Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Xapple Snaketember

Kurzbeschreibung
GeschichteAngst, Familie / P16 / Het
OC (Own Character) Sans W. D. Gaster
18.09.2022
24.09.2022
7
4.745
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
23.09.2022 987
 
Waren es Stunden? Nim hatte keine Ahnung, wie lange sie dort unter diesem Baum lag, ihre Eier schützend im Arm. Wann würde Gaster endlich kommen? Sie wollte nur noch schlafen. So ungemütlich ihre Position vorher war, langsam wurde auch diese gemütlich.

„Ich schwöre, ich werde euch das vorhalten, dass ihr lieber auf dem Waldboden zur Welt kommen wolltet als im Nest.“ Und Gaster wird sie vorhalten, dass er so lange gebraucht hat, um sie zu finden. Soweit kann sie doch nicht von der Hütte entfernt sein, oder?

Und trotz aller Hoffnungen wurde es langsam immer später, färbte sich die Umgebung langsam in einem sanften Rot-Orange. Würde sie wirklich die Nacht hier draußen verbringen müssen?  Es ist zwar unwahrscheinlicher, dass andere Menschen sie dann finden, aber Raubtiere könnten es. Aber als hätte jemand ihre Gebete erhört, raschelte es im Gebüsch, kam innerhalb von Sekunden Gaster heraus. Oh, Nim könnte fast vor Erleichterung weinen. Endlich könnte sie nach Hause…

„Ich dachte schon, du hättest mich vergessen“, gluckste sie leise und entspannte sich, sah ihrem besorgten Partner lächelnd ins Gesicht. Er war ein Segen für müde Augen, so viel steht fest. „Du hast so lange gebraucht…“

„Entschuldige, meine Liebe.“ Gaster lehnte sich zu ihr hinunter, gab ihr einen sanften Kuss. Nim könnte dahin schmelzen. Es waren bloß Stunden ohne ihn gewesen und doch hatte es sich fast wie Tage angefühlt. Da waren diese Küsse jetzt wie Balsam für die Seele. Obwohl sie ihre Augen öffnete, als sie hörte, wie Gaster stockte. „Sind das…?“

„Sie schienen den Waldboden dem Nest gegenüber zu bevorzugen.“ Und obwohl Nims Ton scherzend war, so lockerte sie langsam ihre Umarmung und zeigte Gaster die vier Eier, in denen ihre Kinder waren. Die Farben schienen in der Zeit nur noch kräftiger geworden zu sein, schimmerten sie im Licht der untergehenden Sonne fast. Schade, dass Nim davon kein Foto machen kann.

„Ich bedauere, nicht bei dir gewesen sein zu können, als du sie legen musstest.“, sagte Gaster ruhig, schwang Bedauern in seiner Stimme mit. Soweit Nim weiß, ist das sein erstes Gelege. Sie kann verstehen, warum er da bei allem dabei sein wollte.

„Hey, es ist okay. Wenigstens das Schlüpfen hast du nicht verpasst. Du kannst immer beim nächsten Mal mit dabei sein, da bin ich mir sicher.“ Eigentlich hatte Nim bloß vorgehabt, Gaster zu beruhigen, ihm das Positive an der Situation aufzuzeigen. Es sollte kein Startsignal für die Kinder sein, dass jetzt ein guter Zeitpunkt zum Schlüpfen ist! Aber wie immer hat Nim wenig Einfluss darauf, also muss sie einfach akzeptieren, dass die Kinder jetzt schlüpfen werden. Oder zumindest das Kind in dem Ei mit den Kuhflecken. Hoffentlich bleibt es bei einem Kind, das jetzt aus seinem Ei schlüpft.

Obwohl Nim diesen Gedanken fast bereut, als sie sieht, wie hinreißend ihr kleines Baby ist. Nim schätzt, nachdem, was sie über Lamias weiß, dass es ein recht großer Schlüpfling ist, aber das macht ihn irgendwie nur hinreißender. Mit seiner violetten Färbung der Schuppen wirkte er fast wie eine kleine Version von Gaster. Nur mit dem Unterschied, dass sich eine rote, fast X förmige Markierung unter seinem rechten Auge befindet. Gähnend streckte sich der kleine Schlüpfling und sah mit großen, verschwommenen Augenlichtern zu seinen Eltern hoch.

„Hallo mein Kleiner.“, gurrte Nim leise und hob den Schlüpfling sanft hoch, welcher sich sofort um ihren Arm schlang, zur Stabilisierung. „Gaster, ist er nicht hinreißend?“ Als Nim zu ihrem Partner sah, hatte dieser einen erstaunten Gesichtsausdruck, als könnte er nicht glauben, dass dieses kleine Wesen vor ihm seines ist. Sie übergab den kleinen Schlüpfling an ihn und durfte wohl das Süßeste überhaupt sehen. Gaster rieb sanft seine Nase an der des Schlüpflings, welches als Antwort darauf bloß glücklich quietschte, fast schon kicherte. Leider konnte Nim dem schönen Bild nicht lange zuschauen, hörte sie schon das nächste Ei knacken. Schätze, es ist einer für alle, alle für einen, huh? Ein Haufen Schlüpflinge ist auch hoffentlich leichter zu transportieren als vier Eier.

Das weinrote Ei mit dem flüssigen Schwarz bekam als nächstes Risse. Das erste, was Nim wirklich sah, war ein schwarzer Arm, welche sich aus dem Ei raus streckte. Der Rest des Schlüpflinge folgte schnell. Alle Knochen des Schlüpflings schienen Schwarz zu sein, während die Schuppen in dem gleichen Weinrot wie das Ei zu sein schienen. Es gab sogar schwarze Muster auf den Schuppen, von denen Nim sich sicher ist, dass auch diese einen fast flüssigen Effekt haben werden, wenn der kleine Schlüpfling sich bewegt. Was aber Nims Atem stocken ließ, war der Mangel an Augenlichtern und die beiden hängenden Augenhöhlen. Sicher, das bedeutet nicht, dass das Baby komplett blind ist, aber es bereitete Nim dennoch Sorgen.

Und diese Sorge wuchs, als das nächste Ei Risse bekam, dieses Mal das cyane und braun-goldene Ei mit ebenfalls diesem flüssigen Schwarz. Am Anfang wirkte auch alles normal. Die Schlüpflinge, die aus dem Ei kamen, hatten genauso schwarze Knochen wie der Zweitgeborene. Sie ähnelten dem roten Schlüpfling sehr. Nur hatte einer eine cyane Färbung der Schuppen und der andere eine braun-goldene. Selbst dieses bewegende Schwarz hatten beide auch. Obwohl Nim erleichtert war zu sehen, dass beide wenigstens ein offensichtlich funktionierendes Auge hatten, beide eines in ihrer passenden Farbe. Weil bei dem cyanen Schlüpfling die rechte Augenhöhle hing und bei dem braun-goldenen die linke. Es senkte Nims Sorge nicht direkt, aber es machte es einfacher zu akzeptieren, dass einige ihrer Babies teilweise oder komplett blind sein könnten.

Aber wenigstens beinhaltete das letzte Ei keine böse Überraschung. Auch aus diesem Ei, dem pastellfarbenen, schlüpften Zwillinge. Eine kleine, gelbe Lamia und eine noch kleinere violette Lamia. Die beiden waren wahrscheinlich die kleinsten der Schlüpflinge, würden aber nicht weniger geliebt werden. Obwohl Nim sich vorstellen kann, dass die Beiden großartig im Verstecken spielen sein werden.

„Ich schätze, unsere Familie hat jetzt einen Zuwachs von sechs…“, sagte Nim unter Tränen und zog Gaster in einen glücklichen Kuss. Mehr hätte sie sich wirklich nicht wünschen können.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast