Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wiedersehen mit der Vergangenheit

von Lady0409
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Lea Peters OC (Own Character) Tim Peters
24.08.2022
18.12.2022
15
23.881
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
20.11.2022 1.611
 
Kapitel 12:
Notfall bei Tim

5. Mai 2022
Nachdem Lea die kleine Lina vorsichtig geimpft und das Mädchen sich nach mehreren Minuten wieder beruhigt hatte, trug die Neurochirurgin des Kind wieder zu ihrem kleinen Sohn ins Zimmer.
„Hallo, Tim. Schau mal, wen ich Dir hier wieder mitgebracht habe. Die kleine Lina ist da… Tim, mein Schatz. Hier ist die kleine Lina."

Behutsam legte Lea das immer noch weinende Mädchen neben Tim auf das Bett und drückte ihre Hand auf den Kopf des Jungen, der sehr schwach zu sein schien.
„Tim?! Tim, was ist denn los? Was ist denn mit Dir? Tim!", fuhr die Ärztin auf und rüttelte kurz an Tims linken Arm, um den Jungen zu wecken.

Von Tim kam allerdings nur ein kurzes Quietschen und er zeigte auf seinen Kopf, bevor er leise nach seiner Mutter rief und seine Arme ausstreckte.

„Tim? Was ist denn mit Dir? Was hat mein kleiner Schatz? Was ist denn mit meinem kleinen Baby passiert?", fuhr Lea auf und nahm panisch das Infrarotfieberthermometer von Tims Nachttisch.
„Komm, Tim. Einmal kurz… Tim, ich muss kurz an Dein Ohr. Komm. In Dein Ohr, mein Schatz. Alles wird wieder gut. Ich bin doch bei Dir.", beruhigte die Neurochirurgin ihren kleinen Sohn und drückte dem vierjährigen Kind das Fieberthermometer sanft in sein linkes Ohr, um die Temperatur bei Tim zu messen.
„Tim, Spatz. Es ist doch schon gleich alles wieder vorbei. Ich bin da. … Mami ist bei Dir, mein Schatz. Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen.", beruhigte die erfahrene Ärztin das Kind und drückte Tim einen Kuss auf die Stirn.
„Tim, Mami muss nur kurz Dein kleines Fieberchen messen. Das tut gar nicht so sehr weh, mein Schatz. Ich bin ganz vorsichtig bei Dir. … Du machst das toll, Tim. Ein ganz großer Junge. Toll… Ich bin stolz auf Dich. Du bist ein ganz toller Junge."

„Lea? Lea, was ist denn los? Was ist mit Tim los, Schatz?", fragte nun auch Leas Lebensgefährte seine Liebste und sah auf den Vierjährigen, der sich kaum bewegen konnte. „Tim, was ist denn los mit Dir? Was fehlt Dir denn? "

„Tim hat einen Tumor!", sprudelte es plötzlich aus Lea heraus, während sie das Ergebnis der Fieberkontrolle von dem Thermometer ablas.
„TIM HAT WAS?! WAS IST DENN MIT IHM LOS?!", fuhr Jannik sofort erschrocken auf und Lea seufzte kurz, als sie antwortete: „Tim hat in seinem Gehirn einen Tumor. Der Kollege, der den Süßen untersucht hat, meinte, dass er Tim in ein paar Tagen operieren wird. Aber ich will das nicht. Ich will meinen Sohn nicht einfach… Tim muss… Tim soll nicht operiert werden. Ich habe Angst, Tim zu verlieren. Jannik, ich will nicht mein Kind zu Grabe tragen müssen. Nur, weil ich ihn operieren lasse. Tim wird nicht operiert!"

„Aber… Aber, Lea. Bitte. Unser kleiner Tim muss operiert werden! Wenn er, wie Du sagst, einen akuten Tumor hat. Es gibt keine andere Möglichkeit. … Hey, Maus. Ich werde Dich nicht im Stich lassen, wenn Tim operiert wird. Der Kollege soll mir den Termin für den Eingriff geben und ich werde mir frei nehmen.", versprach Jannik seiner Lebensgefährtin, bevor er sie vorsichtig fragte: „Wie sieht es denn mit Tims Fieber aus? Ist es denn sehr hoch?"
„Nein… Nein, Jannik. Er hat momentan nur 38,9 Grad Temperatur.", wusste Lea, als sie die Temperatur vom Display des Thermometers abgelesen hatte. „Er ist im Moment zum Glück nicht allzu fiebrig."

„Dande Auaa!", deutete Lina auf Tim und die Dreijährige gab dem Jungen einen sanften Kuss. „Lina Tim lieb. Da… Mami, Tim Auiii."
„Lina, ganz ruuuhig. Tim hat in seinem Kopf ein Aua, Spatz. Aber das wird der Onkel Doktor ganz schnell wieder raus machen. Du musst keine Angst haben, meine Süße. Es tut auch überhaupt gar nicht weh, wenn der Doktor den Tim operiert. Er wird vorher von der lieben Lea ganz sanft in den Schlaf gesungen und dann geht es für Tim in ein ganz tolles Traumland."

„Tim… Jannik, hältst Du meinen kleinen Schatz kurz fest? Ich schaue mir kurz den Bauch von Tim an. Er hatte schon vor knapp einem halben Jahr einen Leistenbruch… und da hat er genauso schwach in seinem Bett gelegen. Ich muss mir den Kleinen kurz ansehen.", seufzte Lea und deckte den Bauch von Tim auf. „Tim… Ich muss mir doch jetzt nur kurz Deinen armen, kranken Bauch anschauen. Alles ist gut, mein kleiner Schatz. Du musst keine Angst vor Mami haben. Es passiert doch gerade überhaupt gar nichts Schlimmes mit Dir. Du bist gleich wieder erlöst."

Behutsam drückte Lea auf dem Bauch ihres Sohnes herum und fühlte etwas, das ihr gar nicht gefiel.
„Hier. Eine Bruchpforte… Ich hätte Tim operieren lassen sollen, als er das erste Mal einen Leistenbruch hatte. Aber ich habe… Ich hab ihm die Operation ersparen wollen. Was bin ich denn für eine Mutter?! Tim hat jetzt starke Schmerzen. Ich muss ihn jetzt sofort operieren!"

„Lea! Lea, Du musst Tim überhaupt nicht operieren! Tim wird jetzt zwar in den OP gebracht, aber Du bist der Sandmann für den kleinen Spatz. Du machst Tim müde.", erklärte Jannik seiner Lebensgefährtin den Plan für die nächsten Minuten und er verließ kurz das Zimmer, während Lea ihren Sohn vorsichtig untersuchte.

„Lina? Lina, willst Du mir beim Untersuchen von Tim helfen? Machst Du den kleinen Mann ganz gesund?", fragte die Neurochirurgin das kleine Mädchen, das sich neben Tim hinsetzte und ihm seine Hand auf den Bauch legte.
„Schau mal, Lina. Ich mache Tim jetzt gleich ein bisschen nackig an seinem Arm und dann lege ich ihm einen zweiten Zugang. Dabei muss mir aber Schwester Lina ganz dringend helfen. Du musst unseren Tim ganz ganz brav festhalten, damit er keine Angst hat."

Kurz, nachdem Jannik das Zimmer von Tim verlassen hatte, kehrte er mit dem behandelnden Arzt des Jungen zurück und legte ein Zäpfchen auf den Nachttisch des Kindes.
„Ein Beruhigungsmittel. Dann ist Tim nicht nervös, wenn er narkotisiert wird. Der kleine Mann kennt es doch noch gar nicht, operiert werden zu müssen.", wusste der Gynäkologe und sah, wie Lea kurz zusammenzuckte und sich ihre Hand auf den Unterleib hielt.
Besorgt tastete der Arzt sofort den Bauch der Neurochirurgin ab und spürte, wie sich sein Kind bewegte.
„Maus, Du tust Mami weh. Deine Mami hat ein Aua in ihrem Bauch gehabt. Das kannst Du nicht machen… Lea, wenn Tim im OP ist, dann will ich noch einmal einen Ultraschall bei Dir machen. Ich will nach unserem Baby schauen, meine Süße. Vielleicht zeigt es heute endlich, dass es doch ein Junge wird."

„WIR BEKOMMEN EINE KLEINE PRINZESSIN, JANNIK!", fuhr Lea ihren Lebensgefährten mit einer erzürnten Stimme an und zuckte noch einmal zusammen, als ihr Baby in ihrem Bauch einen zweiten Purzelbaum schlug und sich rollte.

„Das ist jetzt erst einmal nebensächlich, Lea. Wichtiger ist mir, dass unser kleiner Sohn in Deinem Bauch gesund ist. Der Ultraschall muss gleich sein. Es ist wichtig.", meinte der Gynäkologe und legte seine Hand noch einmal auf den Bauch von Lea.
Seine beunruhigten Blicke machten der werdenden Mutter große Angst und sie seufzte kurz: „Was… Jannik, was ist denn los?! Was ist mit dem Baby? Du hast schon bei der letzten Vorsorge in meinem Bauch etwas gesehen. Das weiß ich doch! Bitte, Jannik. Sag mir bitte bitte die Wahrheit! Unser Baby in meinem Bauch ist krank, stimmts?"

„Ich muss das kleine Mäuschen per Sono untersuchen, Lea. Mach Dir keine Sorgen um unser Baby. Es ist ganz bestimmt alles in Ordnung. Ich will nur, dass Du Dich von mir untersuchen lässt. … Ich schaue nach unserem Baby.", flüsterte Jannik besorgt und sah auf Tim, der inzwischen von seinem behandelnden Kinderarzt untersucht worden war und das Zäpfchen gerade verabreicht bekam, was der Viereinhalbjährige aber nicht wollte.
Nervös zappelte Tim mit den Beinen und weinte, als sein Arzt die Beine des Kindes vorsichtig anhob und den Jungen auf das Zäpfchen vorbereitete.
„Maus, Du brauchst keine Angst haben. Ich bin doch bei Dir und kümmere mich um Dich. Und wenn Du im OP bist, dann untersuche ich Deine Mama. Alles wird wieder gut.", beruhigte Jannik seinen kleinen Stiefsohn und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. „Du wirst bestimmt wieder gesund, wenn der Onkel Doktor Dich operiert."

„Mamaaa! Mamiii!", schrie Tim sofort wieder panisch nach seiner Mutter und zuckte zusammen, als er sah, dass nun inzwischen Lea das Zäpfchen in der Hand hielt.
„Mamiii!", winselte der Vierjährige und sah Lea mit ängstlichen Augen an, bevor sie vorsichtig den Jungen am Kopf streichelte und ihm erklärte, dass mit ihm nichts passieren würde.
„Ich gebe meinem kleinen Schatz jetzt nur kurz das kleine Zäpfchen und schon ist alles wieder gut. Es passiert mit Dir überhaupt gar nichts, wenn Du Angst hast. Ich tue meinem kleinen Baby nichts. Alles wird schon bald wieder in Ordnung sein, mein Schatz."

„Mamaa!" Wieder ertönte ein heftiger Schrei des Jungen, doch Lea wusste, wie sie Tim beruhigt bekam.
Vorsichtig strich sie über den Kopf ihres Kindes und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn, bevor sie Tim erklärte: „Mein süßer Schatz. Du brauchst doch gar keine Angst vor mir zu haben. Es ist alles in Ordnung. Ich mache doch gar nichts Böses mit meinem kleinen Baby. Alles wird gleich wieder gut. Ich bin vorsichtig bei Dir. Siehst Du, mein Prinz. Alles wird ganz schnell gehen und wenn Du müde bist, dann wird der Doktor Deinen Bauch wieder gesund machen. Es passieren nur ganz tolle Sachen mit meinem kleinen Baby. Du bist ein ganz wunderbarer Junge. Ich bin stolz auf Dich, mein Schatz."
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast