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Mein Vater ist ein Mörder

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Freundschaft / P12 / Het
Daniela Stamm Michael Naseband Philipp Steher Robert Ritter Tim Stammberger
03.08.2022
19.11.2022
8
10.093
1
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03.08.2022 1.121
 
Hallo, wie geht es euch?
Ich bin hier schon länger unterwegs und habe mich jetzt dazu entschlossen ebenfalls mal etwas zu schreiben. Es ist die erste längere Geschichte, die ich (außerhalb der Schule :D) schreibe, deshalb verurteilt mich bitte nicht, wenn die ersten Kapitel (oder gleich die ganze Geschichte) nicht perfekt sind. Übung macht den Meister!

Rechtliches:
Die Figuren gehören nicht mir. Es ist eine fiktive Geschichte und eine Ähnlichkeit mit realen Personen ist rein zufällig. Alle Rechte, einschließlich des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks jeglicher Form sind mir vorbehalten.

So, und jetzt genug gequatscht, los gehts!
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Es war ein ganz normaler Tag im K11. Heute hatte Daniela Stamm, die von allen nur Dani genannt wurde, Frühschicht zusammen mit Philipp Stehler und Charlotte "Charly" Fuchs. Ihre zwei Lieblingskollegen. Perfekt! Eigentlich verstand sie sich zwar mit jedem im K11 gut, aber die zwei hatten es ihr besonders angetan. Als sie das K11 betrat, saß Charly bereits an ihrem Schreibtisch und sortierte Akten. "Hallo Dani. Sag mal, hat du Philipp heute schon gesehen?" Dani hatte im Stau gestanden, deshalb war sie nicht besonders pünktlich. Sie schaute sich um, konnte Philipp jedoch nicht entdecken. "Ist er noch nicht da? Das ist ja mal wieder so typisch. Ich ruf ihn an." Sie ging in ihr Büro und wählte seine Nummer, aber er ging nicht ran. Auch beim zweiten und dritten Versuch nicht. Seltsam. "Was ist los?" fragte Charly, die offensichtlich Danis besorgten Blick gesehen hat. "Er geht nicht ans Telefon. Das ist so gar nicht seine Art. Normalerweise sitzt er doch auf dem Teil." "Ach, mach dir mal keine Sorgen. Er ist bestimmt mit dem Auto auf dem Weg hierher und kann deshalb gerade nicht telefonieren." Im nächsten Moment klingelte das Telefon. Dani hoffte, es wäre Philipp. Charly ging ran. Nachdem das Gespräch beendet war meinte sie nur: "Dani, wir müssen los. Leichenfund im Stadtpark." Dani schnappte sich den Autoschlüssel und sie gingen runter zu ihrem Dienstwagen.
Am Tatort angekommen, stiegen sie über das rot-weiße Absperrband und sahen Sarah schon von weitem vor der Leiche knien. "Hallo Sarah", begrüßten sie die ihnen bekannte Gerichtsmedizinerin. "Oh Hallo." "Und Sarah, was hast du für uns?", fragte Charly routiniert. "Also, das ist Marina Seifert, 45 Jahre alt. Sie ist seit etwa 12 bis 15 Stunden tot." "Das wäre dann gestern Abend zwischen 17 und 20 Uhr passiert." rechnete Dani nach. "Genau. Also, die Würgemale am Hals sprechen dafür, dass sie erwürgt wurde. Und hier, sie hat mehrere Hämatome an Armen und Beinen." "Sie hat Blut im Gesicht." stellte Charly fest. "Ja, sie hatte offenbar Nasenbluten. Wahrscheinlich hat sie einen heftigen Schlag ins Gesicht kassiert. Aber genaueres gibt es wie immer..." "... erst nach der Obduktion. " vervollständigten Dani und Charly den Satz. Sie sahen sich den Tatort an. "Dani schau mal, das könnten Kampfspuren sein. " "Ja sieht so aus." "Das sind tatsächlich Kampfspuren. Und sie passen zeitlich zum Todeszeitpunkt." bestätigte ein Kollege von der Spurensicherung. Dann sprachen sie noch mit dem Zeugen, der die Frau gefunden hat. Er sagte aus, dass er joggen gewesen sei, als er die Frau entdeckte. Er hätte zunächst gedacht, sie würde schlafen, aber als er näher kam, hätte er bemerkt, wie starr sie dalag und die Polizei gerufen. Er gab auch an, ihren Puls gefühlt zu haben um sicherzugehen, dass sie tot sei.  Dani bat ihn deshalb, am nächsten Tag aufs Kommissariat zu kommen, damit sie seine Fingerabdrücke und DNA nehmen konnten um sie von möglichen Täterspuren abzugrenzen. Sie wollten gerade fahren, als eine ältere Dame hinzukam und meinte, sie hätte vorhin einen Mann in der Nähe herumschleichen sehen. Die beiden Kommissarinnen baten sie um eine Personenbeschreibung. Sie war erstaunlich gut. Der Mann sei etwas über 50 gewesen, etwa 1,80m groß mit blauen Augen und grauen Haaren. Er hätte außerdem einen 3-Tage Bart, eine Brille und eine mittlere Statur gehabt. Außerdem hatte er eine auffällige orangene Regenjacke angehabt. Nach diesen Erkenntnissen fuhren sie zur Dienststelle zurück.
Philipp war immer noch nicht da, und langsam machte Dani sich ernsthafte Sorgen. Sie versuchte nochmal ihn anzurufen, aber das Handy war aus. "Scheiße" murmelte Dani. Es musste was passiert sein. Charly beruhigte sie. Die Arbeit hatte nun mal Vorrang.
Zuerst galt es auszuhandeln, wer die Todesnachricht zu überbringen hatte. In dem Moment kam Philipp herein. Schlechtes Timing! Dani sprang auf und umarmte ihn. "Ich hab mir solche Sorgen gemacht. Wo warst du?" Philipp murmelte überrascht: "Sorry, hab verschlafen." "Ach, auch mal da? Hab direkt Arbeit für dich!" erklärte Charly, drückte ihm einen Zettel mit den Adressen vom Freund und von den Eltern der Toten in die Hand und erklärte kurz worum es ging. Philipp wollte protestieren, aber Dani stoppte ihn " Halt. Keine Wiederrede. Du bist drei Stunden zu spät. Strafe muss sein." Sie versuchte ernst zu bleiben aber konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Philipps Gesicht war einfach zu gut. Sie war froh, den Job los zu sein, denn diese Aufgabe war ihnen allen verhasst. Es war einfach hart, zu sehen, wie die Hinterbliebenen trauerten und nicht selten wurde der Überbringer mehr oder weniger verantwortlich für den Tod des Liebsten gemacht. Eigentlich war ihr Beruf neben ihrer Familie das wichtigste in ihrem Leben und sie liebte ihren Job über alles, aber dies war eine der Sachen, die sie daran hasste. Dani war diejenige von ihnen, die die Menschen am besten verstehen und sich in sie hineinfühlen konnte. Wenn etwas passierte, war sie die erste, die Trost spendete, egal ob sie die Person kannte oder nicht. Manchmal war sie eine knallharte Polizistin und wenn sie wütend wurde, konnte sie alles kurz und klein schlagen. aber sie besaß eben auch viel Mitgefühl und ließ manche Sachen zu nah an sich ran. Charly war da ganz anders. Sie betrachtete das ganze immer mit genügend Abstand. Dani wusste, dass sie durchaus Mitgefühl hatte, allerdings zeigte sie dies nicht immer ganz so deutlich. Sie war eine knallharte Kommissarin und selbst wenn sie mit den Opfern sprach, konnte sie ihre knallharte Art nie so ganz ablegen. Auf manche wirkte sie vielleicht gefühlslos, aber Dani wusste, das das nicht so war. Es war eine Taktik, die sich dahinter versteckte. Eine Art Schutzmauer. Privat und unter Kollegen war Charly ganz anders. Sie hatte so viel Energie, dass sie ein ganzes Kraftwerk betreiben könnte und gab immer 120%. Sie wurde von allen Kollegen sehr geschätzt und gemocht, auch für ihre offene Art.
Seufzend ergab sich Philipp seinem Schicksal, nahm sich den Dienstwagenschlüssel und fuhr los.
 
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