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Petrichor- Der Geruch von Regen

von Qwertzowo
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Romance / P16 / MaleSlash
Aether Amber Venti Xiangling Xiao Zhongli
01.11.2022
20.01.2023
13
21.637
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20.11.2022 1.954
 
„Ist das dein Ernst?“, ungläubig starrte Venti auf sein Glas, in das gerade eine Münze geworfen worden war.
Aether, der ihm gegenübersaß, schaute selbst etwas ungläubig auf die aneinandergeschobenen Gläser zwischen ihnen.
„Das war keine Absicht.“, hob er abwehrend die Hände.
„Ja, ne is klar.“, murrte Venti scherzhaft, griff nach seinem Glas, fischte die Münze mit einem Löffel raus und Trank es auf ex.
Es war jetzt schon das dritte Mal hintereinander, dass sein Glas getroffen worden war. Sie hatten alle Gläser in der Mitte des Tisches zusammengeschoben und warfen nun abwechselnd eine Münze auf die Gläser. Das Gals, welches getroffen wurde, musste vom Besitzer auf einmal ausgetrunken werden.   Und diesmal hatte es schon wieder Venti getroffen.
Dieser hatte sein Glas bereits wieder aufgefüllt und dazu gestellt. Langsam wurde es wirklich Grenzwertig mit seinem Alkoholpegel, obwohl der Abend schon recht fortgeschritten war und sogar eine Zeitlang auf Wasser umgestiegen war. Er wusste jetzt schon, dass er am nächsten Tag wohl keinen ganz so rosigen Morgen haben würde.
Die Münze hatte er inzwischen an einer Serviette abgewischt und weiter gereicht.

„Wieso seht ihr eigentlich noch so nüchtern aus?“, fragte Kaeya und sah Albedo und Xiao an, während er die Münze in seiner Hand drehte.
„Ihr werft zu schlecht.“, war Xiaos knappe Antwort während der Blonde lediglich den Blick senkte und leicht errötete.
„Ist das so..?“, murmelte Kaeya eher zu sich selbst.
Er nahm die Münze, zielte und warf. Nur Sekunden später landete die Münze wiederholt in Ventis Glas.
„Wirklich jetzt?“ schrie Venti schon fast.
„Ups.“, der Blauhaarige zuckte lediglich mit den Schultern, während der Großteil des Tisches in lautes Gelächter ausbrach. Selbst Xiao konnte sich Grinsen nicht unterdrücken.


Nach ein paar weiteren Runden beendeten sie das Spiel, unter anderem auch weil es wirklich immer die gleichen Gläser waren, die getroffen wurden.
Dafür hatte Kaeya es sich zur Aufgabe gemacht zumindest Albedo dazu zu bewegen mehr zu trinken.
Aether und Xiao versuchten aus einer Serviette einen Schwan zu basteln und Amber gab ihnen dabei, wenn auch wenig hilfreich, Tipps. Bennett und Razor schliefen beide schon fast auf der Bank ein und Lumine tippte auf ihrem Handy herum. Venti hatte den Kopf in die Hände aufgestützt und sah den anderen zu.
Ein Blick auf sein Handy sagte ihm das es kurz nach Mitternacht war. Kurz entschlossen schnappte er sich sein Glas auf und setzte sich Aether und Xiao gegenüber.
Er hatte nur noch diesen Abend, schließlich gingen die beiden morgen schon wieder zurück nach Liyue.
Er griff nach der inzwischen ziemlich zerknickten Serviette und zog sie zu sich her. Seine Gegenüber sahen ihn nur fragend an, bis er sein Glas anhob und sagte „Wir machen jetzt ein Wetttrinken!“



Als Venti wach wurde konnte er förmlich spüren, wie sich alles um ihn bewegte. Es war definitiv zu viel des Guten gewesen. Aber es brachte ja alles nichts. Je schneller er sich aufrappeln konnte, desto schneller ging es ihm auch wieder besser. Er öffnete die Augen und sah sich kurz um bevor er sich langsam aufrichtete. Was sich schnell als Fehler herausstellte, denn ihm wurde schlagartig schlecht.
„Hier.“, Amber stand vor ihm und hielt ihm 2 Tabletten und ein Glas mit Wasser hin.
Er schluckte beide auf einmal und trank auch das Glas leer.
Venti schloss die Augen und wartete bis die Tabeltten langsam anfingen zu wirken. Es war nicht das erste mal, dass er nach einem langsam Abend bei Amber aufwachte. Es war  tatsächlich so, dass sie meistens alle bei Amber landeten. Vielleicht auch weil Amber schon eine kleine Wohnung hatte und nicht mehr bei ihren Eltern wohnte.
Von der anderen Seite des Raumes hörte er Bennett stöhnen.
„Ich sterbe.“; jammerte er.
„Heute nicht.“, grinste Amber zurück.
„Wie sind wir hier her gekommen?“, war wohl auch Razor wach.
„Ich hab keine Ahnung.“,  gab Venti ehrlich zu.
„Das glaub ich sofort.“, lachte Amber nun.
„Was soll das jetzt heißen?“, wollte er wissen und sah sie an, aber sie winkte nur ab.
„Schaut dass ihr wieder unter die Lebenden kommt. Wir sind in einer Stunde mit den anderen zum Frühstücken verabredet.“
Jetzt war es Aether der aufstöhnte.

„Wo sind Lumine und Kaeya?“, fragte Venti nachdem er sich nach der üblichen Truppe umgesehen hatte. Eigentlich hatte er fragen wollen wo Xiao ist, aber das traute er sich dann doch nicht. Reichte ja schon wenn Amber ihn die ganze Zeit damit aufzog.
„Lumine ist früher heim. Und Kaeya ist mit Albedo mit.“, klärte Amber über den Verbleib der Vermissten auf.
Venti grinste und suchte sein Handy, welches er neben sich auf dem Boden fand. Ob Xiao bei Lumine war? Es interessierte ihn mehr als es eigentlich sollte, aber er wollte einfach nicht fragen. Er öffnete das Chatfenster und kontrolliert kurz die Nachrichten. Wenigstens hatte er keine dummen Nachrichten verschickt, wenn er schon einen Filmriss hatte. Wäre schließlich nicht das erste mal gewesen.
Er öffnete den Chat mit Kaeya und schrieb ihm: Na du Schlingel, wo treibst du dich denn rum?



Sie schafften es tatsächlich halbwegs pünktlich am vereinbarten Treffpunkt aufzutauchen, wenn auch nur weil Amber ordentlich Druck gemacht hatte und sie alle mit entsprechenden Tabletten gegen Kopfschmerzen und Übelkeit versorgt hatte. Zwei Mal hatte venti seine ganzen Taschen dursucht und immer alles gefunden, aber komischerweise hatte er das Gefühl irgendwas vergessen zu haben. Er konnte aber nicht greifen was es war.
Sie setzten sich in dem Café an einen großen Tisch an dem Lumine  zusammen mit Albedo und Kaeya bereits wartete.
„Kaeya mein Hase.“, grinste Venti und ließ sich neben den Blauhaarigen auf die Bank fallen.
„Du bist schon unter den lebenden?“, grinste dieser ihn breit an.
„Mehr oder weniger.“, winkte Venti ab und legte seinen Kopf auf die Tischplatte. So ganz über den Berg war er noch nicht.
„Also ich wurde ja direkt mit frischem Orangensaft und Kaffee zu meiner Kopfschmerztablette geweckt.“, flüsterte Kaeya ihm ins Ohr.
„Du verascht mich?“, der Junge mit den Ombre Haaren drehte lediglich den Kopf zu Seite und schaute Kaeya in das immer breite grinsende Gesicht.
„Ich weiß nicht was, aber irgendwas muss ich wohl richtig gemacht haben.“
„habt ihr…“, Venti musste die Frage nicht aussprechen. Der Blauhaarige wusste auch so was gemeint war. Er lachte kurz auf. „nein. Um Gottes willen. Ich weiß nicht mal, wie ich ins Bett gekommen bin. Aber ich hatte noch was an. Und er,.., er nickte mit dem Kopf in Richtung Albedo, der sich gerade mit Lumine unterhielt, „..hat auf dem Sofa geschlafen.“
„Ich bin ehrlich neidisch. Ich hatte den Boden.“, murrte Venti zurück. Immerhin hatte sich der Abend für einen von ihnen rentiert.
„Wo ist dein Holder?“, wollte Kaeya wissen und Venti zuckte nur mit den Schultern.


Als die Kellnerin kam schaffte er es sich wieder halbwegs normal hinzusetzten und sich ein Kaffee zu bestellen. Mehr traute er sich noch nicht.
„Ich hab echt das Gefühl als hätte ich gestern was verloren.“, murrte Venti und suchte nochmals seine Taschen ab.
„Du meinst außer deiner Würde?“
Xiao stand plötzlich in der Tür und sah den Kleineren emotionslos an. Venti klappte der Mund auf während alle anderen in schallendes Gelächter ausbrachen.
Xiao zog einen USB-Stick aus seiner Tasche, ging um den Tisch und reichte ihn Albedo.
„Ich hab das Projekt gestern noch fertig gemacht. Kannst ja nochmal drüber schauen.“
„Du hast gestern echt noch was für die Uni gemacht?“, fragte Aether ungläubig
„Musste ja fertig werden.“
„Du bist echt krass. Gehst du schon?“, fragte er und deutete auf den Rucksack, den Xiao über eine Schulte gehängt hatte.
„Ja, werd gleich abgeholt.“
„Schade.“, der Blonde stand auf.  „Aber wir sehen uns ja wahrscheinlich nächste Woche, oder?“
Xiao nickte und Venti spürte wieder dieses unbekannte Gefühl hochkommen, welches er erst neulich bei Lumine gefühlt hatte.


Als sich alle verabschiedet hatten verließ Xiao das Café und Kaeya fragte sofort an Venti gewandt
„Was hast du gestern getan?“
Dieser zuckte nur mit den Schultern. Er wusste es wirklich nicht mehr.
„Du hast echt keine Ahnung mehr, oder?“, war es Aether der ihn diesmal fragend ansah.
„Ich weiß noch alles bis zum Wettrinken.“, gab Venti etwas kleinlaut zu.  
Diesmal war es Lumine die sich zu Wort meldete.
„Du hast ihn gefragt, ob sein Vater Architekt sei, weil so gut gebaut ist.“
Kaeya verschluckte sich an seinem Kaffee den er gerade getrunken hatte und auch Aether musste lachen.
Venti lief es heiß den Rücken runter und er merkte wie auch sein Gesicht wohl eine rote Färbung annahm.
„Hab ich nicht.“, versuchte er es als einen Witz hinzustellen, aber als er Ambers Blick sah wusste er dass es wohl die Wahrheit sein musste.
Als Kaeya sich beruhigt hatte fragte er an Lumine „Das war nicht alles oder?“
Diese schüttelte nur mit dem Kopf und Venti ließ den Kopf in die Hände sinken.
Das war schlimmer als irgendwelche betrunkenen Nachrichten zu verschicken.

„Und was war die Antwort darauf?“, fragte Kaeya belustigt.
„Ist das dein Ernst?“, fragte Venti ihn. „Als ob das nicht schlimm genug ist!“
„Er meinte nein, er sei Anwalt. Und sein Stiefvater bei der Mafia. Und ich bin nicht sicher, ob das ein Witz war.“, brachte Amber ein.
„Das ist doch halb so wild Venti!“, mischte Bennett sich ein.
„Die waren zum Teil echt lustig. Der Beste war: Ich bin vom ADAC, darf ich dich abschleppen?“
„Oder der mit dem Deine Augen passen zu meiner Bettwäsche!“, mischte sich nun auch Razor ein.
„Stopp!“, japste Kaeya, der inzwischen auf dem Boden saß und sich den Bauch halten musste. Er versuchte sich zu beruhigen brach aber immer wieder in lautes Gelächter aus. Auch Aether hatte deutliche mühe sich zu beruhigen und wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln.
Venti wünschte sich einfach nur im Boden zu versinken.
„Wenn dass das schlimmste gewesen wäre.“
Plötzlich war es still im Raum und alle sahen Albedo an, der mit den Fingern auf der Tischplatte zeichnete.
„Es geht noch schlimmer?“, wollte Aether wissen und auch Venti bezweifelte sehr stark, dass das möglich war.
„Naja kommt drauf an. Aber ich glaube schon. Zumindest ist Xiao nach ‘merk dir meinen Namen du wirst ihn die ganze Nacht schreien und du bist süßeste Praline der Welt, lass mich deine Füllung sein‘ aufgestanden und gegangen.“

Das war zu viel für Venti. Ohne zu überlegen, stand auch er auf und ging. Er wollte einfach nur noch weg. Natürlich nahm er es den anderen nicht übel, dass sie lachten, er würde selber ja nicht anders reagieren. Aber er konnte es jetzt nicht hören. Er wollte sich einfach nur verkriechen. Er lief an dem Brunnen auf dem Großen Platz vorbei und wollte dann eigentlich links abbiegen und durch einen Schleichweg nach Hause, aber als er um die Ecke hastete stieß er nur kurz darauf mit jemand zusammen.
„So..Sorry!“, entschuldigte er sich sofort und sah direkt in das Gesicht seines Gegenübers.
Es war Xiao.
Konnte dieser Tag noch schlimmer werden?
„Alles ok?“, fragte der Junge mit den Bernsteinfarbenen Augen und sah Venti fragend an.
„Ja, klar.“, winkte Venti kurz ab, sah auf den Boden und wollte weiter gehen, blieb dann aber doch stehen.
„Und Sorry wegen gestern. Ich war...“
„betrunken.“, beendete Xiao seinen Satz. Venti riskierte einen kurzen Blick nach oben. Sein Gegenüber schien nicht, wie er angenommen hatte, sauer oder genervt zu sein.
„Schon ok.“, winkte dieser diesmal ab.
„Aber Albedo meinte du bist einfach gegangen..“
„Ich wollt das Projekt fertig machen und ihr habt sowieso fast alle schon gelallt. Aber ich muss jetzt wirklich los. Musste nur nochmal zurück, weil ich was vergessen hab.“
„Ok.“, Venti kam sich etwas dumm vor als er Xiao vorbei lies, stehen blieb und dem anderen hinterher starrte.
„Tschau.“, rief er dem anderen noch hinterher.
Xiao drehte sich kurz um und hob leicht die Hand.
„Tschau, Venti.“, dann drehte er sich um und ging.
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