Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Das Tagebuch des Haytham E. Kenway - Part 4

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Mix
Achilles Davenport Connor Kenway Edward Kenway Haytham Kenway OC (Own Character) Shay Patrick Cormac
17.08.2022
01.02.2023
25
54.397
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
25.01.2023 2.375
 

Ich nutze die kurze ruhige Minute, um euch einen weiteren Ausschnitt
meiner Gedanken zu überlassen.

Hinrichtungen sind immer grauenvoll und Haftstrafen können ebenso grausam sein.
Was meine Frau jedoch über entsprechende Gefängnisse ihrer Zeit erzählt,
klingt fast wie ein Märchen.
Weiterhin gehe ich meiner Tätigkeit als Berater nach und werde für meine Arbeit
sogar von meiner Gattin belohnt. Mit einer sehr überraschenden Badestunde!

Ich wünsche gute Unterhaltung beim Lesen und verbleibe

Hochachtungsvoll
Haytham E. Kenway


Zitat Kapitel 23 - Frankreich

Kapitel 23

~~~ Die Hinrichtung und ein Wohlfühlbad ~~~


Monsieur Dagenais wurde als erstem erklärt, wie er sterben wird. Er würde mit dem Schwert enthauptet werden und ich hörte die Leute um uns jubeln. „Ja, das hat dieser Schmarotzer auch verdient.“ „Man sollte ihn besser vierteilen“ „Nieder mit dem Pack“ und so weiter… Es war, als wohnten diese Menschen einem Theaterstück bei. Man könnte meinen, sie nahmen das Ganze überhaupt nicht ernst und machten sich einen Spaß daraus.
Vom Schafott hörte man plötzlich ein klägliches Wimmern. Dagenais betete zu Gott, bat um Vergebung und weinte dabei. „Er hat keine Gnade verdient!“ höhnten die Zuschauer und einige lachten auch noch über diese Aussage.
Dann holte Barabás mit dem Schwert aus, welches er in beiden Händen hielt und ließ es mit großem Schwung von der Seite auf den Hals des Verurteilten schnellen! Auch wenn es sich makaber anhören mag, der Schnitt war sauber gesetzt und trennte augenblicklich den Kopf ab. Plötzlich legte sich die zitternde Hand meiner Frau auf meine Schulter. Zur Beruhigung drückte ich sie. Ich musste davon ausgehen, dass sie so etwas noch nie zuvor gesehen hat. Wieder einmal war meine Neugierde angestachelt im Bezug auf die Hinrichtungsmethoden in ihrer Zeit. Vielleicht hätten wir später die Gelegenheit für eine kleine Unterhaltung.

Jetzt war Bellec an der Reihe. Doch er machte kein einziges Geräusch, er rührte sich noch nicht einmal. Er hing vornüber gebeugt auf dem Klotz und harrte der Dinge die jetzt mit ihm geschahen!
Der Richter trat noch einmal vor ihn und sprach ein leises Gebet, genau wie bei Dagenais gerade. Aber Honoré flehte nicht um Gnade. Er hob nicht einmal seinen Kopf. Plötzlich hörte ich seine Stimme in meinem Kopf. „Ich bin besiegt, ich habe nichts mehr zu verlieren. Aber mein Sohn wird mich rächen, er wird die Bruderschaft aufrecht erhalten! Komme was da wolle!“ und dann rollte auch sein Schädel in den Korb vor ihm und die Stimme verstummte augenblicklich!
Meine Frau begann heftiger zu zittern und drohte ohnmächtig zu werden. Schnell hob ich sie vom Karren und hielt sie fest an mich gedrückt. In einigen Belangen war sie hart im Nehmen, aber hier ging es um Menschenleben die genommen wurde und auch mir war etwas mulmig geworden.
„Shhhhh, es ist vorbei, sieh nicht mehr hin, mi sol.“ sprach ich leise und strich ihr dabei immer wieder beruhigend über den Rücken. „Ich habe es auch gehört und ich frage mich gerade, ob wir seinen Sohn einmal aufsuchen sollten…“ ging es mir durch den Kopf.
„Lass uns von hier verschwinden, Haytham. Ich kann das nicht länger mit ansehen.“
Mittlerweile hielten der Richter und auch der Henker die Köpfe der Getöteten in die Höhe und versprachen der Bevölkerung, jeden einzelnen zu finden, der es wagen sollte eine solche Tat noch einmal verüben zu wollen!

Im Palast wieder angekommen, ließ Alex sich auf eine der Bänke im Foyer fallen und stützte ihren Kopf in beide Hände. Ich suchte nach einem Diener, welcher etwas zu trinken anbieten konnte. Und tatsächlich hier schlenderten zwei dieser Herren mit Erfrischungen herum. Erschreckend, wie aus diesem so widerwärtigen Akt eine harmlose Veranstaltung gemacht werden sollte.
Meiner Frau reichte ich ein Glas Cognac um ihren Magen und die Nerven zu beruhigen.
„Ich hoffe, ich muss so etwas nie wieder sehen, mi amor. Das ist einfach grausam!“ stöhnte sie leise und sah mich traurig an.
Jetzt oder nie, dachte ich und fragte nach den Strafen für Verbrecher in ihrer Zeit.
„Ich gehe einfach davon aus, dass in deiner Zeit keine Hinrichtungen wie diese stattfinden? Aber wie bestraft man denn dann einen Mörder?“ ich setzte mich neben sie und hielt wieder ihre Hand fest.
„Ähm… es gibt die lebenslange Haftstrafe zum Beispiel. Was aber etwas falsch klingt, weil es meistens so 25 Jahre in einem Gefängnis wären, also nicht wirklich für den Rest des Lebens. Aber die Todesstrafe gibt es nur noch in wenigen Ländern. Wenn ich darüber nachdenke, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, wo genau…“ kurz runzelte sie die Stirn.
„Man versucht also solche Menschen zu züchtigen, in dem man sie einfach wegsperrt? Ich hoffe doch, sie bekommen nur Wasser und Brot und müssen schwer arbeiten, während sie dort einsitzen.“ das wäre angemessen, meiner Meinung nach. Aber Alex erklärte mir, wie so eine Haftstrafe aussehen konnte.
Der Alltag in einem Gefängnis dort beginnt mit frühem Aufstehen, frühstücken und meistens gehen die Insassen danach einer geregelten Arbeit in oder außerhalb der Anstalt nach. Je nach Schweregrad ihres Verbrechens und des Urteils.
Da gab es Unterschiede? Das klang alles recht absurd.
Die Inhaftierten wurden dann abends wieder eingeschlossen und so verbrachten sie ihre Haftstrafen.
Es gab aber noch sogenannte Hochsicherheitsgefängnisse oder auch entsprechende – wie hießen sie noch? - Psychiatrien, wo die „schweren Jungs“ einsaßen. So nannte sie Alex. Dort wurden einige aufgrund eines Fehlers in ihrem Kopf behandelt zum Beispiel. Ausgang war nicht erlaubt, Besucher auch nicht.
Für mich klang es eher nach dem Paradies für Verbrecher. Härtere Strafen müssten sie bekommen.
„Ich lebte aber in einer Zeit, wo es die Ethik und Moral nicht mehr zulässt, Haytham. Es ist vermutlich wie mit der Erziehung bei Edward. Du würdest ihn sicherlich auch anders bestrafen, wenn er etwas angestellt hat, als ich es tun würde…“ dieses Themen könnte man noch über Stunden weiterführen. Ich befürchtete, dass wir genau DAS irgendwann auch tun würden müssten.
„Wir sollten unseren Sohn jetzt erst einmal suchen und schauen, ob er auch brav war. Was meinst du, mi sol?“ lächelte ich sie jetzt an und zog sie mit hoch.

Nachdem mein Sohn bei Tisch wieder mal seine nicht vorhandenen Manieren präsentiert hatte, welche Alex entschuldigte in dem sie sagte, dass es besser werden würde, wenn erst einmal mit Messer und Gabel umgehen könne, gingen wir in unsere Räumlichkeiten zurück. Während meine Frau den jungen Herren wusch und zu Bett brachte, erschien ein Bote mit einer Nachricht für sie von Königin Maria und einer von Ludwig für mich. Ich überflog meine Notiz, welche besagte, dass aus Übersee erfreuliche Neuigkeiten eingetroffen wären. Ich hoffte auf einen ereignisreichen interessanten Nachmittag.
Als meine Frau ihre Zeilen gelesen hatte, ließ sie sich seufzend auf dem Sofa nieder. Ob alles in Ordnung wäre, hakte ich nach.
„Ja, es ist nichts passiert. Nur der Damentag findet erst heute Abend statt. Also habe ich den Nachmittag noch frei und… ich weiß gerade nicht, was ich machen soll.“ sie klang wie ein nörgeliges Kleinkind, fast so wie July, dachte ich im Stillen.
Ich schlug ihr vor, da ich ihr leider auch keine Gesellschaft leisten könne, sich doch den anderen Damen anzuschließen. Sie würde es nicht tun, da war ich mir sicher. Teekränzchen mit Getratsche waren einfach nichts für sie.
Ein Abschiedskuss durfte nicht fehlen, auch wenn mir gerade nach weitaus mehr war als das.

Man erwartete mich schon im Studierzimmer von König Ludwig.
„Wir haben hervorragende Neuigkeiten aus der neuen Welt, Maître Kenway.“ freute sich einer der heute hier anwesenden Majore. „Wir konnten einen Vorstoß im nördlichen Amerika vollenden. Bald werden wir dort noch mehr Truppen hin entsenden, um die Territorien zu sichern für Frankreich.“
„Aber bedenkt, dass wir uns nicht in die Belange der britischen Krone einmischen. Wir können nicht noch mehr Verluste aufgrund dieser kleineren Scharmützel hinnehmen. Erst vor einem halben Jahr hat man eine große Einheit unserer Leute gesprengt und sich weiter in unser Gebiet vorgearbeitet. So etwas ist einfach nicht hinzu nehmen!“ fauchte ein weiterer Herr in Uniform.
Der Franzosen-Indianer Krieg schien gerade nicht von Belang zu sein. Doch ich als Brite hatte gerade ein etwas eigenartiges Gefühl im Bauch. Ich konnte mich schlecht auf die Seite der Franzosen stellen, aber auch auf die britische Seite konnte ich mich gerade nicht stellen. Eine Zwickmühle und alle Augen waren auf mich gerichtet. Erwartungsvoll dazu!

„Dieser Erfolg ist wirklich hervorragend und sollte weiter vorangetrieben werden. Bedenkt jedoch, die Briten werden sich nicht einfach so geschlagen geben. Es ist Vorsicht geboten, wie ihr schon sagtet. Zumal es bereits in den Kolonien anfängt zu brodeln wegen einiger absurder Steuern König Georges.“ gab ich zu bedenken.
„Das zeugt nur davon, dass die Schatzkammer Englands wohl bereits leer ist. Wir hingegen können die Truppen ausbauen und weitere Gebiete einnehmen. Ich sehe dem Ganzen Positiv entgegen.“ erwiderte der ebenfalls anwesende Finanzminister zuversichtlich.
„Das schon, aber ihr solltet die Eingeborenen ebenso nicht unterschätzen.“ aus eigener Erfahrung und aus Erzählungen von Ziio und Alex wusste ich, dass sich da in den kommenden Jahren mehrere kleinere Kriege um die Gebiete ergeben werden.
„Wir haben kompetente Männer dort, die sich schon ausreichend verständigen können mit den einzelnen Stämmen. Niemand wird dort einfach abgeschlachtet, wie ihr vielleicht vermutet, Maître Kenway.“ diese Überheblichkeit ließ mich wütend werden. Aber der Herr konnte ja nicht wissen, welche persönlichen Erfahrungen ich habe und ich würde den Teufel tun, ihnen hier diese Sicht zu erklären.
„Dennoch, lasst Vorsicht walten.“ sprach ich eindringlich alle Herren am Tisch noch einmal an.

Im weiteren Verlauf dieses Gesprächs kamen wir jetzt auf die Kosten der Soldaten, der Überfahrten und ähnlichem zu sprechen. Die Summen waren erschreckend hoch, aber unvermeidbar, wenn Frankreich in den Kolonien Bestand haben sollte. Es brannte mir unter den Nägeln, endlich zu wissen, wie sich diese ganze Situation noch entwickelt. Bis ins Detail war Alex nie gegangen, lediglich den Ausgang des Ganzen wusste ich. Und bis dahin würden noch einige Jahre ins Land ziehen.
Auch kam mein Fortschritt im Bezug auf die Militärischen Bilanzbücher zur Sprache. Leider konnte ich dort noch nichts neues verkünden.
„Ich hege immer noch die Hoffnung, dass wir dort fündig werden. Irgendwo muss es ein Loch geben.“ seufzte der Finanzminister.
Wir besprachen jetzt noch – für mich eher uninteressant – die Truppen Aufstellungen, die Zusammenstellung der Bewaffnungen, der Reittiere und so weiter. Man hatte die Uniformen noch einmal überarbeitet, damit die Soldaten den sich oft ändernden Wetterkapriolen angepasst sein. Ich konnte ein Lied von schlecht sitzenden und dünnen Uniformen singen, dachte ich grinsend.
Eine gefühlte Ewigkeit später, entließ König Ludwig uns Berater und bat mich noch mal eindringlich darum, mich mit den Büchern zu befassen.

In unseren Gemächern erwartete mich eine wohlriechende Gattin, welche versonnen vor dem Spiegel des Kleiderschrankes stand. Mit im Raum stand ein Zuber mit warmen dampfendem Wasser und jede Menge Handtücher drumherum. Das sah mehr als einladend aus und ließ mich auf mehr hoffen.
„Mi sol, es riecht verführerisch hier. Komme ich ungelegen und störe dich bei etwas?“ fragte ich leise und war schon dabei meinen Gehrock auszuziehen.
„Nein, im Gegenteil! Wir haben noch etwas Zeit und da der Zuber groß genug ist, sollten wir gemeinsam ein Bad nehmen? Ich gehe davon aus, du könntest diese Entspannung ebenso gut gebrauchen wie ich.“ hörte ich sie leise an meinem Ohr, während sie sich im Morgenrock gekleidet auf die Zehenspitzen stellte und mich verlangend küsste.
„Da kann ich schlecht nein sagen…“ meine Stimme war selbst für mich kaum hörbar. Ich glaube, so schnell hatte ich mich meiner Kleidung noch nie entledigt.
Alex´ Blick ging anerkennend über meinen Körper.
„Geh schon vor, mi amor. Ich komme dann dazu.“ bat sie mich lasziv.

Ich ließ mich ins warme Wasser gleiten, während sie mich im Auge behielt.
Langsam ging sie auf mich zu, drehte mir dann aber den Rücken zu und ließ sich so vor mir in dem Zuber nieder. Ihr Kopf lehnte an meiner Brust und sie räkelte sich wohlig. Ich konnte meine Hände nicht mehr still halten und ließ sie über ihre Brüste wandern. Ich fühlte mich mit einem Male wie ausgehungert und meine Lust ließ sich kaum verbergen. Alex entging das keineswegs, auch ihr Atem ging schwerer.
Meine Finger glitten langsam über ihren Bauch zu ihren Oberschenkeln.
„Na nu… so weich und glatt…“ erstaunt wanderten meine Finger weiter zwischen ihre Schenkel. Für einen Moment hielt ich überrascht inne. „Das… mi sol, es fühlt sich einfach fantastisch an. Steh auf, ich will dich ansehen!“ Nicht nur ihre Beine waren von allen Haaren befreit und als Alex jetzt vor mir stand hatte ich einen fantastischen Blick auf ihren Körper.
Fasziniert kniete ich mich vor sie, meine Hände umklammerten ihren Po und ich ließ sie meine Zunge spüren. Ich hatte mit vielem gerechnet aber nicht hiermit!
Ihre Hände griffen stöhnend mit den Worten „Oh, bei Odin!“ in meine Haare und begannen mich zu führen. Ich genoss diese pure Lust, ließ mich von ihr ebenso treiben. Hin und wieder hielt ich inne, nur um sie an ihrem Höhepunkt zu hindern! Wir wollten ja nicht zu schnell vorpreschen, nicht wahr?
Aber irgendwann konnte auch ich mich nicht mehr beherrschen und glitt wieder ins Wasser mit ihr auf meinem Schoß! Die Überflutung die wir anrichteten war zweitrangig gerade. Es zählten nur wir beide und ich nahm meine Frau mit einem ganz neuen Gefühl.
Bevor sie jedoch zu laut werden konnte, verschloss ich ihre Lippen mit meinen und brachte uns beide über die Schwelle.
Wir begannen uns nach einer kleinen Verschnaufpause abzutrocknen, aber ich konnte mich nicht an dieser glatten Haut sattsehen und ließ mich erneut vor ihr auf die Knie sinken. Doch mir ging ihre Erklärung, wer sie von den störenden Haaren befreit hatte nicht aus dem Kopf. Ein fremder Mann hatte sie so gesehen und ich befand, dass sie für dieses schamlose Verhalten eine kleine Lektion verdient hatte. Diese wurde mit einem erneuten Höhepunkt und einer Götterpreisung gedankt.

Für einen Moment lag sie in meinen Armen und erklärte sich noch einmal.
„Du brauchst dir um Monsieur Villason keine Sorgen machen, mi amor. Er mag nur Männer in seinem Bett und Frauen findet er nett wie eine gute Freundin. Auch wenn ich dir gestehen muss, dass er verdammt gut aussieht.“ flüsterte sie leise.
„So so, er sieht gut aus! Ich will hoffen, dass du in deinen Träumen und Gedanken aber weiterhin ausschließlich meinen Befehlen folgst.“ meine Stimme war noch etwas kratzig. Bei diesen Worten hatte sie meine Hand auf dem Po als Ermahnung.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast