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Snapes letzter Wunsch

Kurzbeschreibung
OneshotSchmerz/Trost / P12 / Het
Harry Potter Severus Snape
06.08.2022
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Seine Knie gaben nach und er stürzte zu Boden.

„Ich bedaure es.“ Voldemort verließ den Raum.

Das durfte nicht sein. Er hatte seine Aufgabe nicht erfüllt – Voldemort musste aufgehalten werden – der Schmerz raste von seinem Hals ausgehend in seine Brust, seinen Bauch – Dumbledore hatte ihm gesagt, Potter musste es wissen – es durfte doch nicht alles umsonst sein …

Doch er spürte, dass seine Zeit ablief, wie das Blut aus seinem Hals floss, obwohl er mit beiden Händen auf die Wunde drückte …

Die Luft über ihm bewegte sich. Und da war er, der Mensch, den er sehen musste, dem er es sagen musste – doch er konnte nicht sprechen, konnte die Worte nicht aus seiner Kehle zwingen, die schmerzte, wie kaum jemals etwas geschmerzt hatte …

Der Junge beugte sich über ihn, welch ein Glück: Snape gelang es, eine Hand zu heben, ihn vorne am Umhang zu fassen und näher zu sich heranzuziehen.

Er konzentrierte seinen ganzen Körper darauf, die Worte von sich zu geben, die dem Jungen signalisieren würden, was er zu tun hatte – denn er hatte eine Idee, wie er ihm alles mitteilen konnte, auch wenn er es mit Worten nicht schaffen würde …

„Nimm … es … nimm … es …“

Er ließ seine Erinnerungen aus sich herausströmen, hielt nichts zurück, überließ dem Jungen viel mehr, als er unter anderen Umständen getan hätte …

Er würde bald tot sein, also warum sollte er Harry die Geschichte von Severus Snape vorenthalten?

Er hoffte, der Junge würde die silbrige Substanz auffangen können – da kam ein Fläschchen aus dem Nichts herbeigeflogen, in das er die Erinnerungen mit dem Zauberstab hineinhob.

Snape spürte, wie ihn mit seinen Erinnerungen auch seine Kräfte verließen; seine Hand um Potters Kragen lockerte ihren Griff – lange würde er nicht mehr durchhalten können …

Doch das Fläschchen war bis zum Rand gefüllt, seine Erinnerungen waren fort. Der Junge hatte nun alles, was er wissen musste, und noch mehr, er hatte die wichtigsten Erinnerungen von Snape an Lily …

Lily, deren grüne Augen der Junge vor ihm geerbt hatte, ihr Sohn …

„Sieh … mich … an …“, brachte er leise hervor in dem letzten, verzweifelten Wunsch, die grünen, mandelförmigen Augen seiner einzigen Liebe noch ein letztes Mal in seinem Leben zu sehen …

Der Junge tat ihm den Gefallen und er sah sie.

Das Grün leuchtete so, wie er es in Erinnerung hatte … Er ging jetzt dorthin, wo auch sie war …

Er versank in Lilys Augen …
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