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Psychic Rescue - Mewtus schicksalhafte Rettung des Mädchens Suzy Rose

Kurzbeschreibung
GeschichteSuspense / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.11.2022
07.12.2022
5
4.075
1
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24.11.2022 977
 
Es war spät am Abend, doch Mewtu lag noch lange wach. Morgen würde es eine schwierige Aufgabe in Angriff nehmen, um Suzys Willen musste es einfach klappen.
Sunningen war sein Ziel, die nächstgelegene Stadt und der vermutete Aufenthaltsort von Suzys Eltern. Doch auch negative Gedanken schwirrten durch den Kopf des Pokémon.
Was, wenn die beiden gesuchten Erwachsenen ihr Kind nicht mehr erkennen würden?
Diese Gedanken und Vermutungen machten das Wesen fast verrückt. Mewtu warf einen Blick zu Suzy, die Kleine schlief selig. Es setzte sich zu ihr.
„Was mit dir passiert ist, ist einfach nur ein wahres Unglück. Doch ich suche weiterhin deine Mutter und deinen Vater, ich lasse dich nicht im Stich.
Doch auch du musst stark sein, versprich mir das. Ich gebe alles, was in meiner Macht steht“, flüsterte Mewtu ruhig und streichelte ihr Gesicht.
Es warf einen stillen Blick nach draußen, wo der Mond seine Bahn am Firmament zog. Sollte es vielleicht jetzt schon nach Sunningen aufbrechen?
Melina und David würden es ihm übel nehmen, sollten sie seinen nächtlichen Ausflug mitbekommen. Doch es brauchte Hinweise und Antworten, im Flur des Hotels entdeckte es zufällig eine Landkarte der Region rund um Mistlingen und Umgebung.
Bei genauem Hinsehen fiel Mewtu zwischen Mistlingen und Sunningen eine Art Senke auf, beide Orte lagen in einer Gebirgsgegend. Warum sprang ihm das nicht schon früher ins Auge?
Doch für eine weitere Erkundung war es zu spät, es war fast zehn Uhr.
„Zeit zum Schlafen“, sprach es zu sich und legte sich ins Bett. Morgen war auch noch ein Tag.
Am folgenden Morgen meldete sich Mewtu gegen neun Uhr bei den Mitarbeitern des Hotels und der Polizei. Es schilderte seine Vermutung mit der Senke, auch die Ermittler hatten es schon im Verdacht gehabt. Sie waren dem Pokémon sehr dankbar.
„Deine Mitarbeit ist wirklich Gold wert, wir übernehmen ab hier in Mistlingen. Gehe du bitte wie vereinbart mit Suzy nach Sunningen, für den Fall, dass sich ihre Eltern dort in einem Krankenhaus befinden. Wir treffen uns entweder dort oder am Präsidium“, meinte einer der Kommissare und Mewtu machte sich mit dem Kind auf den Weg.
Unterwegs konnte es überall sehen, welche Schäden der ganze Regen bereits verursacht hatte:
Straßen waren überflutet worden, Baumteile lagen verteilt in den Flüssen. Menschen hatten schwer zu schuften und es war höchstwahrscheinlich nicht das letzte Unwetter.

Das Psycho-Pokémon erreichte Sunningen in knapp zehn Minuten und meldete sich bei der örtlichen Polizei, wo es bereits erwartet wurde. Der Hauptmeister von Mistlingens Präsidium hatte die Kollegen schon gewarnt.
„Du musst Mewtu sein, die Kollegen aus Mistlingen haben uns bereits informiert. Die Feuerwehr war auch bereits bei der Senke, doch es gibt noch keine Informationen. Doch wir geben unser Bestes und geben nicht auf. Vielleicht versuchst du es mal beim Krankenhaus der Stadt, du musst doch bestimmt völlig durch den Wind sein“, beruhigte der Polizist das Wesen.
Mewtu malte sich in seinem Kopf die wirrsten Szenarien aus, doch der Mann wollte ihm schließlich nur helfen. Es gehorchte, nahm Suzy auf den Arm und begab sich zum Krankenhaus. Jedoch wurde es nicht sehr freundlich empfangen:
„Wildlebende Pokémon haben in diesem Krankenhaus nichts zu suchen, dafür gibt es eine Auffangstation!
Bitte verlasst das Gebäude!“, sprach sie böse und versetzte Suzy damit einen Schrecken, was Mewtu ganz und gar nicht gefiel. Es warf der Frau einen zornigen Blick zu, welcher seine Augen in einem unheimlichen blauen Glanz erstrahlen ließ.
Offensichtlich wusste die Frau nicht, dass es um das kleine Mädchen ging und wer da überhaupt vor ihr stand. Das Psycho-Pokémon fauchte wütend.
„Ich habe geahnt, dass die Leute hier so reagieren würden, weshalb es mir eigentlich zuwider ist, Krankenhäuser aufzusuchen.....
Junge Frau, es geht nicht um mich, sondern das Mädchen hier bei mir!
Suzy Rose wurde durch einen Unfall von ihren Eltern getrennt, ich hatte hier auf Hilfe gehofft und ich möchte nicht, dass der Versuch umsonst war.
Ich muss wissen, ob hier Personen mit dem Nachnamen 'Rose' eingeliefert wurden, etwa vor einer Woche. Ich bitte Sie, es geht um Leben und Tod!“, drängte Mewtu die Ärztin.
Und tatsächlich änderte sie ihre Meinung und bat es, im Flur zu warten, während sie die Aufnahmen der letzten Tage prüfte. Diese bangen Minuten zerrten an den Nerven des Pokémon, warum dauerte es so lange?
Suzy spürte seine Aggression und Unsicherheit.
„Mewtu, was stimmt nicht?
Wo sind wir hier überhaupt und was machen wir in diesem Haus?“, fragte Suzy mit einem neugierigen Blick in ihren grünen Augen. Das Pokémon schluckte und musste gerade begreifen, dass Suzy es gerade mit seinem Namen angesprochen hatte. Sie hatte es mit seinem Namen angesprochen!
Kehrte womöglich ihre Erinnerung zurück?
Während es mit dem Mädchen noch wartete und sich diese Erkenntnis durch den Kopf gehen ließ, kam die Ärztin mit einer Liste zurück und verglich die Telefonnummer in Suzys Anorak mit den Angaben der Patienten. Doch das Ergebnis war ernüchternd.
„Keine Übereinstimmung, tut mir sehr leid.
Vielleicht versuchst du es mal im örtlichen Hotel oder bei der Polizei“, meinte die Dame dieses Mal in einem ruhigeren Tonfall.
Mewtu nickte nur unzufrieden. Es nahm Suzy wieder mit und meldete sich bei der Polizei, ein Kommissar aus Mistlingen war ebenfalls bereits anwesend. Doch auch bei ihm machte sich Ernüchterung breit, es gab noch immer keine neuen Hinweise.
Ging diese Ermittlung vermutlich in die falsche Richtung?
Der Mann versuchte das legendäre Pokémon zu beruhigen.
„Lasst uns wieder nach Hause nach Mistlingen fahren, wir kommen hier nicht weiter. Du hast für heute wirklich gute Arbeit geleistet, morgen geht es weiter“, sprach er beruhigend auf es ein und alle verließen Sunningen wieder.
Doch nun waren sie wieder am Anfang, was Mewtu zur Verzweiflung trieb. Keine Hinweise in Mistlingen, keine Hinweise in der Nachbarstadt, Mewtu war am Ende.
Auch der gefundene Ausweis brachte keinen gewünschten Erfolg, was hatte es bloß übersehen?
Ihm blieb nichts anderes übrig als noch mal von vorne anzufangen.
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