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Urlaub auf Broil (Aurora-Rising Trilogie)

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P12 / Mix
06.10.2022
02.02.2023
18
25.692
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
17.11.2022 1.347
 
Hallo:)

Heute geht es so richtig los mit der Spannung...!!
Wieder ein Doppel-Appload, hier und bei "Supernatural"

Viel Spaß!

Die ersten Tage liefen ziemlich gleich ab. Bis zum frühen Nachmittag machten wir Ausflüge, manchmal zu sechst, manchmal aber auch in kleineren Gruppen, danach gingen wir ans Meer und schwammen ein paar Runden. Außerdem hatte ich Finian am zweiten Tag eine Höhle in der Nähe gezeigt. Ich wollte, dass er sich in seiner natürlichen Umgebung wieder wohlfühlte. Dort hatte ich zum ersten Mal seine echten Augen gesehen, nicht nur seine Kontaktlinsen. Sie waren noch schöner als diese, obwohl ich mich ja als erstes darin verliebt hatte.

„Kommt ihr endlich?“, rief Finian genervt von unten. Erst seit wenigen Stunden machten wir, Aurora und ich, uns fertig, dennoch war das bereits dritte Nachfrage. Aurora nestelte noch an ihrem Armband und ich legte mir ebenfalls eine Halskette an. „Sind die immer noch nicht fertig“, hörten wir Kals Stimme von unten, der mal wieder genervt hinein kam. Finian antworte etwas, für dass ich ihn wohl nochmal ordentlich treten musste, dann lachten beide. Aurora hob ihr Kinn. „Dafür sollten die beiden aber mindestens in Ohnmacht fallen, wenn wir kommen, meinst du nicht?“, fragte sie mich leise und ich nickte entschlossen.

Auri trug ein rotes Kleid, eine Erinnerung an ihr Kleidung in Semperternity. Ich selbst hatte mir eine silbrig funkelnde Robe mit Tropfohringen ausgesucht. Langsam schritten wir die Treppe hinunter. Die Jungs sahen uns mit großen Augen an und brauchten wohl einen kleinen Moment, das sagte ich jedenfalls süffisant zu Aurora. Kal trug ein traditionelles slydrathisches Gewand, dass den Vorteil von zahlreichen Schlitzen für verschiedene Waffen hatte. Finian hingegen hatte sich für einen dunkelblauen Anzug entschieden, mit einem silbrigen Anstecker, als Zeichen für unsere Zusammengehörigkeit. Jetzt bot er mir galant den Arm an. Ich nahm an und vor dem Haus trafen wir auf Tyler und Saedii. Als wir vorhin Saedii gefragt hatte, ob sie sich mit uns zurechtmachen wollte, hatte diese nur verwundert mit dem Kopf geschüttelt. Wir waren deshalb nicht weiter darauf eingegangen und einfach gegangen.

Betrayen, der reichste Betrasker des Universums, der Gastgeber der Party, hatte uns einen Fahrer geschickt, der uns nun begrüßte. Wir waren immerhin einige der Ehrengäste des Festes. Die Fahrt mit dem Gefährt dauerte etwa eine halbe Stunde, bevor wir zu der riesigen Weltraumbasis kamen, wo die Feier stattfinden sollte. Als wir in den Hauptraum kamen, spielte dort bereits laute Musik, die Leute tanzten und überall lief der Alkohol in Strömen. Wir stürzten uns ins Geschehen.
Erst nach einer Stunde, nachdem wir getanzt, Sekt getrunken und ein wenig Fingerfood gegessen hatten, lernten wir unseren Gastgeber kennen. „Drei Menschen, zwei Slydrathi und ein Betrasker. Wer hätte gedacht, dass sie das ganze Universum retten“, meinte der hochgewachsene Betrasker etwas träge. Er war knapp 1,90 Meter groß und trug eine Robe, deren Farbe sich änderte, je nachdem welches Licht auf es schien. Seine Art zu sprechen war langgezogen und er bewegte seine Lippen dabei fast gar nicht. Auch meinem Zwillingsbruder war wohl er nicht wirklich sympathisch, denn er antwortete schlicht: „Fünf Menschen“. Natürlich, wir würden niemals Cal oder Zila vergessen.

Trotzdem, er war unser Gastgeber, da musste ich wohl wieder eingreifen. „Vielen Dank für die Einladung! Es ist uns eine Ehre, hier zu sein“, meinte ich schwärmerisch. Zum Glück sprang er sofort darauf an und so leitete ich die weitere Konversation. Immer wieder ließ ich dabei einige Komplimente mitschwingen, wobei ich unter anderem den Saal und die Umgebung erwähnte, er ließ sich natürlich über Auroras und meine Schönheit aus. Trotzdem war es keine angenehme Unterhaltung und ich war froh, als er sich endlich entschuldigte.

„Wow, was für ein Widerling“, flüsterte mir Finian zu und ich nickte zustimmend. Aber gut, wahrscheinlich hatte ich ihn gerade das Letzte mal gesehen und diese Party war wirklich zu großartig, um sie zu verpassen. Dennoch entschuldigte ich mich jetzt bei ihm, um auf die Toilette zu gehen. Leider hatte ich keinen blassen Schimmer, wohin ich musste. Vorsichtig drängte ich mich durch die Leute und sah hin und wieder in einen Raum. Schließlich kam ich einen Bereich, der deutlich ruhiger war. Ein weißer Korridor, ohne Abzweigungen führte steil hinunter. Ich folgte diesem ein paar Meter, wobei ich aufpassen musste, denn meine Schuhe waren dafür definitiv nicht geeignet. Warum gehe ich hier runter? Es ist ein weißer Korridor, hier ist niemand, hier sind keine Türen, definitiv ist hier keine Toilette! Ich gehe jetzt noch bis zur Ecke da vorne, dann drehe ich mich um, dachte ich irgendwann sauer. Also warf ich noch kurz einen Blick um die Ecke, wo natürlich auch nichts war, wollte ich schon weitergehen, als ich Stimmen hörte. Reflexartig zog ich mir wieder an die Wand zurück.

Bereits vorhin hatte ich den Hall bemerkt, aber jetzt waren die Stimmen schon fast zu gut zu verstehen. „Glaubst du wirklich, dass der Käfig groß genug ist? Das Vieh soll riesig sein!“, sagte ein junge, eindeutig männliche Stimme. „Ja, ist er. Wir müssen darauf einfach Vertrauen haben“, antworte eine weibliche Stimme streng. „Aber ist das wirklich eine so gute Idee. Ich meine, das Ding ist tot und ich finde, dass sollte auch so bleiben!“. In den letzten Sekunden waren die Stimmen immer leiser geworden und die Erwiderung hörte ich nicht mehr. Ich lehnte mich an die Wand und atmete tief durch. War ja klar, dass wir nicht einfach auf eine ganz normale Party gehen konnten, ohne dass irgendwas passierte. Denn das hatte sich sehr nach einem verbotenen und sehr gefährlichen Experiment angehört. Schweres Herzens zog ich meine Schuhe aus und kam barfuß viel besser voran. Dabei überlegte ich, was jetzt zu tun war. Tyler informieren, dann unauffällig alle anderen in einem Raum zusammenbekommen. Ich hoffte, dass er mich nicht für paranoid hielt, denn mit diesem Gedanken spielte ich gerade selbst. Wenn er mich darin bestärken würde und dazu bräuchte es nicht viel, dann würde ich einfach nur noch trinken und tanzen.

Bei Betreten des großen Saals versuchte ich sofort, mich zu orientieren. Dies war gar nicht so einfach, denn nun waren noch mehr Persönlichkeiten gekommen, die jeden verfügbaren Platz belegten. Schnell machte ich mich auf den Weg zur Bar und hatte Glück, denn tatsächlich holte Tyler da gerade Nachschub. Ich fokussierte meinen Blick auf ihn und versuchte meine Gedanken zu übertragen. Tatsächlich drehte er sich suchend um und fand mich in der Menge. Ich riss kurz meine Augen auf und nickte ihm zu. Mein Zwillingsbruder verstand zum Glück genau und ging betont langsam, mit zwei Getränken in der Hand auf mich zu. „Scarlett, hier ist dein Getränk“, meinte er und gab mir ein Glas. „Danke“, antworte ich ihm und wir zogen uns unauffällig an die hintere Wand zurück.

Flüsternd erzählte ich ihm von den mitgehörten Gespräch. Tyler zog besorgt die Augenbraue hoch. „Du glaubst mir?“, fragte ich ihn etwas ungläubig. „Statistisch gesehen müssen wir mal wieder in eine Katastrophe hineinmarschieren und das ist etwas zu dubios. Vor allem weil ich vorhin zwei weitere Ehrengäste von einer besonderen Attraktion habe sprechen hören“. „Du meinst…?“, fragte ich und er nickte grimmig. „Wir brauchen definitiv mehr Informationen. Schau mal dahinten, da tanzen Finian und Aurora gerade“, meinte er und zeigte auf die Tanzfläche. Tatsächlich führten die beiden gerade einen albernen Tanz auf, die Umstehenden hielten extra ein paar Meter Abstand zu ihnen, aus Angst getroffen zu werden. „Ich informiere die beiden Slydrathi, wir treffen uns in zehn Minuten vor dem Wasserfall. Vorhin sind immer wieder kleine Gruppen dorthin gegangen, das wird nicht weiter auffallen“.

Ich nickte ihm zu und machte mich auf zu dem tanzenden Paar. Zuerst versuchte ich Finian zuzuwinken, doch der hatte nur Augen für Auri. Mit einem leisen Grummeln wechselte ich Seiten und versuchte es nun bei seiner Tanzpartnerin. Immerhin verstand sie meine wilden Gebärden und nickte mir zu. Als das Lied endlich beendet war und die Band eine kurz Ansage machte, beendete sie ihren Tanz, sehr zur Freude der Umstehenden und ging zu uns.

Würde mich total über Kommentare freuen! Das sind riesige Motivationshilfen und geschätzte Kritik! Ich antworte garantiert jedem!

Bis nächste Woche, ich hoffe ihr freut euch darauf
feuer und luft
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