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Punch of love

Kurzbeschreibung
OneshotDrama / P12 / Gen
Chris Evans
14.08.2022
14.08.2022
1
1.026
 
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Nach der erfolgreichen Premiere ging ich mit Anthony und Sebastian in eine Bar, etwas abgelegen von den Hot Spots. Die Bar war relativ leer, außer uns waren es nur zwei weitere kleine Gruppen dort. Wir bestellten bei der Barkeeperin zuerst drei Bier, die orangehaarige Barkeeperin gab uns die Flaschen mit einem Lächeln. Schnell setzten wir uns an den hintersten Tisch. Im Laufe des Abends kamen immer wieder mal einige Leute in die Bar, wir blieben unentdeckt und Antony holte uns immer neue Runden. Mir fiel die Barkeeperin jedes Mal auf, wenn sie vorbeilief. Ihre Haare waren knallig, die bunten Tattoos an den Armen passten gut zu ihr. Einmal nahm sie auch unsere Bestellung am Tisch auf und brachte uns die Getränke. „Ich will dich nicht anmachen, aber ich muss gestehen, du wirkst so cool. Darf ich deinen Namen wissen?“, lächelte Anthony sie an. „Nives, danke für das Kompliment.“, zwinkerte sie und ging wieder. Nives, interessant…

Nachdem wir unsere Gläser leerten, ging ich an die Bar, um zu bezahlen bevor Anthony oder Sebastian es tun. Es war nur noch eine andere Gruppe an Menschen hier welche auch aussahen, als ob sie gleich gehen, zwei Damen an der Theke und ein Mann, der gerade auf diese Damen neben mir zusteuerte.
Diese Nives war allerdings nicht da, nur ein braunhaariger, bärtiger Mann. Ich deutete auf unseren Tisch und sagte „bezahlen.“, er nickte sofort und hob seinen Zeigefinger, um zu signalisieren das ich kurz warten soll. Dieser Mann, der zu den Damen neben mir lief, fing nun an eine Dame anzubrüllen, etwas davon das sie eine Hure sei, eigentlich keine Frau sei und es gegen Gottes willen wäre. Ich legte meine Hand auf seine Schulter und versuchte ihn zu beruhigen, dass er einfach die Bar verlässt, aber dann schrie er mich ebenfalls an. Die Männer der anderen Gruppe standen auf und beobachten, die Frauen der Gruppe liefen vorsichtig an dem brüllenden vorbei und standen bei den zwei an der Theke. Die angeschriene Frau werte sich mit Worten, dass er sie in Ruhe lassen soll und sie ihre Nacht gerne genießen möchte. Der aggressive Mann wurde, oh Wunder, noch aggressiver und stieß sie an der Schulter. Sofort schubste ich den Mann weg von ihr, er wurde von den anderen an den Schultern zurückgehalten. Zusammen redeten wir auf ihn ein, doch er hörte nicht und wollte das die Frau die Bar verlässt.
Aus dem Augenwinkel sah ich wieder die Barkeeperin wie sie gerade erst wieder in die Bar kam und verwirrt schaute. Der Brüllaffe schrie wieder und beleidigte die Frau weiter, Anthony und Sebastian hörten nun auch diesen Scheiß, standen auf und näherten sich. Gerade als er schrie das die Dame aufhören soll sich als Frau zu verkleiden und ihren Penis zu verstecken, schubste mich etwas beiseite. Das etwas war Nives und schlug dem Mann mit ihrer Faust ins Gesicht.
Wow.
„Du gehst besser, bevor ich noch wütender werde.“, sagte sie streng. Der Mann war perplex und verließ die Bar sofort. Die ganze Bar war verstummt, es kam so unerwartet und hier sind 5 große, stärkere Männer denen man sowas zu getraut hätte, aber nicht ihr.
„Nivi, nicht schon wieder…“, sagte nun der Barkeeper und schüttelte seinen Kopf.

Schon wieder???
„Niemand in meiner Bar wird so behandelt von niemanden. Solche Idioten lernen es nur mit Gewalt und ich du weißt ich habe bei sowas eine kurze Zündschnur.“, antworte sie lächelnd und wurde von der Frau umarmt, welche so beschimpft wurde. Sie dankte Nives dafür und erklärte das sie gerade in der Transition sei und leider öfters solchen Idioten begegnet und sich nie wirklich sicher fühlt. Ach Gott, die Arme.
„Was ist, wenn er dich anzeigt, Nivi?“, fragte der Barkeeper.
„Ich bezweifle das er sich das traut. Kurzen für alle! Geht aufs Haus.“, strahlte sie und klatschte in die Hände. Schneller als ich schauen konnte war sie wieder hinter der Bar, verteilte Shotgläser und goss Wodka hinein. Anthony und Sebastian tauchten neben mir auf und waren vermutlich genauso verwundert wie ich. Schnell tranken wir den Wodka.
„Und eine weitere Runde, geht auf mich!“, schrie nun Anthony und die ganze Bar feierte ihn dafür.
Während Nives das Getränk einschüttete, rief mich der Barkeeper und nannte mir den Betrag. Ich reichte ihm das Geld inklusive Trinkgeld und einem 100$ Trinkgeld, weil… naja verdient würde ich sagen. Eigentlich würden wir nicht mehr lange bleiben, aber immer wieder gab jemand anderes eine Runde aus und so saßen wir um 6 Uhr morgens immer noch an der Theke. Sebastian, Anthony, die zwei Damen namens Amelia und Lexi, der Barkeeper Simon, Nives und ich.
„Auch wenn ich es wirklich sehr angenehm mit euch finde, wir müssen schließen.“, verkündete Simon und packte die leeren Gläser weg. Nives stapelte zwar schon die Stühle auf die Tische aber rief „Wir können doch noch weiter feiern!“.
„Ich mag sie!“, schrie Anthony zurück, stand auf und half bei den restlichen Stühlen. Die zwei Damen verabschiedeten sich und dankten noch einmal. Sebastian gähnte und schaute zu Anthony und Nives
„Es ist 6 Uhr morgens, normale Menschen stehen jetzt auf und gehen zur Arbeit, Nivi.“, schimpfte Simon lächelnd.
„Simon, du klingst wie mein Vater…“, grinste sie frech, verdrehte die Augen und rennt zur Theke. Lächelnd hält sie eine Whiskeyflasche hoch.

„Jungs wir sollten auch gehen… Zudem bin ich, glaube ich, zu müde um weiter als nach Hause zu gehen.“, sagte nun Sebastian und Anthony gähnte zum perfekten Zeitpunkt. „Fuck man, du hast Recht. Aber wir kommen auf jeden Fall wieder!“, grinste Anthony. Beide standen auf und liefen zur Tür. „Kommst du?“, fragte Anthony nach. „Ich werde gleich zu Scott gehen und frühstücken. Schlaft gut!“, nicke ich ihnen zu und sehe, wie sie aus der Tür gehen. Ich schnappe noch meine Jacke und gehe zeitgleich mit Nives hinaus.
„Nivi ist dein Spitzname?“, fragte ich schnell, um ein Gespräch anzufangen.
„Jup, kurz und süß – so wie ich.“, strahlte sie mich an.
„Kann ich nicht widersprechen. In welche Richtung musst du?“, fragte ich noch hinterher und sie deutete in die gleiche Richtung wie ich muss. „Ich begleite dich so lange bis sich unsere Wege trennen.“, schlug ich vor was sie freudig aufnahm.
Nur unsere Wege trennten sich nicht.
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