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Gestaltentag

Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P12 / Gen
25.09.2022
25.09.2022
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Nordend 100 Jahre vor der Öffnung des dunklen Portals.

Müde öffnete der Schwarze Drache seine gelben Augen. Es war ein neuer Morgen, dass erkannte Enarion, trotz der Tatsache das er in einer Höhle lebte. Er stand auf und streckte sich ausgiebig, dabei raschelten seine schwarzen Schuppen leise. ''Heute ist der Tag'' dachte er sich und trat aus seiner Höhle ins Sonnenlicht. Die kalte Luft von Nordend wehte um seine Nüstern, doch die Kälte störte ihn nicht, nein er begrüßte sie sogar. Die eisigen Weiten, wo man immer wieder die Knochen längst verstorbener Drachen sehen konnte, war für ihn eines. Heimat. Seit Jahrhunderten lebte er hier, weit ab von den anderen Mitgliedern seines Schwarms. Oh er besuchte dort immer wieder seine Mutter, doch nur selten, immerhin war er nicht so, wie die anderen. Er wusste von der Krankheit des Geistes, die die Mitglieder seines Schwarms beeinflusste. Die Flüsternden Stimmen in ihren Köpfen, die in ihren Herzen das Verlangen nach Herrschaft und Gewalt öffneten. Oh auch Enarion hörte diese Stimmen, doch...beeinflussten sie ihn nicht. Nicht so sehr. ''Denk nicht zu viel darüber nach, du bist nicht so ein Biest wie die anderen.''sagte er sich selbst und breitete seine Schwingen aus. Gerade wollte er abheben, da sah er einen kleinen Punkt im Himmel, der auf ihn zugeflogen kam. Er lächelte leicht, als er erkannte, wer da auf ihn zukam. Elegant landete der grüne Drache auf der kleinen Anhöhe vor seiner Höhle.

„Ah, Melissra. Schön dich zu sehen, hast du Lust auf Frühstück?“ jetzt wo er daran dachte, knurrte Enarions leerer Magen. Das grüne Drachenweibchen grinste nur und schüttelte den Kopf. „Später gerne, aber ich bin hier um dich abzuholen. Du weißt ja was heute für ein Tag ist, oder?“ der Hunger verflog sofort und Enarion nickte ernst. „Mein Gestaltentag. Der Tag an dem ich mir meine Gestalt wählen soll, um unter den sterblichen Völkern zu wandeln.“, er seufzte. „Du weißt was ich von denen halte, Melissra. Ich traue ihnen nicht.“ die grüne seufzte. „Enarion...“ „Nein, ich weiß ja das du recht hast, aber versteh mich auch. Wie viele von unserem Volk haben die Menschen getötet? Wie viele Eier wurden zerschlagen? Gerade bei meinem Schwarm?“ hier wurde Melissra ernst. „Du weißt warum dein Schwarm unter Beobachtung steht.“ Enarion knurrte frustriert. „Ich weiß. Aber lassen wir das, dieser Tag ist wichtig.“ Melissra nickte und schaute wieder freundlicher. „Hast du dich schon entschieden?“ „Ja habe ich, auch wenn Mutter...sie wird nicht begeistert sein.“ die grüne kicherte. „Wieso? Wird ein ein Gnom?“ der schwarze Drache schaute leicht beleidigt. „Ich bin nicht Chronormu. Auch habe ich keine weibliche Form gewählt.“ „Na sag schon, was ist es den?“ Melissra war neugierig wie immer und wirkte wie ein Welpling. Dabei war sie um die 200 Jahre älter als Enarion. Dieser lachte nur und schüttelte den Kopf. „Oh nein, das erfährst du schon früh genug.“ die grüne Drachendame plusterte ihre Wangen auf und sah zum schießen komisch dabei aus. Beide lachten herzlich, dann flogen sie los um etwas zu fressen zu finden.

Einige Stunden später befanden sich viele Drachen auf der Spritze des Wyrmruhtempelz, auch Enarion war dort. Zugegeben er war nervös. Er hatte lange gebraucht, um seine Sterbliche Gestalt zu wählen. Er hatte lange mit Melissra darüber gesprochen, aber auch mit seiner Mutter sprach er darüber. Das Gespräch mit Onyxia war...schwierig. Seine Mutter war durch und durch böse, hinterhältig und Machthungrig. Genau wie ihr Vater, war es ihr Ziel die Sterblichen Völker entweder zu vernichten oder zu versklaven, so das die Drachen herrschten, mit ihr als Königin natürlich. Ihr „Rat“ war mehr eine Aufforderung. Die meisten seines Schwarms hatten die Gestalt der Menschen angenommen, da diese am besten geeignet waren, um ihre Reiche von innen heraus zu vernichten und zu lenken. Sprich auch Enarion hatte sich in einen Menschen zu verwandeln und seiner Mutter zu dienen. Tja wie es aussieht, würde er heute nicht nur seine Gestalt wählen, nein er würde auch mit seinem Schwarm brechen. Viele Drachen waren Anwesend. Blaue, Grüne, Bronzene, Rote und Schwarze. Melissra stand ganz in seiner Nähe und lächelte ihn aufmunternd an. Enarion nickte ihr zu und sah sich weiter um, dabei fiel sein Blick auf seine Mutter, die ihn aus ihren gelben Augen anstarrte. Ein Stummer Befehl dem Schwarm keine Schande zu machen. ''Ich kann unserem Schwarm keine Schande mehr bereiten, das hat Großvater bereits getan'' dachte er sich nur und schaute nun zur Drachenkönigin. Alexstraza, die Lebensbinderin.

„Liebe Freunde! Heute sind wir hier, um einen großen Tag zu feiern. Wie wir alle, wird nun der junge Enarion seine Gestalt wählen, mit denen er sich unter den sterblichen Völkern bewegen wird. Als uns Aspekten vor Jahrhunderten klar wurde, dass wir Azeroth mit den anderen Völkern teilen müssen, haben wir beschlossen Gestalten anzunehmen, damit wir sie besser verstehen können. Außerdem lehren wir ihnen so mehr von uns. Enarion. Schwarzer Drache, Sohn von Onyxia, tritt vor.“ langsam näherte Enarion sich der Drachenkönigin und verneigte sich tief vor ihr. „Heute ist dein großer Tag, junger Drache. Ich hörte du hattest viele Gedanken über deine Wahl und hast auch lange mit dir gehadert. Bist du bereit?“ Alexstrazsa sprach freundlich. Voller Mitgefühl und Liebe. Enarion wusste, die Lebensbinderin liebte alle Lebewesen, auch wenn sein Schwarm ihr so viel Leid angetan hatte. Er sah ihr direkt in die Augen und sprach mit fester Stimme. „Ja, meine Herrin. Ich bin bereit. Ich habe lange über meine Form nachgedacht, habe das für und wieder abgewogen und mich mit meinen Freunden unterhalten.“ hier schaute er zu Melissra. „Es fiel mir nicht leicht, vor allem da man...Erwartungen an mich stellte.“, ein schneller Blick zu seiner Mutter die ihn streng musterte. Er schaute ihr direkt in die Augen, zeigte dabei keine Angst. „Ich habe mich entschieden, in mehrerer Hinsicht.“, er murmelte leise den Zauber, der von nun an seine Gestalt verändern würde, wenn er unter den sterblichen Völkern wandeln würde. Feuer umgab ihn und sein großer Drachenkörper schrumpfte. Als die Flammen verschwanden, stand dort kein schwarzer Drache mehr, sondern ein Lila häutiger Nachtelf mit Schwarzen Haaren die ihm bis zum Rücken reichten und rot glühenden Augen. Ein schwarzer Vollbark zierte sein Gesicht und ein Schwarzes Ledergewand mit roten Verzierungen bekleidete seinen Körper. „Seit gegrüßt, ihr dürft mich Flavion nennen.“ Alexstrasza lächelte und verwandelte sich nun ebenfalls. Nun stand eine wunderschöne Hochelfe mit feuerrotem Haar und Gold verzierten  Hörnern vor ihm. Auch viele andere Drachen nahmen ihre sterblichen Formen an. Tauren, Nachtelfen, Menschen, Gnome, alle standen sie nun da.

Nur Onyxia war noch in ihrer Wahren Form und sah ihren Sohn wütend an. Dieser lächelte sie kalt an. „Hoheit, es gäbe da noch etwas, was ich sagen möchte.“ „Sprich, junger Drache.“ zum Erstaunen aller kniete sich Enarion vor der Drachenkönigin hin und senkte sein Haupt. „Ich weiß, mein Schwarm hat euch Leid zugefügt und unser Bündnis wurde von meinem Großvater verraten. Ich selber bin kein Freund der sterblichen Völker, sehne mich aber nicht nach ihrer Vernichtung oder Versklavung. Ich bin nur ein einfacher Drache, jedoch biete ich euch, Lebensbinderin, meine Dienste an. Ich will helfen unsere Welt zu schützen und zu bewahren.“ freundlich und zärtlich legte Alexstrasza ihre Behandschuhte Hand an Enarions Wange und blickte ihm in die roten Augen. „Ich danke dir für deine Dienste und nehme sie gerne an. Es wird eine harte Zeit auf dich zukommen, junger Drache, jedoch sehe ich wie ernst es dir ist.“ „Ich danke euch, Hoheit. Ich schwöre ich werde euch nicht verraten, sonst sollen die Titanen meinen Körper und meine Seele vernichten.“ ein leises Knurren war zu hören und alle sahen zu Onyxia, die ihren Sohn mit Verachtung anblickte. „Damit hast du deinen Schwarm verraten, Enarion. Aus Liebe und weil du mein Sohn bist, verschone ich dich heute, doch sei dir gewiss, wenn du je wieder in unser Gebiet zurück kehren solltest, wird es dein Tod sein.“, damit wandte sich Onyxia ab und alle anderen Schwarzen Drachen folgten ihr. Enarion hatte seine Zugehörigkeit zum schwarzen Drachenschwarm verloren, doch das kümmerte ihn nur wenig. Die Stimmen in seinem Kopf wüteten leise, doch er verdrängte sie einfach. ''Ich bin nicht euer Diener! Ich bin ein Hüter dieser Welt, so wie es mein Schwarm einst war.'' vom heutigen Tag an, änderte sich Enarions Leben grundliegend und es würde in den kommenden Jahrzehnten viele Herausforderungen auf ihn warten. Doch auch wenn sein Schwarm ihn verstieß, so war er nicht alleine.
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