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'Expecto Patronum' vom Feind zum Freund

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Draco Malfoy Hermine Granger
07.09.2022
22.09.2022
4
3.451
3
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
22.09.2022 955
 
Long time no see.
Ich habe mir etwas mehr Zeit gelassen, dieses Kapitel zu schreiben, da ich im Moment so viel zu tun habe. Ich hoffe es gefällt euch.
Gebt mir gerne eine Rückmeldung :)
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Hermine bereute es schon ein bisschen, dass sie sich angeboten hatte, mit Draco zu arbeiten.
Harry war es lieber gewesen die beiden Slytherins zu trennen, für den Fall, dass sie doch etwas ausheckten. Da sie ihn überzeugt hatte die beiden mitmachen zu lassen, hielt sie es auch für ihre Verantwortung, dafür zu sorgen, dass nichts passierte. Aber würde es mit ihr und Malfoy lange gutgehen?
Als er sich wieder von Blaise zu ihr umgedreht hatte, war er zurückgeschreckt wie ein scheues Reh. Sie fand es amüsierend, aber etwas daran versetzte ihr auch einen kleinen Stich im Herzen.
Fand er sie wirklich so abstoßend?
Sie ging zu einem freien Übungsplatz, in der Annahme, dass er ihr folgte. Tatsächlich, ohne eine weitere Frage war er ihr gefolgt. Er sah etwas verloren aus ganz, als würde er sich hier nicht wirklich wohlfühlen. Irgendwie konnte sie ihn verstehen. Nur weil Harry ihm „vertraute“, mussten die anderen Schüler es nicht auch tun. Und es gab viele der umstehenden, die immer wieder grimmige Blicke zu ihm hinüberwarfen.
„Mach dir nichts aus den anderen. Solange du beweist, dass du und nichts Böses willst, werden sie dir nichts tun.“
Sie wollte ihn eigentlich nur beruhigen, aber merkte sofort, dass dies ein Fehler war.
„Ich hab doch keine Angst vor solchen Flaschen“, sagte er in seinem schnippischen Ton, der Hermine immer wieder aufbrausen ließ.
„Solltest du aber Malfoy, alle hier haben so viel geübt, dass sie wahrscheinlich viel stärker wären als du und dein dämlicher Freund.“
Sie hatte nicht so überreagieren wollen, aber etwas an Dracos, Malfoys Art ließ sie innerlich aufschreien. Warum war er nur immer so überheblich.
„Kein Grund dich gleich so aufzuregen Granger“, sagte er mit einem ebenso schnippischen Grinsen auf dem Gesicht, „war doch nur ‘n Spaß. Ich mag es bloß nicht, wie sie mich alle anstarren.“
„Du kannst es ihnen aber auch nicht verübeln, schließlich warst du zu vielen von ihnen nicht gerade nett und respektvoll. Und es ist sehr unglaubwürdig, dass ihr jetzt plötzlich auf unserer Seite seid, ich würde euch also empfehlen keine Fehler zu machen. Sonst werden sie euch nie vertrauen.“ Ob es wirklich die beste Entscheidung war, den beide zu vertrauen?
Langsam kamen ihr wirklich Zweifel. Malfoy sah zwar nicht so aus, als würde er etwas aushecken, aber wie war sie denn auf die Idee gekommen, dass er vertrauenswürdig war. Im Nachhinein konnte sie nicht mehr nachvollziehen, warum sie Harry unbedingt überreden musste, die beiden zu tolerieren.
Es war ein sehr merkwürdiges Gefühl gewesen, als der Slytherin Prinz mit seinem besten Freund in der Tür erschienen war. Sie hatte Angst gehabt, dass jetzt alles vorbei war, aber tief in ihrem inneren hatte sie gewusst, dass von ihnen keine Gefahr ausging. Der Raum der Wünsche hätte es nicht zugelassen, dass sie sie fanden, wenn er nicht überzeugt gewesen wäre, dass sie gute Absichten hatten. Oder?
Aber mehr als hoffen, dass ihre Dämlichkeit nicht alle verraten hatte, konnte sie jetzt eh nicht mehr. Also konnte sie auch genauso gut versuchen, bestmöglich mit der Situation umzugehen und zu probieren, die beiden irgendwie in die Gruppe zu integrieren. Vielleicht war es ihr Vertrauen in das Gute, aber sie glaubte das die Jungen ihre bösen Angewohnheiten schneller ablegen würden, wenn sie das Gefühl hatten, ernst genommen zu werden.
Hoffentlich hatte ihre Intuition sie dieses Mal nicht getäuscht.  
Vor ihr nahm sie eine verschwommene Gestalt wahr, die mit verschränkten Armen mit dem Fuß auf und ab tippte.
„Wenn du schon mit mir zusammen arbeiten willst Granger, dann versink gefälligst nicht in Tagträumen. Dafür bin ich nicht hier.“
Ach ja, wofür war er denn dann hier?
Schon wieder tat er so, als hätte er hier das sagen. Wie konnte er es nur wagen!
Tief ein und ausatmen Hermine Granger.
Sie hatte keine Lust sich jedes Mal über ihn aufzuregen, deswegen schüttelte sie ihren Frust so gut es ging ab und wandte sich ihm zu.
„Na gut, dann zeig mir doch mal deinen Patronus.“ Sie konnte sehen, dass er sich nicht wirklich anstrengte, er dachte wohl er könnte es einfach so. Entsprechend frustriert wirkte er auch, nachdem er den Zauberspruch aufgesagt hatte und nichts passierte. Hermine musste sich ein kleines Grinsen verkneifen, er war wohl doch nicht so gut wie er selbst es glaubte.
„Grins nicht so blöd Granger“, zischte er ihr sauer zu, „mach’s doch besser.“
Hermine nickte. Jetzt wollte sie ihm eine Abreibung verpassen.
Sie dachte an den Tag, an dem sie ihren Hogwarts-Brief bekommen hatte, das stolze Gesicht ihrer Eltern und an ihren ersten Blick auf Hogwarts.
„Expecto Patronum!“
Aus ihrem Zauberstab entfuhr ein blau-silberner Strahl, der sich kurz darauf in einen wunderschön glitzernden Otter verwandelte. Er begann, um sie und Draco herumzuwirbeln und selbst Der blonde Junge konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.  
Nach ein paar Runden durch den Trainingsraum, schwebte der Otter wieder auf Hermine zu und wurde wieder in ihren Zauberstab gesogen.
Trotz des leichten Lächelnds konnte sie sehen, dass es ihn wurmte, dass sie es geschafft hatte aber er nicht.
„Gut gemacht Mine“, rief Ron zu ihr herüber und auch Harry nickte ihr anerkennend zu. Mit einem stolzen Lächeln wandte sie sich wieder an Draco.
„Es ist eigentlich ganz leicht, du musst nur an den glücklichsten Moment in deinem Leben denken.“
„Ja, is schon klar“, sagte Draco, dessen lächeln längst wieder verschwunden war genervt, jetzt klappt es bestimmt, ich hab mich einfach nur nicht richtig konzentriert.“
Schon wieder hob er seinen Zauberstab und sah aus, als ob er nachdachte.
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Schafft Draco es den Patronus hervorzurufen?
 
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