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So nah und doch so fern

Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P12 / Gen
18.08.2022
18.08.2022
1
484
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2 Reviews
Dieses Kapitel
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18.08.2022 484
 
Hallo!
Schön, dass du dich hier verirrt hast.
Diese Geschichte ist mein erster Text zu Hollow Knight. Inspiriert wurde ich vom Intro des Spieles, wie man vielleicht merkt.
Ich würd mich sehr über ein Review am Ende freuen!
Viel Spaß!

Seit jeher ist dein Name stets ehrfurchtsvoll erklungen,
Unserer wilden Seelen Zähmung, dir sie sie gelungen,
In bleicher Wacht hast du gelehrt und den Instinkt gezäumt,
Gabst Biest und Käfer eine Welt, die sie sich nie erträumt.

- aus “Klagelied an Heilandsnest” von Monomon der Gelehrten


Schon seit Stunden wandert der kleine Käfer durch die Dunkelheit. Was er sucht weiß er nicht. Angetrieben wird er von einem Traum. Seit diesem ist Klarheit in den kleinen Krieger gekommen und nun sucht er etwas, an das er sich nicht erinnern kann und doch so vertraut vorkommt. Er merkt, er kommt seiner Heimat näher, doch alle Erinnerungen sind weggewischt. Ein Ort, der ihm eigentlich so vertraut vorkommen sollte, erscheint so fremd. Ob er sich jemals zurechtfinden kann in dieser Dunkelheit?
Der Traum hat den Käfer mit Angst und Schrecken gefüllt.

~~~

Ein Raum gefüllt mit Dunkelheit und Eisen.
Ketten so dick, wie der kleine Käfer selbst, schließen sich um eine drei Mal so große Gestalt, wie er selbst. Man könnte glauben, nichts könnte diese Kette sprengen. Doch nicht die Ketten sind das Problem. Nein, die Gestalt. Einst ein großer Krieger, doch nun gebrochen. Seit Jahrhunderten stand er so da und nichts konnte ihn wachrütteln, doch auf einmal kamen immer mehr Risse zum Vorschein. Immer brüchiger wurde sein Anschein. Man spürte, wie gequält er war. Und ganz plötzlich brach es heraus. Eine Macht ergriff Besitz von dem Wesen, die es nicht mehr geben sollte. Pulsierendes Licht brach heraus. Es wurde wärmer um den kleinen Käfer herum und er fühlte, wie er langsam die Kontrolle verlor über sich, sein Denken und Handeln. Eine Druckwelle ging durch den Raum, die den Käfer zu Boden warf und ihm den Atem nahm.

~~~

Der kleine Käfer sieht langsam Lichter in der Ferne. Immer mehr kommen und leuchten einen schmalen Weg aus. Um die grazilen Laternen schwirren kleine Mücken. Links und rechts von ihm türmen sich große Steine, die schneckenförmig wirken. Er ist müde und erschöpft. Was würde er jetzt nicht für eine Bank geben, wo er sich ausruhen könnte. Nun ist das aber keine Option. Immer weiter tragen ihn seine kleinen Beine. Sein Schwert am Rücken prallt bei jedem Schritt leicht gegen seinen Rücken.
Der Weg unter seinen Füßen ist uneben. Nicht nur einmal glaubt er zu stürzen.

Er ist vor einem Abgrund angekommen. Der Wind erfasst ihn und lässt seinen Mantel wehen. Seine Augen gleiten über die Lichter in der Ferne. Eine kleine Stadt ist am Horizont zu sehen. Noch könnte er umdrehen. Diesem vergessen Königreich den Rücken zukehren und nie mehr wieder kommen. Doch er weiß, dass das keine Option ist. Der Käfer blickt hinunter in die Dunkelheit und springt.
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