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Prolog zur Apokalypse

von JuSto88
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / Het
Daryl Dixon Merle Dixon OC (Own Character)
31.10.2022
24.01.2023
24
37.764
11
Alle Kapitel
41 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
22.11.2022 933
 
„Wenn ich zurück bin haben wir zu reden Johnson!“

Liz stand hinter der geschlossenen Badezimmertür und lehnte den Kopf gegen das schlechte Holzimitat. Es hatte mal eine Zeit gegeben, da hätten sie sich nie ohne Abschiedskuss voneinander getrennt.

Das der Haussegen aktuell dermaßen schief hing daran war sie definitiv nicht unschuldig, dessen war sie sich schmerzlich bewusst. Das erfolglose Stochern im Nebel nach  Lösungen für ihre gesammelten, sich vermehrenden Probleme frustrierte sie. Ein Plan musste her. Ein guter, idiotensicherer Plan. Sie hasste es derartig orientierungslos zu sein. Nein viel schlimmer. Sie war nicht klassisch orientierungslos. Sie hatte den Eindruck einen Kompass und eine Karte zu haben, eine feste, markierte Route der sie einfach nur folgen brauchte. Nur ganz allmählich begann sie sich zu fragen ob sie sich vielleicht nicht mehr auf dem richtigen Land befand. Vielleicht war die Karte nicht grundsätzlich falsch, aber sie befand sich  nicht mehr am richtigen Ausgangspunkt?!
War sie sich denn wirklich sicher dass sie den Preis für Havard zahlen wollte? Je länger sie nachdachte, je panischer sie wurde, desto sinnvoller erschien ihr die Idee Jason nach L.A. zu begleiten. Sie würde ihren ganzen Mut zusammen kratzten und außerdem hoffen müssen das ihr Studienplatz noch nicht vergeben war. Es war ihr damals retrospektiv schleierhaft gewesen warum sie sich überhaupt in L.A. beworben hatte, immerhin war ihre Bewerbung für Havard nur eine Formsache gewesen. Vielleicht hatte sie sich beweisen wollen das sie es schaffen konnte, sie wusste es nicht. Wenn sie drüber nachdachte, dann erschien es ihr wahrscheinlich das ein Teil von ihr bereits damals den Wunsch nach einer Rebellion gehabt hatte, wenn auch nur latent und sehr diskret, immerhin hatte sie es noch bei drei anderen Unis versucht und war bei zwei davon auch angenommen worden.

In dem Moment, allein in diesem Zimmer, war sie bereit an eine Art Vorsehung zu glauben die es ihr ermöglichen würde bei Jason zu bleiben.
Ihr Vater liebte sie doch, solange sie einen guten Abschluss machte war doch eigentlich egal wo sie hin ging oder? Jason hatte Recht. Sie konnten zusammen bleiben, ihr Vater würde sich beruhigen und alles würde werden wie früher, nur besser. Ja, sie musste sich das nur immer wieder sagen, dann würde schon alles gut werden.

Sie hatte sich zwischenzeitlich aus ihren Sachen geschält und stand nur noch in Unterwäsche vor dem Badezimmerspiegel. Der Spott der ihr aus ihrem eigenen Gesicht entgegen sah tat mehr weh als käme er von irgendwem anders. Sie verzog die Lippen zu einem freudlosen Lächeln, schloss dann die Augen und schüttelte den Kopf.

„Du glaubst das nicht mal selber Lizzy! Warum sollte Dad es dann tun?“

Sie ließ die Unterwäsche auf den Boden fallen und schob hinter den Duschvorhang. Das heiße Wasser hatte etwas tröstendes und sie genoss das prickelnde Gefühl auf ihrer Haut. Die ihr vergönnte  Pause dauerte allerdings nur kurz bevor ihre Gedanken erneut Kreise zogen. Schonungslos ehrlich dieses Mal.
War ihr wirklich egal was ihr Vater zu ihren neuen Plänen sagen würde? Nein natürlich nicht, aber sie würde weit weg sein. Er konnte sich in Ruhe abreagieren und dann würde es schon gehen, immerhin war sie das gute Kind, sorry Jamie! Wollte sie Havard wirklich absagen? Havard selber natürlich nicht. Ein Abschluss von da war ein goldener Türöffner! Wer würde so was ohne weitere, gute Gründe absagen?  Wieso wollte sie es dann tun und wieso so plötzlich? Doofe Frage! Wegen Jason natürlich. Außerdem müsste sie nicht länger darüber nachdenken wie gefestigt ihre Beziehung eigentlich wirklich war und was das heute zu bedeuten gehabt hatte......

Ihre Gedanken wurden jäh unterbrochen. Die Erinnerung an Daryls Blick, seine intensiven Augen,  schossen plötzlich und unerwartet wie der Schuss einer Pistole durch ihren Kopf. Ihrem erhitzten Körper schien es dabei völlig egal zu sein ob er nun in Fleisch und Blut leibhaftig vor ihr stand oder sie nur in Erinnerungen an ihn schwelgte.

Ihr Puls beschleunigte sich erneut und ihre Haut schien plötzlich überempfindlich zu sein, sie spürte jede Bewegung ihre eigenen Hände, jedes Bisschen Seifenschaum auf ihrem Körper, doppelt intensiv. Ihre Brustwarzen waren fast schmerzhaft verhärtet als ihre Finger den Weg alleine dorthin fanden und sie kreisend darüber strich. Sie seufzte genießerisch und biss sich auf die Unterlippe. Vor ihrem geistigen Auge sah sie seinen Mund, wie er das kühle Glas seiner Wasserflasche mit den Lippen umschloss. Eine Hand bahnte sich einen Pfad aus cremig-weichem Seifenschaum über ihren flachen Bauch. Sie sah eine vorwitzige Schweißperle die sich an das kleine Muttermal neben seinem Mundwinkel schmiegte.... Sie spürte das unmissverständliches Ziehen in ihrem Unterleib das Wellen der Erregung durch ihren ganzen Körper jagte. Ein unartikulierter Laut verließ ihren Mund als sich ihre Hand zwischen ihre Schenkel gestohlen hatte und ihre Finger sich zielstrebig auf ihren G-Punkt legten. Ihr entfuhr ein lustvolles Stöhnen und sie trieb sich weiter unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen. Der Orgasmus kam wie eine gewaltige Welle  und riss sie, gleich einer Naturgewalt, erbarmungslos mit sich.

(...)

Sie saß auf dem Boden der Dusche, den Rücken an die geflieste Wand gelehnt. Ihre Knie zitterten nicht mehr, ihre Atem kam immer noch stoßweise und normalisierte sich nur sehr langsam.
Sie hatte den Kopf in den Nacken gelegt und ließ das Wasser aus der noch immer laufenden Dusche ihre glühendes Gesicht ein bisschen kühlen.

Die Wassertropfen vermischten sich bald mit einzelnen Tränen und im nächsten Moment schluchzte Liz völlig hemmungslos. Was zur Hölle stimmte nicht mit ihr? Er war ein völlig Fremder! Sie hatte einen Freund!! Und trotzdem  benahm' sie sich wie ein triebgesteuerter, hormongetränkter Teenager ohne Selbstbeherrschung.

Also, was stimmte nicht mit ihr?
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