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Urlaub auf Broil (Aurora-Rising Trilogie)

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P12 / Mix
06.10.2022
24.11.2022
8
11.062
 
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1 Review
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24.11.2022 1.401
 
Hallo:).

hier geht es zum nächsten Kapitel! Viel Spaß!

Würde mich btw. total über Kommentare und Bewertungen freuen:):)

Los geht's und Viel Spaß!

„Wir treffen uns am Wasserfall“, murmelte Tyler uns zu. Ich war alarmiert. Scarlett würde keine Party für eine Lappalie verlassen. Also gingen wir durch die Tür, dann einen kurzen Gang hinaus und ins Freie. Es waren nur noch knapp 20 Meter, allerdings spürte ich die Kühle der Nacht. „Komm wir warten hier“, sagte ich zu meiner Schwester. „Aber wir sollten uns doch vorne treffen“, meinte diese verwirrt. „Es ist eiskalt“, sagte ich zu ihr, „ich will Aurora meine Jacke geben, damit sie sich nicht erkältet“. Saedii schnalzte nur verächtlich mit der Zunge.

Mir blieb eine Antwort erspart, da in dem Moment Auri, Scarlett und Finian herauskamen. Sie unterhielten sich lautstark, als würden sie sich tatsächlich nur kurz den Wasserfall anschauen wollen und dann schnell wieder hineingehen. Ich trat zu meiner Besh‘mai. „Eine Jacke gefällig, Milady?“, fragte ich sie. Selbst in dem spärlichen Licht sah ich, dass sie rot anlief, sich dann aber kommentarlos in die Jacke helfen ließ. Scarlett räusperte sich vernehmlich und sofort bot Finian auch ihr die Jacke an. Ich erwartete einen sarkastischen Kommentar, aber eigentlich war er nur kurz zusammengezuckt. Anscheinend verglich er sich immer noch mit den Exfreunden von Scarlett, von denen vermutlich mindestens einer schneller reagiert hätte. Einerseits konnte ich seine Unsicherheit verstehen, andererseits wurden wir alle langsam etwas ungeduldig mit ihm. Scarlett hatte sich klar für ihn entschieden, er war für sie und uns alle ein paar Mal fast gestorben und hatte ihr mehrmals klargemacht, dass sie ihn liebte. Eigentlich sollte das mehr als ausreichen.

Wir gingen vor und wechselten entspannt ein paar Worte. Alle außer Scarlett, die sich untypischerweise aus allem raushielt. „Sorry, ich musste noch ein paar Minuten mit dieser unfassbar affektierten Dame tanzen“, murmelte Tyler auf einmal hinter uns. Dann stellte er sich zu uns. Ich war sicher, dass er den Umstand, dass Aurora und Scarlett Jacken trugen, die garantiert nicht ihre waren, bemerkte, dennoch bot er seine nicht Saedii an. Kluger Mann. „Scar, würdest du alles bitte nochmal erzählen?“, bat er jetzt seine Schwester leise. Ich sah mich nochmal um. Wir waren ganz alleine vor dem atemberaubenden Wasserfall und in der Dämmerung würde man uns durch Kameras nicht erkennen. Hoffentlich würde das rauschende Wasser außerdem eventuelle Mikrofone abblocken.

„Ich war auf der Suche nach einer Toilette“, fing Tylers Schwester nun an, „und bin dabei in einen seltsamen Gang geraten, der steil nach unten geführt hat. Schließlich habe ich um eine Ecke gesehen und dann Stimmen gehört. Sie haben von einem Vieh geredet, dass riesig sein soll und dass sie einen Käfig brauchen würden. Und dann… haben sie gemeint, dass das Ding tot sei und tot bleiben soll“. Stille! Ungläubig starrten wir sie alle an. „Bist du sicher?“, fragte Aurora, die als erste ihr Schweigen brach. „Etwas soll von den Toten auferstehen, ein Zombie also? Holy cake“, flüsterte sie.

„Was könnte mich mit einem Vieh gemeint sein?“, meinte Finian und Tyler antwortete ihm, ziemlich abwesend: „Auf der Erde werden so Tiere bezeichnet, vor allem Nutztiere. Aber ich glaube kaum, dass damit eine Kuh gemeint ist.“ Das glaubte ich auch nicht. Eher so etwas wie… ein Drakkon? Einer wie Tyler ihn getötet hatte? „Gehen wir das Ganze mal praktisch man“, sagte ich schließlich und blickte Auri an: „Mit deinen ganzen Kräften, die du hattest, hättest du dir da jemals vorstellen können, etwas von den Toten zurückzuholen?“. Sie sah mich lange an, dann schüttelte sie entschieden den Kopf. „Nein, die Eshvaren konnten niemanden von den Toten zurückholen. Ansonsten hätten sie den Kampf gegen das Ra’haam vermutlich gar nicht verloren“. Natürlich hatte sie recht. Schließlich hätte ich das mitbekommen müssen, wäre es in ihrem Training aufgetaucht.

„Und was machen wir jetzt?“, diese Frage kam von meiner Schwester. Sie hatte wohl schon alle Neuigkeiten verdaut und wollte jetzt Taten sprechen lassen. Typisch! Tyler räusperte sich leise und griff in an sein Handgelenk. „Ich habe mir vorher die Stationsdaten heruntergeladen. Da war unter anderem auch ein Bauplan dabei.“ Scarlett warf ihm einen misstrauischen Blick zu. „Wir sollten auf eine Party gehen! Eine Party! Außerdem… woher hast du das überhaupt? Ist das nicht total geheim?“. Tyler druckste einen Moment herum, dann meinte er: „Es hat seine Vorteile, Kommandant der Aurora Academy zu sein.“ Finian fing sofort an, breit zu grinsen. „Wenn du noch einmal sagst, dass ich die Bauteile der Academy nicht nutzen darf, um mein privates Zeug zu reparieren…“. Nun wurde es Scarlett jedoch doch zu bunt. „Stopp! Wir haben jetzt größere Probleme!“.

Sie hatte Recht. Wir mussten uns definitiv konzentrieren. Ich sah auf die Karte. „Welchen Gang hast du genommen?“. „Hmm… ich meine diesen. Er führt bis ganz hinunter, und scheint erst unterirdisch zu enden“, fügte sie zögerlich hinzu. Saedii warf ebenfalls einen Blick darauf. „Da unten ist Wasser. Vielleicht eine Quelle oder eine natürliche Höhle“. Tatsächlich war darin ein schattierte Bereich, der das nahelegte. „Okay, wie brechen wir dort ein?“, fragte Finian leise. Wir alle sahen Tyler an. Taktik war schließlich sein Ding. „Wir sollten uns aufteilen“, meinte er leise. „Zwei von uns sollten auf dem Fest bleiben, um dort möglichen Fragen über unseren Aufenthaltsort aus dem Weg zu gehen und um die Menge zu überprüfen. Der Rest schleicht sich hinunter und sammelt möglichst viele Informationen. Es könnte schließlich doch irgendwie recht harmlos sein“.

„Wenn wir beteiligt sind? Ja, klar“, murmelte Finian und diesmal konnte ich seinen Sarkasmus sehr gut nachfühlen. „Gut, wie teilen wir uns auf?“, fragte Saedii. „Okay, Finian, Ty und ich sollten auf jeden Fall nach unten gehen“, meinte ich. Die anderen starrten mich an. „Ich meine nur, dass Scarlett ein brillantes Face ist. Wenn irgendjemand die Gäste überzeugen kann, dass wir noch da sind, ist es definitiv sie.“ Da Scar geschmeichelt lächelte, wusste ich, dass ich sie überzeugt hatte. „Außerdem“, meinte nun Tyler, „brauchen wir jemanden, der uns den Rücken sichert und schlimmstenfalls auch Gewalt anwendet, sollte die Situation zu sehr eskalieren“. Wir wussten alle, was damit gemeint war. Meine Schwester knurrte zwar, aber sie sah ein, dass es strategisch vermutlich besser war.

„Ich werde auch mit euch gehen“, meinte nun Auri neben mir. Alles in mich sträubte sich, meine Besh’mai in Gefahr zu bringen, allerdings wusste ich, dass sich nicht davon abbringen lassen würde. „Okay, welche Ausrüstung haben wir dabei?“, fragte Tyler. Saedii und ich zeigten beide unsere slydrathischen Klingen, Tyler seinen Technik-Zerstörer, den er von Zila bekam und Finian kramte sowohl ein Multifunktionswerkzeug heraus, als auch eine kleine Glasflasche. „Das verwende ich in den Situationen, in denen du „Holy Cake“ sagst“, beantwortete er die unausgesprochene Frage an Auri gewandt. „Ich habe das hier. Das ist ein Elektroschocker“, meinte Scarlett und zeigte ihr Armband. „Außerdem meine Haarnadeln, dass sind Waffen für Frauen, seit sie existieren“. In Scarletts Händen? Das wollte niemand bestreiten.

„Auri, was ist mit dir?“, fragte Tyler und sie lächelte nervös. Dann zog sie ein winziges slydrathisches Messer, kaum größer als ein Schlüsselanhänger, aus ihrer Handtasche und berührte den Griff. Sofort dehnte es sich aus, bis es ein echter Dolch war. „Wo hast du das denn her?“, fragte ich erstaunt. Diese Art von slydrathischer Technologie war recht selten und deshalb extrem teuer. „Ich habe es als Abschiedsgeschenk der ersten Kolonie bekommen“, meinte sie. Wenn wir alleine gewesen wären, hätte ich sie jetzt gefragt, warum sie mir das nie erzählt hatte. Aber da unser ganzer Squad um uns herum stand, war es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

„Gut, dann sollten wir wieder hineingehen, bevor uns noch jemand vermisst“, meinte Tyler und so machten wir uns auf. Alle atmeten erleichtert auf, als sie in die Wärme kamen. Es war draußen doch sehr viel kälter, als ich gedacht hätte. Scarlett gab Finian die Jacke zurück und drückte unauffällig seine Hand. Dann verschwanden sie und meine Schwester im Festsaal und wir vier blieben zurück.

„Dann mal auf in eine neue Mission“, murmelte ich. Die anderen nickten und wir schlenderten wieder in den großen Saal. Leider ging es nicht anders, als diesen zu durchqueren, um in den Gang zu kommen. Immerhin schafften wir es ohne größeren Zwischenfall, denn der Alkohol war bereits in Strömen gelaufen und so bemerkten die meisten Gäste uns nicht einmal.

Hoffe, ihr freut euch auf nächste Woche.
Es gibt auch wieder ein neues Kapitel bei "Supernatural", wenn ihr Lust darauf habt!

Bis nächste Woche
feuer und luft
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