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Sprich zu mir

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Hicks der Hüne Viggo Grimborn
22.09.2022
22.09.2022
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Als Viggo und seine Leute bei Berk ankamen, wusste er genau, was ihn erwarten würde. Ein störrischer Herrscher und eine kleine Insel.

Viggo und sein Bruder Reiker reisten mit wenig Leuten an, sie wollten ihre Beziehungen zu den Barbaren im Inselreich stärken. Haudrauf kam ihnen entgegen, neben ihm wahrscheinlich seine Frau und ihren Kindern, er sah vier ``Kinder`` wobei die älteren erwachsen waren.

«Die Grimborn Brüder nehme ich an, ich bin Haudrauf, das ist meine Frau Gertrude. Das ist unser ältester Schädelspalter unsere zweite Tochter Edeltraud.» Die junge Frau klimperte mit den Wimpern. Dann schien ein grösserer Altersabstand zu den weiteren Kindern zu folgen.

Viggo hörte nicht mehr richtig zu, bis er etwas hörte: «Unser viertes Kind Morchel und unser jüngster Troll.»

Reiker war mit der Frage schneller als Viggo «Wo ist das dritte?» wollte er wissen und Morchel, ein Mädchen von etwa zwölf plapperte los ehe ihre Eltern sie aufhalten konnten: «Hicks ist nicht ganz richtig im Kopf, daher sind Mama und Papa froh, dass er nicht gekommen ist, Hicks kann nämlich nicht mal Sprechen.» erklärte sie freudig.

Haudrauf versuchte es zu überspielen, in dem er ihnen eine kurze Führung durchs Dorf gab.
«Das ist das zweite Haus des Oberhaupts, ihr könnt euer Aufenthalt dort verbringen, ist gemütlicher als auf dem Schiff oder in Zelten.», sagte Gertrude.

Sie sprachen ab, dass Viggo und Reiker sich von der Reise erholen würden und sich dann später in der grossen Halle einfinden würden. Ihre Crew schlug die Zelte am Strand auf und suchte mittlerweile wahrscheinlich etwas Alkoholisches zum Trinken.
Das Gästehaus war sehr sauber und aufgeräumt, im Kamin brannte ein Feuer, ein Krug stand auf dem Tisch, ein Becher daneben, auf einem Balken unter dem Dach lag ein Junge der Las und eine Decke lag auf einem Stuhl.
Moment was, Viggo sah wieder nach oben, es handelte sich wahrscheinlich um das dritte Kind von Haudrauf, er hatte nämlich ähnliche rot-braune Haare. «Bist du Hicks?», fragte er und zum ersten Mal beachtete der Junge sie beide und sah kurz zu ihnen runter und widmete sich dann seiner Lektüre.

«Wohnst du hier?», fragte Viggo als er sich genauer im einstöckigen Gästehaus umsah.
Er erhielt keinerlei Beachtung von Hicks.

Dann wurde die Tür aufgestossen und er blonder Mann kam herein, ihm fehlte eine Hand und ein Bein, am Hacken der seine Hand ersetzte, hing ein Topf aus dem Dampf aufstieg, wahrscheinlich Essen.

«Hicks ich hab dir Yak Eintopf mitgebracht.» sagte er, als er das Haus betrat, ehe er die Gäste überhaupt bemerkte.
Dann fiel sein Blick auf die Grimborn Brüder: «Oh, seit ihr die politischen Gäste? Ich bin Grobian, ich bin der Schmied. Ich bringe Hicks was zu essen.» brachte der Blonde alles Wichtige auf den Punkt. In nur wenigen Momenten, solche Leute mochte Viggo.
Viggo lächelte: «Ja genau ich bin Viggo und das ist mein Bruder Reiker.» sagte er und Grobian lief an ihnen vorbei und hängte den grossen Topf übers Feuer.

«Dann hat man euch bestimmt gesagt, dass ihr das Haus benutzten sollt, was?», fragte er und suchte mit seinen Augen nach Hicks.

«Ja, wohnt er hier?», fragte Viggo und Grobian nickte: «Ja, Hicks versteht sich nicht so gut mit seinem Vater und dessen Frau und dem Rest, daher wohnt er hier. Aber ich nehme ihn einfach so lange ihr hier seit zu mir.» sagte Grobian.
Es war irgendwie verdammt unfreundlich, dass man ihnen sagte, sie sollten da unterkommen, wenn im Haus jemand wohnte.
«Hicks.» sagte Grobian und der Junge sah nach unten und verschränkte die Arme, Grobian sah ihn an und sagte dann: «Schmollst du jetzt etwa? Komm runter und iss, sonst kriegst du nie was auf die Rippen.» meckerte Grobian und es schien Wirkung zu zeigen, denn Hicks liess sich wie eine Katze vom Balken gleiten und landete auf dem Fussboden. Er holte sich aus dem Schrank eine Schale und einen Löffel und nahm sich eine Kelle mit Essen. Grobian derweil legte die Decke zusammen, die auf dem grossen Stuhl lag.

Grobian setzte sich dann zu Hicks und Viggo setzte sich auch an den Tisch, Reiker folgte ihm wie üblich.
«Was meinst du Hicks Packen wir nachher ein paar deiner Sachen und du bleibst ein Weilchen bei mir?» fragte Grobian Hicks verdrehte lediglich die Augen.
Auf Viggo wirkte der Junge überhaupt nicht falsch im Kopf, er wirkte lediglich desinteressiert und stumm. Aber es gab ja immer diese Leute, die dachten das Stumme Dumm waren. Wahrscheinlich war das vor-allem auf einer nicht wirklich gebildeten Insel, die so abgeschnitten war ein Problem.

Viggo sagte: «Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn wir Hicks einfach aus seinem Haus werfen, wir können ja auch bei den Schiffen bleiben.» bot er an, «Da kann man nichts machen, wenn Haudrauf das so beschlossen hat, gibt es nur ärger, wenn ihr wegen Hicks die Pläne ändert.» sagte Grobian und Haudrauf sank schlagartig in Viggos ansehen.
«Hat doch genug Zimmer, dann bleiben wir doch einfach und er auch, es hat ja 4 Schlafzimmer.» sagte Reiker.
Viggo fand die Idee gar nicht so schlecht, weil er davon ausging, dass er sich auf dieser Insel zu Tode langweilen würde, daher war ihm etwas Interessanteres durchaus willkommen.
Grobian schien von der Idee nicht sehr angetan zu sein: «Ihr seit politische Gäste, es gebe Ärger, wenn Hicks euch was tut und ich bin mir nicht sicher, ob nicht ihr ihm noch was tun würdet. Gleichzeitig ist Hicks auch alt genug um eigene Entscheidungen zu treffen, wobei;» anscheinend war sich auch Grobian nicht sicher wie gut Hicks Kopf funktionierte, Hicks stand einfach auf und sie hörten die Tür ins Schloss fallen.

«Hicks, warte.» setzte Grobian noch an, brach aber ab, weil Hicks eh schon weg war. Grobian seufzte: «Schön, ich lasse Hicks Sachen mal hier, aber seit nett zu ihm, er ist eigentlich ein gutes Kind. Die meiste Zeit werdet ihr ihn eh nicht bemerken.» sagte Grobian und ging ebenfalls.

Wie Viggo angenommen hatte, war es nicht besonders interessant, nach einer halben Stunde hatte er keine Lust mehr und liess Reiker in der grossen Halle zurück. Er wollte sich umschauen, um zu sehen, ob es etwas Spannendes gab.
Viggo hörte ein Surren und wich reflexmässig dem Geschoss aus, es handelte sich um einen  Tannenzapfen, den jemand nach ihm geworfen hatte. Er sah Hicks auf einer Tanne am Waldrand sitzen, mit einem weiteren Zapfen in der Hand. Also ging Viggo zu ihm rüber, Hicks bewarf ihn nicht weiter mit Zapfen, er schleuderte den Tannenzapfen lieber nach einer anderen Person, die vorbeikam. Die Frau fluchte, sah rüber und ging weiter, sie murmelte dabei irgendwas von wegen elende Hicks und so weiter.
«Na, keine Lust auf die grosse Halle?», fragte Viggo.
Und Hicks sah ihn nur kurz an und schüttelte dann den Kopf, dieser Junge verstand ihn problemlos. «Ich gehe zum Haus zurück, begleitest du mich?», fragte er und Hicks liess sich vom Ast gleiten. Die meiste Zeit wirkte er so, als würde er nicht zuhören, als Viggo ihm auf dem Rückweg etwas erzählte. Wobei sich der Klanleiter dennoch ziemlich sicher war, dass er ihm zuhörte, den, wenn er noch etwas sagte, sah ihn Hicks kurz an.

Als sie zurück waren, suchte Viggo in seiner Tasche nach seinem Lieblingsspiel und stellte es auf den Tisch. «Hicks spielst du Keule und Klaue?», fragte er.
Hicks legte sein Buch auf den Tisch und warf einen Blick auf das Spielbrett, er setzte sich Viggo gegenüber und dieser erklärte ihm das Spiel. Und Hicks machte seinen ersten Zug.

Sie spielten eine Weile bis Hicks Luft holte und fragte: «Muss ich den Verräter töten?» Viggo stiess fast seine Figuren um: «Du kannst sprechen?» fragte er und Hicks antwortete: «Ich kann eine ganze Menge von dem die andern nicht wissen. Aber es wird dir eh niemand glauben, also ist es ja egal.» Viggo lachte: «Wieso sprichst du den mit niemandem?»
«Mit wem sollte ich auf dieser Insel den bitteschön reden?», fragte Hicks leicht genervt.
Viggo dachte nach: «Mit diesem Grobian, vielleicht oder einem der andern in deinem Alter, deinen Geschwistern?»
«Lohnt sich nicht, ausserdem kann ich hören, was sie über mich sagen. Den hören konnte ich bevor ich sprechen konnte.» murrte Hicks und blickte wieder auf seine Figuren und Viggo beantwortete endlich seine Frage: «Ja, du musst den Verräter töten, um das Spiel zu gewinnen.»

Mit Hicks spielte es sich gut.

Sie spielten noch bis in die Nacht hinein und legten sich dann schlafen. Reiker kam betrunken in den frühen Morgenstunden zurück.

Wenn den Umgang der Dorfbewohner mit Hicks sah, konnte er verstehen, dass dieser nicht viel von ihnen hielt, sie redeten über ihn als wäre er nicht da und sie redeten nicht nett über ihn. Sein Vater mied ihn, wenn möglich und seine Geschwister wollten auch nichts mit ihm Zutun haben. Grobian liebte ihn, aber das wirkte eher wie jemand, der sich einem kranken Tier erbarmte als wie eine Freundschaft.

Hicks war dementsprechend oft alleine, er ging zu Grobian, wenn ihm eine paar Leute zu viel Probleme machten. Viggo traf ihn oft einfach irgendwo etwas ausserhalb, so wie an diesem Tag. Er lief um besser denken zu können, am Strand entlang und entdeckte Hicks wieder, als dieser sich in den Bäumen herum hangelte.

«Bist du gerne da oben?», fragte er und Hicks lächelte und hängte sich mit den Beinen ein und liess sich herunterhängen. Dann zog er sich wieder hoch und hielt Viggo die Hand hin, um ihn auf den Baum zu ziehen. Viggo liess sich von ihm hoch helfen, nicht dass er nicht selber in der Lage wäre einen Baum zu erklettern. Er kletterte mit Hicks zusammen bis in die Baumkrone und als er den Blick aus den Blättern hob, konnte er verstehen, was Hicks so schön fand. Ein grossteils der Insel Berk und der schier endlose Ozean lagen vor ihnen ausgebreitet. Die Sonne war Orang geworden und begann langsam zu versinken, dabei färbte sie den Ozean ebenfalls Orang.

Hicks Gesicht wurde von der Sonne in ein warmes Licht getaucht, wenn er lächelte, sah er immer sehr einnehmend aus, fand zumindest Viggo. Bestimmt könnte er schnell Anschluss finden und geliebt werden, wenn er es probieren würde. Als die Sonne verschwand, kühlte es auch sehr schnell ab und Viggo sagte: «Ich denke, wir sollten zu Haus zurückgehen.» Hicks nickte und sie kletterten gemeinsam wieder vom Baum.

Reiker tauschte mit den Einheimischen Jagt Geschichten aus. Viggo hingegen verbrachte die Abende bevorzugt mit Hicks, sie spielten Keule und Klaue oder diskutieren eine Geschichte. Manchmal erzählte der jüngere Grimborn Bruder ihm auch von seinen Reisen oder Hicks erzählte ihm von einem Buch, das er mochte.
Hicks Bücher waren eine Buntemischung von allem, was ihm der Händler brachte oder Wikinger auf Schiffen fanden. Daher hatten sie auch verschiedene Sprachen, Hicks hatte sich durch das reine Lesen dieser Bücher mehrere Sprachen beigebracht, darunter auch Latein und Griechisch.

Hicks war das beste, das er auf dieser Reise gefunden hatte, die Verhandlungen mit seinem Vater Haudrauf liefen auch gut, wobei Viggo nicht unbedingt so schnell wieder abreisen wollte, er mochte Hicks er wollte ihn nicht verlassen. Wobei er nichts dagegen hätte, die Insel wieder zu verlassen, die Leute waren so furchtbar kleingeistig.
Sie waren gerade an einem Keule und Klaue, das Viggo zu verlieren drohte, als Grobian wieder ins Haus kam. «Hicks. Ich hab dir was mitgebracht.» hörten sie, als er wieder die Tür aufstiess und das Essen übers Feuer hängte.
«Oh, was spielt ihr?», fragte er als er Viggo und Hicks beim Brett spielen sah. «Wir spielen Keule und Klaue, aber es sieht so aus, als ob ich heute verlieren könnte.», sagte er und richtete seinen Blick wieder aufs Spielbrett. Grobian wirkte leicht verwirrt.
«Hicks hast du noch dreckige Wäsche?», fragte er und Hicks schüttelte den Kopf, Grobian schien sich aber selber überzeugen zu wollen und ging in Hicks Zimmer, offensichtlich hatte Hicks erst kürzlich gewaschen: «Da ist ja alles sauber.» kam überrascht aus dem Zimmer. Im Allgemeinen wirkte Hicks auf Viggo wie einer der best gepflegtesten Leute auf der Insel, er und seine Sachen waren immer sauber, was man nicht über alle Wikinger auf Berk sagen konnte.

Grobian kam wieder aus dem Zimmer und sah wieder nach Hicks, wahrscheinlich schaute er ob dieser Sauber war. Er schien Hicks nicht wirklich viel zuzutrauen. «Naja ich hab euch etwas zu essen übers Feuer gehängt.» sagte Grobian und ging wieder, er hatte wohl noch einiges zu tun.

«Grobian scheint echt viel für dich zu machen.» sagte Viggo und Hicks nickte: «Irgendwie schon, früher war ich sehr froh, wenn er die Sachen machte, mittlerweile kann ich es eigentlich auch alleine, aber er scheint es nicht zu verstehen.» meinte Hicks. «Du könntest es ihm sagen.» schlug er vor und Hicks antwortete: «Ich hab es mal versucht als ich jünger war, war seltsam. Ich glaube, es ist ihm lieber, wenn ich nicht spreche.» sagte er und sah forschend zu Viggo rüber und fuhr dann fort:« Als ich ganz klein war, hat sich noch die Ehefrau meines Vaters um mich gekümmert. Gertrude ist eigentlich ganz in Ordnung, sie hat wirklich immer ihr Bestes getan.» driftete er kurz in Erinnerungen ab. Viggo sah ihn an: «Was ist denn mit deiner eigentlichen Mutter?» fragte er und verschob seine Figur auf dem Spielbrett wieder eins nach vorn. «Die kenne ich nicht, Ihr Name war Valka, sie soll als junge Frau zum Stamm gekommen sein und Haudrauf habe sich unsterblich in sie verliebt. Er verliess seine Ehefrau Gertrude und lebte mit Valka zusammen und sie bekam mich, aber kurz nach meiner Geburt kam sie bei einem Drachen angriff ums Leben. Sie und Haudrauf waren nur ein knappes Jahr zusammen. Gertrude soll sich mit Grobian um mich gekümmert haben, wahrscheinlich tat ich ihr Leid und es ging eh niemand davon aus, dass ich lange leben würde. Schliesslich ging Haudrauf zu ihr zurück und sie bekamen noch ein paar Kinder und so. Den Rest kennst du ja.»

Viggo stand kurz davor noch ein paar Sachen nachzufragen, entschied sich dann aber doch dagegen und konzentriere sich wieder auf ihr Spiel.
Viggo verlor das Spiel «Seit meinem Grossvater konnte mich niemand mehr in diesem Spiel schlagen.» sagte er und Hicks lächelte wieder leicht.

Dann beugte sich Hicks über den Tisch und gab Viggo einen Kuss auf die Lippen. Viggo erstarrte, überrascht, leicht verwirrt und überwältigt. Es brauchte viel, um Viggo Grimborn zu überraschen, aber Hicks schaffte es immer wieder. Hicks zog sich nach einer Weile wieder von ihm zurück und Viggo sagte einfach: «Das hatte ich jetzt nicht erwartet.» Hicks wirkte unsicher als er ihn wieder ansah und Viggo fuhr fort: «Hicks du bist noch so jung, du solltest nicht einfach jemanden küssen.»
Und zum ersten Mal wirkte Hicks verstimmt: «Erstens bin ich alt genug, um Entscheidungen zu treffen und zweitens hab ich nicht irgendwen geküsst, sondern dich.»
«Hicks ich meine damit, ich bin ein gutes Stück älter als du, nicht das ich mich nicht geehrt fühlen würde, aber du solltest dir das besser überlegen. Es könnte alles Mögliche passieren, wenn du einfach einen erwachsenen Mann küsst.» Hicks zog nur die Augenbrauen hoch: «Versuchst du mich zu belehren? Ausgerechnet der Mann der seinen älteren Bruder um die Herrschaft seines Klan gebracht hat und ihn trotzdem immer noch dabei hat. Da könnte auch alles möglich passieren.» sagte Hicks herausfordernd.
«Das waren völlig andere Umstände und Reiker findet es okay, dass ich leite.»
Hicks zog ein neckisches grinsen: «Ach dann fandest du den Kuss nicht Okay?»
«Das hab ich nicht gesagt, ich wollte dich nur über die Risiken so einer Aktion aufklären.» sagte Viggo weiter.
Hicks stichelte weiter: «Ach, und was wäre denn das Risiko, dabei dich zu küssen?»
Viggo sog die Luft ein und überlegte sich, was er darauf antworten könnte.
«Du könntest mal an jemanden geraten, der sich nach einem Kuss nicht mehr unter Kontrolle hat.» sagte er und Hicks lachte: «Denkst du, ich passe so schlecht auf, wen ich küsse? Und ich habe nach den Risiken bei dir gefragt und nicht im Allgemeinen.» Währendem Hicks sprach, stand er auf und lief zu Viggo rüber. «Was sind denn genau die Risiken, die ein Kuss an dich mit sich bringt.» stichelte er weiter und fuhr Viggo mit der Hand leicht über die Schultern, Viggo stellten sich die Nackenhaare auf und er schlag den Arm um Hicks Taille und zog ihn auf seinen Schoss, «wie ich schon sagte der Mann, den du küsst, könnte die Beherrschung verlieren.» flüsterte er an Hicks Ohr und küsste ihn. Hicks schlang die Arme um Viggos Nacken und erwiderte den Kuss.

Grobian derweil sass bei Haudrauf und erzählte ihm: «Und dann spielen sie Brettspiele, Hicks scheint echt einen Narren an ihm gefressen zu haben, er hat Hicks Keule und Klaue beigebracht.» Haudrauf nickte: «heisst wenigstens das Hicks sie nicht stört.» Grobian fuhr fort: «Er hat sogar momentan seine Kleider gewaschen und sonst auch alles.»

Die restlichen Tage der Verhandlung vergingen auch friedlich, die Bewohner sahen Hicks häufiger im Dorf, was hauptsächlich daran lag, dass er mit Viggo unterwegs war, wenn nicht grad etwas anstand.
Am Abend als die Verhandlungen offiziell fertig waren, fand in der grossen Halle ein Fest statt. Viggo sass am Tisch neben Reiker und Trank.
Haudrauf war überrascht, als Hicks sich zu ihnen setzte, er war sogar passend gekleidet. Für gewöhnlich mied er Menschen massen, daher kam er nie an ein Fest. Auch Haudraufs andere Kinder wirkten leicht verwirrt. Alle Leute wirken etwas verwirrt, denen es auffiel. Grobian setzte sich zu ihnen und wandte sich an Hicks: «Was hat dich den dazu gebracht ernsthaft mal zu kommen?» wollte Grobian wissen und Hicks sah zu Viggo rüber, Grobian lachte: «Hast du endlich mal jemanden gefunden, den du als Freund siehst und willst dich verabschieden das finde ich gut.» Hicks setzte ernsthaft an, um etwas zu sagen, wobei Grobian einfach weiter redete und er daher den Mund wieder schloss.

Als Hicks da sass, fiel ihm wieder ein, warum er Menschen massen hasste, aber er wollte jetzt auch nicht einfach gehen. Als Tanz-Musik gespielt wurde, sah er das als seine Chance vom Tisch zu entkommen, er stand auf und hielt seiner Stiefmutter die Hand hin und sie wirkte überrascht, nahm aber die Aufforderung an.

Sie sah Hicks an, als sie sich um einander drehten und sagte: «Ich hab dich selten so aufgeweckt erlebt, sag bloss du bist verliebt.» er lächelte: «Ist das so offensichtlich?» fragte er leise, wenn sie ihn gehört hatte, dann hatte sie es ignoriert.
Um die beiden herum hörte man leises flüstern: «Hicks tanzt.» Auch Viggo hörte das Gemurmel und stand daher auf. Als die Musik wechselte, begab er sich auch nach vorne und fragte: «Kann ich übernehmen?» Sie nickte und er nahm Hicks Hand um weiter zu tanzen.

«Hicks ich habe mir lange überlegt, was ich dir sage, wenn ich abreise, aber mir ist nur etwas eingefallen. Möchtest du mich gerne begleiten?» Viggo hatte zum ersten Mal seit langem seine Umgebung nicht im Blick und hatte daher nicht gemerkt, dass Haudrauf und viele andere genau beobachteten, was er sagte oder tat. Grobian hatte sich sogar näher gesetzt, um sicher zu verstehen, was er sagte.

«Kommt darauf an, was hast du mir den zu bieten?» fragte Hicks schnippisch und lies sich von Viggo drehen.
«Du könntest die Welt sehen, ihre wunder entdecken, natürlich mit mir zusammen.» bot er an und Hicks lächelte. «Ausserdem habe ich eine nicht zu verachtende Sammlung an Büchern und Schriftrollen.»
«Du hattest mich schon bei Begleiten überredet.» sagte Hicks und beiden entging in diesem Moment das raunen um sie herum:

«Hicks spricht.»

Aber es war auch egal was die andern sagten Hicks würde mit Viggo zusammen die Insel verlassen und endlich die Welt sehen von der er so viel gelesen hatte. Diese Leute hinter sich lassen die nie an ihn geglaubt hatten, er würde die wenigsten von ihnen vermissen. Aber einige wenige würden ihm fehlen, aber mit Viggo würde er es bestimmt gut überstehen.
Viggo und Hicks hatten lange nach jemandem gesucht der sie verstand und endlich hatten sie ihn gefunden.

Hicks kam erst wieder nach Berk zurück als er und Viggo sich endlich mal, etwas Zeit freiräumten von den Geschäften und Viggo um Hicks Hand anhielt. Hicks redete immer noch nicht viel und mit Menschen kam er meist nicht klar. Sein Ausdrucksvermögen war nicht das beste und bei Überraschung konnte er gar nicht mehr sprechen. Dazu konnte er schlecht mit seinen Gefühlen umgehen. Aber Viggos Leute kannten schon Viggo daher hatten sie sich schnell an Hicks gewöhnt. Mit einigen kam er sogar echt gut aus, er war sehr viel glücklicher als in seiner Heimat.

Haudrauf hielt den Antrag erst für einen Scherz. Aber das hielt Viggo nicht davon ab, seinen liebsten zu Heiraten. Und Grobian weinte an der Hochzeit wie ein kleines Kind.

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