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My own Way

von MinSon
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Markus Marlon OC (Own Character)
20.09.2022
31.01.2023
20
49.823
2
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
25.01.2023 2.091
 
Guten Morgen ihr Lieben,
Nun es ist Mittwoch und wir sind einen Tag zu spät... Dieses mal können wir die Schuld wirklich auf die Arbeit schieben, denn zwischen Spät- und Nachtschicht ist es ganz schön schwer daran zu denken :) Naja und ehrlich gesagt hat gestern um 23:00 Uhr einfach die Motivation gefehlt :( Dafür gibt es nun das Kapitel :) Viel Spaß euch :)
Liebe Grüße Sonja&Jasmin :)

Alina:

Endlich hatten mein Bruder und ich alles für England fertig. Heute Vormittag haben wir noch unsere Flugtickets gebucht. Das alles fühlte sich total befreiend an und auch wenn ich jetzt schon wusste wie sehr ich mein Leben hier in Grünwald vermissen würde, freute ich mich gleichzeitig auch schon darauf in England neu zu starten.
Geplant war nur dieses eine Jahr, wo Julian sein Auslandsjahr machen würde und ich meinen Abschluss. Allerdings konnte in einem Jahr viel passieren und deswegen wollte ich dies alles einfach auf mich zukommen lassen. Entweder ich würde in einem Jahr wieder hier in Grünwald sein, oder doch noch ein weiteres in England verbringen. Nur behielt ich dies erstmal für mich. Natürlich hatte ich mit meinem Bruder darüber gesprochen, Karina allerdings würde ich davon nichts erzählen. Sie würde sich nur wieder unnötig Gedanken machen und solange nichts fest stand, wollte ich sie damit nicht konfrontieren. Sie war ohnehin schon unglücklich, weil ich sie für das nächste Jahr verlassen würde.
So ganz glücklich darüber war ich aber auch nicht, meine beste Freundin für ein ganzes Jahr nicht wirklich zu sehen. Klar wollten wir öfter mal Video chatten, oder uns wenn möglich in den Ferien besuchen. Es würde aber nicht dasselbe sein, als sich jederzeit sehen zu können wie man wollte.
Andererseits freute ich mich mit jedem Tag mehr auf England, je näher dieser rückte. In nicht einmal mehr als drei Monaten würden wir fliegen und uns einrichten. Julian und ich hatten eine kleine Wohnung gefunden, die wir für das nächste Jahr gemietet hatten. Die Miete war auch nicht allzu teuer und so kamen wir mit unserem Waisengeld schön über die Runden, was wir berechnet hatten.
Vielleicht würden wir uns auch einen Minijob suchen, um ein zusätzliches Einkommen zu haben.
„Warum willst du es eigentlich niemandem von deinen anderen Freunden sagen, Allie?“ holte mein Bruder mich ins hier und jetzt zurück. Wir waren noch immer in München unterwegs, da wir wieder mal einen gemütlichen Geschwistertag machen wollten.
„Es geht niemanden etwas an. Außerdem sind sie nicht meine Freunde. Sie sind Maxis Freunde.“ antwortete ich nur. Julian sah mich zweifelnd an. „Sie sind durch halb Deutschland gereist, nur um dich zu suchen. Du kannst mir nicht erzählen dass sie das nur wegen Maxi gemacht haben.“
Ich verengte meine Augen und funkelte Julian an. „Ist doch egal für wen sie es getan haben, sie waren schon immer Maxis Freunde und werden es auch immer bleiben. Fertig.“
Vielleicht waren die wilden Kerle auch ein bisschen meine Freunde, zumindest in der Zeit wo ich mit Maxi zusammen war. Nach unserer Trennung aber hatte ich das Gefühl, dass sie mich nur wegen Karina duldeten und nachdem was Markus mir vor einigen Wochen gesagt hatte, von wegen Maxi wollte mich mit Sofia nur eifersüchtig machen, war dies der perfekte Moment für mich, den wilden Kerlen endgültig den Rücken zu kehren.
Eifersüchtig machen hin oder her, Maxi nutzte Sofia nur aus und auch wenn sie es verdienst hatte, ich wollte den beiden nicht beim Turteln zusehen. Denn so wie es aussah, war da zwischen den beiden wohl doch inzwischen mehr als nur Freundschaft. Was ich von Karina gehört hatte, verbrachten Maxi und Sofia extrem viel Zeit miteinander. Karina wiederum wusste es von Markus, den das ganze furchtbar aufregte, weil er Sofia einfach nicht leiden konnte. In diesem Punkt musste ich Markus recht geben. Sofia war schon immer eine falsche Schlange und würde es auch immer bleiben. Dass sie sich scheinbar verändert hatte in der Zeit, wo ich verschwunden war und die Kerle mich gesucht hatten, das kaufte ich ihr nicht ab. Nur war es nicht mehr mein Problem, denn Maxi war ein eigenständiger Mensch und konnte tun und lassen was er wollte. Mit der Zeit fiel es mir auch immer leichter meine Gefühle für ihn wegzupacken und die Sache mit Sofia zu ignorieren. Vor allem jetzt, wo ich meine Pausen nicht mehr mit den Kerlen verbrachte.
Die meiste Pausenzeit war ich in der Bibliothek und recherchierte über England und meine zukünftige neue Schule, welche Möglichkeiten ich nach meinem Abschluss hatte und wo ich diese auch umsetzen konnte.
„Was hältst du davon, wenn wir ins Kino gehen? Bestimmt läuft ein Film der uns beiden gefällt.“ meinte Julian nach einiger Zeit, die wir schweigend nebeneinander hergelaufen waren. Froh darüber dass er das Thema nun doch beließ, stimmte ich zu und so machten wir uns auf den Weg ins Kino.
Julian und ich entschieden uns ganz klassisch für einen Horrorfilm. Es war wirklich super wieder einmal so richtig Zeit mit meinem Bruder zu verbringen. Viel zu lange hatten wir dies nicht mehr gemacht, was auch daran lag, dass ich mich die letzten Wochen viel in meinem Zimmer eingesperrt hatte. Nun war ich endlich über meinen Liebeskummer soweit weg, dass ich wieder mehr Lust hatte etwas zu unternehmen. Zumindest redete ich mir dies ein.


Karina:
Da Alina heute mit Julian unterwegs war um sich im Reisebüro zu erkundigen, hatte ich den Vormittag mit Hannah verbracht. Vor gut einer Stunde war noch Markus gekommen und heute Nachmittag würde die beste Freundin meiner kleinen Schwester auch noch vorbei kommen. Es war ja nicht so als hätte Hannah gestern bei Kira übernachtete, aber meine Schwester war vielleicht eine halbe Stunde hier, da klingelte das Telefon und die beiden Mädchen hatten sich verabredet.
Grade spielten Hannah und Markus an unserer WII gegeneinander Tennis und meine kleine Schwester schien zu gewinnen. Ob Markus sie ließ oder ob er wirklich so schlecht spielte, dass wusste ich nicht.
,,Haha du Loser.“ Steckte Hannah meinem Freund die Zunge raus und ich fing an zu lachen. Markus schnappte sich allerdings meine kleine Schwester und schmiss sie aufs Sofa bevor er anfing sie durchzukitzeln. Hannah lachte und quiekte immer wieder auf. Genau solche Momente hatte ich einfach vermisst. Ich liebte es wie Markus mit meiner kleinen Schwester umging und das die beiden sich so gut verstanden. Er würde später sicherlich ein guter Vater werden.

,,KARINA?!“ riss die Stimme von meinem Vater mich aus meinen Gedanken. Hannah verstummte auch sofort und Markus hörte auf sie zu kitzeln. An seinem Tonfall erahnte ich schon, dass es nichts gutes gab. Markus und Hannah schauten mich fragend an, aber bevor ich reagieren konnte stand er auch schon im Wohnzimmer und schaute mich wütend an. Natürlich konnte ich mir vorstellen worum es ging, denn Jana die blöde Kuh hatte sicherlich gepetzt.
,,Hannah gehst du mal kurz in die Küche? Die Anna braucht deine Hilfe.“ Wandte Papa sich an meine kleine Schwester. Ohne kurz zu zögern nickte sie und eilte zu Anna in die Küche. Hannah wusste wie ich, wann es der richtige Moment war Papa nicht zu widersprechen. Dann schaute Papa wieder zu mir und seine Augen zogen sich zu Schlitzen. Er setzte sich in seinen Sessel und wandte seinen Blick nicht von mir ab.
,,Hast du Jana geschlagen?“ fragte er mich direkt. Ich wusste doch das diese Schlange wieder gepetzt hat. Sicherlich war sie direkt zu ihren Eltern gerannt und hatte die ganze Schuld auf mich geschoben.
,,Ja.“ Gab ich allerdings doch selbstsicher zu. Papa würde es doch so oder so erfahren und ich bereute es auch nicht. Jana hatte das schon viel früher verdient.
,,Wieso?“ seufzte Papa und lehnte sich nach hinten. Nun und dann erzählte ich ihm alles. Papa hörte mir die ganze Zeit aufmerksam zu und als ich fertig war zog ich doch meinen Kopf etwas ein. Mein Vater schaute allerdings zu meinem Freund der dort auch etwas angespannt saß.
,,Was sagst du dazu? Findest du das gut was sie getan hat?“ fragte er Markus.
,,Natürlich nicht!“ stritt er direkt ab und ich schaute ihm mit offenen Mund an. Das war doch jetzt nicht sein Ernst! Gestern noch erzählen wie stolz er auf mich war und vor Papa zog er nun den Schwanz ein. Ganz toll Markus!
,,Ich schon.“ Haute Papa raus und ich brauchte kurz einen Moment um die Worte zu realisieren.
,,Was?“ fragte ich geschockt und Markus schaute genauso schockiert zu ihm. Papa setzte sich wieder aufrecht hin und atmete einmal tief durch.
,,Also nicht das du sie geschlagen hast, das macht man nicht Karina. Trotzdem bin ich stolz auf dich, dass du dich endlich mal gewehrt hast und ich werde hinter dir stehen.“ Noch immer schaute ich Papa fassungslos an. Mit allen hätte ich gerechnet, aber niemals mit diesen Worten.
,,Danke Papa.“ Sagte ich doch noch etwas unsicher. Mein Vater allerdings nickte nur und schaute dann wieder zwischen Markus und mir hin und her.

,,Der Anruf kam gestern schon und da wollte ich schon mit dir reden, aber nun ja du warst beschäftigt und ich wollte nicht stören.“ Redete er weiter und sofort schoss mir die Röte ins Gesicht. Auch Markus bekam Rote Wangen und Papa räusperte sich wieder kurz.
,,Bezüglich dieses Themas…“ fing er an, aber ich wollte diesem Thema ganz schnell aus dem Weg gehen. Was dachte er denn das wir in der Zeit wo Markus und ich zusammen sind noch nicht mit einander geschlafen haben?
,,Hab ich schon mit Anna drüber geredet. Danke Papa.“ Unterbrach ich ihn schnell. Papa nickte kurz und murmelte dann irgendwas wo ich nur das Wort deine Mutter verstanden hatte. Dann schaute er mich allerdings wieder an.
,,Okay. Also weißt du… Ich meine du weißt also wie man nicht schwanger wird?“ harkte er nach und ich verdrehte die Augen. Nach all den Jahren kam er wirklich mit diesem Gespräch jetzt um die Ecke? Und das auch noch wenn Markus dabei war. Deshalb wollte ich dieses Thema einfach beenden und sprach es deshalb einfach an.
,,Ja Papa ich weiß wie man verhütet. Wenn du es genau wissen willst nehme ich schon seit Jahren die Pille und Markus benutzt eh meistens ein Kondom wenn wir mit einander schlafen. Reicht dir das als Antwort?“ redete ich Klartext. Papa nickte nur und stand auf. Dann blieb er allerdings kurz stehen und schaute mich an.
,,Gut also falls du noch Fragen hast, dann…“ fing er an, aber wieder unterbrach ich ihn.
,,Geh ich zu Anna. Mach dir keine Sorgen du wirst noch nicht Opa.“ Zwinkerte ich ihm zu. Papa nickte nur und verschwand dann in der Küche. Ich ließ mich nach hinten ins Sofa fallen und fuhr mir durchs Gesicht.

,,Das war seltsam.“ Murmelte Markus und ich schaute zu ihm. Noch immer waren seine Wangen etwas rot.
,,Das war es, aber kannst du mir erst mal erklären was du für ein Heuchler bist? Gestern sagt du noch zu mir, dass du stolz auf mich bist und vor Papa tust du nun so?“ fuhr ich ihn an. Markus ging auf mich zu und setzte sich neben mich.
,,Was sollte ich denn sagen?“ versuchte ich sich raus zu reden und legte dann seine Arme um mich.
,,Die Wahrheit.“ Grummelte ich. Mein Freund legte sein Kopf auf meine Schulter und zog mich ein Stück näher an sich.
,,Sei nicht sauer Karinchen. Ich wollte doch nur nicht das dein Papa wieder schlecht von mir denkst.“ Flüsterte er mir ins Ohr.
,,Ist klar.“ Grummelte ich. Markus drückte mir einen Kuss auf die Wange, aber das machte es noch lange nicht gut.
,,Ich liebe dich Karina und wenn du möchtest, dann kaufe ich dir den ganzen Kakao den es auf der Welt gibt.“ Murmelte er. Ruckartig löste ich mich aus seinen Armen und funkelte ihn wütend an.
,,Und du glaubst das macht alles besser? Ein bisschen Kakao wo ich noch fetter durch werde? Ehrlich Markus geh einfach ich will dich heute nicht mehr sehen!“ fuhr ich ihn an. Mein Freund schaute schockiert zu mir und wusste wohl nicht so ganz was ihm geschah.
,,Ich meine es ernst. GEH!“ meckerte ich weiter. Natürlich reagierte ich total über und ich konnte mir auch schon denken woran das lag, aber in dem Moment fand ich meine Reaktion für angebracht.
,,Dann geh ich halt.“ Grummelte ich und stampfte hoch in mein Zimmer. Dort knallte ich meine Zimmertür zu und schmiss mich auf mein Bett. Ich kuschelte mich unter die Decke und merkte schon wie die ersten Tränen aufkamen. Es war total lächerlich deshalb zu weinen, aber wie gesagt in dem Moment kam es mir richtig vor und es tat einfach nur gut die Tränen raus zu lassen.
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