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Abenteuer in Dun Morogh - World of Warcraft

Kurzbeschreibung
SammlungFantasy / P12 / Gen
08.09.2022
06.11.2022
9
10.327
4
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Dieses Kapitel
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08.09.2022 1.335
 
***

Ich grüße Euch, werter Lesender!

Mein Name ist Merunia. Ich bin eine Nachtelfin aus Darnassus und entstamme einem kleinen Dorf. Die Menschen gaben ihm den Namen "Laubschattental". Aber ich war seit einer langen Zeit nicht mehr dort. Dazu geschieht einfach zu viel Aufregendes und Spannendes.
Hm, wo fange ich am Besten an? Ich lebe seit vielen Jahren in Sturmwind. Es ist keine schöne Stadt, viel zu viele Steine, viel zu wenige Grünflächen. Aber es gibt eine hervorragende Magierschule und der Turm der Portale ist einfach nur faszinierend. Vielleicht bin ich wegen dieser leuchtenden, wabernden Portale auch Magierin geworden. Mich hat es schon immer fasziniert, dass man sozusagen in das Portal geht, die Hand nach dem bläulichen Wirbel ausstreckt - und schon wird man in einem Sog mitgerissen und irgendwo wieder ausgespuckt!
Könnt Ihr Euch das vorstellen? Ich zunächst nicht. Schließlich war damals mein Reisen auf das beschränkt, was ich zu Fuß erreichen konnte. Erst sehr viel später erhielt ich mein eigenes Reittier und ...
Ach, ich schweife ab. Das ist wohl so eine Eigenart von Magiern, die zu lang allein vor sich hin tüfteln.
Ja, so ist das. Ich muss schließlich immer besser werden. Also muss ich viel Studieren. Die Alchemie ist mein Lieblingsgebiet. Ich habe vor kurzem erst meinen erfolgreichen Abschluss in Transmutation gemacht. Ich kann vielerlei Erze in etwas anderes verwandeln. Meine Lehrerin - natürlich aus Sturmwind - hat mich vor allen gelobt und konnte gar nicht fassen, mit welch einem Durchhaltevermögen ich es meisterte, ihr den Lebendigen Stahl zu bringen. Wo andere mehrere Tage brauchen, gelang es mir in wenigen Stunden! (Ich verrate es nur Euch, meine Lehrerin weiß nichts davon. Ich bin Mitglied in einer Gilde. Diese hat mehrere Barren an Lebendigem Stahl in der Gildenbank lagern. Ich habe den Gildenchef höflich gefragt, ob ich mir ein paar Barren nehmen dürfe, was er gutmütig bejahte.)
Neben der Alchemie habe ich mich mit Inschriftenkunde beschäftigt. Ich dachte so bei mir, wenn ich Kräuter für die Alchemie benutze, kann ich sicher übriggebliebene für die Inschriftenkunde zermahlen und so Tinkturen erstellen, um einzigartige Schriftrollen vorzubereiten.
Falsch gedacht! Es werden so viele Kräuter gebraucht, dass ich nur noch durch die Gegend lief, um Kräuter bettelte und jede Pflanze ausgrub, die mir unter die Nase kam. Da hatte ich (fast) gar keine Zeit für meine Studien mehr! Mal abgesehen davon, dass ich ständig irgendwelchen Räubern, Riesenspinnen, Wölfen und sogar Kojoten über den Weg stolperte! So hatte ich mir mein Leben als Magierin nicht vorgestellt. Deshalb wechselte ich von Inschriftenkunde zu Kräuterkunde. Dieses Mal dachte ich mir, wenn ich mich besser mit Kräutern auskenne, dann rupfe ich nicht so viel Zeug heraus, das nicht einmal als wohlriechendes Brandopfer für Geister dient. Und diese entsetzlichen Monsterbegegnungen werden reduziert. Kämpfen ist nämlich wirklich nicht meine Welt. Aber Ihr könnt Euch sicher schon denken, dass ich mal wieder völlig falsch gedacht habe. Denn nun musste ich so viele Bücher über Kräuter wälzen, dass ich gar nicht mehr dazu kam, Tränke zu brauen.
Na gut, meinen Lehrer freute das, weil es weniger Explosionen gab.
Auf jeden Fall war das der Zeitpunkt, dass ich die Priesterin Shemmana kennenlernte. Einen kleinen Menschen mit dem unstillbaren Verlangen, alles über Kräuter und Stoffe herauszufinden. Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich und erleichtert ich war, als wir einander besser kennenlernten. Sie vereinbarte mit mir, dass sie für mich Kräuter sammelt, wenn ich ihr gute Tränke braue. Außerdem musste ich einen Vertrag unterschreiben, dass ich ihr bei wissenschaftlichen Projekten zur Verfügung stehe. Typisch Mensch. Immer müssen sie alles schriftlich machen. Ich denke fast, Inschriftenkunde stammt auch aus deren Köpfen. Wir Nachtelfen sind da eher die naturbezogenen Wesen und überliefern gern mündlich. Wir haben auch Jahrzehnte dafür Zeit. Wenn nicht ein Wildtier uns zum Verhängnis wird, leben wir wesentlich länger als die unruhigen Menschen.
Wenn Ihr jetzt glaubt, dass ich wieder abschweife, dann darf ich das verneinen. Denn genau um Shemmana geht es. Und um mich natürlich.
Die Priesterin hat ständig irgendwelche Sonderwünsche. So wollte sie einen Spezialkühlschrank haben und fand eine Ingenieurin - natürlich auch ein Mensch -, die ihn ihr bauen wollte. Weil sie dafür spezielle Barren brauchte, die Erze gibt es nur in Pandaria, wo die dicken Fellbewohner leben, machte ich mich wegen Bergbau schlau. So schlimm fand ich das gar nicht, weil ich mittlerweile meine Fluglizenz hatte und mit verschiedenen Flugreittieren hoch durch die Lüfte segeln durfte. Da ist so ein bisschen Bergbau kein Problem mehr.
Ein Problem waren nur mal wieder die Wildtiere, ganz besonders diese schrecklichen herumhüpfenden Shed Lings. Mehr als einmal haben die mich furchtbar erwischt! Da sind Spinnen reinste Kuscheltiere gegen! Und wenn Ihr glaubt, dass Kraniche stolze Schreit-Vögel sind, dann irrt Ihr Euch, werter Lesender. Das sind Monster mit einem endlos langen Schnabel! Habt Ihr einmal so ein spitzes, langes Ding auf Euer Gesicht zukommen sehen? Glaubt mir, da fleht Ihr bei allen Geistern und allen Ahnen und dem Sternenvolk, dass Ihr Euer Leben ändert, wenn Ihr das überlebt!

So, nun aber zu dem aktuellen Wunsch von der Priesterin. Sie hat da gehört, dass es in Pandaria Himmelssplitter gibt. Wenn man zehn dieser überaus seltenen und kostbaren Splitter entdeckt hat, kann man sie in einem magischen Ritual vereinen. Und mit dem daraus entstehenden Himmelskristall kann man angeblich einen Drachen herbeilocken. Einen Drachen! DRACHEN! Na, begreift Ihr, worauf das hinausläuft? Ich nenne das einen lebensmüden Menschen. Welches vernünftige Wesen will denn einen Drachen anlocken, ihn besiegen und das alles nur, um hinter das Geheimnis zu gelangen, wie man Drachen seiner Art zähmen kann?! Menschen! Ein Volk, das ich wohl nie verstehen werde.
Shemmana hat aber auch gehört, dass es einen Rochen geben soll, einzigartig und wunderschön. Dieser lässt sich zähmen - natürlich, Menschen glauben wirklich, dass jeder und alles zähmbar ist - und ist fast noch seltener als ein Himmelssplitter.
Also, ich glaube ja beide Geschichten nicht. Ich habe mal davon gehört, dass Menschen so etwas "Seemannsgarn" nennen. Das sind Geschichten, die beim Flicken der Fischernetze erzählt werden. Von Fischernetz zu Fischernetz werden die Erzählungen fantastischer. So kann es passieren, dass aus einem Regenwurm mit einem Mal ein riesiges Meeresungeheuer wird. Oder eine kleine harmlose Fliege ist plötzlich so groß wie ein Haus und funkelt einen angriffslustig aus glitzernden Facettenaugen an. Na ja, dieses "Seemannsgarn" passt auch irgendwie zu einem Großmeerrochen und natürlich zu Pandaren. Bei denen wimmelt es von Seen, Meeren, Teichen und vielen, vielen Fischen und darum sicher auch Märchenerzählern.
Obwohl ich fest davon überzeugt bin, dass es sich um erfundene Reittiere handelt, habe ich mit Shemmana gewettet. Und dieses Mal haben wir dazu keinen schriftlichen Vertrag abgeschlossen. Anscheinend reicht ihr dafür mein Wort. Bedeutet das, sie glaubt selbst nicht an diese Tiere? Sonst würde sie doch sicherlich alles schriftlich festhalten und auf Papier besiegeln. Vielleicht sollte ich selbst darauf bestehen, dass wir ein Schriftstück aufsetzen. Nur um sicher zu gehen, dass sie selbst an ihre eigenen Geschichten glaubt.
Nun gut, auf jeden Fall sieht unsere Wette folgendes vor, egal ob schriftlich oder mündlich abgeschlossen:
Sie sucht in Pandaria nach den Himmelssplittern und damit nach der Alani-Wolkenschlange.
Ich suche nach dem Großmeerrochen.
Wer zuerst sein Reittier bezwungen hat, der hat die Wette gewonnen.

Also, werter Lesender, Ihr dürft nun abstimmen, wer gewinnen wird. Falls Ihr ein Mensch seid, glaubt Ihr ja an diese Märchengeschichten. Und falls Ihr auf Dun Morogh lebt, könnt Ihr mich oder Shemmana besuchen kommen.  Wir sind einem kleinen Schwätzchen sicher nicht abgeneigt. Obwohl ... Ihr dürft Shemmana besuchen. SIE ist einem kleinen Schwätzchen sicher nicht abgeneigt. Ich muss dringend herausfinden, wo es diesen Großmeerrochen geben soll. Immerhin gibt es in unserer Welt viele Kontinente. Und jeder Kontinent hat viele Meere, Seen, Flüsse.
Hm ... vom Namen her würde ich das seltsame Reittier in einem Meer ansiedeln. Vielleicht sollte ich die Fischer der verschiedenen Meere befragen. Was für ein Glück, dass ich schon die wichtigsten Portale herbeizaubern kann. So bin ich unabhängig. Und falls nur ein Fünkchen Wahrheit an Shemmanas Geschichten dran ist, werde ich alles daran setzen, dass eine Nachtelfe die Wette gewinnt!
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