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Der Alltag der K11-Familie

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie / P6 / Het
Alexandra Rietz Gerrit Grass Michael Naseband OC (Own Character) Robert Ritter Sewarion Kirkitadse
18.08.2022
05.10.2022
11
11.164
 
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23.09.2022 1.458
 
Gerrit bleibt noch kurz an Ort und Stelle stehen, atmet ein paar Mal tief ein- und aus und dreht sich dann wieder zu seinem Kollegen und Frau um, während er sich mit seinen Händen auf den Tisch aufstützt, zu sprechen beginnt: „Ich kann es nicht fassen was hier zur Zeit abgeht. Vor etwas mehr als einer Woche war gefühlt alles in seinen normalen Bahnen und jetzt kommt jeden Tag etwas neues angeflattert!“ Alex steht von ihrem Stuhl auf und geht auf ihren Mann zu: „Schatz, beruhige dich doch bitte. Das Ganze bedeutet doch gar nichts erstmal privat für uns. Lass und schauen, dass wir direkt morgen Michael schon undercover einschleusen können, dann ist die Sache in Windeseile aufgedeckt und dann haben wir Klarheit.“ Gerrit meint an beide gewandt: „Lasst uns ins Büro gehen. Ich hab da ein Ass im Ärmel und vielleicht bedeutet das unsere erste heiße Spur.“ Kommissar Grass macht keine Anstalten seinen Kollegen mehr Klarheit zu verschaffen also machen sie sich zu dritt direkt auf den Weg ins Büro. Als sie dort angekommen sind macht sich Gerrit direkt an seinem Computer zu schaffen, während Michael und Alex sich interessiert hinter ihm an seinen Stuhl anlehnen und gespannt beobachten was ihr Kollege vor hat. Gleichzeitig tippt Gerrit auf der Tastatur umher und beginnt dann die anderen mit einzuweihen: „Als Marianna an mir vorbei gestürmt ist und ich sie am Arm noch packen konnte habe ich ihr einen Peilsender in die Jackentasche geschmuggelt, welchen ich noch von heute Vormittag in meiner Hosentasche hatte. Und jetzt wollen wir doch mal sehen, wo sich das Fräulein gerade befindet… zuhause oder wo ganz anders!?“ Nachdem er fertig gesprochen hat erscheint auch schon die Auswertung und der genau Standort von dem Peilsender auf seinem Display. Nun meint Alex: „Also eins weiß ich sicher, dass wir nicht mitten im Stadtwald wohnen. Ich denke, wir sollten alle gemeinsam da hinfahren und mal nachsehen.“ Ihr Mann stimmt ihr immernoch aufgebracht zu, Michael jedoch meint, dass er lieber im Büro bleiben wollen würde, nicht dass er in Kontakt mit Schülern kommt und so seine Undercover Mission hinfällig werden würde. Zustimmend machen sich also nur Alex und Gerrit auf den Weg zum Stadtwald.

Am Zielort angekommen navigiert Gerrit Alex über seine Ortung auf dem Handy in die Richtung, wo Marianna sein müsste. Dies erspart ihnen sehr viel Zeit, da sie durch die mittlerweile sehr genauen Ortungen nicht den ganzen Wald absuchen müssen.



Kurze Zeit zuvor im Stadtwald:

Marianna wusste, dass sich hier wie fast jeden Tag ihr Freund Fabian aufhalten würde und so macht sie sich auf an den bekannten Platz im Stadtwald von ihrer Clique bzw auch fast der gesamten Schule. Als sie dort ankommt findet sie Fabian mit seinen Kumpels dort vor. Der junge Kerl mit kurzen, braunen und frech nach oben gegelten Haaren begrüßt seine Freundin mit einem Kuss auf den Mund. Er behält sie fest in seinem Arm, als Marianna ihn kurz für ein Gespräch etwas abseits zu seinen Freunden bittet. „Was ist denn los, damit du mich zur Seite ziehst?“, fragt Fabian Marianna. Das Mädchen antwortet ihm: „Deine Schwester war heute bei meinen Eltern im Kommissariat und hat diese um Mithilfe gebeten, weil sie den Verdacht von Drogen an unserer Schule hat. Du solltest endgültig aufhören Drogen zu nehmen, weil die Sache scheint immer heißer zu werden.“ Der Junge nimmt seine Freundin in den Arm und streichelt ihr über den Rücken: „Ach Schatz. Mach dir um mich keine Sorgen, dass habe ich schon im Griff und außerdem kann mir niemand etwas anhaben, denn ich habe immer nur eine Menge für den Eigenbedarf dabei und da kann mir keiner etwas anhaben. Nicht mal die Kriminalpolizei.“ Marianna hat ihren Kopf an Fabian’s Brust angelehnt und hebt diesen an um ihm zu antworten: „Das kann ja alles sein, aber ich fände es auch schöner, wenn du die Sache mit den Drogen beenden würdest.“ Ohne zu antworten drückt Fabian das Mädchen einfach fester an sich. Nach kurzer Zeit lösen beide sich voneinander und bleiben noch für kurze Zeit beieinander stehen und unterhalten sich über dies und das.

Plötzlich entdeckt Marianna keine zwei Meter von ihr entfernt ihre Eltern langsam nähernd. Deswegen packt das Mädchen ihren Freund Fabian und ruft: „Fabi! Schnell! Verschwinde! Meine Eltern sind hier!“ In diesem Moment setzt Kommissar Grass sofort zum Sprint an, wo sich Marianna extra in den Weg stellt um ihrem Freund ein paar Meter Vorsprung zur Flucht zu ermöglichen. Davon lässt sich Gerrit nicht groß aus dem Konzept bringen, da er solche Aktionen auf Verfolgungsjagden schon oft erlebt hat. Das Mädchen versucht erst gar nicht zu flüchten, da der Ärger eh schon sprichwörtlich ins Hause steht. Nichtsdestotrotz wird sie von ihrer Mama gepackt und mit dem Gesicht frontal gegen den nächst besten Baum gedrückt und dies noch dazu sehr unsanft, was sie von ihrer Mama nicht erwartet hätte. Es ertönt ein Schmerzenschrei von dem Mädchen, was ihre Mama nicht gerade stört.

Beide Damen hören Gerrit rufen: „Bleiben sie stehen. Polizei. Oder ich schieße!“ Als Ermutigung an ihren Freund weiterzulaufen schreit Marianna: „Lauf weiter! Der schießt niemals!“ Daraufhin ertönt ein lauter Knall und als Alex und Marianna sich umdrehen sehen sie, dass Gerrit seine Androhung wahr gemacht hat und in die Luft geschossen hat. Nun bleibt der Flüchtige abrupt stehen und reißt automatisch seine Hände in die Höhe. „Sie drehen sich langsam um und kommen zu mir mit erhobenen Händen“, ruft Kommissar Grass in den Wald.

Fabian kommt der Aufforderung nach und als er bei dem Polizeibeamten Grass angekommen ist von diesem, ebenfalls wie Marianna, an den Baum daneben gedrückt und meint: „Wir werden euch beide jetzt einmal filzen, während dessen möchte ich keinen Ton, egal von wem, hören! Habt ihr irgendwelche scharfen Gegenstände oder sonstiges dabei, wo wir uns verletzten könnten?“ Beide Teenager schütteln schüchtern mit dem Kopf, so gut es geht wenn man mit dem Gesicht voraus gegen einen Baum gedrückt wird.

Gerrit beginnt mit der Durchsuchung von Fabian, wo erstmals nichts auffälliges findet, bis er zu seinem Rucksack übergeht. Daraus zieht er ein kleines Tütchen mit weißem Inhalt. Um den Jungen darauf anzusprechen, dreht er diesen um, welchen er nach wie vor mit einer Hand an dem Baum gehalten hat und spricht zu ihm: „Na was haben wir den hier gefunden? Wird wohl kaum Traubenzucker sein?! Das ging aber flott.“ Fabian wehrt sich mit den Worten: „Sie können mir gar nichts anhaben, dass ist alles eine so geringe Menge und somit nur Eigenbedarf.“ „Na das werden wir schon noch sehen ob wir da nicht noch was finden“, ergänzt Gerrit.

Darauf kommt keine Antwort mehr von der konfrontierten Person. Nun fordert Gerrit seine Frau auf: „Na dann möchte ich mal sehen was unsere scheinbar zuhause lernende Tochter in den Taschen hat. Eine Lüge nach der anderen. Wenn wir jetzt etwas bei dir finden, dann Gnade dir Gott. Du weißt wie ich und auch Mama zu Drogen stehen, da brauch ich dir nichts mehr erzählen!“ Alex beginnt mit der Durchsuchung an ihrer Tochter, doch bevor sie richtig anfangen kann, unterbricht sie Marianna: „Halt stopp. Mama und Papa, bevor ihr es selbst findet, möchte ich euch was geben…“ Nun auch komplett stinkwütende meint Alex empört: „Ich glaube ich bin im falschen Film! Unsere schlimmste Befürchtung, was kommen könnte, tritt jetzt ein. Ich bin fassungslos, dass unsere Tochter Drogen nimmt.“ Marianna antwortet ihr, während sie in die Hosentasche greift: „Nein, nein. Nicht so wie ihr meint. Ich nehme keine Drogen, dass wisst ihr doch.“ Nun mischt sich auch Gerrit mit ein: „Aktuell weiß ich nicht mehr was ich dir noch glauben kann. Früher hätte ich diesem sofort zugestimmt.“ Um ihre Aussage zu beweisen, zieht das Mädchen ein Handy aus ihrer Hosentasche und streckt es nach vorne zwischen ihre Eltern und wartet auf ihre Reaktion. Verblüfft mein Alex: „Wo kommt den das her? Dein Handy liegt zuhause bei uns im Safe?!“ „Ja mein Handy ist bei euch. Ich hab mir eines als Ersatz organisiert.“ Erbost meint dann Gerrit: „Okay, okay so läuft das Spiel also mittlerweile. Das klären wir später zuhause. Ich möchte zuerst die Sache mit den Drogen klären. Du kannst ruhig noch etwas schmorren“, und dann an Fabian gemeint, „von dir hätte ich gern deinen Ausweis aus deinem Portemonnaie gesehen, damit ich weiß mit wem ich es hier zu tun habe.“ Der Junge macht wie ihm befohlen wurde und reicht den Gegenstand an den Kommissar weiter. Gerrit liest laut den Namen „Fabian Bauer“ vor. Er fängt langsam an zu überlegen: „Irgendwie sagt der Name mir was …“ Da hilft ihm seine Tochter auf sie Sprünge: „Mein Gott. Kannst du nicht eins und eins zusammen zählen. Das ist der Bruder meiner Lehrerin.“ Alex und Gerrit’s Blick wird immer verblüffter, obwohl sie dachten, dass das Ganze nicht mehr komischer werden könnte.
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