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Die Perfekten

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / Mix
12.09.2022
23.09.2022
3
5.578
2
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Dieses Kapitel
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23.09.2022 2.077
 
Der Polizist führt mich zu der Wohnung des Wächters. Donghae soll er heißen. Wir fahren in den 103. Stock und als er die Tür öffnet, verabschiedet sich der Polizist sofort und geht. Scheiße, ich hatte total vergessen, dass Wächter immer mindestens 2 Meter groß sind.

Sicht von Donghae:

Ich lache mich innerlich tot. Da haben die mir wirklich den vermutlich schönsten Mann der Welt geschickt. Ich weiß, dass ich ein hervorragender Wächter bin, vielleicht sogar der beste in der Stadt, aber dass ich jetzt so belohnt werde - damit habe ich nicht gerechnet. Natürlich habe ich bereits meine Hausaufgaben gemacht und mir von meinem Buddy erzählen lassen, warum Jonghun verbannt wurde.
Er soll Sex gehabt haben, ohne den Ring zu tragen. Tz tz tz… warum hat dieser Mann sich nicht im Griff? Er muss doch wissen, dass unerlaubtes Vermehren strafbar ist.

Die blondgefärbten Haare fallen ihm in die Augen. Er trägt silberne Loop-Ohrringe. Ansonsten ist er schwarz gekleidet: schwarzes T-Shirt, schwarze Jeans. Seine Monolider geben seinen Augen einen dauerhaften Schlafzimmerblick. Sein Gesicht ist perfekt, wie das einer Statue. Gerade Nase, volle Lippen. Mir fällt sofort sein langer Hals und sein Adamsapfel auf. Es könnte sein, dass ich noch nie einen schöneren männlichen Hals gesehen habe. Er sieht total unschuldig aus, aber ich erkenne einen Troublemaker aus 1.000 Meter Entfernung. Er ist ZU perfekt. Die Frauen müssen ihm zu Füßen liegen und ich muss mich zusammenreißen, um es ihnen nicht gleich zu tun.
“Hallo, ich bin Jonghun.” Er verbeugt sich und mir bleibt kurz der Mund offen stehen. Noch nie habe ich so eine schönere Stimme gehört. Er soll niemals aufhören zu sprechen. Sofort animiere ich ihn weiterzureden:
“Hallo, ich bin Donghae (ich verbeuge mich). Komm rein, wie geht es Dir?”
Er lächelt. Amüsiert er sich etwa über mich?
“Nun ja, ich wurde hierher verbannt. Wie soll es mir da gehen?” Er schaut mir unerlaubt in die Augen. Ich wusste es. Er ist ein Troublemaker. Er macht was er will. Das werde ich ihm noch früh genug austreiben. Vermutlich ist er sein Leben lang, aufgrund seines Aussehens damit durchgekommen. Ich führe ihn zunächst durch die Wohnung und zeige ihm sein Zimmer. Es ist mit Blick auf den Han River, der mittlerweile wieder Wasser führt. Fast wäre er ausgetrocknet. An seinem Zimmer ist ein Badezimmer mit Dusche angeschlossen. Mein Zimmer verfügt ebenfalls über ein eigenes Badezimmer mit Dusche und Badewanne. Ich zeige ihm noch den Wohn- und Essbereich. Die Wände sind weiß, sämtliche Möbel sind in der Farbe Mint.
Er holt seinen Koffer, zieht diesen in sein Zimmer und will anfangen auszupacken.
“Stopp, ich will dich erstmal kennenlernen. Du kannst später noch auspacken.”
Er schaut mich verdutzt an, woraufhin ich ihn frage: “Was weißt du denn über Wächter?”

“Ich darf mich nicht mehr als 500 Meter von dir entfernen.”

“Und was noch?”

“Ich weiß nichts weiter. Außer, dass Wächter immer über 2 Meter groß sind.”

“Wenn du glaubst, dass das mit den 500 Metern die einzige Regel ist, dann hast du dich aber getäuscht.” Wieder dieser niedliche, verdutzte Blick. Ich bekomme das Gefühl, ihn küssen zu wollen. Shit.
“Du machst und tust, was ich dir sage. Ich entscheide, wann du deinen Koffer auspackst, wann du deine Mahlzeiten einnimmst, wann du Zähne putzt und wann du schlafen gehst. Klar?”

“Klar.” Jetzt ist sein Gesicht undurchdringlich.

“Was denkst du jetzt?”

Er zuckt mit den Schultern. “Ich weiß es nicht.”

Gott, dieser Mann treibt mich in den Wahnsinn. Ich will alles über ihn erfahren.

“Dann frage ich dich jetzt etwas, was mich besonders interessiert. Du wurdest gefragt, ob dein Wächter hetero- oder homosexuell sein soll, richtig?”

“Ja.”

“Und warum wolltest du einen Homosexuellen?”

Er zeigt mir seine rechte ringlose Hand. “Ich darf zwei Jahre keinen Sex mit Frauen haben. Ich glaube nicht, dass ich das aushalte.” Er klingt todernst.

“Interessant. Das ist gar nicht die Antwort auf meine Frage.” Ich trete auf ihn zu, so dass ein minimaler Abstand zwischen uns entsteht. Instinktiv tritt er einen Schritt zurück und lehnt jetzt mit dem Rücken an der Wand.

“Warum wolltest du einen Homosexuellen?” Ich trete weiter auf ihn zu und stütze meine Hand neben ihm an der Wand ab. Er senkt den Kopf und sieht auf den Boden. Überraschenderweise wird er verlegen und mir gefällt das.

“Ich kann ohne Sex nicht leben.”

“Warum nicht?”

Er antwortet mir wieder nicht und kratzt sich stattdessen verlegen seinen Nacken. Er meidet weiterhin den Blickkontakt zu mir.

“Ist es dir peinlich darüber zu reden?” Er nickt. Interessant.

“Soll ich deinen Buddy befragen?” Er zuckt mit den Schultern.

“Buddy, was passiert, wenn er keinen Sex hat?”

“Er onaniert dann dreimal täglich.” Jonghuns Augenbrauen ziehen sich zusammen, er scheint genervt zu sein.

“Und wenn er Sex hat?”

“Dann onaniert er an dem Tag nicht.”

“Dreimal täglich, das muss ziemlich anstrengend sein. Auch wenn er unterwegs ist?”

“Positiv.”

“Wo?”

“Zumeist auf öffentlichen Toiletten. Manchmal im Auto.”

“Und heute?”

“Heute morgen unter der Dusche.” Diese Vorstellung gefällt mir außerordentlich. Das muss er mir irgendwann zeigen.

“Was passiert, wenn er heute keinen Sex hat und ich ihn am onanieren hindere?”

“Dann wird er unruhig.”

“Wie drückt sich das aus?”

“Wenn er keine Möglichkeit zum Onanieren hat, sucht er sich eine Partnerin.”

“Und wenn er keine Partnerin findet?”

“Er findet immer eine.”

“Immer?”

“Ja.”

Ich sehe ihn an und muss erstmal überlegen. Er schaut weiterhin genervt an mir vorbei auf den Boden. Seine Hände stecken jetzt in seinen Hosentaschen. Ich rücke von ihm ab und realisiere, dass dieser Fall nicht einfach sein wird.

“Buddy, lass uns zwei Iced Americano kommen.”

“Wird erledigt.”

“Komm mit.” Ich deute ihm an, mir zum Wohnzimmer zu folgen, wo wir uns auf das große mintfarbene Sofa setzen. Wie ein echter Koreaner, geht er sofort in den Schneidersitz.

Sicht aus Jonghun:

Er nimmt sein Tablet und fängt an einen Text reinzutippen. Was zur Hölle? Noch nie habe ich das bei jemandem beobachtet. Tablets dienen ausschließlich dazu, Texte zu lesen oder Fotos zu machen. Gibt er etwa meinem Buddy eine Anweisung, ohne dass ich das merken soll? Fremden Buddys Anweisungen geben, dürfen ausschließlich Wächter durchführen. Sie stehen in der Hierarchie sogar noch über der Polizei. Jetzt ist er endlich fertig und legt es wieder weg.

“Keine Angst, es ist nichts Schlimmes." Er sieht mich an und wartet auf eine Reaktion, die er von mir nicht bekommt. “Du wirst dich daran gewöhnen müssen. Ich gebe deinem Buddy öfter Anweisungen.”, sagt er und ich könnte kotzen.  

Warum zur Hölle, sind hier alle Möbel mintfarben? Ich sehe aus dem Fenster. Mir gefällt das hier nicht. Diese Fragen…ich bin doch gerade erst angekommen. Er lässt mir ja nicht mal Zeit, hier richtig anzukommen. Außerdem sind diese Fragen SO privat. Ich hasse das. Jetzt geht er zum Mahlzeiten Fahrstuhl und holt die Getränke. Ich sehe ihn mir an. Er gehört zu den 1 % Männern, die ihre Haare nicht färben. Er hat glatte, schwarze kinnlange Haare, dessen obere Hälfte er zu einem Zopf gebunden hat. Das lässt ihn noch gefährlicher wirken. Abgesehen von seinem muskulösen Körper und seiner Größe. Er sieht aus wie ein Schrank.

Er stellt den Kaffee vor mir ab und ich muss ihn fragen: “Machen Wächter eigentlich auch Kampfsport?”

“Selbstverständlich.”

“Welchen machst du?”

“Hapkido.” Er sieht mich an und nimmt dabei einen Schluck von seinem Kaffee. “Ich habe mich auf die Waffentechnik Danbong (Kurzstock 30-40cm lang) spezialisiert.” Er zieht einen Danbong aus seiner Beintasche und ich merke, wie ich mein Gesicht angewidert verziehe.

“Bist du immer bewaffnet?”

“Ich bin ein Wächter. Was denkst du denn?”

“Hast du den Danbong schonmal einsetzen müssen?”

“Ja.”

“Ist dabei jemand zu Schaden gekommen?”

“Schätzchen, wenn ich kämpfe, kommt mein Gegner immer zu schaden.” Er lächelt mich an, steckt dabei den Danbong wieder ein und ich bekomme eine Gänsehaut. Er trägt eine schwarze Hose mit Beintaschen. Ich sehe, dass in der anderen Beintasche auch etwas drin sein muss. Trägt er etwa noch mehr Waffen? Sein riesiges graues T-Shirt schafft es nicht seine Muskeln zu verbergen. Er trägt einen schwarzen Ring am Ringfinger seiner linken Hand. Das ist der Ring der Wächter. Sie bedeuten, dass man sich niemals mit dem Ringträger anlegen sollte, weil er das Recht hat zu Töten, ohne dafür bestraft zu werden. Seine Kopfhörer hat er nicht abgelegt. Ich habe mal gehört, dass Wächter sie rund um die Uhr tragen.

Ich muss hier raus und weil das nicht geht, verabschiede ich mich erstmal zur Toilette. Keine Ahnung, ob ich ihm das überhaupt mitteilen muss, aber es schadet sicher nicht. Die Tür ist nicht abschließbar. Im Bad ist ein Pissoir angebracht. Sehr praktisch. Als ich fertig bin mit pissen und meinen Schwanz wieder einstecken will, merke ich, dass es jetzt eigentlich Zeit wird Dampf abzulassen. Ich stütze mich mit der linken Hand an der Wand vor mir ab und werde mir ganz schnell einen runterholen. Ich bin Profi darin, dies innerhalb von zwei Minuten völlig geräuschlos zu erledigen. Ich schließe die Augen und höre plötzlich, wie die Tür geöffnet wird. Shit.

Aus der Sicht von Donghae:

Ich habe seinem Buddy erst vor drei Minuten die Anweisung gegeben, mir über meine Kopfhörer bescheid zu geben, wenn er onaniert. Die drei Worte `jetzt im Ernst?` sind mir sofort in den Sinn gekommen, als er mich so schnell zwingt, hier aktiv zu werden. Er wollte doch nur auf Toilette gehen. Kann ich ihn überhaupt nicht unbeaufsichtigt lassen?
Als ich die Badezimmertür öffne, sehe ich, wie er am Pissoir steht und seinen Schwanz in der Hand hält. Nur wenige Indizien zeigen mir, dass er nicht am pissen ist.

Er stützt sich mit seiner linken Hand an der Wand vor ihm ab.
Er umgreift seinen steifen Schwanz vollständig mit der Hand.
Er zieht seine Augenbrauen zusammen und ist extrem genervt von meiner Anwesenheit.
Er dreht sich verlegen weg von mir.

“Was ist?” Seine Stimme ist unglaublich sexy. Eine Mischung aus Erregung und völliger Genervtheit. Ich muss kurz innehalten und diesen Anblick in mir aufnehmen.

“Ich habe deinem Buddy die Anweisung gegeben, mir bescheid zu geben, wenn du onanierst. Ich glaube, du musst erst noch die Regeln hier lernen. ICH ENTSCHEIDE, WANN DU WAS MACHST!

Ich wollte eigentlich nicht bedrohlich klingen, aber ich bin von seinem Anblick angetörnt und muss das überspielen.
“Ich muss dich erst richtig kennenlernen und dazu gehört auch, dein Sexualverhalten zu beobachten. Daher darfst du jetzt weitermachen und ich sehe dir dabei zu. Tu so, als ob ich nicht da bin.”

“Was?” Er sieht mich wieder so verdutzt an und ist versucht seinen jetzt schlaffen Schwanz in die Hose zu stecken. “Auf gar keinen Fall!”

Ich trete auf ihn zu und umgreife mit meiner Hand seinen Nacken. Ich mache das besonders sanft, er soll keine Angst vor mir bekommen. Nur ein bisschen Respekt, durch die leichte Berührung. Er ist so viel kleiner als ich.

“Ich kann dir auch dabei helfen. Soll ich die Hose wieder öffnen?”
“Nein!” Er öffnet seine Hose wieder und ich stelle mich zurück in den Türrahmen.

Er wird noch lernen müssen, umgehend auf mich zu hören und meine Anweisungen, ohne sie zu hinterfragen, umzusetzen. Sein Blick ist jetzt nach unten auf seinen Schwanz gerichtet, den er mit seiner rechten Hand umschließt und routiniert stimuliert.
Seine linke Hand lehnt weiter an der Wand. Er schließt die Augen und öffnet minimal seinen Mund. Er ist völlig lautlos und ich sehe wie sein Schwanz jetzt komplett geschwollen ist. Mich nervt, dass er überhaupt keinen Ton von sich gibt. Ich kann noch nicht mal hören, wie er atmet.
Verdammt, jetzt bin ich genervt und dadurch noch mehr angetörnt. Noch nie habe ich so einen schönen Mann dabei beobachtet.
Er scheint sehr schnell vergessen zu haben, dass ich hier stehe. Seine Handbewegung wird immer schneller und er scheint bald fertig zu sein. Aber genau weiß ich das nicht. Das ist so, als würde ich einem Stummfilm zusehen.

Was zur Hölle….?! Jetzt schaut er mich über seine Schulter an und sieht mir in die Augen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich stecke verlegen meine Hände in meine Hosentaschen. UND ER SIEHT VERDAMMT NOCH MAL NICHT WEG. Sein Blick wird jetzt verschleiert, ist aber immer noch auf mein Gesicht gerichtet.

Jetzt wandert sein Blick zu meinem Schritt und mir wird bewusst, dass er durch den Stoff erkennt, wie steif ich bin. Fuck, das wollte ich ihm auf keinen Fall preisgeben!
Er lächelt, schließt dann die Augen, senkt den Kopf wieder und ergießt sich.

Der heterosexuelle Jonghun hat gerade mit mir geflirtet. Scheiße.
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