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Stummer Abschied - neues Leben

von Coiasira
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter Lucius Malfoy Narzissa Malfoy Severus Snape
05.08.2022
16.08.2022
9
16.369
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05.08.2022 797
 
Müde, das war der Ausdruck den man deutlich in Harrys Augen lesen konnte. Er war es leid, er war müde und doch stand er in der Mitte des Schlachtfeldes. Um ihn herum jubelnden die Menschen, es war geschafft.

Der Dunkle Lord war endlich besiegt, es herrschte Frieden. Doch in Harry brodelte es. Er hatte gekämpft, er hatte gelitten. Und was war der Dank ?
Die Menschen um ihn herum ignorierten ihren Helden, feierten ausgelassen. Die Todesser die übrig waren saßen gefesselt am Boden, das Gesicht abgewandt.
Einige jammerten, einige beteuerten ihre Unschuld, andere schwiegen.
Am Rand des Geschehens stand er, Severus Snape, der indirekte Held der Schlacht. Er hatte es geschafft ein Serum zu entwickeln, dass das Gift von Nagini neutralisierte, seine Wunde am Hals erzählte die Geschichte der Schmerzen, des Verlustes und des Gewinnens.
Müde schaute Harry sich um, seine Freunde lachten. Die Weasley’s standen eng beieinander, Hermine kuschelte sich an Ron und beide lächelten verträumt. Auch sie schenkten ihm keine Beachtung, ihr gemeinsamer Kampf war gekämpft. Die Reise war lang gewesen, schwierig und schmerzlich und nun endlich beendet.
Grüne Augen suchten noch einmal den Kampfplatz ab, doch er fand nicht wonach er suchte. Kein Lächeln fand den Weg auf sein Gesicht. Leise, so leise wie er gekommen war so leise wandte er sich ab und machte sich auf den Weg in ein neues Leben. Kurz huschte sein Blick noch mal zu Severus Snape und den Malfoy’s, vielleicht würde man sich wieder sehen.

Dunkle Augen verfolgten das Geschehen, Lucius stand fest neben ihn. Er seufzte leise. Es war geschafft, der Lord besiegt und die Knechtschaft beendet.
„Wir sind frei, oder Severus?“, leise richtete sich diese Frage an Severus. Er blickte leicht zur Seite und ein minimales Lächeln erschien. Kaum zu sehen und doch da.
„Ja Draco wir sind frei.“

Die Tränen in den Augen des jungen Mannes sagten alles, seine Mutter zog ihn in eine Umarmung. Sie schaute sich zeitgleich um, immer wachsam.
Ihr Blick suchte und suchte, doch den Gesuchten fand sie nicht. „Er ist schon fort“
Stumm betrachtete sie Severus von der Seite. „Sie scheinen es nicht zu bemerken, sie haben ihn kämpfen lassen und danach noch nicht mal geschaut, ob er verletzt ist.“
„So sind die Menschen, er hat es verstanden, er hat gelitten und gekämpft und seine Freunde wussten das er de Tod ins Auge schauen musste. Doch auch sie sind Menschen, Menschen die leicht vergessen und schnell ignorieren“, dunkel sprach Severus diese Worte aus.
Auch sein Blick huschte über das Feld, immer noch schien niemand bemerkt zu haben das ihr Held verschwunden war.
„Wir sollten auch gehen“ Lucius Haltung zeige das er bereit war diese Zeit und diesen Ort hinter sich zu lassen.
Stumm nickten Severus, Draco und Narzissa.
Es war Zeit… endlich war eine Zeit gekommen ein neues Leben zu beginnen. Sie wandten sich ab. Noch einmal blickte Severus sich um, Harry war fort, wohin das wusste er nicht und auch wenn sie sich nie gut verstanden hatten. So schlich sich ein kleiner Wunsch in sein Herz. Er wollte diesen jungen Mann wiedersehen, kennenlernen und sich vor allem entschuldigen. Jetzt durfte er es ihm sagen, jetzt durfte er dem jungen Mann alles erklären.

Die Zeit würde zeigen ob ihre Wege sich erneut kreuzen würde..

Die Menschen feierten, Hermine und Ron standen mit ihrer Familie zusammen. Sanft lächelte Hermine Ron an. „Wir müssen nach Harry schauen“. Sanft sprach sie diese Worte aus. Ron schnaufte kurz.
„Lass uns noch eine Weile hier stehen, er geht bestimmt zur Krankenstation. Da können wir ihn ja noch abholen. Ich bin einfach froh das es endlich vorbei ist und wir nun unser Leben leben können und auch Harry mal einfach Harry sein kann und wir durch ihn nicht immer in Gefahr geraten.“
Leise lachte Hermine, stupste Ron leicht in die Seite. „Du wirst die Ruhe hassen, ohne Harry hätten wir auch sehr viel weniger Spaß gehabt.“
„Ich nenne es keinen Spaß mein Leben riskieren zu müssen, es stand immer im Mittelpunkt, das wird jetzt noch schlimmer. Ich will meine Ruhe haben…“, murrte Ron. Erstaunt blickte Hermine ihren Freund an. „Bist du etwa immer noch eifersüchtig?“ Beinahe empört löste sie sich von Ron. Molly Weasley hatte die leise Unterhaltung angehört.
Sie schaute sich suchend um, eben hatte Harry doch noch in der Mitte des Feldes gestanden, doch da war niemand. „Wo ist Harry?“, fragte sie. Hermine schaute sich ebenfalls um. „Die Malfoy und Snape ist auch weg.“
Leicht alarmiert schauen nun auch die anderen nach den Genannten. Niemand war zu sehen. Und als ob die suchenden Blicke der Weasley’s etwas ausgelöst hätten hörte man plötzlich von überall. „Wo ist Harry Potter?“ Oder „Wo ist unser Held?“

Nun hatten sie es bemerkt und es war zu spät. Die Helden des Krieges hatten sich leise verabschiedet.
 
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