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Glühende Ketten

von Helia
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
Antonin Dolohow Astoria Greengrass Hermine Granger Lavender Brown Lucius Malfoy Pansy Parkinson
07.08.2022
22.09.2022
8
26.424
26
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44 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
22.09.2022 3.150
 

Hey,

vielen lieben Dank für Tears of Angels, hopfenbraut, Mimi Malfoy, Apz, LeKatz, Lufthexe und Frettchen07 für die Kommentare. Ich hatte die Aufmunterung sehr nötig <3

Besonderer Dank geht raus an Akuma-Tenshi und RiotEnby für die Aufnahme der Geschichte ins Bücherregal!





Kapitel 7 –  Herr über sich selbst

Antonin


Das Betreten des Kampffeldes bot immer diesen einen besonderen Moment. Der Moment, der die Luft um ihn herum pulsieren ließ, der Anspannung und Euphorie zu gleichen Teilen durch ihn hindurchschickte.

Der ihn spüren ließ, dass er noch lebte.

Unvergleichlich rauschte das Adrenalin durch Antonin hindurch.
Jeder Schritt über den roten Sand ließ ihn erhaben fühlen.
Besser als den Rest.
Stärker als sie alle zusammen.

Das Hochgefühl blubberte in ihm hoch, floss irgendwo aus seinem Hirn nach unten, durchströmte Muskeln, Zellen und sein komplettes Sein.

Sein heimisches Kampfumfeld des Trainingsfeldes war nicht mit der Arena zu vergleichen, fehlten doch die Schreie und Emotionen der Zuschauer, die auf ein Mindestmaß der Gäste reduziert waren, doch jede Form der Anerkennung ließ seinen Körper antreiben.
Die Wut auf seine Situation, sein Sklavendasein paarte sich mit dem Gefühl der bloßen Macht einen Mann in den Tod zu schicken.

Verstörend, verwirrend.

Antonin hob den Blick wie immer zu seinen Herren, gierig nach den Jubelschreien und der puren Anerkennung auf den erfreuten Gesichtern, doch anders als er es gewohnt war, achtete niemand auf ihn, wie er das Kampffeld betrat, sich erhaben fühlend.
Er hob die Augenbrauen, denn diese Nichtachtung war er nicht gewohnt, hatte sich schnell Rang und Namen erkämpft, die ihm eine gewisse Besonderheit auferlegten.  
Etwas, was ihn interessant wirken ließ, doch in dem Moment hätte er genauso gut unsichtbar sein können.

Dabei erhaschten seine Kämpfe im Speziellen sonst deutliche Begeisterung und erweckten Gier nach Blut in den Menschen.

Antonin sah trotz der Entfernung Lucius große Gestalt über sich thronen, wie immer die Schlange, die den Kopf aus der Schlinge zog, elender Bastard. Wie immer erweckte eine Woge aus Verachtung in dem Magier.
Lucius stand direkt neben der neuen Sklavin, die so fehlplatziert wirkte wie auch er sich am Anfang fühlte.

Granger

Doch auch sie konzentrierte sich auf den hochgewachsenen Slytherin neben ihr, bekam nicht mit, dass Antonin und sein Gegner ihre Position einnahmen.
Es pisste Antonin an, dass niemand auf ihn zu achten schien.
Wofür dann das folgende Gemetzel?

Er kannte seinen Gegner gut, ein Neuling aus dem anderen Hause, der sich nie in ihrer Weltordnung einfügen würde, das sah man ihm an der Nasenspitze an.
Das vor ihm war kein Kämpfer, mochte er auch aussehen wie ein ausgewachsener Bulle.

„Ich hasse dich, Dolohov“, knurrte er zur Begrüßung und Antonin machte sich nicht die Mühe einer Erwiderung. Den Koloss würde er nicht lange vor sich stehen haben. Wozu also Worte verlieren?
Er brauchte keine große Konzentration, um ihn in Schach zu halten.
Sie umrundeten einander, der Dolch in Antonins Hand glatt und scharf, wie gemacht dafür festes Muskelgewebe zu durchstoßen und doch würde er kaum Gebrauch davon machen.

Nicht, wenn er seine Magie nutzen konnte.

Die Magie brodelte wie immer heftig in ihm so kurz nach Abnahme des Halsbandes, bereit, sich wieder mit dem Magier zu vereinen, dem sie gehörte.
Sie pulsierte unter seiner Haut, begrüßte ihn wie einen alten, fast vergessenen Freund.
Er ließ die Schultern kreisen, seufzte zufrieden und spreizte die Finger.

Eine rasche Bewegung in Richtung seines Gegners ließ einen feinen, dunkelblauen Blitz hervorschießen, dem der Koloss auswich.

Stattdessen schlug er mit der breiten Klinge nach Antonin und dieser rollte sich weg.
„Lächerlicher Versuch“, knurrte er ungehalten und erneut schoss ein Strom Magie aus ihm hervor, ließ den Mann nach hinten taumeln.

Es war unmenschlich einem magischen Wesen die Fähigkeiten zu berauben.
Ein Fehler, denn die großen Herrschaften irgendwann bitter bereuen würden, bekäme Antonin die Gelegenheit.
Nicht jeder Magiator beherrschte Magie stablos, in Wahrheit taten es die Wenigsten und sein Gegner, der vor Anstrengung keuchte und wild das Schwert durch die Luft hieb, erreichte diese Standards sicherlich nicht.

Antonin ahnte, dass die Herrschaften mehr Show sehen wollten, also schickte er nur leichte Flüche durch die Luft, die ein wenig Blut spritzen ließen.
Er liebte es, in der Arena zu stehen, denn dann konnte er sein magisches Ich sein.

Die einzigen Momente, in denen er sich frei fühlte, vollständig und mit seiner Magie vereint und das kostete Antonin aus, zog es in die Länge, wann immer er damit durchkam.

Während sein Gegner sich die schmerzende Seite hielt, wo zwischen seinen wulstigen Fingern das Blut floss, sah Antonin noch einmal vergewissernd hoch.
Die Gäste jubelten über seinen Schlag, endlich bereit, ihm zuzusehen, wie es ihm gebührte.
Doch die eingeforderte Anerkennung dieser Menschen konnte Antonins Aufmerksamkeit nicht halten.

Lucius schien Granger in die Enge gedrängt zu haben, berührte die neue Sklavin, was kaum ungewöhnlich schien, gemessen an ihrer Vergangenheit und Lucius Wut auf Potters Schlammblut.

Der Todesser, der früher mal viel Wert auf Etikette und Respekt vor seiner schönen Frau Narcissa hegte, vergriff sich mittlerweile gern an den Huren, die seinen Weg kreuzten, und machte sicher auch vor anderen Sklavinnen nicht Halt. Insbesondere nicht bei denjenigen, denen er seine Macht beweisen wollte.

„Du Wichser, hier bin ich!“, schnappte sein Gegner schnaufend und lenkte die Aufmerksamkeit auf sich zurück. Wie überaus unklug von ihm.
Antonin parierte einen Schwertstoß seines Gegners mühelos mit einem heraufbeschworenen, sehr milden Schutzschild.

„Das ist albern“, murrte Antonin und zu seiner Verwunderung nickte der Mann.
„Beende das“, murmelte der Neuling und japste, hielt sich kaum noch aufrecht, dabei waren seine Wunden nicht annähernd so schwerwiegend, um den Tod nach sich zu ziehen.
Im Gegenteil, Antonin hielt sich zurück, zog den Kampf in die Länge, um sich an seiner Magie zu berauschen. Es konnte noch nicht vorbei sein.

Antonin grollte und rollte die Augen über den mangelnden Kampfgeist.
„Kämpfe“, knurrte er, nachdem er die Absichten des Mannes erkannte, sich einfach abmessern zu lassen, um dem Sklaventum zu entgehen. Ein Feigling.
 
„Ich will sterben, Tonin. Ich will nicht mehr“, murmelte er und sein Schwert glitt durch die Luft, ohne sein Ziel zu treffen.

Antonin musste oft solche Bitten hören.
Zumeist von Zauberern, die diesem Leben nichts abgewinnen konnten, die aber zu stark waren, als dass die hohen Herrschaften sie einfach töteten.
Nicht jedenfalls, ohne dass sie ihre Pflicht erfüllten und ein Mindestmaß an Unterhaltung spendeten. Oder eben den Geldbeutel füllten.

Er sah wieder hoch zu Lucius und dieser Frau.
Er erkannte Grangers Furcht und Abscheu und dieser Blick …
Diese Augen, die anders als Leere noch Feuer beinhalteten, viel mehr als das, was in dem seines kümmerlichen Gegners loderte, es machte etwas mit ihm.

Granger war nicht gebrochen, obgleich ihr Dasein als Sklavin sie zu belasten schien. Wem würde es anders entgehen?

„Tonin, bitte“, jammerte sein Gegner und strich sich das verschwitzte Haar aus dem Gesicht.
Antonin nahm den Kampf wieder auf, der ihm unter diesen Umständen kein wenig Genugtuung einbrachte.

„Kämpf verdammt noch mal wie ein Mann!“, schnappte Antonin gereizt, dass er in diesem trägen Moment feststeckte, der dahinsickerte wie dickflüssiger Honig. Es ärgerte ihn, denn es lenkte ihn nicht ab. Nicht von ihm, seinem Leben oder dem, was noch vor ihn lag.

„Töte mich!“

Damit ging der Riese auf Antonin los, hieb sein Schwert unkontrolliert und unberechenbar.
Antonin duckte sich unter den Angriffen, erstaunt von dem Aufbegehren und seine Magie flackerte stolz.

Es begann Spaß zu machen, etwas, was ihn am Anfang störte, nach seinem Todesserdasein aber kaum schockierte.
Der Kampf musste den Herrschaften jedoch gefallen, denn er hörte, wie sie jubelten.
Er ließ sich dazu hinreißen hochzublicken, doch die Bewegung an der Seite des Balkons lenkte von seinem Ziel ab.

Lucius schien sich nicht mehr über die starrköpfige Gryffindor zu amüsieren, denn auch wenn er aus der Entfernung seinen Gesichtsausdruck nicht ganz bestimmen konnte, so war die Hand, die auf Grangers Wange traf doch Bestätigung genug.

„Ich bin hier, Arschloch!“, knurrte sein Gegner und der stechende Schmerz, der durch Antonins Bauchmuskeln drang, unterstrich den Ausruf des Mannes.
Keuchend wich Antonin zurück. Das Brennen durchzog seine rechte Körperhälfte und Blut sickerte an seiner Haut vorbei.

„Verdammt“, murrte er und ignorierte den Schmerz, das Brennen und das klebrige Gefühl des Blutes auf seiner Haut.
Angefressen davon, so abgelenkt von Lucius Handeln gewesen zu sein, dass der Idiot einen Treffer landete, wollte Antonin es nun wirklich beenden.

Vielleicht war es Granger, die ihn dazu inspirierte, vielleicht einfach die Wut, doch er sprach jenen Fluch, mit dem er auch sie einst belegte.
Sie schien besser damit umgehen zu können als sein Gegner, der einfach in sich zusammensackte.

Das war es.

Der Jubel fiel aus irgendeinem Grund sehr seicht aus, doch Antonin bemerkte das kaum in seinem Zorn. So eine verdammte Scheiße.
Er ging vorbei an dem Sklavenhalter, der ihm am Tor zunickte und ignorierte auch das Gelächter der verdammten Wachen.

Draco Malfoy und Marcus Flint, die ihm nicht oft genug ihre verdammten Zauberstäbe unter die Nase hielten.
„Oh, tut das weh?“, summte Draco höhnisch und kratzte sich mit seinem Stab am Kinn. „Zu schade, Heilzauber sind nicht mein Ding.“ Er grinste breiter.

Marcus Flint, der seinem neuerdings besten Freund stets in allem zugestimmt hätte, schwieg.
Es war seltsam, den nicht unbedingt wortgewandten Magier ohne das seltsame Grinsen auf dem Gesicht zu sehen.
Überhaupt wirkte er mehr benommen als bei der Sache, und wenn Antonin sich nicht täuschte, zitterte seine Zauberstabhand.  

„Seid froh, dass wir uns nie in der Arena sehen werden“, murmelte Antonin und meinte es so. Beiden würde er mit links das Leben aushauchen, doch das wussten sie, weshalb sie ihn immer gut im Auge hielten.
Doch auch diese beiden würden unaufmerksam werden. Irgendwann.

„Hey, Lavender war eben hier. Mach dich sauber. Die Herren verlangen nach dir.“

Antonin drehte sich zu der kühlen Fassade um, an der die dunkelhaarige Sklavin lehnte.
Er kannte sie, seitdem sie ein Kind war, ein Baby, um genau zu sein, bevor man ihn nach Azkaban schaffte.
Pansy stieß sich von der Wand ab und musterte seinen Körper, gab ein unzufriedenes Murmeln von sich, als sie die garstige Wunde sah.

„Mir gefällt sie auch nicht und am liebsten würde ich sie heilen lassen. Wieso werde ich gerufen?“

Antonin konnte seine mangelnde Begeisterung kaum verbergen.
Er hasste es, wie ein Showhund vor den wundervollen Herrschaften und ihren Gästen zu stehen. Die vielen Nachteile an den Spielen.
Pansy zuckte mit den Schultern und reichte ihm sein Halsband, welches er widerwillig anlegte.

Man ließ ihn ohne sowieso keinen Schritt weitergehen und er wollte in niemandem den Gedanken schüren, er wäre unkooperativ. Das würde nur seine Ziele verzögern, also spielte er mit.
Der Letzte, der versuchte, sich zu weigern, war sofort umgebracht worden.

Sie bewegten sich weiter und Pansy begleitete ihn in das Badehaus.
Das Wasser wirkte nicht mehr so sauber wie am Morgen, doch das würde nach den Kämpfen noch schlimmer aussehen.
Die Sklavin hielt ihm mit erhobener Augenbraue ein Tuch hin und Antonin gluckste, als er es ihr entwand.

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass es deine Aufgabe wäre, mich zu säubern“, gluckste Antonin spöttisch, in dem Wissen, dass Pansy zu klug war, um auch nur Anstalten zu machen.
„Der letzten Sklavin, die versucht hat, dich zu berühren, hast du die Hand gebrochen“, erinnerte die Slytherin ihn gelangweilt und ließ sich am Beckenrand nieder, offensichtlich froh über ihre Pause.

Antonin nickte und das Lächeln wurde etwas breiter. „Ich habe sie gewarnt, mich nicht anzufassen.“
Pansy rollte dramatisch mit den Augen. „Du lässt dich von niemanden anfassen. Nicht mal die Mädchen aus den Liebeshäusern. Ob du vielleicht an Männern interessiert bist?“

Antonin schwieg auf diese leicht zu durchschauende Provokation, die Pansy dann und wann aus Neugier getrieben einstreute.
Sie war mitunter die einzige Sklavin, die sich wagte, so mit ihm zu sprechen, und er würde es nicht anders haben wollen.
Er ließ es ihr durchgehen, weil sie eine Slytherin war, weil er ihren Vater gemocht hatte und die Kleine ihn amüsierte.

Statt zu antworten, was sie ohnehin nicht erwartete, rieb er sich den Schmutz von den Armen und ließ die Schultern kreisen.  
Pansy sah ihm eine Weile zu, ehe sie mit der Zunge schnalzte. „Los, beeil dich, oder sie lassen sich töten. Und mich gleich mit.“ Sie verzog das Gesicht bei dem unfairen Gedanken und erhob sich unruhig.
Antonin summte zustimmend, tupfte vorsichtig um seine Wunde herum, damit kein schmutziges Wasser hineingeriet. „Ich bin fertig“, sagte er und rieb sich trocken.

Danach führte Pansy ihn zu den Treppen, blieb aber unten am Absatz stehen. „Viel Glück“, flüsterte sie, denn ihre Aufgabe bestand darin, auch den nächsten Magiatoren behilflich zu sein.
Er sah ihr nicht hinterher, als er Stufe um Stufe nahm.

Seine Wunde ziepte und brannte bei jedem Schritt, doch das ignorierte er zugunsten seiner Wut darüber, nun dort hoch gebeten worden zu sein.

Bereits auf der Hälfte der Treppe vernahm er laute, unruhige Stimmen.
Das Dilemma war längst im Gange.
Die letzten Stufen nahm er etwas schneller und sah, wo das Problem lag.

Nicht jedem gefiel es, wenn eine Sklavin ihr Feuer beibehielt und so dumm war, es offen zur Schau zu tragen. Grangers fehlende Demut wurde allein in ihrer unbeugsamen Haltung deutlich, die die Gäste erzürnte.

Lavenders Panik ließ sich nicht vertuschen, denn sicherlich war es ihre Aufgabe, das Mädchen auszubilden.
Im Gegenzug zu Lavenders Hysterie, die ihre blauen Augen tränkte, funkelten die von Granger voller Verachtung. Allein das würde ihr Todesurteil besiegeln.

Antonin seufzte über die Dummheit, die er der Gryffindor nicht zugetraut hätte.
Lavender sah ihn bittend an, erwartete eine Form der Ablenkung.

„Knie. Nieder.“ Verlangte Master Thorne in dunklem Ton und spätestens, wenn er sich in eine Situation einschaltete, statt unbeteiligt zuzusehen, sollte man gehorchen.
Der Master war für Grausamkeiten an Frauen bekannt, doch woher sollte Granger das wissen?

„Nein“, stellte die Hexe klar und straffte ihre Haltung erneut, was sie um lächerlich wenige Centimeter wachsen ließ.
Lavender neben ihm sog scharf die Luft ein und stöhnt laut. „Sie ist so störrisch“, murmelte sie.

Die Atmosphäre erhitzte sich zusätzlich, sodass niemand auf den Kampf unten im Sand achtete. Antonin selbst wäre verfickt angepisst, wenn er sich da unten in der Hitze abmühen würde, während die wahren Schlachten einen Balkon über ihm ausgetragen würden.
Sensationsgierig blickten die Gäste zu Granger und hofften eindeutig, eine Sklavin schon bald blutend am Boden zu sehen. Sie gierten mehr noch danach, als nach den Spielen unter ihnen. Es aus der Nähe zu sehen, musste mehr berauschen.
Besonders Allegra Thorne, deren Atem sich entzückt beschleunigte.

Grangers Augen glitten zu Antonin und er tauchte in ihrem Anblick ein, als er sie im Profil betrachtete.

Sie war eine Frau geworden.
Nicht mehr länger das Mädchen, welches naiv und blind einem Freund in den Tod folgte. Eine Frau, die für sich einstand, mochte es ihr auch nur Schmerzen und Leid einbringen.  
Ihr feuriger Blick ließ ihn erschauern, so finster und ungezähmt prasselte er auf ihn ein, als galt ihr Zorn ihm allein.

Einer der drei Brüder, er konnte sie beim besten Willen nicht auseinanderhalten, erhob sich und glitt um Antonin herum. Ihn interessierte das Drama um eine Sklavin nicht.
Hinter vorgehaltener Hand raunte man sich zu, dass diese drei Brüder verdorben waren, beiden Geschlechtern und auch einander sehr zugetan.

Antonin versteifte sich, als die weiche Hand des Mannes sich an seinen Rücken schmiegte.
Forsche Finger betasteten seine Muskeln und strichen über seine vernarbte Haut.
Der Magier biss die Zähne fest zusammen, hasste den Augenblick und den Mann. „Was ein Körper, so stählern.“

Granger reckte das Kinn und wirkte einen kurzen Moment doch wie das selbstgerechte Mädchen von damals. Ob es ihr gefiel, dass er diesem fremden Untier ausgeliefert war? Verschaffte es ihr Genugtuung?

Der Mann, der seine Hände kaum von ihm lassen konnte, wich von ihm zurück, um sich Wein einschenken zu lassen.

Den Moment nutzte Antonin, um Lavenders Entsetzen aufzuschnappen.
Er glitt hinter Granger, die mit ihrem wütenden Auftreten allen Sklaven des Haushaltes Schaden zufügte.
Sie machte ihnen das Leben mit der Art nicht leichter und wenn sie weiter so einen Aufstand veranstaltete, dann würde man ihn zwingen, sie zu beseitigen.
Wehrlose Frauen umzubringen passte nun momentan nicht ganz in sein Konzept.

Antonin sah ihre angespannten Muskeln, sah in den Widerwillen in ihrem Profil. Sie würde sich umbringen lassen. Von ihm.

„Du wirst noch knien“, zischte die hohe Dame und er erkannte, dass die vorlaute Gryffindor sich nicht geschlagen geben würde.
Es konnte ihm egal sein, ob ein weiteres magisches Wesen fiel.
Es war ihm aber nun mal nicht gleichgültig. So verroht war er nicht.

Noch nicht.

Einen Zauberer wurde er eben gezwungen zu töten, diese Hexe voll Feuer und Energie, die nicht.
Er legte seine Hand auf ihren Rücken und sofort verspannte sie sich, schnappte nach Luft und der sanfte Geruch nach Seife, der von ihr ausging, hüllte ihn ein.

„Knie dich nieder. Zeig Respekt“, sagte er laut und Mariella, nun fiel ihm auch ihr Name wieder ein, sah befriedigt aus, musterte ihn lüstern, als hätte er mit der Geste ihr Leben verteidigt und nicht das von Granger.

Grangers Kiefer spannten sich an und ihre wutglitzernden Augen trafen nun auf ihn. Sie hasste ihn in der Sekunde für sein Eingreifen, verkannte sein Versuch, sie zu schützen als eine Gunstbezeugung vor dieser Muggelhure.

Seine Finger verringerten den Druck an ihrem Rücken und strichen vorsichtig über den dünnen Stoff ihres Gewandes. „Bitte“, fügte er hinzu, leiser dieses Mal, nur für sie hörbar und vielleicht auch ein wenig sanfter.  Damit brach er gleich seinen nächsten Grundsatz – Antonin Dolohov bat und bettelte nicht. Eigentlich.

„Tu es für Lavender, tu es für jeden von uns.“

Und es wunderte ihn selbst, dass Grangers Haltung einsank.

Sie gehorchte ihm.

Widerwillig gab sie ihre gestreckte Haltung auf, ging in die Knie vor den Menschen, die sie am meisten verabscheute, besiegte ihren Stolz, weil er darum bat.

Antonin fühlte sich mächtiger denn je, denn er wusste -  diese Hexe kniete vor ihm.

Sie gehorchte ihm.

Nicht denen.






1.     Kein richtiges Gespräch, aber es gab die ersten Worte. Ist das nicht schon erfolgsversprechend für die zwei?
2.     Nächste Mal darf uns Pansy ein wenig erhellen und nach ihr tut Astoria etwas, für das ihr mich hassen werdet.
3.     Aber ich mach mir keine Sorgen. … Also nur geringfügig.
4.     Ist vllt auch wieder nichts für schwache Nerven dann. Je nachdem wie zartbesaitet man ist.
5.     Hm.
6.     Ich muss das mit der Werbung für meine Stories wohl noch lernen.
7.     Meine Woche war recht schlimm, ich hoffe, eure war besser. Neben gesundheitlichen Problemen, die nicht abreißen, plage ich mich mit gemeinen Menschen herum. Vielleicht fließt mein persönliches Drama auch hier in dieses Werk :D Ich hoffe, bei euch sieht es besser aus.
8.     Habt ein schönes Wochenende (demnächst!)
9.     Mein Herzblut für euch.
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