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Spiegelscherben

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16 / Gen
Castiel Dean Winchester Sam Winchester
22.09.2022
30.09.2022
7
1.779
1
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
22.09.2022 271
 
A/N: Diese Geschichte spielt zu Anfang der 5. Staffel, als Sam und Dean für eine Weile getrennte Wege gehen.

* * *

Als das Zittern seiner Hände zu stark wird, lenkt Dean den Impala auf den Standstreifen. Langsam dämmert ihm, dass er einen Fehler gemacht hat. Dass er Hilfe braucht.
Kalter Schweiß brennt in seinen Augen. Dean schüttelt unwirsch den Kopf, wischt sich fahrig über die Augen und tastet nach dem Türöffner. Fällt aus dem Wagen, als die Tür aufschwingt.
Er nimmt einen tiefen Atemzug; die Luft ist kalt und schwer von den Spuren des nahenden Winters. Dean stürzt auf die Knie, kann sich nicht aufrechthalten. Kies presst sich in seine Handflächen, dann seine Stirn und schließlich seine Wange. Ritzt die Haut auf.
Mit einem Ächzen rollt Dean sich auf den Rücken.
Sein Blick geht zum wolkenlosen Herbstnachthimmel. Das Licht des Vollmonds lässt ihn die Augen zusammenkneifen. Er weiß, dass der Mond nicht scheint, sondern nur das Licht der Sonne reflektiert. Sam wäre stolz auf ihn, dass er sich daran erinnert, denkt Dean. Und gleich darauf: Nein, Sam würde sich über ihn lustig machen, dass er in einer Situation wie dieser an so etwas denkt.
Einerlei. Das Licht des Mondes fühlt sich in dieser Nacht seltsam an. Wie eine Berührung. Wie eine Decke, die sich über die Welt legt. Wie eine bleierne Decke, die Dean das Atmen schwermacht. Noch schwerer.
Deans Blick verschwimmt, als sein Körper sich unter Krämpfen windet.
Schließlich hüllt ihn das Licht des Vollmonds wie seidenzarte, federleichte Flügel ein. Engelsflügel, denkt er undeutlich und lächelt trunken von einem Gefühl, das er nicht benennen kann.
Dann wird auch Dean leicht.
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