte kurz, doch dann begann auch sie jenes typisch rotzfreche Grinsen zu zeigen, dass Ratchet‘s Herz jedes Mal auf‘s neue genauso hoch schlagen ließ, wie damals als sie sich zum allerersten Mal gegenüber gestanden hatten. „Wieso eigentlich nicht?“, meinte sie kichernd, riss gemeinsam mit ihrem Mann die Plane vom Chopper-Motorrad herunter und verstaute sie zusammengeknüllt in einer Ecke der Garage. Nach kurzer Absprache schwang sie sich anschließend auf den mit hellbraunem Leder bezogenen Sattel der Hover-Davidson Nighthawk, während Ratchet in den Beiwagen kletterte und es sich dort so gut es eben möglich war gemütlich machte. Ein kurzer, kräftiger Fußkick der Lombax-Dame erweckte die Maschine zum Leben und gemächlich schwebten sie aus der Garage ins Freie, um sich anschließend auf den Weg nach Torren IV zu machen…

Nichts ahnend von dem, was ihnen dort bevorstehen würde…
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