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Ein neuer Anfang

von Tara Del
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteLiebesgeschichte, Erotik / P18 / Het
Chakotay Kathryn Janeway OC (Own Character) Q
24.08.2022
30.09.2022
43
55.800
7
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Dieses Kapitel
1 Review
 
23.09.2022 918
 
Chakotay

Ich saß auf der Krankenstation und weigerte mich vehement sie zu verlassen, egal wie oft mich der Doktor schon versuchte zu verscheuchen. „Doktor ein letztes Mal, ich werde bleiben.“ Ich hatte aus dem Augenwinkel gesehen, wie er wieder aus dem Büro trat, um nach uns zu sehen.

Q war einfach verschwunden und hatte Kathryn nicht geheilt. Der Doktor hatte schwer um ihr Leben gekämpft und konnte sie nur gerade noch retten. Einmal hatte ihr Herz versagt, Tom und der Doktor hatten sie nur mit Mühe wieder zurückbekommen. Das war nun 18 Stunden her und dennoch weigerte ich mich zu gehen. Ich hielt Kathryns Hand und streichelte unentwegt mit meinem Daumen über ihren Handrücken.

Doktor

„Ich wollte sie diesmal nicht verscheuchen, aber ich denke sie werden dankbar sein, wenn ich ihnen das hier gebe.“ Ich hielt ihm ein Kissen und eine Decke hin. „Legen sie sich auf das freie Biobett, wenn sie schlafen möchten, der Captain wird noch einige Stunden schlafen.“ Ich seufzte und legte ihm meine Hand auf die Schulter. „Ich deaktiviere mich nun, sollten abnorme Werte beim Captain auftauchen, werde ich sofort vom Computer aktiviert. Versuchen sie etwas zu schlafen, Commander. Das Schiff braucht sie, ebenso wie die Crew.“

Chakotay

Ich schnaubte aus. „Das Schiff braucht ihren Captain, nicht mich.“ Ich hörte, wie der Doktor den Befehl zur Deaktivierung gab und beugte mich dann vor zu Kathryn. „Nun haben wir sozusagen die Rollen getauscht. Ich bin hier und du bist gefangen in deiner eigenen Welt, deinem Schlaf. Warum hast du das getan Kathryn? Ich war bereit zu gehen.“ Ich legte meine Stirn auf ihre Hand und fing an leise zu weinen. „Weißt du denn immer noch nicht wie sehr ich dich liebe und brauche?“

Tuvok

Leise war ich in die Krankenstation getreten und bekam daher ein sehr intimes Bekenntnis des Commanders mit. „Entschuldigen sie Sir, ich wollte nach dem Captain sehen und konnte nicht umhin zu hören, was sie ihr gerade sagten.“ Ich trat einen Schritt näher, der Mann vor mir zuckte erschreckt zusammen, als ich ihn ansprach. „Sie sollten es ihr noch einmal sagen, wenn sie wieder bei Bewusstsein ist. Ich denke, nein, ich weiß, dass sie genauso fühlt wie sie.“ Ich legte meine Hand auf seine Schulter, eine Geste, die unüblich für Vulkanier war, doch ich lebe inzwischen so lange unter Menschen, dass ich mir einige Eigenheiten angewöhnt hatte, wenn ich sie auch äußerst selten nutze. „Sie wird sie brauchen. Kathryn Janeway ist eine Frau, die zwar ihre Aufgabe vor alles andere stellt, aber sie ist auch eine Frau, die vor sieben Jahren vorhatte, eine Familie zu gründen.“ Ich drehte mich um und verließ, ohne auf eine Antwort zu warten die Krankenstation.

Chakotay

Meine Verzweiflung wuchs weiter an. Ich hatte in den letzten Wochen gesehen, welche Art von Mutter Kathryn sein konnte, ich hatte mitbekommen, welche Gefühle sie mir entgegenbringt, wie sehr sie mich braucht. Natürlich würde ich auch ohne Kinder an ihrer Seite stehen, meine Liebe zu ihr war ungebrochen. Trotz allem war es in den sieben Jahren unserer Reise Kathryn die immer wieder eine Entscheidung gegen uns fällte. Sie weiß, dass ich ein Familienmensch bin, sie weiß, dass ich gerne Kinder hätte. Wird sie nun dies als Grund nutzen, um mich von sich zu stoßen? Vor allem, da sie die Erfahrung mit Inyan gemacht hat, sie war Mutter, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit. Wie ich sie kenne, wird sie sich für mich aufopfern, damit ich mir diese Möglichkeit nicht verbaue. Ganz sicher wird Kathryn sich wieder gegen uns entscheiden.

Q

Das Tribunal führte mir vor Augen, was ich bereitwillig in Kauf genommen hatte. Sie zeigten mir eine Zukunft in der Kathryn Janeway von dem Gift befallen war und die Konsequenzen, die daraus resultierten. Schockiert sah ich das Ausmaß an Zerstörung und Gewalt. „Wie ist das möglich, wieso kann ihre Geschichte allein solche Auswirkungen haben?“

HQ

„Ihre Geschichte allein? Q du hast nicht nur ihr Leben beeinflusst, sondern das der ganzen Crew. Ihre Zufriedenheit, ihr Schicksal ist eng mit dem der Crew verwoben. Wenn ihr etwas passiert, ist es wie ein Stein, der in ein Gewässer fällt, es zieht Kreise.“

Junior

Ich stand am Rande des Kreises und schaute auf meinen Dad. Ich musste etwas für Tante Kathy tun. „Können wir nicht einfach alles zurücksetzen bis zu dem Zeitpunkt, an dem Q den ersten Offizier in Kathryn Janeway einpflanzt?“ Mein Dad kam nickend auf mich zu und hielt sich an meinem Arm fest. Offenbar hatte er tatsächlich einen gehörigen Schrecken davongetragen so wie er mich ansah.

Q

„Genau, das ist ein hervorragende Idee Junior. Wenn das ganze nie passiert, dann wird sie ihr normales Schicksal erfüllen, nicht wahr?“ Ich sah zu dem Vorsitzenden, der seinen Kopf, mit dem der Beisitzer zusammensteckte.

HQ

„Nein. Wir haben anders entschieden. Wir haben mehrere Pfade ihres Schicksals verfolgt und sind zu einem Entschluss gekommen. Die Zeit wird nicht zurückgedreht. Du wirst mit den Konsequenzen deiner Taten leben müssen Q. Vielleicht hilft es dir zukünftig nachzudenken, bevor du ein Spiel beginnst.“ Mit einem Schnippen löste ich das Tribunal auf.

Kathryn

Wann war ich das letzte Mal so müde. Ich versuchte meine Augen zu öffnen, doch meine Lider gehorchten mir nicht. Langsam kam die Erinnerung in mir wieder hoch, wie Inyan verschwand und Chakotay auftauchte. Wie ich die Kapsel schluckte und dann alles schwarz wurde.

Ich spürte die Tränen meine Wangen herunterlaufen und wie jemand sie wegwischte. Ich drehte meinen Kopf und öffnete schwerfällig meine Augen.

Chakotay

„Hey, da bist du ja wieder. Willkommen zurück.“
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