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Philia

von DarkLoony
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P16 / Mix
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
20.09.2022
26.01.2023
39
74.116
5
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.11.2022 1.765
 
VIERZEHNTER SEPTEMBER
DRACOS POV

Die ganze Klasse starrte uns an, was mir normal egal wäre, aber da mich eine Professorin bei der Hand hielt, war das ganze schon etwas unangenehmer. Ratlos blickte ich immer wieder von der Verrückten zu Granger. Mein Mund war staubtrocken und mein Herz raste. Niemand sagte was oder bewegte sich. Alle warteten auf den Knall, aber es passierte nichts. Gerade zog ich es in Erwägung, einfach aufzustehen und zu gehen aber meine Füße wollten sich einfach nicht bewegen. Der Moment war wie eingefroren.

"Das ist unglaublich! Das habe ich noch nie gesehen! Ihr ... Ihr zwei habt es. Wer hätte das gedacht? Ihr habt dieses elektrische und grelle Rosa." Mein Mund stand etwas offen, als ich den ebenso entgeisterten Blick von der Gryffindor einfing. 'Welches verdammte Rosa und was für eine Elektrizität? Die wird mich doch gleich nicht mit einem Elektroschocker überraschen.' Bedacht rutschte ich ein Stück weg von der Frau und somit näher an die Granger.

Bilder rauschten durch meinen Geist. Ich las mir die Auren vor weniger als drei Minuten durch. Ich wusste, was es bedeutete und dennoch fand ich keinerlei Text zu dieser beschissenen Farbe. Je mehr ich versuchte, mich zu erinnern, desto mehr verschwammen die Buchstaben.

"Ihr armen Dinger, ihr wart so lange so furchtbar fehlgeleitet. Aber jetzt habt ihr es gefunden und dieses Licht. Es blendet. Es blendet!" Das erste Gemurmel fing an und ich schluckte. 'Was zum Fick geht hier ab?' Das Mädchen, dass mir gegenüber saß, schien sich offensichtlich zu schämen, da ihre Wangen hochrot und der Rest ihrer Haut meiner ähnelte.

'Trenn dich doch endlich!' Diese rothaarige Enttäuschung sah sie an, als wäre alles ihre Schuld, als hätte sie gewollt, dass das passiert, als hätte sie die Verrückte bezahlt.

Ich konnte meinen Blutsverwandten einfach nicht verstehen. Wie konnte er so voreingenommen sein? Selbst durch meinen Hass konnte ich sehen, dass sie eher sterben würde, als ihn zu betrügen. Hermine sah ihn so an, als wäre er alles, was sie je gewollt hatte. Aber er war nichts, was sie verdiente. Sie war die Art von Mädchen, die Bücher statt Clubs bevorzugte. Sie wollte augenscheinlich diese liebe aus den Achtzigerjahren und nicht dieses: Ich nehme dich mit zu mir und morgen habe ich vergessen, wie Du heißt. Die Brünette zog den Verstand dem Aussehen vor. Hermine Granger war vielleicht nervig und redselig, aber dennoch selten. Und wenn ich es sogar erkennen konnte, warum konnte er es nicht? War er wirklich so dumm, wie er aussah?

"Ich werde später drauf zurückkommen, dann können wir auch ganz offen sprechen oder Miss Granger?" Diese nickte nur hypnotisiert, während ihre Augen stets an dem Kleinkind hingen. Als die durchgeknallte dann noch in die Hände klatschte, zuckte ich unwillkürlich zusammen.

Die Stimmung im gesamten Klassenzimmer hatte sich innerhalb von Sekunden geändert. Sämtliche Augen lagen auf uns, während das Flüstern und Gekicher meiner Mitschüler langsam lästig wurde. Hilfesuchende sah ich zu meinem besten Freund, der mich nur komisch anstarrte, so als hätte er sich jetzt auch gegen mich verschworen.

'Sind jetzt alle bekloppt?' Die Hitze trieb mich dazu, meinen Umhang auszuziehen und sogar meine Krawatte etwas lockerer zu machen. Es vergingen nur Minuten, bis die Professorin den Unterricht beendete. Und dennoch kam es mir wie ein halbes Jahrzehnt vor. Als alle aus dem Raum verschwunden waren, setzte die Professorin sich vor uns.

"Das, was ich nun weiß, ist etwas Positives und Wundervolles, vor allem in eurem alter. Die Jungen werden immer experimentierfreudiger und die Mädchen ... Haach! Die kommen in diese fruchtbare Zeit und kriegen diesen furchtbaren Hunger aber nicht jeder weiß, wie man sich auf diesem Gebiet richtig ernährt." Hinter meiner Stirn begann es zu rattern und ich fügte eins und eins zusammen. 'Ach du scheiße!'

Da war sie wieder. Die gleiche Nervosität und Peinlichkeit, die durch meinen Körper schoss und das gleiche hastige Abwinken und das suchen nach dem schwarzen Loch, um endlich zu verschwinden. Es waren die gleichen Gefühle, die ich verspürte, als mein Vater beschloss, dieses spezielle Gespräch mit mir zu führen. 'Vollkommen überflüssig!' Hätte hier Kleber gestanden, hätte ich mir bestimmt schon die Ohren zugeklebt oder mir selbst den Obliviate auf den Hals gehetzt.

Ich stolperte fast schon zu Granger hinüber, die einfach nur in die Leere blickte. Entweder hat Trelawney sie endlich Mental gebrochen, traumatisiert oder sie einfach nur in ihren Schwachsinn hinein therapiert. Ich griff unter ihre Arme und zog sie wieder auf ihre Beine. Sie fiel einfach nach hinten, so als wären ihre Knochen aus Gelee.

"Die Alte ist komplett durchgedreht. Wir gehen jetzt." Tränen, rannten über ihre Wangen.

"Mr. Weasley sucht eine Reife in ihnen, die viel mehr Erfahrung braucht. Eine reife, die ein höheres Alter verlangt. Sie reden sich ein, dass sie diese Reife bereits haben Aber ihr inneres Kind ist noch lange nicht müde Ms. Granger. Überlegen sie sich Gut, ob sie die Fesseln einer Hausfrau, die eine Großfamilie beaufsichtig und an das ein und selbe Grundstück gekettet ist, während der Traum von Karriere zur Nichte gemacht wird. Fragen sie sich, ob sie das jemals ertragen können." Das Gesicht des Mädchens wandte sich mir zu. Es war keine einzige Emotion mehr zu sehen. Hermine sah wirklich aus wie eine Leiche. Die Art und Weise, wie sie jedoch mit tränenverschleierten Augen lächelte, ließ mich erschaudern.

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass Psychische Misshandlung an Schülern ein Verbrechen ist!"

"Oh, mein lieber Junge. Das sage nicht ich, sondern ihre Aura, und sie hatten schon immer ein Händchen für Dramatik. Wann immer sie die Chance sehen, etwas Aufmerksamkeit zu erregen, nutzen sie diese gewiss. Niemand konnte diese Leere in ihnen spüren, Mr. Malfoy. Aber sie wurden gesehen. Sie müssen sich nicht mehr ins Rampenlicht zwängen, um den Schatten zu entkommen. Sie haben ihr persönliches Nachtlicht gefunden. Seien sie mutig! Seinen sie sie selbst. Sehen sie zu, welch schöne Wege dieses Opfer bringt." Mein Kartenhaus stürzte ein. Noch nie im Leben wurde ich so beleidigt.

"Manchmal versteckt sich das Glück des Lebens hinter einer sehr großen Angst. Diese Welt ist selbstsüchtig. Es ist besser, jemand anderen zu verletzen und Grenzen zu ziehen, als sich selbst ständig das Messer in den Rücken zu rammen, Ms. Granger. Hören sie auf, perfekt sein zu wollen, denn von Perfektion sind sie noch sehr weit entfernt. Aber sie beide, können neue Welten erreichen, die noch besser sind als diese! Neue Dimensionen!" Ich konnte diesen mentalen Durchfall nicht mehr ertragen.

"Wenn ich das richtig verstanden habe: Granger soll mit ihrem Freund Schluss machen oder ihn mit mir zumindest betrügen, weil wir skandalös gut im Bett funktionieren, was aber trotzdem nichts daran ändert, dass ich am Ende alleine sterbe?",rieb ich mir entgeistert über den Nasenrücken.

"Wenn sie es so sagen, Mr. Malfoy, klingt es furchtbar, aber ja."

"Es gibt sicher einige Leute, die augenscheinlich so ein Desaster wie Granger und Weasley sind ...  Ist das überhaupt erlaubt? So weit in unser Privatleben vorzudringen und die Grenze zu uns so weit zu überschreiten?" Dann stürmte die Brünette schon hinaus. "Sie sind total durchgeknallt! Und sie sollten sich auf eventuelle Hirnschäden untersuchen lassen ... bei allem Respekt Natürlich." Und dann stürmte ich der Löwin hinterher, konnte sie aber nicht finden.

'Granger und ich?' Das war einfach nur Bullshit. Ich konnte sie ja nicht einmal richtig umarmen, wie sollte dann das andere funktionieren?

Ein paar Stunden später saß ich an unserem Platz. Meine Hand schwebte förmlich über das Pergament. Seit Tagen arbeitete ich schon an diesem Bild und war nun dabei, die letzten Details und Schattierungen hinzuzufügen, während Blaise und Ginny mit den Füßen durch den schwarzen See stapften und sich unterhielten.

Mein Herz raste und ich spürte den kalten Schweiß an meinen Händen, als die Brünette mit einem strahlenden und erleichterten Lächeln in mein Blickfeld trat. Ich bekam keinen Ton mehr heraus und hörte nur ein kleines krachen. Die Spitze meines Bleistifts war abgebrochen.

"Ich habe es McGonagall erzählt. Und sie war mehr als nur schockiert und jetzt besprechen sie die Dinge in Dumbledores Büro. Für meine Ehrlichkeit und meiner Aufgeschlossenheit dir gegenüber habe ich dreißig Hauspunkte von Dumbledore bekommen. Du musst nachher auch noch mit Snape reden. Dann wird entschieden, ob sie beurlaubt wird. "Ich nickte einfach nur stumm und sah auf meinen Zeichenblock. Wie konnte diese Hexe so schnell ihre Launen wechseln ?

"Was malst du da?"

"Einen Vogel, der von einer Schlange gefressen wird." ,Kratze meine Stimme, als ich ihr Kinn auf meiner Schulter spürte.

"Es sieht eher so aus, als würde er sie beschützen."

"Sie? Warum glaubst du, dass der Vogel weiblich und nicht männlich ist?"

Ihr Finger zeigte auf den Vogel und ihre Stimme wurde wieder herrisch: "Das Männchen hat ein breiteres Halsband, aber das, was du gezeichnet hast, ist gerade mal so breit wie mein Nagel. Deshalb ist deine Blaumeise ein Weibchen. Und wenn deine Schlange den Vogel töten wollte, hätte sie mit ihrem Schwanz ... Körper ... was auch immer-die Füße umschlungen. Aber hier sind sie vollkommen frei. Und sein Kopf ist über ihren ausgebreiteten Flügeln ausgestreckt und deine Schlange faucht eindeutige in eine andere Richtung. Also beschützt er sie vor irgendwas." Mir entglitten sämtliche Gesichtszüge.

Ihr Gesicht versank in Faszination. Ihre Auffassungsgabe und die Art und Weise, wie sie Dinge sah, beeindruckte mich etwas. Die frische Luft erreichte meine Lunge nicht mehr. Ihre kirschroten vollen Lippen nahmen alles auf.

"Beide sind am Ende gestorben." Zeigte ich auf ihr Buch.

"Du, hast es gelesen?"

"Sie wusste, dass der Tod seine Seele retten und den Fluch aufheben würde, also hat sie ihn mit ihrem Gürtel stranguliert. Er wachte nicht mehr auf. Ihre Selbstsucht hatte ihn getötet, weshalb sie sich ein Kapitel später mit dem gleichen Gürtel erhängte." Hermine lächelte nur noch breiter, als sie ihre Hand auf mein Oberschenkel legte, nur um sich dort abzustützen.

"Da ist wohl jemand sauer, weil ich seine brutale Vorstellung in etwas Schöneres verwandelt habe. Aber weißt du was? Ich werde es trotzdem lesen. Obwohl es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass ein einfacher Gürtel diesem Gewicht und Druck standhält. Es sei denn er ist aus echtem Leder und ziemlich lang." Ich verdrehte nur die Augen.

"Ich habe auch nichts anderes erwartet." Die Stelle, an der ihre Hand vor ein paar Sekunden noch lag, brannte noch immer.

'Der beste Sex also ... mental bestimmt.'
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