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My own Way

von MinSon
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Markus Marlon OC (Own Character)
20.09.2022
07.12.2022
12
28.818
2
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.11.2022 1.915
 
Guten Abend ihr Lieben :)
Nun was sollen wir sagen außer ein großes Sorry? Zwei Tage zu spät und dann auch noch so spät Abend :( Es tut uns wirklich unfassbar leid :( So nächste Woche könnte es tatsächlich sein, dass kein Kapitel kommt :( Seit nicht böse auf uns, aber wir haben etwas großes vor :) Nicht bei der Geschichte sondern bei uns beiden privat :D Vielleicht fällt deshalb eine Woche mal ein Kapitel aus :(
Liebe Grüße Sonja&Jasmin


Alina:
Seit Karina weg war, saßen mein Bruder und ich hier in meinem Zimmer. Wir saßen vor meinem Laptop, wo Julian mir grade die Homepage seiner neuen Uni zeigte. Es war eccht cool, denn man konnte auf diese Seite eine virtuelle Room-Tour machen, wo man sich eben das ganze Gelände ansehen konnte. Auch zu den verschiedenen Hörsäälen gab es diese Video, was alles irgendwie gleich viel realistischer machte.
Für diesen Moment vergaß ich all meine Sorgen und Probleme. Ich freute mich ein-fach nur auf den Sommer, wenn ich meinen Bruder zumindest in den Ferien nach England begleiten konnte.
Noch immer wartete ich auf eine Antwort des Internats, indem ich mich beworben hatte um dort meinen Abschluss zu machen. Niemand außer meinem Bruder und meinen Pflegeeltern wusste davon. Solange ich keine fixe Zusage hatte, wollte ich es niemandem sagen. Nicht einmal meiner besten Freundin. Gerade jetzt wo sie diese Probleme mit ihrer kleinen Schwester hatte, wollte ich sie nicht auch noch damit be-lasten, dass ich wohl für das nächste und auch letzte Schuljahr nach England gehen würde. Sobald ich etwas wusste, konnte ich ihr immer noch davon erzählen. Sollte ich eine Absage bekommen, hätte sich das Thema ohnehin erledigt und ich müsste wohl oder übel mein Abi hier in Deutschland machen. Also wollte ich Karina nicht auch noch unnötig damit beunruhigen.
Sie hatte sich schon zu viel Sorgen um mich gemacht, dabei hatte Karina selbst ge-nug Probleme, mit denen sie fertig werden musste.
„Das wars.“ grinste Julian mich an. Genauso grinsend sah ich vom Bildschirm zu meinem Bruder und nickte. „Es sieht echt toll dort aus, Julian. Ich kanns kaum er-warten dass alles live zu sehen.“
„Bald ist es ja soweit. Die paar Monate schaffen wir noch und dann schaltest du erstmal für ein paar Wochen ab.“ wollte mein großer Bruder mich aufmuntern. An seinem Gesichtsausdruck erkannte ich, dass er wusste wie wenig ihm das wirklich gelang. Ohne ein weiteres Wort zog er mich zu sich und ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter. „Ich hoffe nur, dass der Test das richtige Ergebnis angezeigt hat.“ murmelte ich. Zwar hatte der Test ein negatives Ergebnis angezeigt, trotzdem ließ mich dieses komische Gefühl nicht los, weshalb ich morgen beim Arzt anrufen wollte, um mir nochmals einen Termin geben zu lassen. Ich wollte einfach auf Nummer si-chergehen. Karina hatte ich allerdings auch davon nichts erzählt. Sie hatte sich so sehr gefreut, als sie das Ergebnis gesehen hatte, dass ich sie auch hier nicht weiter beunruhigen wollte.
„Bestimmt hat er das. Versuch nicht mehr allzu viel heute drüber nachzudenken. Über alles, okay?“ meinte Julian. Folgsam nickte ich und genoß einfach nur die Nähe meines Bruders. Immer wieder musste ich daran denken, dass ich ihn eigentlich ver-loren hatte. Genauso wie meine Eltern. Dass zumindest wir beide nun hier saßen, war ein wahres Wunder. Schon immer hatten Julian und ich diese besondere Ge-schwisterbindung, weshalb es mir umso schwerer fiel, als er unseren Eltern und mir erzählt hatte, dass er für ein Jahr nach England gehen wollte. Auch jetzt fiel mir der Gedanke daran nicht weniger leicht. Schon gar nicht nachdem ich mich von Maxi getrennt hatte. Zwei Menschen die ich über alles liebte, würden nicht mehr länger Teil meines Lebens sein.
Julian würde nach einem Jahr zurückkommen, so viel stand fest. Aber Maxi, nein, ihn hatte ich für immer verloren. Ich hatte ihn in dem Moment verloren, wo Darkside und ich...allein bei diesem Gedanken wurde mir speiübel. Warum nur hatte ich das getan? Warum hatte ich mich von Darkside verführen lassen? Warum hatte ich nicht länger gekämpft? Mir hätte doch bewusst sein müssen, dass Maxi und die anderen nach mir suchen würden und auch finden! Hätte ich nur länger dagegen angekämpft, dann hätte dieser Vampir mich niemals in seinen Bann gezogen. Dann hätte ich Maxi niemals vergessen und ihn betrogen. Wir wären beide nicht unglücklich und unsere Beziehung wäre weiterhin perfekt.
Mein Bruder löste sich etwas von mir und betrachtete mich nachdenklich. „Allie, du solltest nochmal mit Maxi reden. Er liebt dich und wir wissen alle, dass du es nicht wirklich freiwillig gemacht hast, auch wenn du das behauptest. Du warst nicht du selbst.“ wollte Julian auf mich einreden.
Ich wollte etwas erwidern, wurde aber durch das Sturmklingeln an der Haustür ge-stört. Etwas verwundert sah ich kurz auf mein Handy, es war schon etwas später am Abend und Karina hatte mir auch nicht geschrieben, dass sie nochmal kommen woll-te.
Sekunden später hörte ich jemanden die Treppe raufpoltern und meine Zimmertür wurde aufgerissen. „Wann wolltest du mir davon erzählen?“ fuhr mich mein Ex-Freund wütend an.
Entgeistert starrte ich Maxi an, der im Türrahmen zu meinem Zimmer stand. Wovon redete er da? Ich hatte ihm doch von meinem Betrug erzählt, dass war doch der Grund, warum ich überhaupt mit ihm Schluss gemacht hatte.
Maxi schien meinen Gesichtsausdruck richtig zu deuten und atmete tief durch, ehe er ein paar Schritte näher kam. „Alina, es ist eine Sache wenn du dich von mir trennst, weil du denkst ich würde dir den Betrug nicht verzeihen. Warum hast du mir nicht die Wahrheit gesagt?“ fuhr Maxi etwas ruhiger fort.
„Wovon zum Teufel redest du?“ fragte ich ahnungslos. Mein Bruder sah genauso verwirrt zwischen uns her. „Scheiße.“ stieß Julian plötzlich aus, was Maxis Aufmerk-samkeit auf ihn lenkte. Mein großer Bruder aber sah zu mir und anhand seines Bli-ckes wusste ich, was los war. Bevor ich aber dazu etwas sagen konnte, legte Maxi seine Hände auf meine Oberarme. Eindringlich sah er mich an. „Alina, wieso hast du mir nichts davon gesagt, dass du schwanger sein könntest. Ich hab dir doch gesagt, wir schaffen alles. Ich liebe dich und will mein Leben mit dir verbringen. Auch wenn es heißt dass du...von ihm schwanger bist.“
Fassungslos sah ich meinen Ex-Freund an. Woher wusste er von alldem? Hatte Ka-rina ihm davon erzählt? Nein, warum sollte sie das tun? Es sei denn, sie hatte es Markus erzählt und dieser dann Maxi.
In mir stieg eine unglaubliche Wut auf. Eine Wut die sich gerade sehr auf meine so-genannte beste Freundin bezog, die scheinbar nicht mal ein äußerst wichtiges Ge-heimnis vor ihrem Freund verbergen konnte. „Was fällt ihr überhaupt ein Markus da-von zu erzählen?! Und du!!“ wandte ich mich an Maxi. „Du verschwindest endlich von hier. Du hast hier absolut nichts mehr zu suchen! Ich hab mit dir Schluss gemacht, Maxi! Dir kann es egal sein von wem ich schwanger bin oder auch nicht! Dich betrifft diese ganze Scheiße nicht mehr, also hau ab und lass mich verdammt nochmal in Ruhe!“ schrie ich Maxi weiter an. Dieser sah mich kurz bestürzt an, ehe sich seine Miene auch wütend verzog. „Es geht mich nichts an? Wäre das Kind von mir, dann ginge es mich sehr wohl etwas an! Darkside hat dir wohl mehr als eine Gehirnwä-sche verpasst, so wie du dich benimmst!“ wurde Maxi mir gegenüber lauter. Gerade schienen wir beide vergessen zu haben, dass mein Bruder noch mit im Raum war. „Was ist nur los mit dir, Alina? So kenn ich dich doch gar nicht.“ setzte Maxi noch immer laut, aber doch ruhiger nach.
Spöttisch lachte ich auf. „Du kennst mich so also nicht? Ich frage mich wa-rum...achja, genau! Wie solltest du mich auch kennen? Du kennst nur die Version von mir, die mein Bruder aus mir gemacht hat, nachdem er mir jegliche Erinnerung an mein Leben genommen hat! Du kennst mich als das ruhige, schüchterne Mäd-chen, dass verwahrlost im Wald umhergeirrt ist. Scheiße Maxi, du hast absolut keine Ahnung wer ich bin! Also tu nicht so, als hätte ich mich so verändert!“ fuhr ich mei-nen Ex-Freund an.
Kopfschüttelnd sah Maxi mich an. „Nein Alina. Dein Bruder hat gar nichts gemacht, das warst allein du. Nur weil du damals keine Erinnerung an dein früheres Leben hat-test, heißt das nicht, dass du früher anders warst. Du warst schon immer so. Bitte Alina, lass uns nicht streiten und uns endlich reden. Bitte!“ flehte Maxi zum Schluss.
Wie gern hätte ich dem zugestimmt, doch ich konnte nicht. Konnte mir nicht verzei-hen was ich getan und somit Maxi angetan hatte. Jetzt behauptete er, dass er mir alles verzeihen würde. Doch schon beim nächsten Streit würden wir uns genau dar-über wieder streiten. Er würde mir vorwerfen ihn betrogen, ihn angelogen und weiß Gott was noch alles zu haben. Nein. Es war das beste für uns beide, wenn ich es hier ein für alle mal beendete.
„Ich will dass du gehst Maxi.“ sagte ich bestimmt. Zumindest hoffte ich so zu klingen, denn im Moment war ich mir nicht sicher, ob ich meiner Stimme noch lange vertrau-en konnte.
„Sag mir, dass du wirklich in unserer Beziehung keinen Sinn mehr siehst und ich ge-he.“ sah Maxi mich genauso willensstark an. Trotzdem spürte ich seine Verzweiflung, konnte sie förmlich greifen.
Bleib stark, Alina, sagte ich mir selbst und holte Luft.
„Stop! Bevor hier noch irgendjemand etwas sagt dass er später bereut, denke ich, es ist besser wenn du nun wirklich gehst, Maxi. Lasst euch ein paar Tage Zeit um über alles nachzudenken und dann redet ihr nochmal über alles.“ hörte ich meinen großen Bruder. Natürlich hatte er recht, nur würde ich weder Maxi noch mir selbst damit ei-nen Gefallen tun.
„Nein, wir beenden das jetzt. Das mit uns hat keinen Sinn Maxi.“ sprach ich die Wor-te aus, die Maxi scheinbar hören musste um endlich zu gehen.
Gequält schloss er die Augen. „Warum, Alina?“ hauchte er.
Noch einmal stark sein, Alina. „Weil ich dich nicht mehr liebe Maxi!“ schlug ich ihm die schreckliche Lüge entgegen. Mit festem Blick sah ich Maxi an, sah wie er unter diesen Worten brach und ich ihm das letzte Stückchen Hoffnung auf Versöhnung nahm.
Aus den Augenwinkeln sah ich wie mein Bruder mich fassungslos ansah, aber nichts sagte. „Und jetzt hau endlich ab. Ich will dich nicht mehr sehen.“ setzte ich so ge-fühlskalt wie möglich nach. Ich wusste nicht wie lange ich noch diese kalte Fassade aufrecht halten konnte. Würde Maxi noch länger hier wie so ein Häufchen Elend ste-hen, könnte ich nicht mehr länger an mich halten und würde mich auf ihn stürzen. Ich würde mich bei ihm entschuldigen und ihm sagen, dass alles eine Lüge war. Dass ich ihn noch immer mehr als mich selbst liebte und ich gemeinsam mit ihm al-les vergessen und neu anfangen wollte.
Allerdings schien mein Verhalten Wirkung zu zeigen und Maxi verließ nach wenigen Sekunden mein Zimmer.
Kaum dass er die Tür hinter sich geschlossen hatte, ließ ich mich auf den Boden sin-ken und begann zu weinen. Wie in Trance nahm ich wahr, wie mein Bruder mich er-neut in seine Arme zog. Er sagte irgendetwas, aber ich hörte ihm nicht zu.
Meine Gedanken kreisten nur um eine Frage: Ich hatte doch das richtige getan, wa-rum nur fühlte ich mich trotzdem so schlecht? Warum fühlte es sich so an, als hätte ich eben den Fehler meines Lebens begangen?
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