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Kartenhaus

von - Minka -
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion Motoki Furuhata Pegasus / Helios
02.09.2022
24.11.2022
3
5.069
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24.11.2022 2.179
 
„Prinz, Prinz ...!“
Mein Kopf dröhnte, wo war ich nur?


Nach dem vernichtenden Gespräch mit Setsuna, schnappte ich mir Motoki noch bevor er sich wieder hinsetzen konnte und zog mit ihm weiter um die Häuser.
- Für jedes verplemperte Jahr eine neue Bar - war nicht die beste Idee an diesem Abend gewesen.
Nach der fünften waren wir beide so K. o. das wir Aufgaben und nach Hause wackelten, Motoki meinte noch, ich solle doch heute lieber bei ihm über Nacht bleiben.
Nicht das ich mitten in der Nacht noch versuche Bunny etwas über verschiedene parallele Zeitstränge zu erklären, durch die sich das rosa Bündel durchgewurschtelt und somit unser ganzes Leben durcheinander gebracht hat, sowie ich es bei ihm probiert hatte.
Doch ich Genie blieb unten vor seiner Wohnung stehen und behauptete, dass ich eh gleich zu Hause bin und dort sicher nur mehr einschlafe, sobald ich mein Bett sehe.
Nur zwei Blocks trennten unsere Wohnungen voneinander, das wäre locker zu schaffen gewesen, dachte ich.

Und nun?
Liege ich auf einem Krankenhausbett, im Gang.
Immer wieder huschten Ärzte oder Pflegekräfte an mir vorbei, doch ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen mich aufzusetzen und jemanden anzusprechen. Zu sehr dröhnte mein Schädel.

„Herr Chiba?“
„Hmm.. ?“
Eine Pflegekraft hat sich gerade über mich gebeugt und leuchtete mit einer kleinen Taschenlampe in meine Augen.
„Herr Chiba können sie mich verstehen?“
„Mhm... ja.. Kann ich. Warum?“
„Herr Chiba. Mein Name ist Natsu ich bin Pflegerin im St. Lukes Krankenhaus. Sie wurden auf dem Nachhauseweg von einem Fahrrad angefahren. Nichts Schlimmes, aber der Lenker war so Verantwortungsbewusst sie zu uns zu bringen, er hat sich große Sorgen um sie gemacht, da sie eine kleine Platzwunde am Kopf hatten. Diese mussten wir aber nur kleben. Aber so wie es aussieht haben sie einfach ein wenig über den Durst getrunken. hehe... „
So wies aussieht, war Natsu eine Frohnatur, die auch mitten in der Nachtschicht noch mit Trunkenbolden ihren Spass haben konnte.
„Unser Plan sieht jetzt so aus. Da alle Zimmer zurzeit schon überquellen würden wir sie einfach bis morgen früh hier auf diesem Bett Ihren Rausch ausschlafen lassen, wenn morgen dann alles in Ordnung ist, dürfen sie nach Hause. Bei Bedarf werden wir Ihnen eine Nachuntersuchung bei Ihrem Hausarzt empfehlen. Hier an der Seite von Ihrem Bett hab ich ihnen zur Not ein paar Brechtüten zur Seite gelegt. Aber keine Angst, wir werden immer wieder nach ihnen sehen. Okay?
Nickend ließ ich mich auf dem Polster zurücksinken, na, wenn das nicht peinlich ist. Hoffentlich erkennt mich hier draußen am Gang niemand.
Ich versuchte mich so gut wie möglich der Wand zuzudrehen, wenigstens war das Bett gemütlich und ich musste mich noch nicht mit Bunny auseinandersetzen.

„Prinz, Prinz!“
Erschrocken riss ich die Augen auf, wer würde mich den hier so nennen?
Doch ich war nicht mehr im Krankenhaus, ich lag auf einer grünen Wiese, rundherum waren duftende Blumen verteilt.
Ein Wasserfall lag keine 40 Meter von mir entfernt und mündete in eine idyllische Lagune. Rundherum waren große, alten Bäumen verteilt, doch kein einziges Lebewesen war zu sehen. Kein Vogel, keine Insekten, kann das sein, warum bin ich in Elysium?
„Prinz?“
Schneller als mein benebelter Schädel es zulassen wollte, drehte ich mich zur Stimme um und wurde sogleich bestraft, als sich mein Mageninhalt nach oben kämpfte. Panisch hielt ich mir die Hand vor und brachte alle Willenskraft auf, die mir gerade noch zur Verfügung stand, um es wieder hinunterzubefördern und nicht die heiligen Felder zu besudeln.
„Helios, was mache ich hier?“
„Dein Goldkristall hat einen Hilfeschrei abgesetzt. Ich bin ihm gefolgt und hab nach dir gerufen. Was ist passiert? Wurdet ihr angegriffen?“
Und schon wollte er seine heilende Magie an meiner Schläfe anwenden, doch ich hielt ihm davon ab, wie soll ich den im Krankenhaus erklären, warum ich eine Blitzheilung erhalten habe?
„Nein, nein, das war ich selbst.“
Verständnislos sah er mich an:“ Ihr habt euch selbst geschlagen?“
„Nein, ich habe getrunken und wurde angefahren, aber das hatte nichts mit Magie oder der gleichen zu tun.“
„Und was ist mit eurem Inneren?“
„Mein Inneres, was meinst du?“
„Die Liebe zu Serenity sie ist fast nicht mehr zu greifen. Liebt ihr euch nicht mehr? Euer Herz scheint geschunden zu sein“
Mann vor dem kann man auch gar nichts geheim halten.
„Naja, wenn man erfährt, dass die Zukunft, wie man sie sich vorgestellt hat, nie eintreten wird, man sich von seiner ungeborenen Tochter verabschieden muss und draufkommt das man die letzten Jahre mit der falschen Person vergeudet hat, ja das kann schon an einem zerren.“

„Aber Herr wovon redet ihr den, welche Tochter, Ihr meint doch nicht Small Lady?“
„Doch.. sie wird nie in unserer Welt existieren.!“
„Ja, weil sie in Ihrer eigenen Welt doch schon lebt. Ihr dachtet, sie würde in eurer Welt noch einmal geboren werden?“
„Ja verflucht nochmal, warum hat uns den keiner gesagt, das es nicht unsere Zukunft war, die wir gesehen haben. Dass es Zeitachsen gibt, die Chibiusa niemals vermischen hätte dürfen, das es kein Kristall Tokio gibt. Das kein Grund bleibt, an einer Zukunft mit Bunny festzuhalten.“

„Es tut mir leid mein Herr, ich dachte ihr liebt euch? Hätte ich gewusst wie es um euere Herzen wirklich steht, hätte ich euch aufgeklärt!“

„Worüber den aufgeklärt Helios?“

„Über eure 3 Schicksale, die euch durch eure Eltern in jeder Zeitachse und Epoche auferlegt worden sind.“
„Was meinst du damit? Was für Schicksale, ich dachte die einzige Bestimmung, die ich habe, wäre über Kristall Tokio zu herrschen, doch das wird es wohl niemals geben, also was soll den noch vorherbestimmt sein?“ wütend raufte ich mir die Haare und ließ mich erschöpft auf das weiche Gras fallen. Allein durch den Bodenkontakt konnte ich Elysiums Kraft tanken und es ging mir von Minute zu Minute besser.
„Es ist so, in eurem allerersten Leben als die Welt nur so vor Göttern und Titanen strotze, warst du, mein Prinz, ein richtiger Lebemann, der gar nicht darauf dachte, sich jemals fest zu binden. Jede Nacht war dir eine andere verfallen. Und am nächsten Tage nichts mehr wert. Deine Eltern, die Götter der Erde waren nicht mehr gewillt dem zuzusehen und am Schluss noch ohne Nachfahren von der Welt scheiden zu müssen. Daher haben sie dir für diese Zeit und jede folgenden in deinem unsterblichen Leben drei Bestimmungen auferlegt.
Sie suchten sich drei fähige Kindsmütter aus, denen du verfallen würdest und sie dir ebenso.
Eine davon wird in jedem Leben Beryl sein. Diese hast du bereits in dieser Zeit abgewiesen. Nummer Zwei war die Mondprinzessin. Bis jetzt ist, aber noch nie vorgekommen, dass diese Liebe erloschen ist, ihr wart immer bis zu euren beiden Tod glücklich vereint. Daher seid ihr noch nie eurer dritten Kandidatin verfallen und sie auch nicht euch. Erst, wenn ihr in einem Zeitalter alle drei von euch abgewiesen habt, wird diese Bürde auf alle Zeit und in aller zukünftigen Leben verschwinden.“

„Was redest du da? Heißt das alles war nicht echt, das alles ist ein Fluch oder ähnliches. Bunny und ich sind verzaubert?“ Die letzten Worte schrie ich ihm förmlich entgegen.
Konnte es einfach nicht fassen, dass ich noch nie davon gehört hatte, obwohl es mein ganzes Leben bestimmt.

„Bitte beruhigt euch mein Prinz!“, abwehrend hob er seine Hände und versuchte mich zu beschwichtigen.

„Nenn mich nie wieder Prinz, ich heiße Mamoru Chiba. Ich werde nie ein Prinz sein, also nimm diesen Fluch von mir. Lösche ihn aus!“

„Es tut mir leid, mei.... Mamoru. Ich kann die Bestimmung nicht von dir lösen. Der einzige Ausweg wäre sich von der Mondprinzessin zu lösen und die dritte Wahl... wie sage ich das am besten... mit dem Herzen zu überprüfen.“

„Was meinst du mit Überprüfen?“

„Naja, einfach sagen nein ich will nicht ist zu wenig. Ihr müsst sie zuerst aus vollem Herzen lieben und es dann schaffen, sie ziehen zu lassen. Im Gegenzug dazu kann sie sich auch nicht dagegen wehren, euch zu lieben.“

„Also wieder eine falsche Liebe?“

„Es kann auch die wahre Liebe werden Mamoru, ihr müsst es nur zulassen.“

- Wahre liebe so ein Schwachsinn, wie kann es Liebe sein, wenn es von einer überirdischen Kraft gesteuert wird. -

„Wer ist es?“, mein Ton wird von Mal zu Mal schärfer.
„Das darf ich euch nicht sagen.“
„Warum nicht, kenne ich sie?“ langsam verzweifle ich noch mit ihm.
„Es handelt sich dabei um eine euer acht untergebenen Sailorkriegerinnen, eure Eltern haben jene für euch ausgesucht, die am besten an eure Seite passen würde.“ Er konnte mir nicht mehr in die Augen Sehen.
„Das ist jetzt nicht dein Ernst Helios?!“ Ich stand wütend auf und konnte meinen Zorn kaum noch bändigen, drückte meine Fäuste immer fester zusammen und spürte schon, wie der Boden unter uns durch meine Energie zu beben anfingen.

„Es tut mir leid Herr, ich kann euch nur zutragen, was vor hunderten Jahren entschieden worden ist. Aber bitte beruhigt euch, wenn Ihr hier in Elysium wütet hat das Auswirkungen auf die Erde. Es könnte zu Tsunamis oder Orkanen kommen.“ Er ging langsam auf mich zu und legte seine kühlende Hände auf meine Wangen und legte seine Stirn auf meine Brust ab. Der Goldkristall der an seiner Halskette baumelte, leuchtete auf und entzog mir die überschüssige Energie, sodass ich mich langsam wieder beruhigen konnte.

„Es tut mir leid Helios, ich gibt dir gerade die Schuld an etwas für das du gar nichts kannst.“

„Es ist in Ordnung Mamoru. Es ist eine harte Bürde, die dir auferlegt worden ist.“

Eine der acht Kriegerinnen, das kann aber nur eins bedeuten.
„Ist es Pluto Helios? Ist Sie die Dritte? „ Mein Herz machte gerade einen kleinen Sprung nach oben. „ Saturn ist noch zu jung, Uranus und Neptun sind selber ein Paar und die anderen vier sind entweder verheiratet, schwanger oder schon Mutter, eine ist sogar mit meinem besten Freund verlobt, es kann sich nur um Setsuna handeln oder? Bitte sag mir das es nur Pluto sein kann?“

„Leider Nein. Es kann sich dabei um eine jede handeln. Wenn diese bereits in einer Beziehung ist, wird sie nicht dagegen ankämpfen können, genau so wie du selbst.“

„Das heißt ich würde Familien auseinander reisen, Beziehungen zerstören oder mich sogar im Falle von Saturn strafbar machen. Entweder das oder ich bleibe mit Bunny in einer toxischen Beziehung und falls ich doch vors nächste Auto renne, fängt alles wieder von vorne an. “ Das sind ja tolle Auswahlmöglichkeiten.

Helios nickte und lies sich kniend vor mir ins Gras sinken.

„Herr Chiba, hören sie mich..?“ War das die Pflegekraft?

„Es ist Zeit nach Hause zu gehen Mamoru, wenn du mich brauchst, scheue dich nicht mich zu rufen!“

Als ich die Augen wieder aufschlug sah mich Natsu freudestrahlend an.

„Na da hat aber wer wirklich gut geschlafen, diese Bettruhe hat Wunder bewirkt, sie sehen aus wie aus dem Ei gepellt. hihi.. „ Wenn Sie wüsste, an was es wirklich liegt, dass es mir geht wie frisch geboren.

„Ja, danke, das wirds wohl gewesen sein.“ verlegen griff ich mir an den Hinterkopf, sie war wirklich süß.

„Ich habe mit der Frau Doktor gerade über Ihre Werte gesprochen, da alles wieder im grünen Bereich ist, sind keine weiteren Untersuchungen mehr nötig, sie können schnurstracks nach Hause gehen.“

„Das sind tolle Neuigkeiten, vielen Dank und entschuldigen sie für die Mühe, die ich ihnen bereitet habe.“

„Na, für das werde ich ja auch bezahlt.“ zwinkerte sie mir fröhlich zu. „Hier sind noch ihre Unterlagen, der Entlassungsschein und für unterwegs eine Tüte, falls es ihr Magen sich doch noch anders überlegt. Und schon war sie um die nächste Ecke gebogen.

Die Kotztüte war doch etwas überfürsorglich, die werde ich hoffentlich nicht mehr brauchen, aber was ist das?
Natsu <3 089-544-336
Hat sie mir wirklich ihre Nummer auf den Plastikschlauch geschrieben, darum war sie wohl so schnell um die Ecke gebogen.
Na ja ich kann mich ja später nochmal bei Ihr bedanken und ihr dabei gleich schreiben, dass ich schon vergeben bin, mehr oder weniger. Mich gar nicht melden, wäre auch gemein.


Zu Hause angekommen machte ich mich schon auf einen Wutausbruch Ihrerseits gefasst, doch da Bunny noch nicht einmal Daheim war, blieb dieser zum Glück aus.
Somit hatte ich wenigstens ein wenig Zeit für mich ober das alles nachzudenken.
Können wir unsere Beziehung retten, indem wir nochmal neu anfangen, ohne wie versessen auf Chibiusa zu warten oder war sie wirklich der einzige Grund, warum wir überhaupt noch zusammen waren.
Und selbst wenn ich mich von ihr trennen würde, was hätte ich den davon außer das mir wieder eine Vorbestimmte vorgesetzt wird.

Ami, Rei, Makoto, Minako, Haruka, Michiru Sie alle hatten sich schon eine Familie aufgebaut. Hatten ihr Glück gefunden.
Ich konnte keine von Ihnen diese Bürde aufzwingen.
Hotaru war noch keine 18, daran möchte ich gar nicht denken.

Nur Setsu war noch ungebunden. Sobald ich an sie dachte, schlug mein Herz sofort zwei Takte schneller.
Könnte es das Schicksal vielleicht wirklich gut mit uns meinen, dürfte ich davon träumen, dass sie diejenige ist?

Aber wenn ja, wäre es dann auch wieder nicht echt?



-Buuummm!-

Bunny knallte beim hereinkommen unsere Wohnungstür so fest zu, dass sie mich aus meinen Gedanken riss.
Na das kann ja jetzt heiter werden.
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