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Hidden feelings

von sunrise82
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / Het
29.08.2022
27.09.2022
30
43.347
18
Alle Kapitel
84 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
23.09.2022 1.255
 
Es gibt kein Halten mehr für sie, sich küssend, taumeln sie durch den Flur. Lindy lässt sich von ihm führen. Fallen schon fast auf das weiche Sofa. Können voneinander nicht genug bekommen. Die letzten Wochen waren für beide zu viel und zu kräftezehrend. Sie nehmen jede noch so kleine Berührung in sich auf, lassen ihre Hände über den gesamten Körper des anderen wandern. Ryan kann nicht beschreiben, wie er sich fühlt. Sie ist hier bei ihm, will ihn und liebt ihn, wie er sie. Endlich ist diese Kälte aus ihm gewichen, Lindys Berührungen erfüllen ihn mit Leben und Licht. Vor Erleichterung und Freude stehlen sich vereinzelte Tränen aus seinen Augen.

Lindy könnte ihn nicht liebevoller ansehen, küsst seine Spuren des wahren Glücks weg. Eng zieht er sie an sich, muss sie ganz spüren, sicher gehen, dass das hier nicht nur ein Traum ist. Er schiebt seine Hand unter ihr blaues Kleid und Lindys wandert unter sein Shirt, streicheln über seine Haut, was sich wahnsinnig anfühlt. Wie oft hat er sich das herbeigesehnt, dass sie ihn berührt, küsst, einfach in seiner Nähe ist. Das Verlangen nach mehr wird immer grösser „Ich… habe nichts hier“, haucht er zwischen den Küssen „Ich ebenfalls nicht… aber wir können uns auch anders spüren“, ihre Worte lassen ihn vor Lust fast zergehen.

Sie küssen sich, ihre Hände verwöhnen sich gegenseitig und bringen sie an den Rand des Erträglichen. Gemeinsam springen sie über die Klippe, ihre Körper reiben sich aneinander, halten sich fest. Schwer atmend und sich streichelnd, kommen sie zurück. Lindy lächelt ihn an, er haucht ihr einen Kuss auf die Stirn „Wir… ich… duschen?“, zu ganzen Sätzen ist Ryan noch nicht fähig. Auch wenn er hier noch gerne liegen würde, fühlt es sich unangenehm in seiner Hose an. Lindy nickt und sie stehen auf, mit wackeligen Knien, dafür könnten beide nicht glücklicher sein. Sie haben sich wieder. Ryan nimmt Lindy an die Hand und führt sie ins Gästebad. Kann sehen, wie sie um sich blickt. Später wird er ihr das ganze Haus zeigen, aber jetzt duschen sie erst einmal.

Beide müssen immer noch begreifen, was heute passiert ist. Eine höhere Macht hat sie zusammengeführt und wer auch immer das war, Ryan ist mehr als dankbar. Sie stehen unter der Regendusche, seifen sich ein, was sich wundervoll anfühlt. Viel zu sehr hat er Lindy vermisst. Muss sie immer wieder berühren und küssen. Er schlingt sich ein Badetuch um die Hüfte, Lindy zieht sich ihr Kleid wieder an „Ich liebe es, wenn du Kleider trägst…“ er fährt mit seiner Hand, an ihrem Oberschenkel hoch, natürlich unter dem Stoff, was sie lächeln lässt. Wie sehr hat er das vermisst, wie konnte er nur glauben und denken, dass er ohne diese Frau auskommen würde „Ich bin rasch oben, um mir etwas überzuziehen. Danach machen wir uns etwas zu Essen… mach es dir doch bereits im Wohnzimmer gemütlich. Ich bin gleich bei dir, Honey.“

Lindy lächelt aufgrund seines Kosenamens „Okay… beeile dich, ich habe Nachholbedarf, was deine Nähe betrifft… und auch Hunger“, er grinst, haucht ihr einen Kuss auf den Scheitel und verschwindet. Sie schlendert durch den Flur, bestaunt das Haus, jetzt da sie nicht abgelenkt ist von Ryan. Was für ein Ausblick, nicht nur, dass es hier drin kaum gerade Wände und Decken gibt, das meint sie nicht. Nein, die in Wellen gehaltene Fensterfront, eröffnet ihr den Blick auf die Terrasse und das Meer „Was machen sie hier und wo ist Ryan!?“ Lindy dreht sich erschrocken um, als sie die ihr fremde und auch nicht freundliche Stimme hört.

Ein blonder Mann steht vor ihr, sein Blick ist stechend und prüfend sogleich „Na wird’s bald, oder soll ich die Polizei rufen, wie kommen sie hier rein und wo ist Ryan?“ Auch wenn er einschüchternd auf sie wirkt, findet Lindy ihre Fassung wieder „Ich… Ryan zieht sich an… ich… er… hat mich hereingelassen. Wer sind sie und warum sind sie hier in seinem Hause?“, sie ist verwirrt und auch überrumpelt. Der Kerl mustert sie durchdringend „Eigentlich geht sie das nichts an… ich bin Gabriel Carter, sein Manager. Er ist nicht an sein Handy gegangen und ich habe einen Notfallschlüssel. Darf ich jetzt auch erfahren, wer sie sind? Jeder kann erzählen, dass er oben ist… ich kann immer noch die Polizei rufen.“

Erleichterung macht sich in ihr breit, das ist sein Manager und auch Freund. Ryan hat ihr schon einiges von ihm erzählt, im Grunde ist er ein netter Kerl. Kann aber auch anders, wie sie gerade mitbekommt. Aber sie findet es gut, dass Ryan jemanden hat, der auf ihn aufpasst „Ich bin Lindy Peters…“ Gabriels Gesichtsausdruck ändert sich, seine Augen weiten sich „Oh…“, mehr kommt nicht aus seinem Mund, was Lindy sogar etwas schmunzeln lässt. Ryan hat so wie es aussieht, auch über sie gesprochen „Gab… was machst du denn hier?“, ist sie dennoch erleichtert, als sie eine ihr vertraute Stimme hört. Der Manager dreht sich zu ihm um „Na was wohl… verdammt… du bist nicht an dein Handy gegangen. Ich habe geklopft, aber niemand hat reagiert. Ich habe mir Sorgen gemacht… dachte, es geht dir nicht gut… ich wusste nicht…“

Ryan sieht seinen Freund entschuldigend, aber mit einem verschmitzten Grinsen an „Ich war… beschäftigt… sorry.“ Sein Blick wandert zu Lindy, was sie lächeln lässt „Wie ich sehe, habt ihr euch bereits kennengelernt… tut mir wirklich leid. Ich habe nicht auf mein Handy gesehen, er greift nach diesem, sieht zerknirscht aus „Du hast es sogar mehrmals probiert“ Gabriel sieht ihn nicht wirklich böse an „Da ich jetzt den Grund kenne… ich werde dich dann in Ruhe lassen… euch… die Anrufe kann ich dann wohl lassen und auch den Schlüssel werde ich nicht nutzen müssen.“ Sie umarmen sich kumpelhaft „Danke Gab“, der lächelt nur.

Kommt auf sie zu und reicht ihr die Hand „Tut mir leid, für die wirsche Begrüssung. Bye Lindy und ich bin Gab.“ Sie ergreift seine Hand „Schon gut Gab… und bye. Vielleicht sehen wir uns ja mal und können uns normal unterhalten.“ Der Manager nickt nur, dann verschwindet er. Ryan kommt auf sie zu, haucht einen Kuss auf ihre Lippen „Tut mir leid… meinen Freund habe ich ganz vergessen. Ich hoffe, er war nicht zu schroff?“ Sie schüttelt den Kopf „Nein… aber warum… wieso macht er sich solche Sorgen um dich, Ryan?“

Sie kann es sich denken, aber genau wissen, tut sie es nicht. Er atmet tief durch „Ich… mir ging es die letzten Wochen, verdammt scheisse… sorry für den Ausdruck. Wie gesagt, ich kann nicht ohne dich, Lindy. Ich war fertig und niedergeschlagen. Gab hat sich Sorgen um mich gemacht, dass ich zu viel arbeite, oder es übertreibe mit Sport. Dass mein Körper irgendwann halt nicht mehr mitmacht… es fühlte sich auch so an, als würde jeden Tag etwas mehr Energie aus mir fliessen… aber jetzt geht es mir wieder gut, sehr gut sogar.“ Lindy streicht sanft über seine Wange, ihm ging es wirklich mies. Schlechter als ihr, erst jetzt wird ihr richtig bewusst, wie sehr er sie wirklich liebt. Was er auf sich genommen hat, damit es ihr gutgeht. Oder er wollte, dass es ihr gutgeht.

Ihr fehlen die Worte, stattdessen küsst sie Ryan. Liebevoll, mit all ihren Gefühlen. Ihr grummelnder Bauch holt sie aus ihrem Kuss. Sie machen sich Sandwiches, wollen nicht gross kochen. Setzen sich auf das Sofa, dabei kuschelt sie sich eng an ihn und sie reden. Haben eine Menge zu besprechen, wie es ihnen in den letzten Monaten ergangen ist. Auch über das Hier und Jetzt unterhalten sie sich. Beide könnten gerade nicht glücklicher sein.
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