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Free! Dive to the Future

von Jule3000
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Het
Asahi Shiina Haruka Nanase Ikuya Kirishima Makoto Tachibana OC (Own Character) Rin Matsuoka
12.08.2022
23.09.2022
2
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23.09.2022 11.183
 
Original

Folge 1

Aufkeimender Startsprung

~~~~~~

Fan Fiktion

Folge 1

Aufkeimender Startsprung



Tokio
1 Monat später

"Das Wasser lebt! Dieser Satz hat mich immerzu begleitet. Das Wasser ist wirklich lebendig. Egal wie sehr sich Körper und Geist verändern; es umschließt dich immer wieder gleich. Als wäre es ein Lebewesen. Aber....wird dass immer so sein ?"

Langsam öffnete Leonarda, genannt Leona, die Augen und starrte hinauf zur Glas verdichteten Decke. Sie hatte beschlossen, noch bevor die Uni los ging, einen Abstecher ins Schwimmbad zu machen und trieb nun wie ein Floß über das Wasser hinweg. Schon immer hatte sie diese magische Anziehungskraft zu diesen Element gespürt und konnte nie genug davon kriegen. Auch nicht dann als sie sich nun umdrehte und ins Wasser eintauchte. Wie ein Delfin schwamm sie nun ihre Bahnen. Normalerweise konnte sie immer ihre Sorgen dort vergessen und sich treiben lassen. Doch heute nicht! Es gibt noch eine andere Sache über die sie sich den Kopf zerbricht. Keuchend durchbrach Leona die Oberfläche und holte nach Luft. Dabei schaute sie auf ihr Spiegelbild dass sich im Wasser abbildete. Für einen kurzen Augenblick sah sie darin ihren alten Freund Haruka Nanase vor sich und sie musste unwillkürlich schmunzeln als sie an seinen neutralen Gesichtsausdruck dachte der keine Gefühle zeigte, an seine blauen Augen die verdächtig funkelten sobald er sich in der Nähe des Wassers aufhielt und natürlich dachte die Blondhaarige an seinen Freistil, die einzigste Disziplin, die er nur geschwommen ist. Schließlich musste sie an das alte Sprichwort denken dass Haru's Großmutter stets zu pflegen wusste und Haruka selbst so eine Art treuer Begleiter war. "Mit Zehn ein Wunderkind. Mit Fünfzehn ein Genie. Und mit Zwanzig nur noch gewöhnlich." Dieses Sprichwort hat die nun mittlerweile Neunzehnjährige immer nachdenklich gestimmt als sie noch wesentlich jünger gewesen war. Und auch heute konnte sie sich daraus kein Reim machen.

Plötzlich streckte sich eine fremde Hand in ihr Blickfeld und sofort verschwand das Bild vom schwarzhaarigen Freistilschwimmers. Stattdessen machte sich ein neues Bild in ihren Gedanken breit. "Makoto?",murmelte sie leise hervor und schaute auf. Aber es war nicht der Rückenschwimmer und Haru's bester Freund Makoto Tachibana. Die leicht gebräunte Hand die sich für sie ausgestreckt hatte gehörte zu ihrem besten Freund. Lance McLaine lächelte sie an und seine himmelblauen Augen glänzten. "Schönen guten Morgen, Lealein.",wünschte er ihr. Leona verzog etwas verstimmt den Mund. Sie hasste es manchmal so genannt zu werden. Abgesehen davon durfte nur ein Mensch sie so nennen. Wortlos griff sie nach seiner Hand. Doch bevor Lance sie aus dem Becken ziehen konnte zog die junge Frau bereits an ihm dass er den Halt verlor und mit einem lauten Platsch ins Wasser fiel. Augenblicklich musste Leonarda lachen. Strafe muss sein! "Leona!",maulte Lance, sobald er auftauchte und sich das Wasser aus dem Haar schüttelte. "Das war gemein!",fügte der Brünette hinzu. "Tschuldige!",kicherte die Blondhaarige. "Aber du bist doch auch hergekommen um zu schwimmen oder?",fragte sie und schwamm sofort voraus. "Ja schon....aber...",wollte Lance beginnen doch da war Leona schon bereits wieder in ihrem Element. Lance seufzte. Man konnte sie einfach nicht vom Wasser fern halten. War schon immer so gewesen.

Nachdem sie ausgiebig eine Runde geschwommen sind waren die beiden Freunde in den Umkleidekabinen um sich umzuziehen. Leona brauchte etwas länger wegen ihrer langen Haare ehe sie wenig später Lance am Eingang wieder traf. Danach machten sie sich auf den Weg zur Metro. "Hoffentlich ist Keith nicht sauer dass wir so lange im Schwimmbad gebraucht haben. Sonst kann ich mir was wieder anhören.",sagte Lance gerade nebenbei und seufzte gequält. "Woher wusstest du dass ich dort war?",wollte Leona von ihm wissen und betrachtete ihn von der Seite. "Tja weißt du, ich kenne dich inzwischen gut genug um wissen wo du dich aufhälst.",erklärte dieser und grinste verschmitzt. Aber Leona sah ihn mit gerunzelter Stirn bloß an. "Okay, das war gelogen. Shiro hat mir gesagt wo du steckst und darum haben Keith und ich ausgemacht dass wir uns am Eingang der Uni treffen würden."erklärte dieser schließlich. "Ach so ist das.",meinte sie und schmunzelte leicht. Sie war wirklich froh dass sie Lance an ihrer Seite hatte. Wahrscheinlich hätte sie ohne ihn und ihre Freunde überhaupt nicht gewagt diesen Schritt zu machen und nach Japan zu fliegen.

Ein leichter Wind kam auf und ließ die Kirschblüten in den Bäumen aufwirbeln und in der Luft herumtanzen. Sofort hielten die beiden inne und schauten dem Schauspiel zu. "Wie schön!",bemerkte Leona andächtig und konnte nicht verhindern dass ein Funkeln in ihren blauen Augen zu sehen war. Lance, der neben ihr stand, nickte zustimmend und lächelte. "Erinnert mich an damals als wir das erste Mal in Japan waren. Weißt du noch?",fragte der Brünette. Leona lächelte ebenfalls und bejahte die Frage. "Wie könnte ich das vergessen?",meinte sie ohne den Blick vom Himmel zu wenden. Plötzlich flog etwas Dunkles an ihr vorbei. Es war ein Falke der sich in die Lüfte erhob. Dabei löste sich eine Feder aus seinen Flügel und schwebte direkt in Leona's Richtung. Sofort fing sie die Feder zwischen ihren Fingern auf und schaute nochmal in den Himmel. Sie konnte es spüren! Ja, sie spürte dass dies der Beginn eines Neuanfang war. Und die Blondhaarige konnte es kaum erwarten.

Ein wenig später erreichten Leona und Lance noch rechtzeitig das Tor der Hidaka Universität. Suchend sahen sich die beiden um. "Und du bist dir vollkommen sicher dass Keith hier auf uns warten wollte?",fragte Leona Lance und zweifelte daran dass ihr gemeinsamer Kumpel wirklich hier auf sie warten würde. Denn wenn es etwas gab was nicht zu Keith Kogane's Stärken gehörte, dann war es sein Orientierungssinn. Lance stöhnte genervt und fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht. "Ach dieser Trottel! Ich habe ihm ausdrücklich gesagt er soll hier auf uns warten. Dieser verdammte Mullet!",schimpfte er gleich vor sich hin und fluchte auf Englisch noch ein bisschen herum während sie das Geländer betraten. "Lance, calm down! Wir werden ihn schon hier finden. Seine Haare würde ich auf zehn Meter Entfernung wieder erkennen.",meinte Leona dabei und stellte sich kichernd vor wie sie ihn wirklich nur durch seine Frisur wiedererkennen würde. "Wer's glaubt.....oh warte mal! Ich glaube ich sehe ihn. Mit wem quatscht er da? Hey, Keith!",rief Lance sogleich dem Jungen mit den halblangen schwarzen Haaren zu. Angesprochener drehte den Kopf zu ihnen und kamen gleich entgegen. "There you are, guys.",sagte er gleich zu Begrüßung und legte verlegen die Hand in seinen Nacken als er in die vorwurfsvollen Gesichter seiner Freunde sah. Er wusste genau was sie dachten. "Sorry, aber hab mich verlaufen.",entschuldigte er sich sofort und erntete gleich einen Faustschlag in die Schulter von Lance. "Oh Man! Was habe ich dir vorhin gesagt? Wir treffen uns am Eingangstor. Und was machst du? Serious?",wetterte der junge Kubaner los während Leona still zwischen den Beiden stand. Es war am besten, so hatte sie gelernt, sich nicht einzumischen, wenn Keith und Lance sich streiten. Erstens, weil es nichts brachte bei den Zweien den Streit zu schlichten und zweitens, weil es lustig war zu zu gucken wie Lance sich aufregte ohne dass Keith die Miene verzog. Aber zu einen Streit kam es eh nicht als sie plötzlich bemerkten wie sich zwei andere junge Männer näherten und schließlich stehen blieben. Augenblicklich verstummte Lance und blickte nun ungläubig drein. Verdutzt guckte Leona ihn an und schließlich sah nun ebenfalls in die Richtung. Dann erblickte sie sie bevor Keith sie überhaupt bekannt machen konnte. Der eine junge Mann hatte schwarze kurze Haare, blaue Augen die an das Meer erinnerten und auf seinem sonst so neutralen Gesichtsausdruck konnte sie eine minimale Regung erkennen dass zeigte dass er erstaunt war. Dafür sah man den erschrockenen und gleichzeitig überraschten Blick in dem Gesichts seines rothaarigen Freundes. Seine beerenroten Augen waren geweitet und sein Mund so weit geöffnet als wolle er etwas sagen sich aber nicht traute ein Wort heraus zu bekommen. Leonarda war ja ebenfalls erstaunt als sie diese beiden vertrauten Gesichter erkannte und trat einen Schritt vor. "Kann dass sein? No way!",stieß sie dabei heraus und musste kurz blinzeln. Aber es war keine Einbildung, kein Traum. Es waren wirklich Haruka Nanase und Asahi Shiina. Ihre Freunde aus der Mittelschulzeit. Asahi war der Erste der sprach. "Kann...kann dass denn sein? Lance? Leona? Seid ihr das wirklich?",stieß er ungläubig hervor und deutete mit dem Zeigefinger auf die beiden ehe dieser auf Leona alleine ruhte. Die Blondhaarige schluckte kurz und nickte leicht. "Asahi? Haruka? Kann...das wirklich wahr sein?",fragte sie leise und starrte die beiden an. Es verging eine Sekunde ehe Asahi's Gesicht von Ungläubigkeit zu Argwohn übersprang und er nun energischen Schrittes direkt auf sie zu kam. Leonarda zuckte kurz zusammen und fürchtete sogleich eine Standpauke zu erleben. Oh Mann! Das konnte ja heiter werden. Schließlich blieb der Rothaarige vor ihr stehen und betrachtete sie von oben bis unten. "Du bist doch Leonarda Catherine Thomas, oder?",wollte er argwöhnisch wissen. "N-natürlich.",stammelte die Blondhaarige hervor. Asahi packte sogleich mit beiden Händen ihr Gesicht und begutachtete nun ihr Gesicht. Leona wusste nicht wie ihr geschah. Irgendwie kam sie sich vor als würde sie durch eine Kontrolle gehen. "Hör auf so zu zappeln. Ich muss dein Gesicht genauer betrachten.",erklärte der Rothaarige zu ihr. Also blieb sie still. "Dass ist kein Trick oder ein Scherz? Du bist Leonarda?",wollte er nochmals wissen und sah sie immer noch so ernst an. "Ja, Asahi." Ihre Stimme zitterte etwas. "Ich bin es wirklich!" Wie zur Bestätigung legte sie die Hand auf seinen Unterarm und drückte diese sanft. Asahi blinzelte kurz und schließlich brach der Damm. In seinen Augenwinkeln bildeten sich Tränen doch er hatte die Mühe sie noch zurück zu halten. "Leona...du-du bist es wirklich. Du bist wieder da!",stieß er mit erstickter Stimme hervor. "Ja, bin ich. Und ich kann euch alles erklären.",erwiderte die Blondhaarige. Doch weiter kam sie nicht. Mit einem Ruck zog Asahi sie auch schon an sich und im nächsten Moment schlang der Rothaarige die Arme um die junge Frau. Verblüfft und etwas überfordert blinzelte Leonarda und schaute kurz etwas zur Seite. Doch konnte sie das Gesicht des Rothaarigen nicht sehen da er dieses tief in ihrer Schulter vergraben hatte. Wenn Asahi etwas hasste, dann war es seine Tränen zu zeigen. Doch jetzt wo er Leona gesehen hat hatte dass so einiges in ihm wach gerüttelt. So viele tief verborgene Erinnerungen! "Ist doch jetzt egal!",nuschelte der Rothaarige leise. "Ich freue mich einfach nur dass du wieder da bist. Gesund und munter!" Die Augen von Leona weiteten sich minimal ehe sie dann doch die Arme hob und die Umarmung erwiderte. "Und ich freue mich zu sehen dass du nicht mehr wie ein Affe aussiehst.",merkte sie seine Frisur an und musste unwillkürlich grinsen. Sie konnte sich noch gut daran erinnern wie sie ihn kennen gelernt hatte. Und da hatte er, aufgrund seiner Haare, wie ein süßes Äffchen ausgesehen. Zum Glück sah er wesentlich besser aus. Asahi, der meine Bemerkung gehört hatte, musste kurz schnaufend ehe es sich zu einem kleinen Lachen umwandelte. "Da hast du ausnahmsweise mal Recht.",meinte er schließlich und löste sich langsam von mir. Stattdessen wandte er sich nun an Haruka der die Szene erstmal still beobachtet hatte. "Haru, komm her! Willst du denn nicht auch was sagen zu Leona? Oh Mann! Ich kann es nicht glauben. Sie ist es wirklich! Und Lance ebenfalls.",sagte der Schmetterlingsschwimmer sofort hellauf begeistert. Endlich sah nun auch Haru zu Leona und die diese musste wieder hart schlucken. Ja, so viele Erinnerungen kamen auf sie zu geschwemmt wie eine Welle in eine Brandung. Eine davon war eindeutig und klar vor ihrem inneren Auge: Sein Freistilschwimmen! Schon seit ihrer ersten Begegnung war ihr bewusst gewesen dass dieser Junge ein wahres Naturtalent ist. Den seine Schnelligkeit und seine Art Freistil zu schwimmen waren nicht von dieser Welt. Dass hatte sie selbst ja auch motiviert so hart zu trainieren um mit ihm mithalten zu können. Es entstand damals eine tiefe und besondere Freundschaft zwischen den Beiden auch wenn man es auf den ersten Blick nicht bemerkte. Haruka hatte sich inzwischen in Bewegung gesetzt und kam nun ebenfalls vor Leonarda stehen. Monoton betrachtete er das kleine, hübsche Gesicht. Leona hielt den Atem kurz an ehe sie wieder leise ausatmete und den Blick seiner meeresblaue Augen stand hielt. "Hallo Haru.",sagte sie leise und lächelte zaghaft. Darauf antwortete Haruka nicht. Stattdessen hob er nun die Hand und kniff mit Daumen und Zeigefinger sanft in ihre Wange. Daraufhin errötete die Blondhaarige ein bisschen und war etwas überrumpelt. "Was...was ist denn?",wollte sie in derselben Lautstärke wissen da sie ihn nicht verschrecken wollte. Stumm ließ er nun von ihrer Wange ab und umfasste mit beiden Händen ihre Gesicht. Der Freistilschwimmer beugte sich hinab und lehnte seine Stirn an ihre und rieb sanft und liebevoll dagegen. "Ich hab dich vermisst, Leona.",raunte er leise und schloss langsam die Augen. Auch wenn es nicht viele Worte waren die Haru sagte, reichte es doch aus das Leona's Augen sich mit Tränen füllten. Um zu verhindern dass sie über ihre Wangen liefen kniff die Blondhaarige die Augen fest zusammen und schmiegte ihre Stirn seiner entgegen. "Ich dich auch, Harulein!",flüsterte sie und legte ihre Hände auf die Unterarme des Freistilschwimmer. Auch wenn Haruka nicht der Typ ist was Berührungen, geschweige denn Umarmungen und diese kindische Abkürzung seines Namens, war, war Leona stets eine Ausnahme gewesen. Bei ihr war es ganz einfach! Sie beide verband dass Schwimmen, der Freistil, die Liebe zum Wasser und natürlich die Verbindung zu einem ganz besonderen Menschen dem sie einst ein Versprechen gaben. Doch das wird noch im Laufe der Geschichte folgen. Langsam ließ Haru von Leona ab und betrachtete sie eingehend. Sie hatte sich kaum verändert, stellte der Schwarzhaarige fest. Dann galt sein Blick zu den anderen.

Lance und Keith hatten der ganzen Wiedersehensfreude schweigend zugesehen und erstmal nichts gesagt. Keith hatte die Arme vor der Brust verschränkt und schmunzelte leicht. Er freute sich dass Leona zwei ihrer Freunde aus der Mittelschule hatte wiedersehen können. Dabei war es wirklich Zufall gewesen dass er ausgerechnet den beiden in die Arme gelaufen ist. Er hätte nicht gedacht dass es sich bei den beiden um Leona's Beiden handelte. Trotz alledem war er froh seine Freundin glücklich zu sehen. Dasselbe gilt auch für Lance. Er hatte eine Hand in die Hüfte gestemmt und ebenfalls schweigend alles mit angesehen. Ein breites Grinsen hatte sich auf seine Lippen gestohlen. Auch er war froh Haru und Asahi zu sehen. Dass die beiden ebenfalls hier auf diese Uni gehen ist wirklich pures Glück. Und als dann auch noch Haru in ihre Richtung sah trafen sich ihre Blicke. Leider konnte Lance bis heute immer noch nicht wissen was der Schwarzhaarige denkt. Er war nicht so ein Gedankenleser wie Makoto. Aber trotzdem! "Lange nicht gesehen Haruka!",grüßte der Kubaner ihn schließlich. "Ja!",meinte Haru einsilbig ohne die Miene zu verziehen. Daraufhin seufzte Lance. "Oh Man! Da sehen wir uns das erste Mal nach so vielen Jahren wieder und das ist alles was du zu sagen hast? Du hast dich wirklich kaum verändert.",sagte der Kubaner und schüttelte leicht den Kopf. Haruka schmunzelte leicht. "Du aber auch nicht, Lance.",bemerkte er. Lance lachte. "Oh ich habe mich sowas von verändert, Buddy. Ich bin jetzt ein erwachsener Mann und ich habe mein Japanisch aufgefrischt. Hast du dass noch nicht bemerkt?" Dann hielt er inne und bedachte Haru nun mit einem nachdenklichen Blick. So bekam er nichts von dem Gespräch zwischen Asahi und Leona mit dass die beiden führten. Er würde auch später erfahren dass ihr alter Kumpel, Kisumi Shigino, ebenfalls auf Hidaka ging wie sie. Viel wichtiger aber war die eine Frage die dem Kubaner auf der Zunge brennt. Ihm keimte eine Erinnerung auf. Damals, beim Austauschjahr an dem sie damals teilgenommen hatten, gab es einen Moment der sich wohl immer in seinem Gedächtnis eingebrannt hatte. Haruka hatte an seinem Platz gesessen, die Arme auf dem Tisch verschränkt während diese seinen Kopf abstützten der darauf gebettet war. Es war ein elender Anblick gewesen. Das war der Tag gewesen an dem Haru dass Schwimmen an den Nagel gehängt hatte und aus dem Schwimmclub ausgetreten ist. Lance konnte sich noch gut erinnern wie er und seine Freunde dort vor der Tür gestanden haben und ihm hilflos nur anstarren konnten. Niemand von ihnen hatte eine Ahnung gehabt was den jungen Mittelschüler dazu getrieben hatte sich ganz aus dem Schwimmsport zu entziehen. Sie waren alle ein Team gewesen. Das perfekte Team! Aber dieses zerbrach buchstäblich durch Haru's Ausstieg und jeder ging seinen Weg. Makoto blieb bei Haru, Asahi zog mit seiner Familie aus Iwatobi weg und Ikuya ist mit ihm und Leona nach Amerika um dort weiter das Schwimmen zu trainieren. Aber es hatte nie einen Augenblick gegeben an den Lance nicht an seine Freunde aus Iwatobi gedacht hatte. Auch nicht als damals dieser verhängnisvolle Unfall geschah. Seitdem ist der Kontakt zu ihnen komplett abgebrochen. Nun aber war Lance neugierig und würde zu gerne wissen ob die beiden nich schwimmen. Haruka schien jedenfalls seine Gedanken gelesen zu haben denn er stellte sogleich die Frage: Schwimmen du und Leona noch?" Lance zuckte zusammen als er dass hörte und erzählte dann so voller Stolz: "Na klar! Was denkst du denn? Wir waren gerade auf dem Weg zu unserem ersten Training. Keith habt ihr schon bereits kennen gelernt, wie ich sehe." Er deutete kurz auf den etwas Langhaarigen neben ihn. "Und was ist mit euch? Du bist aus dem Schwimmclub raus nachdem Asahi umgezogen ist, oder?",platzte er nun mit der Frage heraus weshalb Leona und Asahi sich nun zu ihnen umdrehten. Beide hatten gehört was der Kubaner gesagt hatte. "Stimmt. Und auf meine Briefe hast du auch nie geantwortet.",bestätigte Asahi sogleich wobei etwas wie Vorwurf in seiner Stimme mit klang. "Tut mir leid!",entschuldigte sich der Schwarzhaarige sogleich und sah auch zu Leona. "Und tut mir leid dass ich mich nicht bei euch erkundigt habe. Du hattest sicher auch auf Rückrufe gewartet." Die Blondhaarige lächelte versöhnlich und schüttelte den Kopf. "Schon gut!",meinte sie. Dafür wirkte ihr Gesicht umso überraschter als Haru hinzufügte: "Aber ich habe in der Oberschule wieder mit dem Schwimmen angefangen. Asahi und ich waren ebenfalls auf dem Weg zum Training. Und dann haben wir euren Freund getroffen." Ein strahlendes Lächeln kam über Leona's Gesicht. Sie konnte es kaum glauben. Haru schwimmt wieder! Haru schwimmt wieder! Haru schwimmt wieder! Dieser Satz wiederholte sich immer und immer wieder in ihren Kopf so als wäre es ein Mantra. Sie war überglücklich. Umso mehr dass auch Asahi ebenfalls noch schwimmt. "Echt jetzt? Dann werden wir ja wieder im selben Team sein! Ach Haru!",sagte sie freudig. Und weil sie nicht anders konnte und die Freude umso größer war fiel sie ihrem Freund um den Hals und drückte sich fest an ihm. Ein bisschen überrumpelt war der Freistilschwimmer schon über diese plötzliche Wendung und er war auch nicht auf eine Umarmung gefasst gewesen. Aber auf eine andere Art und Weise fand er es nicht unangenehm und legte vorsichtig die Arme um die Taille der jungen Frau. "Ja!",sagte er schlicht und drückte sie ein wenig. "Willkommen zurück Leona. ",dachte er mit einem kleinen Schmunzeln. Jetzt konnte sein Leben in der Uni beginnen!

Ein wenig später befanden sich alle teilnehmenden Schwimmer versammelt in der Schwimmhalle wieder wo sich auch ihr neuer Coach sich vorstellte. "Ich bin Coach Tsukamoto. Ab heute werden die neuen Erstsemester mit uns trainieren. Ich will euch direkt erst einmal warnen, dass ihr keine Zeit haben werdet, euer neues Uni-Leben zu zelebrieren. Ihr werdet keine freie Minute fürs Jobben oder für Partys haben . Seid stets konzentriert." Das war Leona recht. Für Partys hatte sie sowieso kein Fable dafür und was das Jobben betrifft musste sie sich auch keine Sorgen machen. Da hatte sie auch gerade nichts in Sinne gehabt. "Da tut mir Lance am meisten leid.",dachte sie amüsiert da sie ja wusste wie sehr Lance Partys liebte. So konnte er neben Schwimmen noch was anderes gut: Feiern und Flirten. Sobald sich ein hübsches Mädchen nähert ließ er sofort nichts anbrennen um gleich auf die Pirsch zu gehen. Er hat wirklich mit jeden Mädchen geflirtet. Auch mit ihr hat er es versucht. Doch sie ist nicht auf seine Flirtversuche eingegangen weil sie sich nicht für den Kubaner interessiert hatte. Es gab sogar mal eine Zeit da hatten sich beide nicht ausstehen deswegen können. Jedoch hatte sich das geändert nachdem sie an dem Austauschjahr damals angemeldet hatten und in Japan Haruka und die anderen trafen. Und jetzt sind sie beste Freunde! Auch wenn der Spinner immer noch versuchte jedes erdenkliche Mädchen anzubaggern dass sofort in sein Blickwinkel näherte. Wahrscheinlich würde es also auch hier in ihrem neuen Schwimmclub so sein. Es hat nicht lange gedauert und schon flirtete heimlich einer hübschen Japanerin, mit schulterlangen braunen Haaren, zu. Frech grinsend stieß Leona mit dem Ellenbogen gegen seine Seite und erhielt einen bösen Blick von ihm ehe sie Coach Tsukamoto zuhörten der gerade fortfuhr: "Die Erstsemester werden sich nun vorstellen und nacheinander ihre Stärkste Disziplin schwimmen. Seid ihr bereit?" Die Schwimmer stimmten alle mit einem lauten: "Ja!" mit ein. So kam einer nach dem anderen ran. Leona fand sie alle sehr gut. Auch sogar ihr Schwimmkapitän, Seijuro Mikoshiba, war eine Wucht. Nun endlich war Haru an der Reihe und stellte sich auf den Startblock. "Haruka Nanase. Ich bin auf den Freistil spezialisiert.",stellte er sich vor und setzte sich seine Tauchbrille auf. Asahi der neben ihm stand grinste. "Hey Haru! Sagst du etwa immer noch, dass du nur Freistil schwimmst?",fragte er und Leona kicherte. "Nein, beim Training schwimme ich auch andere Stile. Aber....wenn ich ernsthaft schwimme, dann nur Freistil.",erwiderte Haru und sprang ins Wasser. Wie gebannt schauten Leona, Lance, Asahi und Keith dem Schwarzhaarigen bei seinem Schwimmstil zu. "Haru ist immer noch unglaublich.",bemerkte Asahi begeistert. "Ja, dass ist er wirklich!",sagte Leona stolz lächelnd. Und auch Lance und Keith nickten zustimmend. Haruka war stärker und schneller geworden. Es war für sie alle faszinierend den Freistilschwimmer zusehen. Er war wie ein Delfin! Jetzt kam die Wende. Rasendschnell wendete er und schwamm die letzten Meter zurück. Leona hielt gespannt den Atem an bis sie es nicht aushielt und ihren Freund anfeuerte. "Go Haru!",rief sie aufgeregt. Auch Lance feuerte seinen Jugendfreund förmlich an und fieberte mit Leona. Keith hingegen beobachtete das Ganze im Stillen; jedoch waren seine Augen leicht geweitet vor Staunen und Faszination. Der Schwarzhaarige hatte schon vieles aus den Erzählungen von Leona, Lance und Shiro, seinen Pflegebruder, gehört über Haruka Nanase. Dass er aber selbst mit eigenen Augen zusehen konnte wie Haruka schwamm übertrumpfte alle Maße. Der Freistilschwimmer hatte inzwischen den Startblock wieder erreicht und schlug mit der Hand die Wand an. Leona war zu ihm geeilt und hielt ihm die Hand um ihn aus dem Wasser zu ziehen. "Haru!",sagte sie lächelnd und zog den jungen Mann aus dem Wasser. Kaum dass Jaru wieder auf den Beinen stand wurde er von seinen Freunden umzingelt. "Das war der Wahnsinn, Haru. Das sah nach einem neuen Rekord aus.",schwärmte Lance begeistert. Leona nickte bestätigend. "Oh ja! Du hast dich eindeutig verbessert seid wir das letzte Mal zusammen geschwommen sind." Keith kam nun auf das Grüppchen zu und bedachte Haruka mit einem ernsten Blick. "Du bist wirklich sehr schnell. Muss man dir lassen Haruka.",meinte er. Dann blitzte ein gefährliches Blitzen in seinen Augen auf "Aber warte ab, wenn du mich erst gesehen hast.",fügte er hinzu und stieg auf den Startblock. "Ich bin Keith Kogane und bin Austauschstudent aus Amerika. Mein Spezialgebiet ist das Freistilschwimmen.",stellte er sich vor und setzte sich die Schwimmbrille ehe er mit einem sauberen Sprung ins Wasser eintauchte. Sein Freistil ebenfalls beeindruckend, fand Asahi. Er bewegte sich im Wasser wie ein sich nähernder Hai der Jagd auf seine Beute machte. Die Art wie Keith schwamm erinnerte Haru an seinen Kindheitsfreund Rin der sich jetzt mittlerweile in Australien wieder fand um dort das Schwimmen zu trainieren. Wenn Haru ehrlich sein mochte, dann könnte er sich vorstellen in Keith ebenfalls einen ehrwürdigen Rivalen zu finden. Jedenfalls hatte der Schwarzhaarige ebenfalls die Wende erreicht. "Wow, was für ein kräftiger Beinschlag!",bemerkte ein Junge aus dem Team beeindruckt. Dann endlich hatte Keith sein Ziel erreicht und tauchte aus dem Wasser raus. "Gut gemacht, Mann!",lobte Lance. "Du warst genauso gut wie Haru, aber wartet erstmal ab, wenn ihr mich jetzt schwimmen sieht. Augen zu mir, my Friends!" Damit bestieg nun der Kubaner den Startblock. "Ich heiße Lance McLaine. Ebenfalls Austauschstudent aus Amerika und meine Disziplin ist das Brustschwimmen. Lady's, dass ist für euch!",sagte er charmant und zwinkerte flirtend zu den japanischen Schwimmerinnen die ebenfalls zu schauten. Sofort kicherten einige von ihnen verzückt und Leona verdrehte genervt die Augen. "Dass er gleich wieder eine Show daraus machen muss.",murrte neben ihr Keith und verschränkte die Arme vor der Brust. Asahi lachte. "Der Typ hat sich wirklich nicht verändert. Immer noch derselbe Gigolo!" Aber Lance's Brustschwimmen hatte sich auch verbessert. Er ist nicht mehr lahm wie eine Bleiente. Als er aus dem Wasser emporstieg und sich das Wasser aus dem Haar schüttelte schenkte der Kubaner den Mädchen noch einmal ein strahlendes Lächeln ehe er sich wieder seinen Freunden zu gesellte. "Und? Wie fandet ihr mich? Nein wartet! Sagt es mir nicht. Ich war grandios, nicht?" Seufzend stieß Leona ihren Ellenbogen gegen seine Seite. "Gib nicht so an, McLaine. Das ist ernstes Training und keine One-Man-Show!",meinte sie trocken und machte sich bereit. Jetzt war sie an der Reihe! Das beste hebte man sich wohl wirklich zum Schluss auf. Konzentriert atmete die Blondhaarige durch und schloss die Augen. "Patience yields focus!",murmelte sie auf Englisch und rückte ihre Schwimmbrille zurecht. "Meine Name ist Leonarda Catherine Thomas. Ich bin Austauschstudentin und komme von der Galaxy Garrison in Amerika. Meine Spezialität ist Freistil." Sie ging in Position und reckte den Kopf hoch. "Und ich schwimme nur Freistil. Denn diese Disziplin hat mich wieder daran erinnert wer ich bin!" Mit diesen Worten nahm sie Schwung und sprang ins Wasser. Wie ein Blitz zog sie die Bahn durch und gab ihr Bestes. Sie wollte den anderen zeigen dass sie sich gebessert hat, wollte zeigen wie schneller und stärker sie geworden ist. "Nicht aufgeben Leona! Du schaffst es!",hörte sie von weit her Keith's Stimme. Auch die anderen schienen ihr zu zu rufen. Doch sie nahm sie kaum wahr. "Leona!",hörte sie eine Stimme neben sich und ließ sie kurz stocken. Die Blondhaarige wandte den Kopf zur Seite und erblickte einen Jungen neben sich. Das petrolfarbene Haar bewegte sich unter Wasser wie Algen und seine braunen Augen waren auf sie fixiert. Ein warmes, liebevolles Lächeln umspielte seine Lippen. "Ikuya?",dachte Leona, erwiderte sein Lächeln und schwamm ihm nach. Wurde immer schneller und schneller, streckte ihre Hand nach ihm aus und seine zu ergreifen. Und dann kam sie ans Ziel an. Die Freistilschwimmerin berührte die Wand und tauchte prustend auf. Sie nahm die Badekappe und Taucherbrille ab und schüttelte sich die Wassertropfen aus den Haaren. Dann sah sie zur Seite. Doch diese war leer!

Lance war inzwischen ans Becken heran getreten und hielt ihr die Hand hin. "Leona.",sagte er lächelnd und zog sie raus. "Gut gemacht.",lobte der Braunhaarige sie. Diese nickte stumm, lächelte minimal. Gleich darauf kamen die anderen zu ihr. Asahi war begeistert und kam aus dem Schwärmen überhaupt nicht mehr raus während Haru stumm ihr zu nickte. "Wirklich gute Arbeit. Du bist toll geschwommen.",sagte Keith nun auch und klopfte ihr lobend auf die Schulter. "Danke.",sagte sie und nahm das Handtuch entgegen dass ihr Asahi mit gebracht hatte um sich abzutrocknen. Bis außer Haruka aber hatte niemand den traurigen Ausdruck in ihren blauen Augen gesehen der kurz zu sehen war. Irgendwas war mit ihr, dass konnte Haru spüren. Und er würde es schon noch heraus finden.

Als das Training beendet war und Leona in der Umkleide der Mädchen sich umzog, unterhielten sich Asahi und die anderen mit ihren Schwimmkollegen. Von Kapitän Seijuro erfuhren sie dass nächste Woche erstmal das Turnier für die Neulinge stattfinden würde. Und auch die Erstsemester der stärksten Unis aus Kanto werden dabei sein, weshalb sie sich anstrengen sollten. Nachdem Seijuro vom Coach gerufen wurde und er die Umkleide verließ erfuhren die Jungs von Haru dass er und der Kapitän sich von früher kannten. Zwar sind sie auf verschiedene Oberschulen gegangen aber der Rothaarige hatte Haruka geholfen. Beim Wort Oberschule klingelte was bei Asshi und er wandte sich fragend an Haru: "Ach ja! Was ist eigentlich aus Makoto geworden? Geht's ihm gut?" Der Schwarzhaarige nickte. "Er ist auch in Tokio.",erklärte er kurz. "Was? Echt? Makoto ist auch hier?",fragte Lance hellhörig und seine hellblauen Augen leuchteten. Das war mehr Glück an einem Tag. Erst Haru und Asahi, dann noch Kisumi und jetzt auch noch Makoto. Besser kann das Leben doch nicht laufen. "Wie cool! Wenn Leona dass erfährt wird sie Augen machen. Oh wird sie sich freuen.",freute sich der Kubaner. "Wir können ihn anrufen, wenn ihr wollt?",schlug Haruka vor. Lance und Asahi stimmten dem Vorschlag zu. "Bin ja mal gespannt wie Kisumi reagiert, wenn er uns wiedersieht. Ich hoffe nur dass er nicht mit seiner Knuddelattacke wieder daher kommt.",hoffte Lance inständig. Er konnte sich noch gut erinnern wie stark Kisumi's Umarmungen waren. Und auf die konnte er wirklich verzichten. "Ach glaub mir!",meinte Asahi schelmisch grinsend. "Wenn der erst Leona sieht, dann wird der dich kaum beachten."

Und er sollte Recht behalten! Wenig später im Park befand sich Leona eng in den Armen von Kisumi Shigino. Schon seit ner halben Ewigkeit saß sie nun mit ihren Freunden hier auf dieser Bank und wurde von dem Rosahaarigen zu Tode geknuddelt. Dieser war ebenfalls überglücklich Lance wiederzusehen und hat ihn zuerst umarmt. Doch als er Leona erblickt hatte und sie wieder erkannte war der Basketballspieler überhaupt nicht mehr zu bremsen und hat sich quasi auf sie gestürzt. Er hatte sogar Rotz und Tränen geheult so froh war er. Natürlich war es schön gut Kisumi auch wiederzusehen und er hatte Leona auch gefehlt. Aber manchmal übertrieb er es auch. Besonders was die Umarmungen betreffen. "Ki-Kisumi...",keuchte die Blondhaarige deswegen atemlos hervor. "...ich weiß ich habe dir gefehlt aber könntest du mich los lassen. Ich kriege....keine Luft mehr, wenn du mich so weiter erdrückst." Der Rosahaarige sah gespielt empört zu ihr herunter. "Hey, sei nicht so herzlos, Leona. Da vergehen sieben lange Jahre übers Land, wir dachten wir sehen dich nie wieder und jetzt konnte mit sowas? Vergiss es! Diese Umarmung war schon lange mal nötig und ich habe dich sooo schrecklich vermisst. So schnell lass ich dich nicht los." Damit schmiegte er das Gesicht in ihr blondes Haar und schloss dabei genießend die Augen während Leona hingegen etwas gequält drein zu Lance und Asahi sah die gerade mit Haru's Handy versuchten Makoto zu erreichen. "Und? Geht er schon ran?",wollte sie gequetscht wissen und kniff ein Auge zu. Sie will jetzt nichts anderes als die Stimme von Makoto hören. "Ja, warte kurz. Es klingelt!",winkte Asahi ab und hielt sich das Telefon ans Ohr. "Lasst mich zuerst reden. Mal sehen ob er mich erkennt oder denkt es ist Haru der anruft.",meinte er grinsend und wartete noch bis der Braunhaarige endlich abnahm. "Makoto, ich bin's!",sagte der Rothaarige sogleich als Begrüßung. "Äh, da spricht nicht Haru, oder?",ertönte eine warme, tiefe und etwas verwirrte Stimme am anderen Ende der Leitung. "Alter, er hat's sofort durchschaut!",rief der Rothaarige fröhlich. Dafür war Makoto umso mehr verwirrter da er überhaupt keine Ahnung hatte wer das war. "Wer ist da? Ist Haru da?",wollte der Braunhaarige wissen. Lance verkniffen sich ein Lachen während Asahi wieder antwortete: "Ist er und Kisumi auch." "Ähm...",kam es wenig schlau aus dem Hörer. Er war wirklich ahnungslos. Schließlich schnappte sich Kisumi mit der freien Hand das Handy redete nun an Stelle des Rothaarigen. "Hey Makoto? Bist bestimmt überrascht, oder? Du hast Haru erwartet und hast Asahi bekommen.",sagte er und lachte als Asahi empört nach Luft schnappt und drohte ihm eine zu knallen. "Scheiße, Kisumi! Wieso hast du das ausgeplaudert?",fragte er sogleich. "Huch? Asahi?",murmelte Makoto nachdenklich in den Hörer. Und dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. "Moment! DER Asahi?",fragte der Brünette etwas lauter als gewollt. Asahi hatte sich den Hörer erneut geschnappt und hielt es sich erneut ans Ohr. "Ganz recht, Makoto.",bestätigte er wieder mit einem Grinsen. "Lange nicht gehört was?" Langsam wurde Lance ungeduldig und räusperte sich intensiv sodass es Asahi auch hören konnte. Dieser wandte das Gesicht zum Kubaner während er dann sagte: "Ach ja und Makoto. Das ist noch jemand der dich sprechen will. Und ich glaube dass du ihn auch noch kennst." Mit diesen Worten überreichte der Rothaarige ihm dem Hörer und Lance lächelte ihn dankbar zu ehe er selbst die Stimme erhob. "Hey there, Makoto. Erkennst du mich noch?" Am anderen Ende der Leitung war es wieder ganz still und Lance konnte sich gut vorstellen wie die Zahnrädchen im Kopf des Brünetten arbeiteten und er in seinen Erinnerungen rumwühlte. Und schließlich erklang wieder seine Stimme. "L-Lance? Lance McLaine? Der Austauschschüler?",fragte Makoto ungläubig. "Ja! Genau der bin ich. Schön von dir wieder was zu hören, Buddy.",sagte Lance lächelnd. "Ja...klar....",stammelte dieser noch immer perplex hervor. "Das letzte Mal als wir uns gesprochen hatten war nach dem Unfall von..." Makoto stockte und ließ den Satz in der Luft hängen. Ein dunkler Schatten legte sich auf das Gesicht des Rückenschwimmers und seinen Augen schimmerte es verdächtig. Stimmt! Der Kontakt war abgebrochen seit sich dieser Unfall ereilt hatte und die Familie Thomas ums Leben gekommen ist. Lance hatte nur einmal bei ihnen angerufen und ihnen geschildert was vorgefallen war. Seitdem war Funkstille gewesen und die Jungs hatten nichts mehr von ihrem Freund aus Amerika gehört. Bis heute! Und darüber war Makoto sehr froh. Eine schönere Überraschung hätte es nicht geben können. Und da täuschte er sich als Lance nun wieder das Wort ergriff. "Ich weiß. Lass mich dass aber wieder gut machen." Der Kubaner lächelte sanft. "Da ist nämlich jemand der mit dir sprechen möchte." Das Telefon wurde weiter gereicht an Leona. Ihr Herz pochte laut in ihrer Brust und sie hatte Angst dass die anderen es hören konnten. Sie schluckte ehe sie dann einmal tief Luft holte. Um sich zu Erkennen zu geben und damit Makoto glaubte dass sie es war nannte sie ihn so wie sie ihn damals in der Mittelschule liebevoll genannt hatte. "Hallo Sunnyboy!"

Vorsichtig, als bestehe sie aus Glas, umfasste Makoto das Gesicht von Leona. Sein Daumen fuhr langsam, beinahe schon zärtlich, über ihre Wange während diese ihn lieb anlächelte. Der Brünette ist aus allen Wolken gefallen als er plötzlich diese vertraute Stimme hörte. Und dann der Spitzname! Es hatte nur eine Person gegeben die ihn Sunnyboy genannt hatte. Obwohl er es immer noch nicht glauben konnte und er es mit eigenen Augen sehen wollte hatten die Freunde beschlossen sich im Café Marron zu treffen. Und jetzt standen sie sich gegenüber. Makoto und Leonarda! Sie stand da als wäre sie eine Erscheinung. Der Rückenschwimmer hatte wie angewurzelt da gestanden und nur sie angestarrt. Ein kurzer Moment, ein Herzschlag lang! Dann kam Bewegung in den jungen Mann und er ist auf sie zu gegangen. Leona ihm entgegen. Haruka, Asahi, Kisumi, Lance und Keith hatten sich im Hintergrund gehalten und warteten gespannt was gleich passieren würde. Schließlich sind Leona und Makoto zum stehen gekommen und haben sich in die Augen gesehen. Die grünen Augen Makoto's zitterten leicht da ihn so viele unzählige Erinnerungen über ihn hereinbrachen dass er sich einfach mitreißen ließ. Schöne als auch Traurige Erinnerungen! "Kann das wirklich sein?" Es war nicht mehr als ein Hauch als Makoto fragte da er fürchtete dass sei nur ein Traum. Doch Leona schüttelte den Koof leicht und legte die Hand auf seine die immer noch ihre Wange hielt. "Ja, Makoto, es ist wahr. Ich bin hier.",bestätigte sie seine Frage und lächelte ihn liebevoll an. "Wo bist du nur gewesen?",flüsterte er leise und konnte nicht verhindern dass sich eine einzelne Träne aus seinem rechten Augenwinkel löste und über seine Wange lief. Sachte strich Leonarda die Träne mit ihrem Daume weg und streichelte nun seine Wange. "Makoto...." Ihre Stimme zitterte. Auch sie war kurz davor in Tränen auszubrechen. Sie hatte den Rückenschwimmer so sehr vermisst und wünschte sich nichts sehnlicher jetzt in seinen Armen zu sein. Er schien jedenfalls ihre Gedanken gelesen zu haben. Mit einem Ruck zog er Leona an sich und legte schützend die Arme um ihre Taille. Die Blondhaarige war ziemlich überrascht gewesen dass er sie so fest an sich drückte. Aber dann schloss sie die Augen und erwiderte die Umarmung. "Ich hab dich vermisst, Lealein!",sagte er dann leise und streichelte zärtlich ihren Hinterkopf. Die Freistilschwimmerin biss sich auf die Unterlippe und drückte das Gesicht tiefer in die Schulter des Rückenschwimmers. "Ich dich auch, Sunnyboy!",stieß sie mit erstickter Stimme hervor und fuhr mit ihren Händen über sein breites Kreuz. Er ist eindeutig gewachsen, dachte Leona gerade. In der Mittelschule waren er und sie gleich groß gewesen. Doch jetzt war es anders. Er war größer und stärker geworden. Erst jetzt wurde der Blondhaarigen klar was sie alles verpasst hatte und schwor sich die verlorene Zeit wieder nachzuholen.

Fünf Minuten später saßen die Freunde alle beisammen an einem Tisch am Fenster. Das Café Marron wurde von Asahi's älteren Schwester Akane betrieben. Eigentlich gehörte es ihrer Schwiegermutter die es seit einer Ewigkeit betrieben. Doch nun gehörte es Akane quasi, so der Meinung nach Asahi. Liebevoll streichelte die Rothaarige über den Kopf ihres kleinen Sohnes Tsukushi ehe sie sich an ihre Kundschaft wandte. "Bestellt alles was ihr wollt. Natürlich müsst ihr trotzdem dafür zahlen.",sagte sie dabei während sie ihre Schürze umlegte. "Mann, Schwesterherz, du bist so geizig.",beschwerte sich Asahi. "Natürlich bin ich das. Hier geht's ums Geschäft.",gab sie offen gestanden zu woraufhin Leona amüsiert kichern musste als Asahi das Gesicht zu einer Grimasse verzog. Akane hingegen wandte sich nun an Makoto die wohl anmerkte: "Aber Mensch, Makoto, du bist ja groß geworden." Ihr Blick haftete zu Lance hinüber. "Und du, Lance, bist ja auch ziemlich gewachsen. Flirtest du immer noch mit süßen Mädchen wie mir oder Leona?",wollte sie wissen und lächelte schelmisch. Leona's Blick ging nachtragend zu dem Kubaner hinüber. "Serious, Lance? Du hast auch mit Asahi's großer Schwester versucht?",fragte sie vorwurfsvoll. Angesprochener hob entschuldigend die Hände und grinste verlegen. "Du weißt doch; ich konnte einfach nicht widerstehen. Und wir haben unter einem Dach gewohnt. Sie waren ja meine Gastfamilie." Seufzend schüttelte ich den Kopf und winkte ab als sie schließlich auch von Akane angesprochen wird. "Da hat er aber nicht ganz Unrecht, Leona. Du bist noch hübscher geworden. Es würde mich nicht wundern, wenn Lance es weiterhin mit dir versucht hätte.",bemerkte die Rothaarige. "Sieht richtig erwachsen aus, wie?",meinte Asahi grinsend. "Ich habe dich auch erst mal nicht erkannt. Du bist gut in die Höhe geschossen.",merkte Makoto bei Asahi an. "Naja, weißt du...",winkte dieser leicht verlegen ab ehe die Aufmerksamkeit von Makoto hinüber zu Keith galt der zwischen Kisumi und Haru saß und bisher stumm dem Gespräch zu gehört hatte. "Am meisten freue ich mich aber dass wir uns jetzt auch kennen lernen können, Keith. Das letzte Mal ist schon sehr lange her.",sagte er zu dem Schwarzhaarigen und schenkte ihm ein freundliches und warmes Lächeln. Die blaugrauen Seelenspiegel des jungen Mannes weiteten sich minimal ehe er sich abwandte und zustimmend nickte. "Ja, das ist wahr, Makoto.",murmelte er hervor. "Ihr kennt euch also schon?",wollte Haru von seinem besten Freund wissen und war ein wenig überrascht darüber. Angesprochener nickte bestätigend. "Ja. In der Mittelschule haben wir uns per Skype-Übertragung kennen gelernt. Da war ich das eine mal bei Leona bei ihrer Gastfamilie zu Besuch gewesen.",erklärte der Brünette. "Ach so ist das.",sagte der Freistilschwimmer leise. Asahi zog nun die Aufmerksamkeit wieder auf sich in dem er sich leicht vor beugte und zu Makoto sagte: "Ach ja, Makoto, Haru hat mir erzählt, dass du im Hauptfach Sportpädagogik studierst. Willst du etwa ein Schwimmlehrer werden?" Der Rückenschwimmer nickte. "Ja. Ich finde den Gedanken schön, kleinen Kindern Schwimmen beizubringen." Kisumi nickte. "Dass sieht dir ähnlich Makoto." Und auch Leona war von der Zukunftsplanung ihres Freundes begeistert. "Da muss ich Kisumi zustimmen. Es passt perfekt zu dir.",sagte sie und legte die Hand auf seine Schulter. Sie lächelte ihn an. "Ich bin richtig stolz auf dich!",fügte sie hinzu und meinte es auch so. Makoto erwiderte ihr Lächeln mit dass seine ehe er das Gespräch wieder fortsetzte und zu Asahi sah. "Du bist von Iwatobi nach Kyushu gezogen, oder? Hast du mit dem Schwimmer weiter gemacht?",wollte der Brünette wissen. "Ja, aber später ging's noch an die Kazami-Oberschule und die hatten kein Schwimmclub. Ich hab einen neuen Club gegründet und Mitglieder gesucht.",erzählte der Rothaarige. "Das war eine Heidenarbeit." "Ach das hast du auch gemacht?",stellte Makoto überrascht fest. "Wir haben ebenfalls auf der Oberschule einen neuen Schwimmclub gegründet. Oder Haru?" Der Freistilschwimmer nickte kurz. "Ja, zuerst haben wir das Becken gereinigt." Doch weiter kam Haruka nicht sondern wurde gleich wieder von Asahi abgelöst. "Echt? Wir auch! Das ist eine Knochenarbeit, oder? Bis das Moos weg war, hat es ewig gedauert." Da fiel ihm auch gleich etwas ein und stand auf. "Hey wollt ihr Bilder sehen?",fragte er sogleich. "Vom Moos?",fragten Kisumi und Lance zeitgleich. "Nein!",regte sich der Rothaarige sogleich auf. Bei Gedanken daran dass Asahi tatsächlich Fotos vom Moos gemacht und in ein Fotobuch geklebt hatte hätte Leona beinahe los geprustet. Doch die Blondhaarige beherrschte sich noch rechtzeitig ehe Asahi das Album auf den Tisch legte und die Seiten aufschlug. "Schaut mal! Das sind meine Kumpels in der Oberschule." Er deutete auf ein Foto wo er mit ein Jungs zu sehen war ehe er auf das nächste zeigte. "Und das war mein Team auf Kyushu. Wir haben das Jugendturnier gewonnen.",erklärte er. "Achte Klasse?",wollte Lance neugierig wissen. "In der Neunten, glaube ich.",überlegte der Rothaarige und blätterte weiter. "Und dann wäre noch....",murmelte er bis er auf die Seite kam wo die Fotos aus der Mittelschule waren. Da waren sogar ein paar dabei wo auch, Haru, Kisumi und auch Leona und Lance mit dabei waren. "Schaut mal, wie jung ich aussehe.",bemerkte Kisumi ganz verzückt. Selbst Lance schaute ganz fasziniert auf die Fotos und zeigte auf ein Foto auf dem Haru und Makoto zu sehen waren. "Haru sieht da auch noch richtig jung und unschuldig aus.",meinte der Kubaner. "Ich bin immer noch jung und unschuldig.",sagte Haruka neutral. "So was sagt man doch nicht über sich selbst.",ermahnte Asahi ihn. "Und Asahi sieht wie ein Äffchen aus.",sagte Kisumi auf einmal und Leona konnte sich nicht an sich halten und prustete los. Die Erinnerung an Asahi's einstige Frisur in der Mittelschule kam wieder hoch; da musste man einfach lachen. Asahi hingegen fand dass gar nicht lustig. "Nenn mich nicht Äffchen! Und du, Leona, hör sofort auf zu lachen. Das ist überhaupt nicht komisch.",maulte der Schmetterlingsschwimmer an Leona gewandt. "T-Tschuldige, Asahi, aber vergiss nicht was Kisumi mal gesagt hat. Die gesamte Menschheit stammt vom Affen ab.",erinnerte die Blondhaarige ihn und hielt sich die Hand vor dem Mund um nicht nochmal los zu lassen. Gerade wollte Asahi sich wieder aufregen als Kisumi auf ein neues Foto zeigte. "Hey schaut mal! Da ist Ikuya. Was er wohl so treibt?" Eine bedrückende Stille breitete sich plötzlich im Raum aus. Makoto, Haru und Asahi starrten bedrückt auf das Bild vor sich. Und auch Leona, Keith und Lance schauten genauso ähnlich drein; sagten aber kein Wort. Jeder mit seinen eigenen Gedanken vertieft. "Huch! Was ist los?",wollte Kisumi verdutzt wissen und schaute in jedes einzelne Gesicht. Leona hatte einen dicken Kloß im Hals je länger sie auf dass Foto starrte. Sie wollte sich ja davon abwenden und Kisumi und den anderen reinen Wein einschenken. Aber sie konnte nicht! Ihr Blick klebte nur so an dem Foto. Es war ein Gruppenfoto auf dem sie, Haru, Makoto, Asahi, Lance und Ikuya zu sehen waren. Wenn man genauer hinsah, dann konnte man eindeutig sehen wie Ikuya einen Arm um ihre Taille geschlungen hatte und sie fest an sich zog. Leonarda hatte ihren Arm um seine Schultern gelegt und schmiegte ihren Kopf auf seiner Schulter während sie dabei glücklich lächelte. Das war das letzte Gruppenfoto gewesen. Bevor das Team auseinanderbrach, sie alle getrennte Wege gingen und Leona diesen verheerenden Autounfall mit ihrer Familie hatte. Tränen schimmerten leicht in ihren Augen als sie mit der freien Hand nach ihrer Kette mit dem sonnenförmigen Amulett griff und fest an ihr Herz drückte. Gerade wollte sie den Mund öffnen und mit der Sprache raus rücken, da rückte auch schon Asahi als erstes das Wort. "Ach, na ja....Ich hatte Ikuya nie erzählt, dass ich umziehen würde",erklärte er und legte die Hand in den Nacken. Makoto nickte zustimmend ehe er fortfuhr: "Ikuya ist mit Natsuya ab der achten Klasse in die USA gegangen. Ich weiß allerdings nicht, ob er noch schwimmt." Kisumi stützte das Gesicht auf der Hand ab. "Man findet nie mehr Freunde wie solche aus den Kindertagen.",meinte der Rosahaarige ernst was ziemlich selten vorkam bei ihm. "Handelte darüber auch nicht so ein Film?",fragte er dann schließlich wieder in seinem alten Ich. "Wieso willst du auf einmal so cool klingen? Und was meinst du bitte mit Freunden aus Kindertagen? Wir sind doch noch Freunde, oder?",wollte Asahi wissen und stieß Kisumi freundschaftlich in die Seite. Den Rest des Gespräches bekam Leona so gut wie gar nicht mit. Noch immer war ihr Blick auf das Foto geheftet. Sie konnte sich einfach nicht davon abwenden ohne dass ihr Herz dabei so heftig gegen ihre Brust schlug. Auch Haruka hatte schweigend das Bild betrachtet nachdem das Gespräch über das Turnier vorerst beendet war. Sein Blick wanderte nun hinüber zu Leona. Ihm ist nicht der traurige Blick in ihren Augen entgangen und selbst hatte auch eine wichtige Frage die er ihr stellen wollte. "Warum jetzt?",fragte er an sie gewandt woraufhin sie kurz zuckte und sie ihn ansah. Auch die anderen hatten aufgehört zu reden und schauten überrascht auf als sie Haru's Frage hörten. Leonarda sah Haruka bloß verwirrt an; so als ob sie nicht wüsste was er meinte. "Warum bist du nach all den Jahren erst wieder nach Japan zurückgekehrt?",formulierte er die Frage genauer und sah wie die Angesprochene etwas blass wurde. "Du warst mit Ikuya zusammen gewesen als er mit Natsuya in die USA ging. Und gleichzeitig ist euer Austauschjahr zu Ende gegangen. Du und Lance müsstet doch wissen was er gerade macht.",erwähnte er dabei ohne Leona aus den Augen zu lassen. "Haru.",sagte Makoto dazwischen. Doch der Schwarzhaarige ließ sich nicht beirren. "Ich meine, wir alle dachten du bist bei dem Autounfall ums Leben gekommen. Aber du hast überlebt.
Also warum hast du dich nicht schon ein paar Jahre zuvor gemeldet?",wollte der Schwarzhaarige ruhig wissen. Empört sprang Keith auf und sah auf Haruka herab. "Was fällt dir ein, Leona diese Frage zu stellen? Sie trifft euch gerade wieder und schon kommst du mit sowas? Konfrontiere sie doch nicht gleich damit. Für sie ist es auch nicht so einfach....",wollte Keith sich aufregen als sich eine schmale Hand auf seine legte und sanft drückte. "Keith!",sagte Leona mit ruhiger Stimme und sah ihn ernst. "It's okay! Let me explain it to them. They are my friends after all and have a right to know the truth.",erklärte sie ihrem Freund auf Englisch. Keith sah sie jetzt unsicher an und ließ sich wieder auf seinen Platz sinken. "Are you Sure?",wollte er genau wissen. "I am!",bestätigte sie ihm nickend. Das reichte wohl dem sonst so hitzköpfigen jungen Mann aus, denn er hatte sich sofort wieder beruhigt und verschränkte lässig die Arme vor der Brust. Danach wandte sich das Mädchen wieder ihren Freunden zu. "Auf deine Frage zurückzukommen, Haru, kann ich dir sehr wohl eine Antwort dazu geben. Aber es ist wirklich etwas kompliziert diese Geschichte zu erzählen.",erklärte ich und lächelte traurig. "Hat es auch damit zu tun dass ihr ebenfalls kein Kontakt mehr zu Ikuya habt?",wollte Makoto wissen und schaute abwechselnd zu ihr und Lance rüber. Angesprochene nickten. "Ja. Hat es!",sagte Leonarda. Sie atmete noch einmal tief durch. Jetzt gab es kein Zurück mehr! "Also, es ist so....",fing sie an und erzählte ihnen alles...

"WAS?! GEDÄCHTNISVERLUST?",stießen die Jungs, bis auf Haru, der eher ein erschüttertes Gesicht machte, aus und starrten ihre Freundin an. Diese hatte gerade eben den Kopf gesenkt und ihre Hände zitterten leicht als sie sie leicht zu Fäusten ballte. "Okay, nur damit ich es richtig verstehe.",begann Asahi und gestikulierte wild mit den Händen. "Du hast nach dem Autounfall im Koma gelegen? Ganze drei Jahre lang? Und dann, als du aufgewacht bist, konntest du dich an rein gar nichts erinnern?",wollte der Rothaarige wissen und starrte seine Jugendfreundin mit großen Augen an. Leona nickte. "Ja. Ich wünschte ich könnte euch was anderes erzählen, aber genauso war es. Ich hatte meine gesamten Erinnerungen verloren. Mein Leben, meine Familie, euch, meine Freunde und.....Ikuya." Leona hatte den Namen so leise geflüstert dass die anderen es hätten kaum gehört zu haben. "Oh Leona..." Makoto hatte die Hand ausgestreckt und sie auf ihre gelegt. Mitfühlend drückte er sie sanft. "Es tut mir so leid was dir widerfahren ist. Ich hatte ja keine Ahnung.",sagte er ehrlich. In seinen grünen Iriden spiegelte sich leichte Sorge und natürlich fühlte sich der Brünette schlecht. Schnell winkte Leona ab und redete beruhigend auf Makoto ein. "Oh nein, nein! Bitte fühlt euch deswegen nicht schlecht.",wandte sie schnell ein und legte die freie Hand auf seine. "Das ist Vergangenheit. Jetzt bin ich wieder da und kann mich erinnern. Alles ist gut!",beruhigte Leonarda ihren Freund und lächelte ihn an. "Da bin ich aber froh. Ich könnte mir das überhaupt nicht vorstellen meine gesamten Erinnerungen auf einmal zu verlieren. Nicht zu wissen wer man ist muss ja ein ziemlich schlimmes Gefühl sein. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen in so einer Lage zu sein. ",bedachte Kisumi das Ganze nachdenklich. Und auch Asahi nickte zustimmend. "Ich auch nicht!" Dann sah der Rothaarige noch einmal zu Leona hinüber. Er hat auch noch was auf den Herzen. "Das würde zumindest erklären weshalb du keinen Kontakt mehr zu Ikuya hast. Und vor allem warum du allein nach Japan zurück gekehrt bist.",sagte er schließlich. "Hey, wir sind auch noch da. Leona ist also nicht allein hierher gekommen.",beschwerte sich augenblicklich Lance darüber und gab Asahi einen leichten Klopfer auf die Schulter. "Schon gut, schon gut. Das war nichts für ungut für euch beide.",sagte der Schmetterlingsschwimmer und grinste den Kubaner entschuldigend an was ihn gleich wieder zufrieden stimmt. Nur Haruka war noch nicht fertig mit allem. Er hatte nämlich eine alles entscheidende Frage die er der Blondhaarigen jetzt stellte. "Ist dass auch der Grund weshalb du zurück gekommen bist, Leona?" Leonarda blinzelte verwundert und seufzte gequält. Sie konnte bei Haru wirklich nichts verheimlichen. Und dabei dachte sie Makoto wäre derjenige der die Gedanken der anderen lesen konnte. "Teilweise! Der eigentliche Grund weshalb ich hier bin ist nicht nur dass ich in Japan ein neues Leben beginnen und Profischwimmerin werden will. Nein, ich wollte auch euch wiedersehen. Dass ich euch vier ausgerechnet in Tokio wieder finden würde war wirklich ein Zufall gewesen. Aber das Schicksal hat es gut gemeint. Ansonsten wäre ich nach Iwatobi gefahren, weil ich wusste dass ich dich und Makoto dort antreffen würde, falls ihr noch dort wohnt. Ansonsten hätte ich die Familie Tachibana gefragt. Und....ein weiterer Grund wäre nämlich das ich....ich...",erklärte sie stockend und brauchte einen Moment um mit der Sprache herauszurücken. Ihre Hand umfasste ihren Anhänger und drückte ihn sanft. Dann sah sie erneut auf sah mit entschlossenen funkelnden Augen in Runde und sagte schließlich genau dass was sie auch einst zu Lance und Keith gesagt hatte als sie beschlossen hatte nach Japan zu reisen. "Ich bin außerdem zurück gekommen um Ikuya zu suchen."

~

Spät am Abend als Leona in der Badewanne saß und ihr Bilick starr aufs Wasser gerichtet war ließ sie den heutigen Tag Review passieren. Ihr neues Leben in Japan hat wirklich gut angefangen. Erst findet sie ihre alten Jugendfreunde von der Iwatobi wieder und ist sogar mit Haru und Asahi im selben Schwimmteam. Es fühlte sich fast wie früher an. Das einzige was jetzt noch fehlte war Ikuya. Ihr Kopf wanderte langsam hinüber zum Waschtisch wo ihre Halskette mit dem Sonnenanhänger lag. Diese Kette war ein Geschenk von Ikuya gewesen. Sie erinnerte sich noch genau daran.

Damals in der Mittelschule. Es war nach dem Sommerturnier gewesen. Sie hatten zuvor mit den anderen besprochen in ein Trainingslager zu gehen um für das nächste Sommerturnier fit zu sein. Danach haben Ikuya und Leona allein im Sonnenblumenfeld gestanden. Lance, Haruka, Makoto und Asahi hatten sich bereits verabschiedet und sind nach Hause gegangen. Leonarda hatte dasselbe vor gehabt; doch Ikuya hatte sie darum gebeten noch etwas zu bleiben. Sie hatten eine halbe Stunde schweigend verbracht ehe Ikuya das Schweigen gebrochen hatte. "Ich...ich hab noch etwas für dich.",hatte er zu ihr gesagt und sah ziemlich verlegen drein. "Was denn?",wollte die damals Zwölfjährige wissen und legte den Kopf schief zur Seite um ihn besser betrachten zu können. Ikuya, der ihren Blicken nicht standhalten konnte, wich ihr aus. Ein sanfter roter Schimmer hatte sich auf seine Wangen gebildet als er sie leise bat: "Streck mir deine Hand entgegen!" Verdutzt schaute die Blondhaarige den Jungen an ehe sie dann doch ihre rechte Hand ausstreckte. Der Brustschwimmer schielte nun kurz zu ihr hinüber ehe er in seiner Jackentasche herumkramte und etwas raus holte. Seine Hand war zur Faust geballt in dem auch der Gegenstand lag und legte diese nun in die offene von ihr. Sie spürte einen kühlen, metallenen Gegenstand auf ihrer Handfläche. Und als Ikuya sie wieder wegzog, kam Leona aus dem Staunen nicht mehr hinaus. In ihrer Hand hielt sie eine Halskette. Der Anhänger war kreisförmig in dessen Mitte sich eine Sonne befand. Sie war ganz in Gold und mit kleinen Steinchen besetzt. Wenn man sie im Licht der Sonne hielt, funkelte sie ein wenig. "Ikuya...
Das...das ist....",stammelte Leona hervor und schaute zu ihm auf. Ikuya hatte den Kopf verlegen zur Seite gedreht und spielte dabei etwas mit dem Reißverschluss seiner Sporttasche. "Ich weiß es ist nichts Besonderes und eigentlich wollte ich sie dir schenken, wenn wir das Sommerturnier gewinnen. Aber leider..." Doch weiter kam der Brustschwimmer nicht. Ehe er sich versah hatten sich zwei schlanke Arme um seinen Hals gelegt und wurde in eine liebevolle Umarmung gezogen. Ikuya blinzelte überrascht und wollte schon was sagen. Doch Leona war schneller als sie sagte : "Machst du Witze? Sie ist wunderschön und....und...." Sie unterbrach sich selber und löste sich ein bisschen um ihn in die Augen zu sehen. Sie leuchteten im warmen Licht der untergehenden Sonne. Wie zwei kleine Glühwürmchen! Das Herz schlug Leona bis zum Hals als sie erneut den Anlauf annahm und ihre Stimme erhob. "Dass wir verloren haben ist zwar wirklich ärgerlich und es hat jeden von uns frustriert. Aber vergiss nicht was Haru gesagt hat. Nächstes Jahr gibt es wieder ein Sommerturnier, wir strengen uns mehr an und gewinnen.",vergewissterte die Blondhaarige ihm und lächelte ihn aufbauend an. Ikuya war sprachlos. Aber er konnte auch nichts daran ändern sich von ihrem Lächeln anstecken zu lassen und nickte schließlich. "Ja.",sagte er dabei. Und da es keine weiteren Worte gab die er hätte sagen können umarmte der Brustschwimmer sie wieder. Er wurde sogar mutiger und legte seine Arme seinerseits um ihre Taille. Sachte drückte Ikuya sie an sich und schloss mit einem kleinen Lächeln die Augen. Leonarda ging es da nicht anders. Sie bettete ihren Kopf auf seine Schulter, die Kette immer noch fest in ihrer Hand umschlossen. "Ich werde sie immer bei mir tragen und sie in Ehren halten, Ikuya!",versprach die Blondhaarige leise. "Das ist schön zu hören. Ich hätte nicht erwartet dass dir die Kette jetzt schon so viel bedeutet.",erwiderte Ikuya, den Blick immer noch in Richtung Himmel gerichtet. "Selbstverständlich bedeutet sie mir was. Schließlich hast du sie mir geschenkt und...und deshalb ist sie ab sofort mein persönlicher Glücksbringer." Ihre Wangen nahmen eine verdächtig rötliche Farbe an als sie weiter sprach. "Außerdem weiß ich dann dass du an meiner Seite bist, sobald ich mich auf einen Wettkampf vorbereite. Dann weiß ich dass du da bist." Leona versteckte ihr Gesicht in Ikuya's Schulter sodass er ihr errötetes Gesicht nicht sehen konnte. "Ziemlich kitschig, oder?",nuschelte die Blondhaarige hervor und wollte sich schon von ihm lösen. Doch Ikuya schlang die Arme fester um sie und ließ sie nicht los. So konnte Leona auch nicht sein Gesicht sehen dass ebenfalls rot geworden ist. "D-das finde ich nicht.",stammelte der Brustschwimmer leise vor sich hin und vergrub das Gesicht in ihr Haar. Ein leichter Hauch von Chlor aber auch von Rosen stieg ihm in die Nase was sein Herz auch höher schlagen ließ. "Ich finde es wirklich süß.",flüsterte er verlegen hervor und hauchte ihr einen Kuss aufs Haar. Daraufhin erwiderte Leona nichts mehr. Sie schmunzelte leicht und kuschelte sich wieder an ihn während die Sonne nun langsam sich dem Horizont näherte und den Himmel rot färbte....

Leonarda schmunzelte als sie aus der Welt der Träume erwachte. Ja, dies war einer der schönsten Momente ihres Lebens gewesen. Der allerschönste jedoch war als sie ihren allerersten Kuss erhielt. Jedenfalls; seit diesen Tag hatte Leona die Kette immer bei sich getragen und hatte sie nur entweder beim Schwimmen, beim Baden oder zum Schlafen gehen ausgezogen. Sogar als sie nach dem Unfall ihr Gedächtnis verloren hatte hing das Medaillon ihr treu um den Hals. Leona war sich nicht ganz sicher aber es war als ob der Anhänger sie immer beschützt hatte. Vielleicht brachte er wirklich Glück sowie sie es zu Ikuya an jenen Tag gesagt hatte. Oder es einfach nur Zufall gewesen. Jedenfalls konnte sich die junge Frau glücklich schätzen dass ihr das Schicksal eine zweite Chance gegeben hatte und nun die Möglichkeit hatte alles in Ordnung zu bringen. Sie musste Ikuya finden. Koste es was es wolle. Und sie war nicht mehr allein. Auch Makoto und die anderen hatten sich bereit erklärt ihr bei der Suche behilflich zu sein. Sie wussten zwar noch nicht wie sie das genau anstellen wollten aber ihre Freunde würden nichts unversucht lassen. Und Kisumi wollte sogar seinen Onkel fragen ob dieser nicht vielleicht jemanden eine Wohnung verkauft habe auf dessen Name Kirishima fällt. Leonarda war wirklich dankbar für ihre Hilfsbereitschaft und sie war auch froh wieder mit ihnen vereint zu sein. Aber zuerst mal konzentrierte sie sich auf das Turnier für die Erstsemester dass schon nächste Woche vor der Tür stand und das bedeutete hartes Training ohne Ende. Und das wollte sie sich auch nicht entgehen lassen....

Eine Woche später war es dann schließlich soweit. Heute war das Universitäts-Schwimmturnier für Neulinge in der Kanto-Region. Leonarda war so aufgeregt dass sie letzte Nacht kaum ein Auge zu getan hatte. Sie saß gerade zusammen mit Lance auf der Zuschauertribüne ihres Schwimmteams. Makoto und Kisumi hatten woanders ihren Platz hatten. Asahi, Keith und Haruka befanden sich unten am Becken und wärmten sich auf. Sie waren gleich dran mit ihrem Rennen. Die Disziplin war Freistil! Um Keith machte Leona sich weniger Sorgen. Sie hat ihn beim Schwimmen zu gesehen. Er hat hart trainieren und war sehr schnell. Es gab keinen einzigen Schwimmer der den Schwarzhaarigen besiegen konnte. In Amerika zumindest! Dass hier würde zu einem Kopf-an-Kopf Rennen werden zwischen ihm, Haruka und Asahi. Natürlich hatte sie die beiden das Letzte Mal schwimmen sehen seit der Mittelschule. Dennoch wünschte sie den beiden viel Glück. Gut das dass bloß ein Turnier für Neulinge war und es hier egal war wie gut die Zeit der Schwimmer ist. Und trotzdem fieberte sie mit ihren Freunden. Vor lauter Aufregung umklammerte sie ihr Medaillon so fest dass ihre Fingerknöchel weiß hervor traten. Lance hatte das aus dem Augenwinkel bemerkt und legte ihr die Hand auf die Schulter. "Hey!",versuchte er ihre Aufmerksamkeit zu kriegen. "Es ist nur ein Rennen. Entspann dich etwas. Unsere Drei werden dass packen.",meinte der Kubaner gelassen. Zumindest sprang die Gelassenheit auf Leona hinüber und sie entspannte sich wirklich etwas. "Du hast ja Recht. Aber du musst schon wissen, Lance, dass ihr erster Wettbewerb als Unischwimmer. Das ist ein wichtiges Debüt für Haru, Asahi und Keith." Inzwischen sind die Schwimmer auf ihre Startposition gegangen und warteten auf das Startsignal. Dann ertönte ein Schuss und die Schwimmer sprangen ins Wasser. Der Wettkampf hatte begonnen. Haru, Asahi und Keith lagen in Führung. Leona hielt es nicht aus. Sie musste ihre Freunde einfach anfeuern. "Haru! Asahi!",feuerte sie sie aus Leibeskräften an. "Weiter so Keith! Zeig mal was du drauf hast und entäusch uns nicht, Mullet!",schrie neben ihr auch Lance ganz euphorisch. Jetzt kam die Wende! Leona sah nur noch die drei ganz vorn an der Spitze. Es würde ganz knapp werden. Doch sie wusste dass nur einer das Ziel erreichen würde. Und dass war Haruka. Er wurde Erster! Leonarda strahlte und hob die Faust in die Luft. "Ja! Gut gemacht Haru!",rief sie fröhlich. Asahi und Keith hatten beide den zweiten Platz gemacht dass freute die Blondhaarige ebenfalls. "Ich wusste dass er siegen würde.",dachte sie stolz und lächelte. Doch jetzt war es für Leona Zeit. Gleich begann der Wettkampf der Frauen in der Disziplin Freistil und sie musste sich noch fertig machen. Die Freistilschwimmerin stand auf. "Ich mach mich dann mal bereit. Wir sehen uns später Lance!",sagte sie und lief sofort los zu den Kabinen. "Viel Glück!",rief der Kubaner ihr nach.

Während Leonarda sich nun auf den Wettbewerb vorbereitete gingen Keith, Asahi und Haruka den Gang hinunter. Sie wollten ihrer Freundin unbedingt zusehen und anfeuern. "Scheiße!",fluchte Asahi gerade. Er ärgerte sich dass er gegen Haruka verloren hatte. Aber wie der Rothaarige nun mal so war würde er nicht aufgeben. "Das nächste Mal schlage ich dich ganz sicher!",versicherte der Rothaarige ihn gerade. Doch der Schwarzhaarige war da ganz anderer Meinung. "Beim nächsten Mal gewinne auch ich wieder ganz sicher." Empört blies Asahi die Luft und begann wild zu gestikulieren. "Was zum Henker macht dich dabei so sicher? Du hast dich echt kein Stück verändert!" Keith lächelte belustigt. "Aber er ist drauf und dran dich wieder zu besiegen.",sagte er und löste gerade seinen kurzen Pferdeschwanz. Sofort wandte Asahi sich an den Amerikaner. "Was soll dass denn heißen, Keith? Suchst du etwa Streit mit mir?",wollte er gleich herausfordernd wissen. Er zuckte die Schultern. "Einfach so ein Gefühl.",meinte er schlicht. Haruka schmunzelte leicht bei dem Gespräch zwischen seinen Freunden. Da bemerkte er plötzlich aus dem Augenwinkel jemanden am Ausgang des Ganges vorbei gehen. Dieser Jemand hatte kurze, petrolfarbige Haare und, wenn er genauer hinsah, bernsteinbraune Augen. Doch der Schwarzhaarige musste nicht genauer hinsehen um zu erkennen wer das war. Asahi und Keith blieben stehen da sie bemerkt haben dass ihr Freund plötzlich stehen geblieben ist und mit geweiteten blauen Augen ins Leere starrte. So als ob er einen Geist gesehen hatte. "Was hast du, Haru?",wollte Asahi wissen. Aber Haru brachte nur ein einziges Wort heraus. Ein Name den er schon lange nicht mehr in den Mund genommen hatte. "Ikuya!"






So, meine Lieben. Das erste Kapitel ist fertig. Das Rad des Schicksal ist in Bewegung gekommen. Und plötzlich kommt es zu einem Wiedersehen.

Nächstes Mal: "Ein Versprechen bei einer Sternschnuppe" oder "Ein erster Kuss unterm Sternenhimmel"

Freue mich auf jeden Kommi
 
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