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Verlieb dich besser nie in einen Rockstar

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
20.09.2022
05.10.2022
16
19.137
 
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16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.09.2022 1.360
 
Danke für die kommentieren, aber auch stillen Lesern. Ich freu mich über jeden Aufruf. Es sei hier auch schon einmal gesagt, es bleibt nicht so samulastig, wie es die ersten Kapitel vielleicht vermuten lassen.
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Als ich die Tür hinter mir schloss, musste ich erst einmal tief durchatmen. Ich kniff mich mehrmals in den Arm, da ich die ganze Zeit dachte, dass ich schlafen müsste, denn das konnte doch nicht wirklich passieren. Oh man, ich musste nur stark bleiben und durfte nicht wieder auf einen Rockstar reinfallen. Egal was er sagte und wie sehr ich mich auch nach Nähe sehnte, ich würde ihn nicht in diese Nähe lassen dürfen. Wenn ich nicht in dieser blöden Situation stecken würde, dann hätte ich das Angebot nie angenommen. Ich meine, wer ist schon so verrückt und geht einfach zu einem Rockstar nach Hause, mit dem Wissen, dass dieser auf jeden Fall eindeutige Absichten hat und womöglich für die Freundlichkeit auch eine Gegenleistung erwartet. Man, da hatte ich mich ja ganz schön ins Schlamassel geritten. Und dabei war Samu auch noch nicht einmal mein Typ. Ja, er sah gut aus, aber mein Interesse galt dann doch einem anderen, allerdings wie bereits erwähnt nur aus der Ferne. Für heute Nacht würde ich dann bleiben und dann noch einmal neu schauen, ob ich irgendwo anders unterkommen konnte.

Ich wusste nicht, wie lange ich schon an der Tür stand, es musste aber schon eine Weile sein, denn es klopfte leise an die Tür. „Du, bist du eigenschlafen? Oder brauchst du Hilfe?“ „Äh, nein, alles ok. Ich bin gleich da.“ Das wäre ja noch schöner, wenn Samu mir noch aus meinen Klamotten helfen würde. Ich zog schnell die nassen Klamotten aus und wickelte mir ein Handtuch um und verließ das Zimmer. Samu stand nur mit einem Handtuch um die Hüften und wartete auf mich. Er sah schon verdammt heiß aus und ich glaube, er wusste das auch selbst sehr genau.

„Sag mal, lädst du öfter Mädels zu dir ein, ohne dass du überhaupt nach deren Namen gefragt hast?“ „Wie jetzt, haben wir uns echt noch nicht vorgestellt? Hm, was machst du mit mir, dass ich das vergesse. Also, wie heißt du?“ Oh man das Grinsen, dass er dabei auf den Lippen hatte, einfach göttlich. „Ich heiße eigentlich Julia, aber gute Freunde nennen mich Sue. Wenn du also die Absicht hast, dass wir Freunde werden, dann kannst du mir ruhig Sue nennen.“ Was für einen Schwachsinn gab ich denn da gerade von mir. Natürlich würden wir keine Freunde werden. Ich mein, wer war ich denn schon und in seinem Kosmos war da sicher kein Platz für irgendwelche dahergelaufenen Mädchen aus Cafes. „Hallo Sue, schön dich kennenzulernen. Ich bin übrigens…“ „Ich weiß wer du bist. Dein Name ist Samu und bist Sänger in einer Band und ihr sorgt jeden Tag dafür, dass ich gute Laune bekomme.“

Er sagte darauf erst einmal gar nichts, sondern drehte sich um und ging in die Sauna. Hm, da hatte ich wohl doch was Falsches gesagt und er bereute schon, dass er mich mitgenommen hatte. Wahrscheinlich dachte er schon darüber nach, wie er mich schnell wieder loswerden konnte.
Ich folgte ihm dennoch in die Sauna und dort war Samu dann wieder so, als wenn die Situation eben gar nicht passiert wäre. Das war aber schon etwas komisch. Er begann mir zu erklären, wie man in Finnland die Sauna nutze und noch diverse andere Dinge in diesem Zusammenhang. Es war eine ganze Menge und so fiel es mir schwer, dass auch alles im Kopf zu behalten. Zudem überschlug sich Samu beim reden mal wieder in der Geschwindigkeit. Gut, zum Glück konnte ich das auch, wenn er mich auch noch mal irgendwann zu Wort kommen ließ.
Während wir in der Hitze saßen, bemerkte ich wie mir langsam warm wurde. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass ich so durchgefroren war, dabei waren es ja nur wenige Minuten im Regen, aber der war eben auch recht kalt.  Wir unterhielten uns über verschiedene Dinge und Samu fragte mich auch darüber aus, was ich so machte und vorher ich eigentlich kam. In Kurzform erzählte ich ihm von meinem Job im Reisebüro und dass ich aus Düsseldorf kam. Er hörte aufmerksam zu und warf mir dann immer so einen seltsamen Blick zu, den ich so gar nicht einordnen konnte. Dieser Blick ging mir aber durch den ganzen Körper und ich hatte das Gefühl, er wollte hinter meine Fassade schauen und die wirklich wichtigen Dinge über mich wissen. Ich konnte mich nicht daran erinnern, dass mich jemand jemals so aufmerksam betrachtet hatte.
„Wie sind denn eigentlich deine Pläne für die nächsten Tage“, kam es dann nach einer Weile und einigen Momenten des Schweigens, in denen Samu mich einfach nur angesehen hatte. Ich weiß nicht wieso, aber mir war der Blick nicht unangenehm, es war komischerweise wie nach Hause kommen, was ich mir aber so gar nicht erklären konnte.
„Hm, eigentlich habe ich noch nichts geplant. Ich bin auch zum ersten Mal in der Stadt. Ich wollte mich also erst einmal ein wenig umsehen und den Herzschlag der Stadt auf mich wirken lassen. Jede größere Stadt auf dieser Welt hat ihren eigenen Puls und den versuchte ich jedes Mal zu spüren, wenn ich an einem neuen Ort war. Vielleiht werde ich auch noch ein wenig Bummeln. So wirklich geplant ist dieser Trip ja auch nicht gewesen, denn bis vor 3 Tagen habe ich noch nicht einmal gewusst, dass ich jetzt hier sein würde. Ich wäre dir also für Tipps echt dankbar.“ „Hm, ich würde dir die Stadt ja auch selbst zeigen, aber wir gehen nächste Woche Tour und da müssen wir noch ein wenig proben. Wenn du aber magst, können wir abends was zusammen machen. Und wenn du nichts dagegen hast, können wir auch mit den anderen Jungs was zusammen machen.„
Damit überraschte er mich nun doch.
„Klar gern, ich würde mich freuen. Aber nur, wenn das für alle okay ist. Ich will hier nicht als Stalker-Fan oder so gelten. Ich war aber schon ewig nicht mehr weg und ich denke, dass ich damit wirklich endlich wieder anfangen sollte, sonst wird das ja nix mehr mit mir.“ „Oh, das klingt jetzt aber nicht so toll. Magst du drüber reden? Und bin mir sicher, du bist alles, aber kein Stalker-Fan, die verhalten sich anders.“
„Nein, momentan möchte ich noch nicht über meine Geschichte reden. Dafür kenn ich dich einfach noch nicht lang genug. Es ist nicht einfach zu verdauen und da es vielleicht sogar deine Einstellung zu mir ändert, kann ich da nur mit wirklich guten Freunden darüber reden.“ Und wenn ich wirklich ehrlich war, dann wünschte ich mir, dass sich Samu zu genau diesem guten Freund entwickeln würde, denn das alles hier war schon so surreal, warm also nicht auch mit dem Frontmann meiner Herzensband befreundet sein. „Aber wer weiß, vielleicht werden wir ja gute Freunde“, munterte ich Samu etwas auf, weil ich merkte, dass sich ein kleiner Schatten über sein Gesicht legte, als ich das eben gesagt hatte.
„Das klingt gut. Ich denke, dass wir am Ende der Woche Freunde sein werden. Ich freu mich auf jeden Fall, dass du da bist und dass du mein Angebot angenommen hast. Ist übrigens das erste Mal, dass ich jemand dieses Angebot gemacht habe. Aber ich konnte einfach nicht anders. Irgendwie musste ich dir helfen, auch wenn das total verrückt ist, weil wir uns gar nicht kannten.   So langsam sollten wir jetzt aber raus. Magst du heute Abend noch irgendwas machen?“
„Ne du, ich bin echt platt, hab auch in der letzten Nacht nicht viel geschlafen, so dass ich nur noch ins Bett möchte.“
„Ok, wäre es für dich okay, wenn ich was ausgehe?“
„Klar, lass dich durch mich nicht stören. „

Ich ging in mein Zimmer und von dort ins Bad und duschte erst einmal ausgiebig. Irgendwie fühlte ich mich wie neugeboren. Ich spürte, dass diese Woche etwas ganz Besonderes werden würde und dass ich vielleicht Lars wirklich endlich vergessen konnte und endlich den Neuanfang auf die Reihe bekam, der nun wirklich langsam an der Zeit war.

Samu verabschiedete sich dann noch echt herzlich von mir und wir verabredeten uns zum Frühstück.
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