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Mimmie! - Insgeheim schlau oder Borderline?

Kurzbeschreibung
SammlungAllgemein / P18 / Gen
15.09.2022
25.09.2022
14
11.811
 
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23.09.2022 770
 
Mimmie sitzt mit ausdrucksloser Miene auf dem Sofa, die lila Haare mit silbernen Strähnen sind offen. Sie trägt ein weißes Oversize-T-Shirt auf dem Papst Franziskus einer Stripperin die Hand schüttelt, die Hose ist ein weißer Albtraum, der die knochigen Beine kaum verhüllt.
Er ist minimal weniger fett, unangenehm groß und breit, wie ein Alphasilberrücken des Reviers. Er reckt das Kinn so sehr, dass seine Stirn für Mimmie kaum noch zu erkennen ist. Seine graue Elvistolle ragt steil hoch nach oben und sein Rollkragenpullover sieht aus als käme er aus einer Reinigung, denn er stinkt sacht nach Chemie.
„Ich mag an Deutschland nicht, dass man erst mit 16 Jahren Wert auf Probe hat, wenn man einen Ausbilder findet, der einen Wert raus presst, da man dann erst volljährig Wert hat außer für Typen, die Herz wertschätzen und lieben, wenn sich Eltern und Gesellschaft hart verschätzen“
Herr Mendel runzelt die Wangen, lächelt dann freundlich, so breit, dass es nach Prospekt aussieht.
„Was ein Unfug. Kinder haben immer den Wert später was zu werden, schon vorab, Mimmie“
Mimmie blickt ihn ausdruckslos an, schlägt die Beine übereinander. Verdreht die Augen.
„Aha… also habe ich mit 10 Jahren den Wert, was ich bin, wenn ich schon 18 wäre? Pfui...“
Herr Mendel lächelt nun doch noch ganze zwei Millimeter breiter, reckt das Kinn minimal mehr.
„Schlaue Köpfchen haben den Wert später besonders schlaue Sachen leisten zu können“
Mimmie blickt ihn gelangweilt an. Sie hat entschieden, dass er ihre Kommunikation nicht versteht.
„In Peru hat kann man mit 5 genug um Wert zu haben und sonst eben ein Habit tragen“
Herr Doktor Mendel‘s Grinsen schwindet minimal, seine Hand wirkt ein wenig angespannt.
„In Peru kriegen Rentner auch nur Kaffee, Koka und krümelndes Brot. Was möchten Sie später?“
Mimmie verdreht betont die Augen. Sie vermutet langsam, dass Doktor Mendel Mädchen hasst.
„Mir fehlt ein Mensch, der meinen Herz Wert gibt, aber nicht einfach verdächtig katholisch ist“
Herr Doktor Mendel dreht den Kopf leicht zur Seite. Ob er sein Profil zur Geltungen bringen will?
„Ich habe Ihnen immerhin bisher geholfen, Mimmie, indem ich Ihnen bescheinigt habe, dass ihr asoziales Verhalten auf Hass gegenüber Männern und letztlich dem Wahn einer Wahnidee beruht, wie sie einen Karriereplan stützen können. Immerhin wollen Sie, Mimmie, damit ja was erreichen“
Mimmie überlegt ob Doktor Berg versucht sie zu dem zu drängen, was er sexualisiert nennt.
„Hören Sie mal… ich überlege jeden zweiten Tag ob ich in ein Kloster abhaue. Verstanden?“
Herr Doktor Mendel dreht seinen Kopf nun ein wenig mehr zur Seite, das betont den Kiefer.
„Sie müssen nicht aus wahnhaften Hass und unterdrückter Homosexualität in ein Kloster, Mimmie“
Mimmie fletscht kurz die Zähne, dann beruhigt sie sich wieder. Herr Mendel ist ein Albtraum.
„Es ist egal, was ich versuche! Sie hassen einfach schwache Frauen! Sie lieben nur Männer!“
Herr Mendel blickt sie nun mitleidig an, lächelt dann herablassend. Schüttelt leicht den Kopf.
„Hören Sie auf meine Frau zu beleidigen, Mimmie, ich stehe über LGBT-feindlichen Beleidigungen“
Mimmie lässt den Kopf erschöpft hängen. Sie überlegt ob er meint, dass sie über Kleidung kommuniziert.
„Sie meinen, dass ich mit Kleidung ausdrücke, wie ich gerne wäre! Sie sind Fassadenhandwerker...“
Herr Mendel blickt sie nun sehr freundlich an, aber auch irgendwie ekelig.
„Es ist höflich, wenn man mit Kleidung zeigt, welchen Umgang man als nett empfindet, Mimmie“
Sie reißt den Kopf hoch und blickt ihn so hasserfüllt an, dass er minimal zurückzuckt.
„Aha! Also ist Zwangskleidung eine Zustimmung zu irgendwas? Da trage ich ja lieber Ara!“
Herr Mendel hat sich gefangen und blickt sie nun kalt an. Er deutet zur Tür.
„Gehen Sie, Mimmie, auch wenn Sie minimale Fortschritte machen. Ich erlaube keine Intoleranz“
Mimmie schüttelt verwundert den Kopf, geht zur Tür hinaus. Sie versteht nicht mal, was das soll. Was ist denn an ihr intolerant? Sie versucht nur zu kommunizieren… sie toleriert doch fast alles und jeden solange der Umgang lieb ist. Sie setzt sich auf ihrer Fahrrad und radelt gedankenverloren los. Vielleicht ist der Typ ja Antifeminist und hat einfach Intoleranz durch seine Art Regenbogen ersetzt. Sie blickt sich gedankenverloren um und fragt sich welchem Typen ihr Herz reichen würde. Dann entscheidet sie sich, dass sie zu jung für so was ist bis sie rechtlich nicht mehr abhängig ist. Sie hasst Herr Mendel einfach nur noch. Sie fragt sich, wieso Herr Mendel sie so hasst. Traurig blickt sie in Richtung einer Gruppe Männer, zwei Frauen stehen abseits und labern. Das erscheint ihr dann auch zu krass, weil sie das wütend macht. Sie tritt sie in die Pedalen und fragt sich, was sie für Herr Mendel ist:  Diskriminiert  oder verwirrt.
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