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Dschungelfieber

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Erotik / P18 / MaleSlash
03.11.2022
25.01.2023
28
60.420
12
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Dieses Kapitel
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25.01.2023 2.108
 
[CN: Sexuelle Inhalte; Geschlechtliche Vielfalt]

„Wenn du Shell magst, dann du magst vielleicht auch Calla?“, Calla richtete sich auf und hielt einen Moment inne. Dann band sie langsam ihren Wickelrock von ihren Hüften, ohne dabei Kit aus den Augen zu lassen. Sie ließ den dünnen Stoff zu Boden gleiten und präsentierte Kit schüchtern ihr Geschlecht. Kit wusste nicht genau, was er erwartet hatte oder ob er überhaupt etwas erwartet hatte, aber der formschöne, leicht geschwungene Penis sagte ihm mehr als zu. Kit wusste nicht genau, was sein Gesicht verriet, doch es schien Calla zu bestärken. Die Dämmerung war bereits fortgeschritten, doch er konnte noch genug in ihrem Gesicht erkennen, was er als Freude deuten konnte. Ohne Worte kniete er sich mit seinen heruntergelassenen Hosen vor das Mädchen und öffnete seinen Mund für sie. Der Rollenwechsel gefiel Kit und je tiefer Calla in seinen Rachen stieß, desto mehr Präejakulat tropfte von Kits Penisspitze. Calla griff diese Präferenz auf und verstand schnell, wie sie Kit helfen konnte. Mit ihrem nackten Fuß rieb sie gegen seine Erektion und drückte diese Vorsichtig auf die bemooste Treppenstufe, so dass er sich an Haut, wie auch an Moos und Dreck reiben konnte. Die unterschiedlichen Reize veranlassten Kit immer härter seinen Penis in die Erde zu pressen, feuchte Spuren zu hinterlassen und Erdbrocken anhaftend zu haben. Schließlich spritze sie tief in seinem Hals ab und die Beschaffenheit des Bodens ließ Kit unspektakulär über die Stufe entladen. Calla zog raus, kniete sich nieder und half Kit sich zu setzten und zu Atem zu kommen.
„Du magst die schmutzigen Sachen. Nicht das Schmutzige wie den anderen Männern, sondern das, was wirklich schmutzig ist“, lachte sie und hielt Kits mit Erde beschmiertes Glied in der Hand.
„Ich kann es dir hier nicht waschen, aber ich kann es dir sauber machen, hab etwas Geduld. Ich bin sehr vorsichtig“, Calla nahm Kit erneut in den Mund und reinigte ihn vorsichtig mit der Zunge. Die überreizte Haut schmerzte, wenn die Zunge versuchte Sandkörner zu entfernen und so ließ Kit die Prozedur über sich ergehen, auch wenn es nicht gerade angenehm war und er ab und an zucken musste. Als Calla fertig war und Kit sich wieder richtig anzog tat sie es ihm gleich und setzte sich wieder zu ihm. In Dorf waren die ersten Fackeln und Lichter entzündet worden, so dass sie nicht komplett ins Dunkle der Nacht getaucht waren und noch schemenhaft ihre Gesichter gegenseitig erkennen konnten.
„Shell hat mir erzählt, wenn du in England ein Babyjunge bist, dann musst du ein Junge bleiben. Auch wenn du eigentlich ein Mädchen bist. Deine Familie bestimmt das. Hier ist es anders. Ich wusste nicht, ob du weißt, dass manchmal man einen falschen Körper hat. Ich hatte ein wenig Angst, dass ich dir nicht gefalle. Aber du bist ein Freund von Shell. Da dachte ich mir, dass du es vielleicht verstehen kannst. Shell sagt er hat auch nicht den richtigen Körper. Aber auch nicht den falschen. Es hat gesagt jeder Körper wäre falsch für ihn, also macht er sich nicht so große Sorgen. Das kann ich gut verstehen. Ich mag mich, auch wenn die Natur vielleicht einen Fehler gemacht hat. Aber kann mal passiert, jeder macht Fehler, richtig?“, Calla grinste breit und legte dabei so viel Wärme in ihre Worte, dass es Kits Innerstes erreichte.
„Ich denke jeder ist richtig, genauso wie er ist. Manchmal muss man uns erst zeigen, wie schön Einzigartigkeit ist, damit wir es glauben können“, erwiderte er und griff ihr Grinsen auf.

Als Kit am nächsten Morgen erwachte, waren seine Rückenschmerzen durchschnittlich schlimm und seine Haare klebten ihm unangenehm feucht im Nacken. Trotz alledem fühlte er sich weniger erschöpft und ausgelaugt als die letzten Tage und war vielleicht nicht guter Dinge, dass der Tag erfolgreich enden würde, aber er hatte einen kleinen Funken Hoffnung, dass es keine Katastrophe wird. Er wäre am späten Abend des Vortages wahrscheinlich gerne mit Calla mitgegangen, doch diese hatte ihm geraten bei Shell die Nacht über zu bleiben. Sie hatte ihm ein Bett in der Hütte improvisiert und sich dann verabschiedet. Kit hatte fest damit gerechnet, dass Shell noch schlafen würde, wenn er erwachte, doch das Bett war leer. Der Kräutertee schien ihn einen festen Schlaf beschert zu haben aber ließ in seiner Wirkung am Morgen nach. Kit wollte sich eigentlich nur etwas abseits von den Wegen zwischen den Bäumen erleichtern, bevor er Shell suchen wollte, doch zu seiner Überraschung entdeckte er einen Schopf roter Haare nur wenige Meter von sich entfernt. Shell schien ein ähnliches Vorhaben gehabt zu haben, doch schien sich etwas schwer zu tun.
„Brauchst du Hilfe?“, fragte Kit vorsichtig, als er sich näherte und beobachtete, dass Shell Schwierigkeiten hatte mit seiner verletzten Hand die Hose aufzuknöpfen. Er schien Kit erwartet zu haben oder aber er ließ sich nicht anmerken, dass er ihn überrascht hatte.
„Ich hab nur eine kaputte Hand, das geht schon“, kommentierte er trocken und versuchte weiterhin mit seiner scheinbar weniger geübten Hand den Kopf zu öffnen. Kit wollte die Entscheidung des Jungen respektieren und ließ ihn weiter versuchen, während er einen Baum weiter Wasser ließ und versuchte nicht darüber nachzudenken, wie unangenehm die Situation war. Kit hatte Gewissensbisse, weil er sich mit Calla vergnügt hatte, während Shell geschlafen hatte, obwohl Kit schon mitbekommen hatte, dass Shell auf sie schlecht zu sprechen war. Außerdem war es ihm auch unangenehm, dass er nun von Shells Trauma Details wusste, die der Junge offensichtlich nicht mit ihm hatte teilen wollen. Kit überlegte, ob er auf Shells Seite war. Gab es überhaupt zwei Seiten und musste man zwangsläufig eine wählen? Ihm schwirrte der Kopf. Während Kit sich wieder anzog und zurück zu Shell stieß, musste er feststellen, dass dieser noch nicht weitergekommen war. Man konnte ihm im Gesicht ablesen, dass er zornig war und unzufrieden damit, dass er sich nicht selbst helfen konnte. Er hatte die Zähne fest aufeinandergepresst und sah aus, als würde er jeden Augenblick explodieren. Kit stellte sich direkt hinter Shell und griff beherzt um seine Körpermitte. Mit einem schnellen Handgriff öffnete er die Hose und noch bevor Protest ertönen konnte, zog er die Hosen so weit runter, dass Shell mühelos sich entleeren konnte.
„Gern geschehen“, nuschelte Kit und wollte schon wieder einen Schritt zurücktreten, doch das gepresste, frustrierte Schnauben des Jungen ließ ihn zögern. Seine gesunde Hand war auf Höhe seiner Hüfte, doch sie war skurril nach hinten gebogen. Sie krampfte.
„ich kann nicht“, presste Shell unter Anstrengung heraus und starrte wütend zu Boden. Seine Knie knickten leicht nach innen und signalisierten Kit, dass er wirklich dringen musste.
„Nun, ich denke dann musst du einfach laufen lassen. Großes Pech, wenn deinen Hosen etwas abbekommen, da kann man nichts machen“, kommentierte Kit gespielt gleichgültig. Er wusste nicht, woher dieser Anflug von Stichelei kam, doch es war zu verführerisch, dass Shell ausnahmsweise mal auf ihn angewiesen war und nicht andersherum. Warum sollte Kit nicht einmal den Spieß umdrehen?
„Was?“, fragte Shell empört, fast so als glaubte er sich tatsächlich verhört zu haben.
„Ich könnte dir helfen, aber du müsstest mich darum bitten.“
„Ich muss WAS?“, erhob Shell seine Stimme panisch. Das Zeitfenster welches ihm blieb schien immer kleiner zu werden und seine Verzweiflung immer großer.
„Kit, bitte!“, wimmerte er schließlich kaum hörbar und Kit legte die rettende Hand zum Stabilisieren um ihn. Vorsichtig zog der die Vorhaut zurück. Shell konnte ein kleines, erleichtertes Stöhnen nicht zurückhalten, als er endlich seinen Muskel entspannen konnte und das Wasser in einem gezielten Strahl auf dem Boden plätscherte. Kit hatte noch nie einem anderen Mann beim Wasserlassen geholfen und war fasziniert davon, wie fest sich das warme Fleisch in seiner Hand anfühlte. Es war etwas, was er tagtäglich bei sich selbst tat, doch der Perspektivenwechsel war aufregend, nur auf das zu achten, was seine Hand tat. Dazu kam, dass Shell sehr klein zwischen seinen Fingern lag und der Größenunterschied zu seiner Hand Kits moralische Vorstellungen untergrub. Als Shell fertig war, schüttelte er ihn noch vorsichtig ab und verpackte ihn dann wieder in seiner Hose. Seine Hand schien mittlerweile aufgehört haben zu krampfen und hing nun schlaff an der Seite runter. Die Wangen des Jungen waren leicht gerötet und er warf Kit einen verstohlenen Blick zu, den dieser nicht deuten konnte.
„Wir sollten zurück gehen. Wir müssen noch ein paar Vorbereitungen treffen und wohlmöglich etwas Überzeugungsarbeit leisten und sollten deshalb nicht unnötig Zeit verstreichen lassen“, bemerkte Kit und wandte sich von Shell ab, unangenehm berührt durch seine Blicke.
Ihre Rückkehr ins Dorf wurde bereits erwartet. Calla hatte begonnen ihnen ein einfaches Frühstück in ihrer Hütte zuzubereiten. Die beiden Gäste setzten sich auf die Pritsche. Calla beobachtete Shell scheu und auch dieser behielt sie genau im Auge. Sie sprachen nicht viel miteinander und auch Kit ergriff nicht das Wort, aus Angst, dass Shell bemerken könnte, dass Calla und er ein Geheimnis teilten. Die Stimmung war angespannt, bis Shell das Schweigen brach. Er sprach zunächst ein paar Sätze mit Calla, die Kit nicht verstand. Der Junge wusste nichts davon, dass sie verständliches Englisch sprach, und niemand wollte ihn darauf hinweisen. Kit spielte einfach den Unwissenden.
„Sie sagt wir können zu ihrem Vater gehen, er weiß, dass wir hier sind uns Hilfe brauchen. Wenn Calla ein gutes Wort für unser Vorhaben einlegt, besteht die Möglichkeit, dass ein Kriegsrat einberufen wird“, übersetzte Shell für Kit, dieser nickte. Sein Blick traf kurz den von Calla und unauffällig zwinkerte sie ihm zu. Sie schien einen genauen Plan zu haben und diesen Anscheinend nicht erst seit eben gerade. Kit hatte die Vermutung, dass sie bereits etwas in die Wege geleitet hatte um Unterstützung anbieten zu können. Nach ihrer Mahlzeit folgten sie dem Mädchen zu einer prunkvolleren Baute, die sich leicht von den anderen unterschied. Die Verzierungen waren aufwendiger und detaillierter. Es war offensichtlich, dass der Bewohner dieser Unterkunft eine wichtige Rolle für das Dorf spielte. Bei genauerem hinsehen konnte Kit erkennen, dass die Gebäude sehr viel älter waren, als man zunächst denken könnte. Callas halbierter Stamm war in bereits vorhandene Behausungen eingezogen, die für ein deutlich größeres Dorf ausgelegt waren. Kit wollte nicht genauer darüber nachdenken, was mit den Leuten passiert war, die zuvor dort gelebt hatten. Vielleicht war es die Dürre oder eine Krankheit gewesen, die sie verjagt hatten. Vielleicht auch etwas Blutigeres. Das Heim des Stammesältesten war eine von den in den Berg geschlagenen Behausungen. Es ähnelte einem Tempel, nur waren die Decken niedriger und alles erschien kleiner. Kit gab sich den kleinen Details hin, um den Eindruck zu erwecken, leicht desinteressiert an den Unterredungen zu sein und nicht ganz im Bilde zu sein, was genau vor sich ging. Er bestaunte die in Stein geschlagenen geometrischen Formen mit keinen Götzenabbildungen, aufwendig gewobene Stoffbanner und Vorhänge und hier und da sah man vergoldete Dekorationen und Kunsthandwerk. Es war nicht viel was glänzte und Kit vermutete, dass sie einfach nicht mehr mit sich nehmen konnten oder wollten. Plötzlich  betrat ein Mann den Raum aus einem hinter gelegenem Zimmer. Er hatte eine große Statur und war ähnlich wie Calla mit viel Schmuck behängt. Er trug Unmengen an Federn und verschiede Felle. Kit vermutete, dass er  der Schamane sein musste und gleichzeitig das oberste Amt bekleiden. Calla sprach mit ihm und deutete zu Kit und Shell hinüber. Sie schien ihm zu erklären, was ihr Anliegen war. Als der Mann Shell entdeckte konnte mal in seinem Gesicht ablesen, dass er den Jungen erkannte, jedoch blieb er verhalten. Shell sprach gar nicht für sich, sondern überließ es Calla ihr Anliegen zu übermitteln. Es mochte damit zusammenhängen, dass sie sich besser ausdrücken konnte als er oder vielleicht auch damit, dass sie seine Tochter war. Kit hielt sich derweil im Hintergrund auf, er fühlte sich fehl am Platz. Sie verabschiedete sich und der Medizinmann ging den Weg zurück, den er gekommen war. Er suchte nicht das Wort mit Shell oder geschweige denn Kit. Calla sah Shell fragend an, ob er verstanden hatte, er machte eine vage Kopfbewegung und sie schien ihn noch einmal die Kernaussage mit ein paar wenigen Worten zusammenzufassen. Jetzt war der Zeitpunkt sich wieder in das Gespräch einzuklinken, Kit wand sich den beiden anderen zu und sah Shell fragend an.
„Calla hat die Erlaubnis erhalten ein schamanisches Ritual durchzuführen, welches über das Handeln des Dorfes entscheiden soll. Sie fragen die Götter nach Rat“, erklärte Shell ihm. Kit entging nicht, dass die Erwähnung eines Rituals Unbehagen bei Shell auslöste. Das Mädchen sah ihn entschuldigend an, doch dies änderte nichts daran, dass dem Jungen leicht die Finger zitterten und er blass um die Nase wurde. Calla sprach mit ihm, sah dabei aber Kit an.
„Ich muss mich ausruhen, amüsiert euch doch ohne mich“, murmelte Shell plötzlich unzusammenhängend und verließ dann das Gebäude allein.
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